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Kiffen und härtere Drogen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz

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Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (Betäubungsmittelgesetz, vor allem §§ 29 bis 38): Besitz, Handel und Weitergabe illegaler Drogen (bspw. Besitz oder Weitergabe von Cannabis an Mitschülerinnen oder Mitschüler)

Betäubungsmittelgesetz Gewalt Schule Beratung Prävention Beratungsstelle Gewaltprävention

Hilfestellung bei Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz
An dieser Stelle verweisen wir Sie an unsere Kollegen vom Suchtpräventionszentrum (SPZ) des Landesinstitutes. Auf deren Internetseiten finden Sie alles Wissenswerte und fachlich kompetente Hilfestellung seitens der Kollegen.

» Suchtpräventionszentrum (SPZ)
» Broschüre Infoblatt "Drogen und Recht" des SPZ (PDF 47 KB)

Handlungsmöglichkeiten zur Früherkennung und Frühintervention bei Suchtmittelkonsum / Verhaltensauffälligkeiten

Schülerinnen und Schüler, die im Kontext Schule legale, (z.B. Alkohol) und illegale Suchtmittel (z.B. Cannabisprodukte) konsumieren, verfügen zunächst einmal über wenig Bewusstsein über ihre riskanten oder abhängigen Verhaltensmuster. Stattdessen wird die Mehrzahl dieser Konsumentengruppe behaupten, jederzeit aufhören zu können und alles im Griff zu haben, schließlich seien sie ja nicht abhängig. Solche Konfliktlagen und Schönfärbereien seitens der Schülerinnen und Schüler lassen sich schon im Vorwege vermeiden. Rechtzeitige Wahrnehmung (Früherkennung) von Signalen, die auf Suchtmittelkonsum oder andere auffällige Verhaltensweisen hindeuten können und eine entsprechende Frühintervention sind an dieser Stelle hilfreich und erforderlich.

Wie kann man erkennen, ob ein Schüler, eine Schülerin Suchtmittel konsumiert? Welche Signale können auf einen vermuteten Konsum hinweisen?

Konsumierende Jugendliche sind nicht immer leicht zu erkennen. Nicht alle Konsumentinnen und Konsumenten entwickeln direkt nach dem Konsum gut sichtbare Symptome, und die feststellbaren Zeichen sind nicht immer mit Sicherheit auf einen Konsum zurückzuführen. In Gesprächen kann die Ursache der Auffälligkeit am ehesten geklärt werden.

Auf akuten Konsum (Beispiel Cannabis) hinweisen können z.B.:

  • Redseligkeit, übertriebene Heiterkeit, Lachflash, Störung des Unterrichts
  • Sediertheit, verlangsamte Reflexe, ausgeprägtes Hunger- und Durstgefühl
  • nachlassen der Reaktionsfähigkeit
  • Beeinträchtigung der Merkfähigkeit und Denkleistung, reduziertes Kurzzeitgedächtnis
  • im späteren Verlauf auffällige Müdigkeit
  • gerötete Augen

Woran erkennt man regelmäßigen und langfristigen Cannabiskonsum? Problematischer Cannabiskonsum kann sich in verschiedenen Verhaltensauffälligkeiten ausdrücken.

Auf regelmäßigen Konsum (Beispiel Cannabis) hinweisen können:

  • starker, (insbesondere fächerübergreifender) Leistungsabfall
  • häufiges (unentschuldigtes) Fehlen oder Zuspätkommen
  • unerledigte Hausaufgaben
  • Wechsel des Freundeskreis, Kontakt überwiegend zu Mitkonsumenten
  • Aufgeben von Interessen und Aktivitäten
  • große Gefühlsschwankungen, Gereiztheit, Schlafstörungen, Vergesslichkeit
  • Rückzug, Verschlossenheit, Unlust, Demotivation, Apathie
  • soziale und/oder familiäre Probleme
  • Schutzbehauptungen und/oder Lügen
  • Beeinträchtigung des Kurz- und Langzeitgedächtnisses

Ähnliche Signale (Müdigkeit, Unkonzentriertheit, gerötete Augen) können auch ein Hinweis auf exzessive nächtelange Computernutzung sein.

"Was, wenn ich nur einen Verdacht habe?"

Oft ist man sich nicht sicher, ob man sich zu Recht Sorgen macht oder was bestimmte Verhaltensauffälligkeiten wirklich zu bedeuten haben. Aber sie begründen dann einen Verdacht auf (Cannabis-) Konsum, wenn mehrere von den akuten Signalen auftreten.

Auch wenn exakte Beweise fehlen, gilt es, diese Auffälligkeiten zu benennen und nach konkreten Gründen für dieses Verhalten zu fragen und ggf. auch direkt nach möglichem Cannabiskonsum.

Hilfreich ist es, seine eigenen Vermutungen und Wahrnehmungen vor einem Gespräch zu notieren und im Austausch mit anderen beteiligten Personen zu überprüfen. "Was beobachten andere Personen, die Kontakt mit dieser Schülerin, diesem Schüler haben und welche Erfahrungen haben sie mit ihr, ihm gemacht? Gibt es Gerüchte, wurden schon mal ähnliche Vermutungen geäußert...?

"Wie kann ich Gespräche gestalten? Worauf muss ich achten?"

Während der Vorbereitung eines Gesprächs kann sich der Lehrer / Berater darüber klar werden, was er erreichen und welche Punkte er ansprechen will. Das Gespräch kann eine einfache Struktur haben, z.B. Beobachtungen und Vermutungen besprechen, Situationen einschätzen, Ziele formulieren, Hilfestellungen planen. Am besten macht man sich hierzu im Voraus Notizen, die dann im Gespräch genutzt werden können.

Das Gespräch sollte sich in erster Linie auf die Schulsituation beziehen. Sollte es die Situation ergeben, kann das Gespräch um die Themen Familienverhältnisse, Freundeskreis und Freizeitverhalten erweitert werden. Es handelt sich um eine pragmatische Intervention, die keine therapeutische Zielsetzung hat.

Das Experimentieren mit Alkohol und Tabak (zunehmend auch Shisha rauchen) und nicht zuletzt der Konsum von Cannabisprodukten gehört zum Risikoverhalten junger Menschen. Hinzu kommen überwiegend bei Mädchen auftretende Essstörungen und bei Jungen eine deutliche Zunahme der Computernutzung verbunden mit einem zum Teil erheblichen/riskanten Zeitaufwand.

Der Konsum von Suchtmitteln im Kontext Schule kann schnell unter anderem zu Schwankungen im Leistungs- und Arbeitsvermögen, zu Schulversagen und nicht zuletzt zur Gefährdung des regelmäßigen Schulbesuches (Absentismus) führen. Gleiches gilt für exzessive Computernutzung.

Regelmäßiger/riskanter Suchtmittelkonsum führt zu Selbstausgrenzung, stört andere in ihrem Leistungs- und Sozialverhalten, beeinträchtigt die Gedächtnisleistung und kann schnell zu Schulversagen führen.

Riskanter Suchtmittelkonsum ist immer problematisch für die schulischen Anforderungen, für die Bewältigung der Entwicklungsaufgaben und für die Alltagsbewältigung insgesamt.

Weitere Informationen bei der 
Beratungsstelle Gewaltprävention:

Hamburger Straße 129
22083 Hamburg
Tel.: (040) 4 28 63 - 7020
Fax: (040) 4 27 31 - 1646
E-Mail: gewaltpraevention@bsb.hamburg.de 

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