Großbauprojekte

Zukunftsfähige Infrastruktur für Hamburg

Maßnahmen auf dem Land, der Schiene und auf dem Wasser
Die Mobilitätswende sieht eine Vielzahl von Großbauprojekten für den städtischen Fuß-, Rad- und Nahverkehr vor. Zu den wichtigsten Vorhaben zählen der Bau der U-Bahn-Linie U5, die Verlängerung der U4 auf den Grasbrook sowie der kontinuierliche Ausbau des Radroutennetzes. Darüber hinaus werden in den kommenden Jahren verschiedene Großprojekte zur Elbquerung umgesetzt, um die Erreichbarkeit Hamburgs weiter zu verbessern und den transeuropäischen Güterverkehr zu stärken. Wie in vielen deutschen Regionen sind in Hamburg auch eine Großzahl von Brücken (Straße und Schiene) sanierungsbedürftig und müssen innerhalb der nächsten zehn Jahre saniert, verstärkt oder komplett erneuert werden. An diesen umfangreichen Baumaßnahmen sind viele unterschiedliche Akteure beteiligt – darunter der Bund, städtische Unternehmen und private Firmen. Die Projekte stehen häufig in engem Zusammenhang und beeinflussen sich gegenseitig, was eine enge Abstimmung und Koordination erfordert.
Die im September beschlossene Strategie „Zukunft Tiefbau“ betont deshalb die Notwendigkeit einer frühzeitigen Gesamtkoordination und die Einführung digitaler Werkzeuge, mit denen Großprojekte und ihre Abhängigkeiten transparenter erfasst werden. So sollen Zielkonflikte – etwa zwischen Verkehrsfluss, Leitungsbau und Energieprojekten – früher erkannt und besser gelöst werden.

Baustelle U5 Ost
Baustelle U5 Ost Axel Heimken/Hochbahn

Zu den zentralen Zielen des Senats gehören neben dem Ausbau der U-Bahn-Linien und dem Bau der S4 auch die Rekommunalisierung der Fernwärme, die Erweiterung des Stromnetzes, der Ausbau des Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netzes sowie der Ausbau der Glasfaser- und Ladeinfrastruktur für E-Mobiliät. Auch Hochbaumaßnahmen, etwa im Bereich Stadtentwicklung, Schulbau oder die Deicherhöhung zum Hochwasserschutz, wirken sich auf den Straßenraum aus und müssen in die Gesamtplanung einbezogen werden.
Die Strategie "Zukunft Tiefbau" sieht hierbei vor, dass die Verkehrliche Baustellenkoordinierung nicht nur Einzelmaßnahmen steuert, sondern auch Großprojekte in die strategische Gesamtplanung einbindet. So wird gewährleistet, dass die parallele Umsetzung vieler Infrastrukturvorhaben die Leistungsfähigkeit des Verkehrsnetzes nicht übermäßig beeinträchtigt.

Baustelle U4
Baustelle U4 Axel Heimken/Hochbahn

Verschiedene Akteure bringen die Mobilitätswende und den Energieausbau voran
Die Zahl der beteiligten Realisierungsträger ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Neben Leitungsträgern, Bezirken, dem Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG), der Hamburg Port Authority (HPA),Telekommunikationsunternehmen, der Hochbahn, Hamburger Verkehrsanlagen, der Deutschen Bahn (DB), der Autobahn GmbH und der Deutschen Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) sind viele weitere Akteure an der Umsetzung beteiligt. Genau an dieser Schnittstelle setzt die Drucksache Strategie "Zukunft Tiefbau" an: Sie fordert verbindliche Standards für die Zusammenarbeit, klare Zuständigkeiten und eine Stärkung der Koordinierungsrolle der Stadt, um die Vielzahl der Projekte handhabbar zu machen.
Gleichzeitig haben sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen verändert. Das Telekommunikationsgesetz, das Energiewirtschaftsgesetz und das Hamburgische Klimaschutzgesetz enthalten neue Vorgaben und Privilegierungen für bestimmte Baumaßnahmen, die bei der Planung und Koordinierung berücksichtigt werden müssen. Die Strategie "Zukunft Tiefbau" betont, dass diese gesetzlichen Neuerungen mit den Zielen der Mobilitäts- und Energiewende verknüpft werden müssen und die Verkehrliche Baustellenkoordinierung dabei eine zentrale Rolle übernimmt.

Realisierungsträger
Übersicht der Realisierungsträger in Hamburg Behörde für Verkehr und Mobilitätswende

Mit einer vorausschauenden und koordinierten Planung stellt die Stadt Hamburg sicher, dass die vielfältigen Bauprojekte effizient umgesetzt werden und die Mobilitätswende erfolgreich gelingt. Die Strategie „Zukunft Tiefbau“ liefert hierfür die strategische Grundlage, indem sie Verfahren vereinheitlicht, Planungsprozesse beschleunigt und die Transparenz für alle Beteiligten erhöht.

Einen Einblick in bereits abgeschlossene Großprojekte erhalten Sie hier.

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