hvv hop

Mit dem Elektroshuttle von A nach B

Sie sehen aus wie englische Taxis, fahren mit Elektroantrieb und sollen den öffentlichen Nahverkehr bereichern: Seit 2018 können Fahrgäste in mehreren Hamburger Stadtteilen hvv hop nutzen und damit von der Haustür zur Haltestelle fahren.

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hvv hop
hvv hop VHH/Wolfgang Köhler

Mit hvv hop von A nach B

Wer das Auto stehen lassen möchte, um zur nächsten Haltestelle zu gelangen, oder den letzten Bus nach Hause verpasst hat, kann in ausgewählten Gebieten in und um Hamburg auf den On-Demand-Service "hvv hop" zurückgreifen. Die elektronisch betriebenen Autos sind auf Abruf unterwegs und können per App bestellt werden. Ziel ist es, den öffentlichen Nahverkehr umweltfreundlicher zu gestalten und Fahrgästen gleichzeitig mehr Flexibilität zu ermöglichen: Die Fahrzeuge sind an keinen Fahrplan gebunden, sondern wählen ihre Route je nach Fahrgastinteresse. 

hvv hop Gebiet

Mobilitäts- und Pendleranalysen zeigen, dass auch in den Regionen um die Metropole erhöhtes Potenzial für ein flexibles ÖPNV-Angebot besteht. Das Unternehmen hat daher den Betrieb seiner On-Demand-Shuttles rund um die Stadt Hamburg erweitert: hvv hop fährt in Harburg, im Kreis Segeberg und im Kreis Stormann

Kosten

Für jede hvv hop Fahrt wird ein Aufpreis zum regulären hvv Ticket oder Deutschlandticket erhoben. Neben Einzelfahrkarten können auch Wochen- und Monatstickets erworben werden.

Übersicht der Aufpreise:

Harburg: Einzelfahrt: 2 Euro, Wochenkarte: 10 Euro, Monatskarte: 30 Euro

Kreis Segeberg: Einzelfahrt: 1 Euro, Wochenkarte: 5 Euro, Monatskarte: 15 Euro

Kreis Stormann: Einzelfahrt: 1 Euro, Wochenkarte: 5 Euro, Monatskarte: 15 Euro

Beförderungszeiten

  • Harburg
    • täglich 0-24 Uhr
    • ab 4.8.2025: Mo-Do 4 Uhr bis 1:30 Uhr und Fr 4 Uhr durchgängig bis So 24 Uhr
  • Kreis Segeberg
    • Mo-Fr: 4:15 Uhr bis 0 Uhr
    • Sa: 5:15 Uhr bis 0 Uhr
    • So: 5:15 Uhr bis 23 Uhr
  • Kreis Stormann
    • Mo-Fr: 4:30 Uhr bis 0:30 Uhr
    • Sa: 5:15 Uhr bis 0:30 Uhr
    • So: 5:15 Uhr bis 23 Uhr

Weitere Infos gibt es auf der hvv hop-Seite.

Mobilität für alle - auch in den nächsten Jahren

Das Konzept, den öffentlichen Nahverkehr zu stärken, geht mit Blick auf die Zahlen auf. Über 1,5 Millionen Menschen haben den Shuttle-Service seit dem Start gebietsübergreifend genutzt. Die Elektroautos bieten sechs Sitzplätze und sind durch ihre Barrierefreiheit so gestaltet, dass auch Menschen mit Rollstuhl oder Kinderwagen Platz finden. Mit der Einbindung des Services in den ÖPVN zum hvv-Tarif könnten außerdem mehr Menschen dazu bewegt werden, das eigene Auto stehen zu lassen. 

So funktioniert hvv hop

Die Voraussetzung für die Nutzung von hvv hop ist die zugehörige App, die für iOS und Android verfügbar ist. Zunächst gibt man den gewünschten Start- und Zielhaltepunkt ein. Im gesamten Nutzungsgebiet sind bisher rund alle 200 Meter virtuelle Haltestellen für den On-Demand-Service eingerichtet: Falls das Abholen direkt vor der Haustür nicht möglich ist, kann man also diese Haltestellen nutzen, die auf einer Karte in der App angezeigt werden. Anschließend wird ein passendes Fahrzeug vorgeschlagen und die Fahrt kann losgehen.

Die Fahrt des Shuttles kann live mitverfolgt werden und gegebenenfalls werden weitere Fahrgäste eingesammelt, die ein ähnliches Ziel haben. Der neue Service ist in das Tarifsystem des hvv integriert - Fahrgäste mit gültigem hvv-Fahrschein zahlen nur einen Aufpreis. Bei der Buchung des Fahrzeugs geben die Fahrgäste an, ob sie Fahrkarte und Aufpreis kaufen oder nur den ergänzenden Aufpreis zu ihrer bestehenden Fahrkarte.

Ticket und Aufpreis können über die App bezahlt werden: Das geht per Kreditkarte, PayPal, Lastschrift oder Überweisung. Zusätzlich gibt es die Option, Guthabenkarten zu kaufen und das Guthaben per Code in die App zu laden. Die Guthabenkarten bekommen Sie an verschiedenen Verkaufsstellen. 

Autonome Shuttles

2026 soll das erste autonome Fahrzeug mit Sicherheitsfahrer*in in Harburg unterwegs sein. In den darauffolgenden Monaten werden weitere Fahrzeuge hinzukommen, perspektivisch soll die Anzahl auf bis zu 20 Fahrzeuge ansteigen. Partner für die autonomen Shuttles ist der Fahrzeugentwickler eVersum. In den Fahrzeugen gibt es neun Sitzplätze und rund 20 Stehplätze und Platz für einen Rollstuhl oder Kinderwagen. 

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr unterstützt das Projekt "ahoi" mit rund 18 Millionen Euro.

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