Mobilität E-Tretroller in Hamburg

Seit dem 15. Juni 2019 sind die E-Tretroller auf deutschen Straßen zugelassen. Die Stadt Hamburg hat sich mit den Anbietern verständigt und erste Leihgeräte rollen über die Radwege. Von den Regeln für Nutzerinnen und Nutzer im Straßenverkehr über die E-Tretroller-Sharing-Angebote und die aktuellen Anbieter –​​​​​​​ wir haben alles, was sie jetzt wissen müssen, für Sie zusammengefasst.

Frau auf E-Tretroller

Elektrotretroller im Straßenverkehr

Wer darf E-Tretroller fahren?

Die Roller dürfen ab einem Alter von 14 Jahren genutzt werden, auch wenn die Sharing-Angebote bisher nur Nutzerinnen und Nutzer ab einem Alter von 18 Jahren zulassen. Zu zweit auf einem Roller zu fahren ist nicht erlaubt und auch Kinder dürfen von einem Erwachsenen nicht zusätzlich auf dem Roller mitgenommen werden.

Was muss beachtet werden?

Die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) bestimmt für ganz Deutschland die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Nutzung der E-Tretroller. Wer sich selbst einen der Roller zulegen möchte, muss ein paar Dinge beachten. Die Roller müssen sich demnach mit einer Geschwindigkeit zwischen 6 und 20 km/h bewegen, über eine Lenk- oder Haltestange verfügen, mit Bremsen an beiden Rädern ausgestattet sein und Reflektoren, Vorder- und Rücklicht aufweisen. Sie müssen zudem versichert sein, das ist mit einer entsprechenden Plakette am Fahrzeug nachzuweisen.
Eine Helmpflicht gibt es nicht. Im Straßenverkehr gelten dieselben Regeln wie für Radfahrer und Radfahrerinnen. Entsprechend ist das Fahren auf dem Fußweg oder auf der falschen Straßenseite – genau wie mit dem Rad – nicht erlaubt.

Sharing-Dienste und Kosten in Hamburg

Aktuell gibt es vier aktive Sharing-Dienste in der Stadt, zwei weitere wohl noch hinzukommen. Zwischen Stadt und Anbietern wurde dabei eine Vereinbarung erarbeitet, die die Beschränkung der angebotenen Roller im innerstädtischen Bereich (Ring 2) auf zunächst 1000 Stück pro Anbieter festlegt und bestimmt Bereiche definiert in denen Roller nicht abgestellt werden dürfen, um eine Überflutung der Innenstadt zu vermeiden.
Die aktuellen Anbieter in Hamburg sind CircTIERVOI und Bird für deren Roller je ein Gewicht von maximal 100 kg zulässig ist. Bei Lime liegt das Maximalgewicht bei 150 kg. Der Ausleihvorgang kostet bei allen fünf Anbietern einen Euro, ab dann zahlen Sie bei VOI 0,15 Cent, bei TIER 0,19 Cent und bei Lime und Circ je 0,20 Cent pro angefangene Minute. Der teuerste Anbieter ist Bird mit 0,25 Cent pro Minute. Die meisten Roller stehen in der Innenstadt, VOI hat zusätzlich Roller in Berne und in Poppenbüttel aufgestellt. 
VOI plant in Zukunft ein Online-Angebot zur korrekten und sicheren Nutzung der Roller bereitzustellen. Aktuell lohnt sich aber auch ein Blick auf die wichtigsten Punkte auf der Website des Anbieters. Unter "so geht's" finden Sie kleine Erklärungen mit Illustrationen und Unterhaltungsfaktor.

Wie funktionieren die Sharing-Angebote?

Die Roller werden per App der jeweiligen Anbieter ausgeliehen. Hierzu ist ein Smartphone mit Internetverbindung und bei Circ,TIER und VOI eine Kreditkarte nötig. Bei Lime gibt es zusätzlich die Option per Paypal oder Apple Pay zu zahlen und Bird bietet mit der Zahlung über Google Play sogar drei Zahlungsoptionen an.
Eine Karte in der App zeigt die Standorte freier Roller an, die ausgeliehen werden können. Anschließend können Sie den Roller per App freischalten und durch Hamburg fahren. Mehr zu den datenschutzrechtlichen Hinweisen der Stadt finden Sie hier.

Was muss ich bei der Rückgabe beachten?

Die Stadt hat gemeinsam mit den Anbietern Zonen definiert, an denen die Ausleihe grundsätzlich nicht beendet werden kann. Diese Zonen sind in den Apps farbig markiert.  Eine Karte zu den Flächen können Sie sich auch unter diesem Artikel herunterladen. Es handelt es sich dabei um Grünflächen, stark frequentierte Flächen in der Innenstadt und Bereiche in der Nähe von Gewässern.​​​​​​​

Das heißt: Sie stellen den Roller an einer Stelle innerhalb des Gebiets ab, an der andere Verkehrsteilnehmer nicht behindert werden und geben ihn per App zurück. Wird der Roller etwa auf einem Radweg oder mitten auf dem Fußweg stehengelassen, kann er von der Stadt entfernt werden. In diesem Fall wird eine Strafgebühr für den Verursacher oder die Verursacherin fällig.
Nachts werden die Roller dann eingesammelt und wieder aufgeladen. Anschließend werden sie zur Nutzung am nächsten Tag wieder im Stadtgebiet verteilt.

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