Für mehr Mobilität
Geplante Linie U5
Mit der U5 baut die Hamburger Hochbahn AG Deutschlands größtes U-Bahn-Projekt. Die neue Linie soll künftig auf rund 29 Kilometern quer durch Hamburg verlaufen und insgesamt 24 neue Haltestellen erhalten. Vollautomatisch betrieben, barrierefrei und mit 100 Prozent Ökostrom unterwegs, wird die U5 Hamburgs Mobilität grundlegend verändern.
Hamburg wächst weiter, denn schon in wenigen Jahren werden rund zwei Millionen Menschen in der Stadt leben. Gleichzeitig stoßen Straßen und Buslinien bereits heute vielerorts an ihre Kapazitätsgrenzen. Die U5 soll deshalb wichtige Stadtteile, Arbeitsplätze, Hochschulen und Freizeitorte leistungsfähig miteinander verbinden und den öffentlichen Nahverkehr deutlich entlasten.
Deutschlands größtes U-Bahn-Projekt
Die U5 wird künftig wichtige Ziele wie die Universität Hamburg, das UKE, die City Nord und die Arenen direkt anbinden. Gleichzeitig erhalten Stadtteile wie Bramfeld, Steilshoop, Lokstedt, Osdorf und Lurup erstmals oder deutlich besser Anschluss an das Schnellbahnnetz.
Mehr als 315.000 Fahrgäste sollen die neue Linie später täglich nutzen. Technisch ist ein 90-Sekunden-Takt möglich, da die U5 vollautomatisch betrieben wird. Damit entsteht ein Angebot, das es in Deutschland bislang in dieser Form noch nicht gibt.
Die neue Linie wird vollständig emissionsfrei mit grünem Ökostrom betrieben. Gleichzeitig setzt die HOCHBAHN bereits beim Bau auf eine möglichst klimaschonende Umsetzung.
Der geplante Streckenverlauf
Die U5 soll künftig von Bramfeld über die City Nord, Winterhude, St. Georg, den Hauptbahnhof, die Universität Hamburg, das UKE und Lokstedt bis zu den Arenen fahren. Zusätzlich ist eine Verlängerung über die Arenen hinaus nach Lurup und Osdorf geplant und seit Mai 2026 wurde eine Vorzugsvariante beschlossen. Dadurch erhalten zehntausende Menschen im Hamburger Westen erstmals einen direkten Schnellbahnanschluss. Die Verlängerung soll nach aktuellem Stand bereits um 2040 in Betrieb gehen.
Bauabschnitt Bramfeld – City Nord
Auf dem ersten Abschnitt laufen die Bauarbeiten bereits seit dem ersten Spatenstich im Herbst 2022. Entlang der Strecke entstehen vier neue Haltestellen sowie mehrere Notausgänge.
Voraussichtlich ab 2027 soll die Tunnelbohrmaschine vom Bereich Sengelmannstraße Richtung Bramfeld starten. Anschließend beginnt der Ausbau der Tunnel und Haltestellen. Wer einen Blick hinter die Kulissen sehen möchte, den verweisen wir gerne auf unsere Reportage: Besuch auf der Baustelle Sengelmannstraße.
Bereits vor Fertigstellung des östlichen Abschnitts soll die U5 teilweise in Betrieb gehen: Zwischen Sengelmannstraße und City Nord ist ab 2027 ein Probebetrieb geplant, ab 2029 sollen dort erste Fahrgäste unterwegs sein.
Abschnitt City Nord – Jarrestraße
Die Planungen für den Abschnitt zwischen City Nord und Jarrestraße wurden im Sommer 2024 abgeschlossen. Derzeit läuft die Prüfung durch die Planfeststellungsbehörde. Erste bauvorbereitende Maßnahmen könnten ab 2026 beginnen.
