Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Hilfe für Obdachlose Visite Sozial

Mit dem Projekt Visite Sozial findet seit Anfang 2019 zusätzliche Straßensozialarbeit für obdachlose Menschen in Hamburg statt. Ziel ist eine Erweiterung der Beratungsmöglichkeiten vor Ort und eine noch bessere Vermittlung in geeignete Anschlusshilfen für obdachlose Menschen, insbesondere auch für Zugewanderte aus der Europäischen Union.

Visite Sozial: Straßensozialarbeit für obdachlose Menschen

Das Projekt

Straßensozialarbeiterinnen und -sozialarbeiter begleiten das Krankenmobil der Caritas auf den täglichen Fahrten und sprechen gezielt auf der Straße lebende Personen an, um Perspektiven aufzuzeigen und ggf. auf dem Weg in und durch geeignete Hilfeangebote zu begleiten. 

Dabei gehen sie gehen sie individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen Menschen ein und erarbeiten gemeinsam Ziele, um die persönliche Situation zu verbessern und die Obdachlosigkeit zu überwinden.

Mit dieser Integration der Sozialberatung in ein Angebot der niedrigschwelligen medizinischen Grundversorgung obdachloser Menschen soll der konzeptionelle Ansatz einer stärkeren Vernetzung der Hilfeangebote weitergehend erprobt werden.

Die Beratung und Weitervermittlung spricht damit auch und gerade obdachlose Menschen an, die bisher nur unzureichend in Beratungs- und Hilfestrukturen angebunden sind.

Heranführung an das Hilfesystem

Aus der Beratung heraus stehen die Unterstützung bei der Orientierung im Hilfesystem, die Heranführung und gegebenenfalls Begleitung bei Gängen zu Behörden und anderen Einrichtungen sowie die Vermittlung zu Hilfseinrichtungen wie etwa Notunterkünften, Tagesaufenthaltsstätten, Rückkehrberatungsstellen und medizinischen Anschlusshilfen im Vordergrund. 

Dabei leisten die Straßensozialarbeiterinnen und -sozialarbeiter pädagogische und psychologische Unterstützung, beziehen auch geschlechtsbezogene Problemlagen und Förderbedarfe mit ein und stützen sich hierbei auch auf Methoden der Mediation und des Konfliktmanagements.

Mehrsprachige Beratung

Die Straßensozialarbeiterinnen und -sozialarbeiter verfügen über ein breites Spektrum an Sprachkenntnissen, um eventuell vorhandene Sprachbarrieren niedrigschwellig abbauen zu können. 

Durch die derzeit eingesetzten zwei Straßensozialarbeiterinnen und -sozialarbeiter kann die Beratung in den Fremdsprachen Englisch, Polnisch, Spanisch, Russisch und Litauisch angeboten werden. 

Mit den geplanten weiteren Einstellungen (insgesamt gibt es einen Volumen von vier Vollzeitstellen) werden absehbar weitere Sprachkenntnisse hinzukommen.

Wichtiger Baustein der Obdachlosenhilfe

Für die Hamburger Sozialbehörde ist diese Verstärkung der Beratungs- und Hilfekapazitäten für obdachlose Menschen, gestützt durch die Ergebnisse der Obdachlosenbefragung 2018, ein wesentlicher Baustein bei der Fortentwicklung der Obdachlosenhilfe in Hamburg. 

In der Kooperation mit dem Caritasverband Hamburg zeigt sich auch der notwendige Schulterschluss zwischen der Sozialbehörde und den Freien Trägern der Wohnungslosenhilfe bei der Bekämpfung der Obdachlosigkeit. 

Kontakt

Das Projekt hat seinen Sitz in den Räumlichkeiten von fördern und wohnen AöR (f & w). Die dort tätige Projektverwaltung ist wie folgt erreichbar:

Heidenkampsweg 98, 20097 Hamburg
Tel: (040) 428 35 37 14
E-Mail: hannes.zeiner@foerdernundwohnen.de

Die Straßensozialarbeiterinnen und -sozialarbeiter sind wie folgt erreichbar.

Joanna Wozniak (Sprachen: Deutsch, Polnisch, Englisch, Spanisch)
Tel: 0176 42 86 00 09
E-Mail: joanna.wozniak@foerdernundwohnen.de

Angele Sernaite (Sprachen: Deutsch, Russisch, Litauisch, Englisch)
Tel: 0176 42 86 00 11
E-Mail: angele.sernaite@foerdernundwohnen.de

Tourenplan des Krankenmobils für Obdachlose


Förderung und Projektpartner

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) und die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg (BASFI) gefördert. Es ist zunächst befristet bis zum 31.12.2010.

Durchgeführt wird das Projekt in einer Kooperation der BASFI, fördern und wohnen AöR (f & w) und dem Caritasverband für das Erzbistum Hamburg e.V. Die Koordination des Projektes obliegt der BASFI.

Gefördert durch: