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Bundesprogramm Gemeinschaftliche Innenstadtentwicklung

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Unter dem Dach des Programmpakets „Verborgene Potenziale – Für ein lebendiges und resilientes Hamburger Zentrum“ wird die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) die Entwicklung der Hamburger Innenstadt im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ weiter vorantreiben. Ziel ist es, gemeinsam mit allen beteiligten Akteurinnen und Akteuren die Nutzungsvielfalt zu stärken, um den Strukturwandel in der Innenstadt zu unterstützen und diese nachhaltig zu beleben.

Verborgene Potenziale

Gemeinschaftliche Innenstadtentwicklung

Zentrale Anlaufstelle: Raum zum Stadtfinden

Die Innenstadt und ihre Weiterentwicklung lebt durch das Mitmachen, Mitgestalten und Mitwirken der Hamburgerinnen und Hamburger. Als zentrale Anlaufstelle des Projektes „Verborgene Potenziale“ bietet der Raum zum Stadtfinden einen Ort, an dem Ideen, Anliegen, Bedarfe und Wünsche für die Innenstadt vorgetragen, diskutiert und gemeinschaftlich weiterentwickelt werden können.

In direkter Nachbarschaft zum Hamburger Rathaus und zur Mönckebergstraße bietet das Team der Innenstadtkoordination unter der Leitung von Prof. Elke Pahl-Weber dort jeden Montag und Mittwoch 10 bis 14 Uhr und Dienstag, Donnerstag sowie Freitag von 14 bis 18 Uhr eine offene Sprechstunde an und heißt Interessierte willkommen, die mit konkreten Projekten oder kreativen Allianzen die verborgenen Potenziale der Innenstadt entdecken wollen. Zusätzlich zu den regulären Sprechstundenzeiten lädt die Innenstadtkoordination monatlich zum Afterwork Apéro – einem offenen Austausch bei kalten Getränken und Musik – ein und freut sich auf alle, die sich informieren, austauschen oder einbringen wollen. Auf dem Instagram-Kanal @hamburg.innenstadt informiert das Team über aktuelle Entwicklungen, Ergebnisse und Events zum Projekt und freut sich auch dort über Austausch und Teilhabe.

Die Kontaktaufnahme mit dem Team der Innenstadtkoordination ist natürlich auch per E-Mail unter verborgene-potenziale@bsw.hamburg.de oder via Telefon 040 42840 4050 möglich.

  • Raum zum Stadtfinden, Rathausstraße 7 (Eingang Knochenhauertwiete),
    Öffnungszeiten: Montag und Mittwoch von 10 bis 14 Uhr und Dienstag, Donnerstag und Freitag von 14 bis 18 Uhr.

Worum geht es?

Bundesweit stehen die Innenstädte unter großem Handlungsdruck, so auch in Hamburg. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des wachsenden Online-Handels stellen die Innenstadt vor Herausforderungen. Hinzu kommt die aktuelle Entwicklung im Bau- und Energiesektor. Die Nutzungsstruktur und die öffentliche Wahrnehmung des Hamburger Zentrums ist vom Einzelhandel und den Büroarbeitsplätzen der Citylagen geprägt. Eine besondere Aufgabe besteht daher in der Gestaltung und Umsetzung vielseitiger und nachhaltiger Nutzungen. Dies kann nur durch gemeinsames Engagement öffentlicher und privater Akteurinnen und Akteure gelingen.

Was tut der Bund?

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ aufgelegt, um auf die tiefgreifenden Veränderungen in den Innenstädten zu reagieren. Bis 2025 stehen für das Programm bundesweit 250 Millionen Euro zur Verfügung, um innovative Konzepte zur Stärkung von Innenstädten und Zentren zu fördern. Diese sollen als Reallabore für neue Ideen genutzt, als Identifikationsorte gestärkt und in kooperativer Gestaltung zu vielfältigen Orten weiterentwickelt werden.

Was tut Hamburg?

Hamburg entwickelt seit vielen Jahren kontinuierlich Ziele, Projekte und Maßnahmen zur Stärkung der Innenstadt. „Verborgene Potenziale“ knüpft gezielt an die bereits laufenden Maßnahmen des Handlungskonzepts Innenstadt von 2020 und die hier formulierten Ziele „Nutzungsvielfalt und mehr Wohnen“ und „Gemeinschaftliche Entwicklung“ an. Neben der Aufwertung der öffentlichen Räume und der Ertüchtigung der Infrastruktur besteht ein stetiger Dialog zwischen den Behörden und den in der Innenstadt aktiven Akteurinnen und Akteuren.

Das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ wird jetzt dazu genutzt,

  • die bestehenden Zielsetzungen für die Innenstadt zu prüfen und im Sinne eines dynamischen Konzepts zu ergänzen und so gemeinsam ein Leitbild für die Innenstadt weiter auszuarbeiten,
  • die Innenstadtentwicklung als Gemeinschaftswerk aller Akteurinnen und Akteure zu etablieren und die Mitwirkung und Teilhabe zu stärken, und
  • gemeinsam Ansätze zur Stärkung der Nutzungsvielfalt zu generieren und umzusetzen.

Für das Programmpaket „Verborgene Potenziale - Für ein lebendiges und resilientes Hamburger Zentrum“ der BSW steht eine Fördersumme von insgesamt knapp 6,5 Millionen Euro zur Verfügung. Hierfür erhält das Projekt einen 75-prozentigen Zuschuss aus dem Bundesprogramm in Höhe von rund 4,8 Millionen Euro. 1,7 Millionen Euro stellt die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen als Kofinanzierung selbst zur Verfügung.

Was ist das Programmpaket „Verborgene Potenziale“?

„Verborgene Potenziale“ beruht auf drei inhaltlichen Säulen: einer strategischen, einer organisatorischen und einer konkreten Ebene.

Auf der strategischen Ebene werden die Ziele der Innenstadtentwicklung auf Basis der bestehenden Konzepte weiterentwickelt, ergänzt und als gemeinsame Handlungsgrundlage vereinbart. Um auf ein sich stetig veränderndes Umfeld reagieren zu können, werden diese Ziele und Handlungsstrategien so ausgelegt, dass sie als dynamisches Konzept auch in Zukunft kontinuierlich überprüft und ergänzt werden können. In 2023 wird darüber hinaus der Austausch zu einem Leitbildprozess angestoßen.

Als übergeordnetes, strategisches Gremium wird der „Runde Tisch Innenstadt“ unter Vorsitz des Ersten Bürgermeisters dazu dienen, den Austausch zwischen allen relevanten Akteursgruppen der Hamburger Innenstadt zielgerichtet voranzutreiben. Hier treffen sich zwei Mal im Jahr Repräsentantinnen und Repräsentanten zahlreicher Akteursgruppen der Innenstadt aus Politik und Verwaltung, Kammern und Verbänden, Öffentlichen Unternehmen, Kulturinstitutionen, Wohnungswirtschaft, Sozialverbänden, Zivilgesellschaftlichen Institutionen und Business Improvement Districts.

Auf der organisatorischen Ebene werden eine koordinierte und kooperative Innenstadtentwicklung und die Stärkung von Mitwirkung und Teilhabe aller Beteiligten vorangetrieben. Dazu wurde eine Innenstadtkoordination unter der Leitung von Stadtplanerin Prof. Elke Pahl-Weber als zentrale Anlauf- und Vernetzungsstelle eingerichtet, um „Verborgene Potenziale“ als dialogischen Prozess umzusetzen und die lokalen Bedarfe beteiligter Stakeholder an Behörden, Fachämter und Bezirksamt zu vermitteln.

Mit der Initiierung und Etablierung eines „Akteursdialogs“ durch die Innenstadtkoordinatorin wird an eine lange Tradition der Mitwirkung und Teilhabe bei der Entwicklung der Hamburger Innenstadt angeknüpft. Um zentrale Themen bzw. Fragestellungen wie z.B. die Zukunft des Einzelhandels, Chancen der Digitalisierung, Erweiterung des Nutzungsspektrums oder kollektives Stadt-Machen zu diskutieren und gemeinsame Schwerpunktsetzungen zu definieren, sollen „Räume“ für den gemeinsamen Dialog geschaffen werden. In einem ko-kreativen Prozess wird in eigenen Partizipationsformaten der öffentliche Austausch mit allen interessierten Hamburgerinnen und Hamburgern gestärkt und die aktive Teilhabe, etwa in „Kaufhausgesprächen“ und ko-produktiven Arbeitsprozessen mit Prototypen, gefördert.