Geplant sind die neuen Haltestellen Borgweg und Jarrestraße. Borgweg soll voraussichtlich bereits 2033 eröffnet werden und einen direkten Umstieg zur U3 ermöglichen. Die Haltestelle Jarrestraße soll nach aktuellem Stand 2035 folgen.
Für den rund 2,6 Kilometer langen Abschnitt werden Kosten von etwa 1,5 Milliarden Euro erwartet. Die Finanzierung wurde vom Hamburger Senat bereits beschlossen.
Neue Entwicklung: U5-Verlängerung nach Lurup und Osdorf beschlossen
Für die geplante Verlängerung der U5 in den Hamburger Westen steht jetzt die bevorzugte Streckenführung fest. Der Hamburger Senat hat Ende Mai 2026 die sogenannte Vorzugsvariante beschlossen. Damit ist klar, wie die U5 künftig über die Arenen hinaus bis nach Lurup und Osdorf verlaufen soll.
Die Strecke führt künftig von der Haltestelle Arenen in einem Bogen Richtung Westen. Erste neue Haltestelle wird „Lurup Mitte“ im Bereich Lüttkamp nahe des Lurup Centers. Von dort fährt die U5 weiter bis zur Endhaltestelle im Bereich Kroonhorst direkt am Born Center im Osdorfer Born.
Mit der Verlängerung sollen rund 64.000 Menschen erstmals einen direkten U-Bahn-Anschluss erhalten. Gleichzeitig verkürzen sich die Fahrzeiten im Hamburger Westen deutlich: Vom Osdorfer Born zum Hauptbahnhof soll die Fahrt künftig rund 40 Prozent schneller sein. Zur Universität Hamburg reduziert sich die Fahrzeit laut Planung von heute etwa 43 auf rund 20 Minuten. Besonders stark fällt der Unterschied beim UKE aus: Statt rund 44 Minuten sollen Fahrgäste künftig nur noch etwa 13 Minuten benötigen.
Nach Angaben der Hamburger Hochbahn AG wurden insgesamt vier Varianten untersucht. Entscheidend war unter anderem, mögliche Auswirkungen auf die Forschungseinrichtungen DESY, XFEL und den Innovationspark Altona auszuschließen. Deshalb wurden mehrere südliche Varianten verworfen.
Auch Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung flossen in die Entscheidung ein. Sowohl die Lage der Haltestelle am Born Center als auch der Standort Lüttkamp wurden laut Stadt und HOCHBAHN von vielen Teilnehmenden bevorzugt.
Mit der Verlängerung steigt die erwartete tägliche Fahrgastzahl der U5 von bislang 315.000 auf rund 345.000 Fahrgäste. Die Vorplanung für den Abschnitt nach Lurup und Osdorf soll noch bis Ende 2026 abgeschlossen werden. Die Inbetriebnahme ist weiterhin um das Jahr 2040 vorgesehen.
Nachhaltigkeit und moderne Technik
Die U5 wird Hamburgs erste vollautomatische U-Bahn. Durch den automatisierten Betrieb können besonders enge Takte gefahren und Kapazitäten flexibel angepasst werden.
Auch beim Bau setzt die HOCHBAHN nach eigenen Angaben auf nachhaltige Lösungen und eine möglichst klimafreundliche Umsetzung. Ziel ist es, die klimaschonendste U-Bahn Deutschlands zu bauen.
Bürgerbeteiligung bleibt zentral
Die Planungen der U5 werden weiterhin von umfangreicher Bürgerbeteiligung begleitet. Anwohnerinnen und Anwohner können sich über Veranstaltungen, Informationsangebote und Online-Plattformen in die Entwicklung der neuen Linie einbringen.
Die Hinweise und Ideen aus der Bevölkerung fließen laut HOCHBAHN fortlaufend in die Planungen ein.
Weitere Informationen zum Beteiligungsverfahren sowie Protokolle und Präsentationen der bisherigen Veranstaltungen finden Sie auf der Website der Hamburger Hochbahn.