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Buchvorstellung und Gespräch 4.6.2019 Wer sind die anatolischen Aleviten? Was ist das Alevitentum?

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Wer sind die anatolischen Aleviten? Was ist das Alevitentum?

Die Landeszentrale für politische Bildung stellt mit Prof. Dr. Handan Aksünger-Kizil und Yilmaz Kahraman ihr neues in der Landeszentrale erschienenes Buch „Das anatolische Alevitentum – Geschichte und Gegenwart einer in Deutschland anerkannten Religionsgemeinschaft“ vor.

Termin/Ort:

Di., 4. Juni 2019, 18 Uhr - 21 Uhr,
Alevitische Gemeinde Hamburg, Nobistor 33-35, 22767 Hamburg

Der Eintritt ist frei.

Die anatolischen Aleviten migrierten in den 1960er-Jahren im Zuge der Gastarbeitermigration und der politisch-religiösen Fluchtbewegung seit den 1970er-Jahren in der Hoffnung auf ein besseres Leben aus der Türkei in diverse Länder Europas. Ihre Zahl in Europa wird gegenwärtig auf 1,5 Millionen Menschen geschätzt. Aufgrund ihrer Situation als Minderheit in der Heimat war ihr kulturelles und religiöses „Gepäck“ durch eine Vielzahl von Diskriminierungserfahrungen gekennzeichnet, so dass sie bis Ende der 1980er-Jahre ihre Identität durch das sogenannte Schweigegebot verschwiegen haben. Das Ende dieses Schweigegebots manifestierte sich mit der Durchführung einer „alevitischen Kulturwoche“, die 1989 in Hamburg stattfand. Heute stellen die anatolischen Aleviten mit mehr als 550.000 Angehörigen in Deutschland nach den katholischen und evangelischen Christen sowie den sunnitischen Muslimen die größte Religionsgemeinschaft in Deutschland dar. In Hamburg leben nach Schätzungen mehr als 35.000 Alevitinnen und Aleviten.

Prof. Dr. Giuseppe Veltri, Direktor der Akademie der Weltreligionen, Universität Hamburg und Ismail Kaplan, Dialogbeauftragter der Alevitischen Gemeinden in Hamburg, werden die Veranstaltung mit Grußworten einleiten.

Moderation:

Hülya Yildiz, Alevitische Gemeinde Bergedorf

Die Autoren:

  • Prof. Dr. Handan Aksünger-Kizil ist seit September 2018 Professorin für „Alevitisch-theologische Studien“ an der Universität Wien. Von 2014 bis August 2018 war sie als Junior-professorin für das Alevitentum an der Akademie der Weltreligionen an der Universität Hamburg tätig, wo sie 2014 bis 2017 stellvertretende Direktorin der Akademie der Weltreligionen war.
  • Yilmaz Kahraman, M.A., Islamwissenschaftler, studierte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn Islamwissenschaften und Orientalische Kunstgeschichte und ist Bildungsreferent beim Bund der Alevitischen Jugendlichen (BDAJ). Er ist dreisprachig (Kırmancki, Deutsch, Türkisch) aufgewachsen und lernte später Englisch und Latein und während seines Studiums erwarb er Sprachkenntnisse in Arabisch und Persisch.

Das Buch „Das anatolische Alevitentum – Geschichte und Gegenwart einer in Deutschland anerkannten Religionsgemeinschaft“ ist gegen eine Bereitstellungspauschale von je 3 Euro im Infoladen erhältlich.

 

Ansprechpartner:
Abut Can
Wissenschaftlicher Referent, Migration und Integration
Dammtorstraße 14, 20354 Hamburg
Tel:  42823-4812
E-Mail: abut.can@bsb.hamburg.de

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