Behörde für Umwelt und Energie

Grundwasser-Planungskarte Versickerungspotentialkarte

Versickerung Hamburg

Ausschnitt der Versickerungspotentialkarte

1. Überblick 

Die Versickerungspotentialkarte (VPK) ist eine wasserwirtschaftliche Planungskarte zur Beurteilung der Durchführbarkeit von Regenwasserbewirtschaftungsmaßnahmen, speziell Versickerungsanlagen. Sie dient als Hilfestellung für die Hamburger Verwaltungs- und Planungsebene, Architekten und Grundstückseigentümer bei folgenden Fragestellungen:

  • Ermittlung von Versickerungspotentialen in B-Plangebieten, Erschließungen und Weiteres,
  • Ermittlung von Flächenentsiegelungspotentialen und des Verdunstungspotentials (Begünstigung von klimarelevanten Aspekten),
  • Erstorientierung bei Planung von Versickerungsanlagen.

2. Erläuterungen zur Versickerungspotentialkarte

Die Versickerungspotentialkarte basiert in erster Linie auf hydrogeologischen Faktoren und gibt Auskunft über die Möglichkeit zur Versickerung von Niederschlagswasser. Die grundlegenden Parametern zur Bestimmung des Versickerungspotentials sind:

  • der geologische Schichtenaufbau in der ungesättigten Bodenzone mit der Bestimmung der Wasserdurchlässigkeit bzw. des versickerungsfähigen Untergrundes (definiert als Abstand der ersten bindigen, das heißt wasserstauenden Schicht, von der Geländeoberkante),
  • der Abstand der Grundwasseroberfläche von der Geländeoberkante zum im 1. Hauptgrundwasserleiter. Dies wird auch als Grundwasserflurabstand bezeichnet (siehe Flurabstandskarte 2008). Bezugsebene ist der in Hamburg höchste gemessene Grundwasserstand des hydrologischen Jahres 2008,
  • die Grundwasserflurabstände kleiner 1 m aus der Flurabstandskarte 2008; dieser weitere Layer wird zusätzlich angeboten, da es in diesen Bereichen im Vergleich zur Vorversion zu unplausiblen Interpolationen und Beurteilung der Versickerungstiefe gekommen ist;  
  • die Gelände- oder Hangneigung abgeleitet aus dem amtlichen digitalen Geländemodell (Hangneigungen von mehr als 12% werden für die Versickerung fachlich und wirtschaftlich als ungünstig eingestuft).

Diese Datengrundlagen sind in der VPK mit dem aktualisierten Bohrdatenbestand aus dem Jahr 2017 erfasst und im Geoinformationssystem digital verschnitten worden.

HINWEIS: Die für die Beurteilung der Versickerungsfähigkeit des Oberbodens wichtigen Bodenkenndaten sind in Hamburg nicht flächenhaft verfügbar und wurden nicht berücksichtigt (vergleiche Leitfaden). Dies gilt auch für lokal begrenzt vorhandene schwebende Grund- oder Stauwasserhorizonte, die einer Versickerung entgegenstehen können.

Die VPK ist nur eingeschränkt für Aussagen auf Flurstücksebene anwendbar und ersetzt nicht die für eine Anlagendimensionierung gegebenenfalls erforderlichen Vor-Ort-Untersuchungen, Bohrungen oder Infiltrationsversuche auf dem Grundstück.

Ergänzend ist zu prüfen, inwieweit Altlasten oder potenzielle Schadstoffeinträge einer Versickerung entgegenstehen können.

Die VPK ist für einen Anwendungsmaßstab von circa 1:5.000 konzipiert. Für größere Maßstabe (zum Beispiel ab 1:1.000) reicht die Genauigkeit der Datengrundlage beziehungsweise der durchgeführten Flächeninterpolation oft nicht aus.

Die VPK lässt sich über folgenden Link im Portal Geo-Online Hamburg im Themenkomplex Umwelt und Klima/Versickerungspotentialkarte Hamburg aufrufen:
Link Versickerungspotentialkarte

Weitergehende Fachinformationen sind in den Begleittexten:

3. Haftung und Vertrieb:

Trotz aller Sorgfalt sind Fehler im angebotenen Bearbeitungsvorgang nicht auszuschließen. Deshalb kann für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Konsistenz der VPK keine Haftung und Gewährleistung übernommen werden. Eine Haftung entfällt auch für Folgen und möglichen Schäden, die aus der Anwendung oder Bearbeitung der Karte oder der von ihnen abgeleiteten oder erzeugten Zwischen- und Folgeprodukte entstehen können.

Die Karte kann als digitale Raster-Datei für die ARCGIS-Version 10.2 direkt bei der BUE/U12 bezogen werden. Weitere Formate auf Anfrage.

4.Quelle:

Die VPK wurde im KompetenzNetzwerk HAMBURG WASSER (KHW) als Vorversion und im Gemeinschaftsprojekt RISA (RegenInfraStrukturAnpassung) in der vorliegenden Fassung von der Behörde für Umwelt und Energie (BUE), dem geologischen Landesamt Hamburg (GLA) und HAMBURG WASSER (HW) im Mai 2018 erstellt.

5. Urheberrechte:

Daten der Behörde für Umwelt und Energie und Hamburg Wasser

Copyright: Alle Geofachdaten unterliegen dem Urheberrecht und anderen Gesetzen zum Schutz geistigen Eigentums. Sie dürfen weder für Handelszwecke oder zur Weitergabe kopiert noch verändert und auf anderen Websites verwendet werden.

Darstellungen der Topographie (Basis: digitales Geländemodell) und des Flächenkatasters (Basis: digitale Stadtgrundkarte) vervielfältigt mit Zustimmung der Freien und Hansestadt Hamburg, Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung,

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Kontakt

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Dr. Michael Schröder

Freie und Hansestadt Hamburg

Behörde für Umwelt und Energie
Amt für Umweltschutz, U 1 Wasserwirtschaft
Neuenfelder Straße 19
21109 Hamburg

Erreichbarkeit

S3/S31 Wilhelmsburg, Bus 13/151/152/154/156/252 Dratelnstraße