Beachvolleyball Weltmeisterschaft in Hamburg

Smart Beach Tour, Major Series, World Tour Finals – das kennen wir schon in Hamburg. Nun kommt der absolute Höhepunkt im Beachvolleyball in die Hansestadt: Die Weltmeisterschaft 2019 wird in Hamburg ausgetragen.

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Beachvolleyball-WM am Rothenbaum

Beachvolleyball-WM // Stadion am Rothenbaum

Adresse
Hallerstraße 89, 20149 Hamburg
Termin/e
Fr, 28. Juni bis So, 7. Juli 2019

Die WM 2019 in Hamburg

Hamburg wird 2019 zur Hauptstadt des Beachvolleyballs, denn vom 28. Juni bis zum 7. Juli 2019 finden am Rothenbaum die Weltmeisterschaften der Frauen und Männer statt. Damit macht nach den Major Finals in den ergangenen beiden Jahren nun auch das wichtigste Turnier des Jahres im Beachvolleyball in Hamburg Station. 

Sein Dream-Team Laura Ludwig/Kira Walkenhorst wird Hamburg dann allerdings leider nicht zu Gesicht bekommen. Zwar ist Ludwig nach ihrer Babypause wieder da, allerdings musste Kira Walkenhorst aufgrund anhaltender Verletzungen ihre Karriere beenden. Nun geht Laura Ludwig mit einer neuen Partnerin in den Sand. Margareta Kozuch wird künftig an ihrer Seite spielen. Die standen bereits zusammen auf dem Feld, als Kozuch beim Major-Turnier in Porec 2017 die erkrankte Kira Walkenhorst vertrat. Kozuch war vor ihrem Wechsel in den Sand eine der besten Hallenspielerinnen der Welt und stand zuletzt mit Karla Borger auf dem Feld. Beide spielten sich innerhalb von zwei Jahren in die Top 20 der Welt.

Spielplan veröffentlicht

Am 12. Juni wurde der Spielplan für die WM veröffentlichlicht. Das offizielle Eröffnungsspiel (drei Spiel sind zuvor auf Court zwei) findet am Freitag auf dem Centre Court mit deutscher Beteiligung statt. Die Stuttgarterinnen Sandra Ittlinger/Chantal laboureur treffen um 13 Uhr auf Michelle/Pati aus Paraguay.

Weitere Informationen: Der Spielplan

Die deutschen Teilnehmer

Sieben deutsche Teams haben die Teilnahme an der WM in Hamburg schon sicher. Vier Damen- und zwei Herren-Teams. Für alle soll es die Olympia-Generalprobe für Tokio 2020 sein. Je zwei Teams dürfen dort starten. Bei den Frauen sind die Auftritte von Victoria Bieneck/Isabel Schneider (HSV), Karla Borger/Julia Sude (Stuttgart/Friedrichshafen), Kim Behrens/Cinja Tillmann (OSC Baden-Württemberg/Team 48 Hildesheim) sowie Chantal Laboureur/Sandra Ittlinger (Stuttgart) geplant.

Laura Ludwig und Margareta Kozuch (HSV) haben die direkte Qualifikation für die WM um 17 Weltranglisten-Punkte verpasst, sind allerdings per Wild Card beim Saisonhöhepunkt dabei. Eine weitere Wild Card ging an das HSV-Perspektivteam Leonie Körtzinger/Sarah Schneider, die ebenfalls ein Heimspiel vor sich haben. Zudem ist das US-Team Kerri Walsh Jennings/Brooke Sweat auf Einladung mit dabei.

Folgende-Herren-Teams sind für die WM vorgesehen: Julius Thole/Clemens Wickler (ETV, Platz zehn der Weltrangliste). Den zweiten Startplatz hat der Deutsche Volleyball Verband an das Nationalteam Lars Flüggen/Nils Ehlers (HSV) vergeben. Bei den Männern gingen zwei Wild Cards an die deutschen Teams Arne Bergmann/Yannick Harms (Rattenfänger Beach-Team TC Hameln) und Alexander Walkenhorst/Sven Winter (DJK TuSA 06 Düsseldorf), die die sportliche Qualifiktaion verpasst hatten. Die dritte Wild Card bei den Männern ging an das italienische Duo Alex Ranghieri/Marco Caminati.

Die komplette Starterliste gibt es unter: Beachvolleyball-WM

Die Gegner der Deutschen

Alexander Walkenhorst/Sven Winter (Gruppe A):
Sörum/Mol (Norwegen)
Solberg/Felipe (Brasilien)
Gonzales Reyes (Kuba)

Philip-Arne Begmann/Yannick Harms (Gruppe B)
Fijalek/Bryl (Polen)
Plavins Tocs (Lettland)
Abicha/Elgraoui (Marokko)

Nils Ehlers/Lars Flüggen (Gruppe J)
Grimalt/Grimten (Chile)
Liamin/Myskiw (Russland)
Ontiverus/Virgen (Mexiko)

Julius Thole/Clemens Wickler (Gruppe L):
Tri Bourne/Trevor Crabb (USA)
Arash Vakili/Bahman Salemiinjehboroun (Iran)
Patrick Kavalo/Olivier Ntagengwa (Rhuanda)