Auf der konkreten Ebene werden innovative Nutzungsmodelle als Pilotprojekte gefördert, um die Nutzungsvielfalt nicht nur theoretisch, sondern auch in praktischer Erprobung zu stärken. Als erste Impulsgeber sollen Prototypen aus Kreativnutzung, urbane Produktion und Wohnen auf innerstädtischen Flächen durch die BSW in Zusammenarbeit mit der Innenstadtkoordinatorin sowie mit verschiedenen weiteren Kooperationspartnern realisiert werden. Darauf aufbauend werden Akteure bei der Umsetzung eigener Pilotprojekte – z.B. aus den Bereichen Bildung und Soziales, Kunst und Kultur, Einzelhandel und Wohnen – begleitet und gefördert. Ein Projektaufruf soll, nach Vorbereitung mit Ermittlung der Bedarfe, Ende 2023/Anfang 2024 öffentlichkeitswirksam erfolgen, um interessierte Akteurinnen und Akteure zur Teilnahme einzuladen.

Zusätzlich soll eine digitale Karten- und Datenplattform zum Aufbau einer detaillierten Datenbasis und dem Monitoring innerstädtischer Nutzungsstrukturen beitragen. Dabei soll Leerstand frühzeitig identifiziert und die gezielte Suche nach Folgenutzungen unterstützt werden.

Wo liegt das Projektgebiet?

Das Projektgebiet umfasst die Hamburger Innenstadt, die aus Altstadt, Neustadt und HafenCity besteht. Im überregional wahrnehmbaren und historischen Zentrum der Stadt verbirgt sich eine über die Jahrhunderte gewachsene Vielfalt aus Orten des Arbeitens, des Wohnens, des Handels, der Kultur und des Glaubens. Hier konzentrieren sich mehr als an jedem anderen Ort die städtischen Aktivitäten und Herausforderungen. Trotz ihrer klaren, durch Wallring, Binnenalster und Alsterfleet bestimmten Kontur haben sich in der Innenstadt sehr unterschiedliche Quartiere herausgebildet. An diese individuellen Nutzungsschwerpunkte und spezifischen Milieus will das Programmpaket „Verborgene Potenziale“ anknüpfen.

Wer ist beteiligt?

Neben der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen als federführende Stelle sowie das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sind neben dem Bezirksamt Hamburg-Mitte Vertreterinnen und Vertreter der Fachbehördenbeteiligt.

Um die Innenstadtentwicklung als Gemeinschaftswerk zu etablieren, werden die vielfältigen Interessengemeinschaften in der Hamburger Innenstadt wie z.B. die Eigentümerinnen und Eigentümer, lokale Handeltreibende, städtische Gesellschaften, zivilgesellschaftliche Gruppen oder Einrichtungen aus Kunst und Kultur noch stärker als bisher in die Gestaltung einbezogen werden.

Welche Möglichkeiten gibt es sich einzubringen?

Mit dem Programmpaket „Verborgene Potenziale“ werden alle interessierten Akteurinnen und Akteure der Innenstadt zur gemeinsamen Zentrumsentwicklung aufgerufen. Ob als Eigentümer, Einzelhändler, Künstler oder Passant: Es braucht viele Perspektiven, Expertisen und Ideen, um den Strukturwandel zu unterstützen und eine zukunftsfähige Innenstadt zu gestalten. Experimente und temporäre Nutzungen sind dabei ausdrücklich erwünscht. Ihnen sollen in der Innenstadt Möglichkeiten zur Entfaltung gegeben werden als Impulse zu einer nachhaltigen Weiterentwicklung und Stärkung der innerstädtischen Nutzungsvielfalt. Verschiedene Beteiligungs- und Austauschformate werden im Jahr 2023 starten, eine zentrale Anlaufstelle vor Ort wird eröffnet. Fragen können an innenstadt@bsw.hamburg.de gestellt werden.

Impressionen von der Auftaktveranstaltung

Am 07. Dezember, von 18.30 bis 20.30 Uhr fand im JUPITER die Auftaktveranstaltung „Verborgene Potenziale“ im Rahmen der Stadtwerkstatt statt. Die Veranstaltung markierte den Auftakt zum gleichnamigen Programmpaket innerhalb der Bundesförderung „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“. Mehr als 250 Teilnehmende folgten der Einladung und entwickelten gemeinsam neue Ideen für die Innenstadt.

Im Rahmen der Dialogveranstaltung wurden neben dem Projektrahmen auch zentrale Akteure wie die Innenstadtkoordinatorin, geplante Maßnahmen und Beteiligungsmöglichkeiten vorgestellt. Im Workshop-Teil der Veranstaltung hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an sechs Themenstationen Gelegenheit, sich aktiv in die Diskussion einzubringen, hier bot sich Raum für den Austausch, das Kennenlernen der Innenstadtakteure und um Nutzungsideen für Altstadt, Neustadt und HafenCity zu entwickeln.


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