Hamburger S-Bahn-Stationen

Barrierefreiheit im gesamten Streckennetz

Die Hamburger S-Bahn verbindet die Stadt seit über einem Jahrhundert und viele Stationen sind ebenso alt wie das Netz selbst. Dies führte lange Zeit zu einem Problem: Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität stießen oft auf unüberwindbare Hindernisse. Heute ist das Netz zwar größtenteils barrierefrei, doch an einigen Stellen hapert es noch und genau dort setzen die laufenden Umbauprojekte an.

Bahnsteig Diebsteich mit Blick auf den Aufzug und einer vorbeifahrenden S-Bahn
IMAGO / BREUEL-BILD

Mehr als 90 Prozent der Hamburger S-Bahn Stationen ist Barrierefrei

Mit der Fertigstellung der S3 und S5 Station Diebsteich im März 2026 ist die S-Bahn ein Stück barrierefreier geworden. Mehr als 90 Prozent der S-Bahn Haltestellen in Hamburg besitzen nun einen Fahrstuhl und gewährleisten eine Barrierefreie Reise mit der Bahn. Von 57 Haltestellen innerhalb Hamburgs sind nun 52 mit einem Aufzug ausgestattet. Voraussichtlich 2028 bis spätestens 2030 sollen dann sämtliche Hamburger S-Bahn Stationen barrierefrei zugänglich sein. Sollte es Beeinträchtigungen geben, kann in der Interaktiven Karte nachgeschaut werden: (Hier finden Sie den aktuellen Aufzugsplan des hvv)

Modernisierung Diebsteich

Die S-Bahn-Station Diebsteich ist von nun an auch über einen Aufzug zugänglich. Nach mehr als zwei Jahren Umbauzeit wurde die Station Anfang 2025 wieder freigegeben. Hierbei allerdings nur mit einem Defizit: kein Aufzug. Dieser wurde im März 2026 nun eingebaut, wodurch die Modernisierungsmaßnahmen an der Haltestelle abgeschlossen sind. Mit der modernisierten Haltestelle soll die Station vor allem angesichts des dort Entstehenden Fernbahnhof Zukunftssicher gemacht werden.

Barrierefreier Ausbau ist notwendig

Viele Haltestellen der Hamburger S-Bahn sind bereits 75–100 Jahre alt. Damals standen die vielen Vorzüge des neuen Verkehrsmittels im Fokus, um den barrierefreien Zugang zu den einzelnen Haltestellen kümmerte man sich nicht. Erst Jahrzehnte später begann man damit, die Stationen nach und nach umzubauen.

Heute sind bereits über 90 Prozent der rund 57 S-Bahn-Stationen barrierefrei ausgebaut. Dennoch gibt es immer noch wichtige Haltestellen, die mit dem Rollstuhl, Kinderwagen oder auf Krücken ohne fremde Hilfe schwer oder gar nicht erreichbar sind. Hinzu kommt, dass „barrierefrei“ bei der S-Bahn nicht immer vollständig stufenlos bedeutet: An einigen Stationen bleibt ein Spalt oder Höhenunterschied zwischen Bahnsteig und Zug bestehen.

Um diesen Missstand zu beseitigen, laufen weiterhin umfangreiche Ausbauprojekte, mit dem Ziel, das gesamte Netz in den kommenden Jahren vollständig barrierefrei zugänglich zu machen.

Was bedeutet barrierefreier Ausbau?

Nicht an jeder Haltestelle sind die gleichen Maßnahmen notwendig, da einige bereits jetzt bestimmte Kriterien der Barrierefreiheit erfüllen. Grundsätzlich gehören zur Barrierefreiheit drei Elemente:

  1. Einbau eines Aufzugs (Hier finden Sie den aktuellen Aufzugsplan des hvv
  2. Erhöhung der Bahnsteige teilweise oder voll für den barrierefreien Ein- und Ausstieg
  3. Orientierungshilfen für Blinde und sehbehinderte Menschen, wie das Rippenplattensystem entlang der Bahnsteigkante. Auch Notrufsäulen, Knöpfe und alle Beschilderung werden kontrastreich gestaltet, damit sie leichter und deutlicher erkennbar sind.

HVV Custom

Mit der hvv Custom App können Menschen mit Seh- und Hörbeeinträchtigungen wichtige Informationen für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs in Hamburg barrierearm abrufen. Die App ermöglicht es, Fahrzeiten anzeigen oder vorlesen zu lassen und unterstützt Fahrgäste bei Störungen im laufenden Betrieb. Weitere Informationen gibt es bei hvv custom

Zum Weiterlesen

HOCHBAHN

Streckenverlauf & Sehenswürdigkeiten Linie S5 und S7

Die S5 und die neue S7 bringt Fahrgäste zwischen Elbgaustraße und Stade an ihr Ziel.

Eine rote S-Bahn, die über die Hamburger Elbbrücken über die Elbe fährt. Im Vordergrund sind noch einige Bambusbäume zu sehen.
IMAGO / Jannis Große

Streckenverlauf & Sehenswürdigkeiten Linie S3

Die S3 verbindet Pinneberg mit der Hamburger Innenstadt und führt dann weiter bis nach Neugraben-Fischbek.

Eine rote S-Bahn hält vor einem Bahnsteig.
IMAGO / Hanno Bode

Streckenverlauf & Sehenswürdigkeiten Linie S1

Die S1 verbindet Wedel mit der Hamburger Innenstadt und führt dann nach Ohlsdorf, wo sie sich in zwei Richtungen aufteilt: nach Poppenbüttel und zum Hamburg Airport (Flughafen).