Chantal Laboureur/Sandra Ittlinger (Gruppe A):
Menegatti/Orsi Toth (Italien)
Megan und Nicloe McNamara (Kanada)
Amarilla/Caballero Pena (Paraguay)

Leonie Körtzinger/Sarah Schneider (Gruppe B):
Hermannova/Slukova (Tschechien)
Kociolek/Wojtasik (Polen)
Graudina/Kravcenoka (Lettland)

Victoria Bieneck/Isabel Schneider (Gruppe D):
Ana Patricia/Rebecca (Brasilien)
Elisa/Liliana (Spanien)
Nzayisenga/Judith (Rhuanda)

Karla Borger/Julia Sude (Gruppe E)
Klinemann/A. Ross (USA)
Wang/Xue (China)
Mendoza/Lolette (Nicaragua)

Laura Ludwig/Margareta Kozuch (Gruppe J):
Carol/Maria Antonelli (Brasilien)
Kelley Larsen/Emily Stockman (USA)
Tochukwo Nnoruga/Francisca Ikhiede (Nigeria)
Weitere Informationen: Der Spielplan

Der Modus

Bei den Männer und Frauen wird in jeweils zwölf Gruppen à vier Teams gespielt. Die Gruppenersten und -Zweiten kommen in die K.-o.-Runde der letzten 32. Außerdem die vier besten Gruppendritten. Die verbleibenden acht Gruppendritten spielen die restlichen vier Plätze aus. Danach geht es im K.-o.-System weiter. Also muss man dann noch fünfmal gewinnen, um Weltmeister zu werden. Die K.o-Riunde beginnt bei den Frauen am Mittwoch, den 3. Juli, bei den Männern einen Tag später.
Auf den zwei Außenplätzen wird täglich von 10 bis 20 Uhr gespielt, auf dem Centre Court von 13. bis 22 Uhr. Der Eintritt ist für alle Plaätze frei.

WM-Fakten

Die erste offizielle Beachvolleyball-WM fand 1997 in Los Angeles (USA) statt und wird seitdem alle zwei Jahre ausgetragen. Einziger deutscher Austragungsort in Deutschland war bisher Berlin im Jahr 2005. Das Gesamtpreisgeld der WM 2019 beträgt eine Million Euro, der Gesamtetat beläuft sich auf 7,5 Millionen Euro. 96 Mannschaften (je 48 Frauen und Männer) werden am Rothenbaum um den Titel spielen. Alle 216 Spiele werden im Internet live übertragen. TV-Sender werden noch gesucht. Die Eventfläche ist rund 1000 Quadratmeter groß. Um das Stadion am Rothenbaum gibt es ein vielfältiges Unterhaltungs- und Gastronomie-Angebot. Der Eintritt ist grundsätzlich frei. Allerdings werden für 2.000 von 12.000 Plätzen auf den Centre Court Tickets verkauft (ab 35 Euro).

Die bisherigen Weltmeister

JahrOrtFrauen (Land)Männer (Land)
1997Los Angeles (USA)Sandra Pires/Jackie Silva (Brasilien)Guilherme Marques/Rodrigo „Pará“ de Souza Ferreira (Brasilien)
1999Marseille (Frankreich)Adriana Behar/Shelda Bede (BrasilienEmanuel Fernando Scheffer Rego/José Loiola (Brasilien)
2001Klagenfurt (Österreich)Adriana Behar/Shelda Bede (Brasilien)Martín Conde/Mariano Baracetti (Argentinien)
2003Rio de Janeiro (BrasilienKerri Walsh/Misty May (USA)Emanuel Fernando Scheffer Rego/Ricardo Alex Costa Santos (Brasilien)
2005BerlinKerri Walsh/Misty May-Treanor (USA)Fábio Luiz Magalães/Márcio Henrique Barroso Araújo (Brasilien)
2007Gstaadt (Schweiz)Kerri Walsh/Misty May-Treanor (USA)Todd Roger/Phil Dalhausser (USA)
2009Stavanger (norwegen)April Ross/Jennifer Kessy (USA)Julius Brink/Jonas Reckermann (Münster/Rheine)
2011Rom (Italien)Larissa França/Luliana Felisberta da Silva (Brasilien)Emanuel Fernando Scheffer Rego/Alison Cerutti (Brasilien)
2013Stare Jablonki (Polen)Xue Chen/Zhang Xi (China)Alexander Brouwer/Robert Meeuwsen (Holland)
2015Den Haag (Holland)Ágatha Bednarczuk/Bárbara Seixas (Brasilien)Alison Cerutti/Bruno Schmidt (Brasilien)
2017Wien (Österreich)Laura Ludwig/Kira Walkenhorst (Hamburg)Evandro Gonçalves Oliveira Júnior/André Loyola Stein (Brasilien)

Weltmeisterschaft in Hamburg
Smart Beach Tour, Major Series, World Tour Finals – das kennen wir schon in Hamburg. Nun kommt der absolute Höhepunkt im Beachvolleyball in die Hansestadt: Die Weltmeisterschaft 2019 wird in Hamburg ausgetragen.
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