Der Entwurf der Planungsgemeinschaft der Ingenieurbüros Grassl, sbp und WTM Engineers mit gmp und PPL soll eine neue Köhlbrandbrücke mit Potential zum Wahrzeichen schaffen, mit der Kraft, Identität zu stiften und mit der Ästhetik eines optischen Highlights. Er erzählt die Geschichte der Köhlbrandbrücke weiter und setzt die Linie der emotionalen und technologischen Tradition fort.
Harmonische Skalierung
Die harmonische Proportion der bestehenden Köhlbrandbrücke wird aufgegriffen und weiterentwickelt: größere Höhe, längere Haupt- und Nebenspannweiten, proportional vergrößerte Spannweiten der Rampen im Vorland. Möglichst schlanke Baukörper nehmen der Größe ihre Masse. Mit der Skalierung wächst auch die Transparenz. Von weitem werden die filigranen Vorlandstützen wie eine zarte Schraffur des Horizonts wahrgenommen. Der Überbau schwebt über der Silhouette der Hafenkräne - eine echte Skyline.
Schwebender Überbau
Durch ihre Größe und die leicht geänderte Trasse rückt die neue Brücke näher an die Stadt heran, wird sichtbarer im Stadtraum. Sie wird ihre Umgebung wieder überragen, so wie es die heutige Brücke bereits 1974 tat. Damals war sie noch freistehend, im Laufe der Zeit ist die umliegende Nachbarschaft jedoch gewachsen: große Hafenanlagen, Silos und Kränen treten in Konkurrenz.
Die ausgewogenen Proportionen der heutigen Köhlbrandbrücke werden mit dem neuen Entwurf aufgegriffen und neu skaliert: Der Überbau schwebt wieder über der Silhouette der Hafenkräne und prägt als neuer Brückenzug die Hamburger Skyline.