Optimierung Holen Sie mehr aus Ihren Heizungsanlagen raus!

Mit verschiedenen Checks und Fördermitteln aus dem Programm Unternehmen für Ressourcenschutz (UfR) unterstützt die UmweltPartnerschaft Unternehmen dabei, ihre Heizungsanlagen auf moderne Bedarfe umzurüsten.

Holen Sie mehr aus Ihren Heizungsanlagen raus!

Mehr als 50 Prozent der in Hamburg verbrauchten Wärmeenergie gehen auf das Konto von Industrie und Gewerbe. Oft fängt die Optimierung im Kleinen an: bei der Heizungsanlage. Dabei geht es nicht nur um die Frage, welche Art der Energieversorgung die vielversprechendste ist. Auch Art und Betriebsweise des Heizsystems und der Warmwasserbereitung haben einen großen Einfluss auf die Effizienz der Heizungsanlage. Wird diese nicht optimal betrieben, kann das schnell zu einer Verdoppelung des Energieverbrauchs führen. Das hat eine aktuelle Untersuchung der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg ergeben.*

Am Anfang steht ein Check

Unternehmen mangelt es in erster Linie an Zeit, Fachwissen und Fachleuten, um Optimierungspotentiale ihrer Heizungsanlage zu ermitteln. Die energetische Modernisierung von Gewerbegebäuden ist häufig komplexer als von Wohngebäuden. Zudem sind Produktions- oder Verkaufsflächen selten Teil des Kerngeschäfts von Unternehmen. „Jeder Betrieb muss deshalb individuell betrachtet werden“, sagt Roland Schulz vom Amt Energie und Klima bei der Behörde für Umwelt und Energie (BUE).

Mit einem großen Netzwerk aus spezialisierten Beratern und ausführenden Unternehmen sowie kostengünstigen Checks der Heizsysteme unterstützt das Programm Unternehmen für Ressourcenschutz (UfR) Unternehmen deshalb vor allem dabei, Lösungen für die Probleme vor Ort zu finden. Der ErstCheck wird kostenlos von der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB) durchgeführt und dient dazu, einen ersten Überblick zu bekommen, wo und wie Ressourcen und damit Betriebskosten eingespart werden können. Weitere Checks sind ein WärmeCheck zur energetischen Bewertung von Standardanlagen ab 50 kW Leistung oder der WärmeCheckPlus für komplexere Heizsysteme. Die Kosten für diese Checks werden zu 50 Prozent von der BUE übernommen, Werden energieeffiziente Maßnahmen umgesetzt sind die Investitionen über UfR anteilig förderfähig. Im Gegensatz zu anderen Fördermodellen wird in Hamburg bewusst auf die Kombination finanzieller, beratender und praktischer Unterstützung gesetzt.

Vom ungedämmten Rohr bis zum selbstlernenden Thermostat

So mancher Wärmeverlust beginnt laut Jens Meyer-Strodthoff von UfR schon im Heizungskeller: Gerade in den alten Gewerbeanlagen verlaufen Heizungsrohre oft noch ungedämmt unter der Decke entlang – obwohl eine Dämmung seit Jahren vorgeschrieben ist. „Das macht den Keller schön warm, aber gebraucht wird die Wärme dort nur selten“, sagt Meyer-Strodthoff. Immer noch vielfach zu beobachten sei eine nicht mehr zeitgemäße Art des Heizens und Kühlens: „Die Heizung läuft durch, gekühlt wird nach Bedarf mit geöffnetem Fenster“, fasst sein Kollege Mario Lorenzen-Neumann diese Art zusammen. Oder die Heizung läuft das ganze Wochenende durch, was bei Altbauten selten sinnvoll sei. Eine kleine Schulung aller Beschäftigten kann da Wunder in puncto Energieeffizienz wirken. 

Zweiter Knackpunkt: der hydraulische Abgleich. Wird der Wassermassenstrom im Gebäude so reguliert, dass alle Heizkörper gleichmäßig versorgt sind, so werden alle Räume optimal beheizt. Ist dieser Abgleich nicht erfolgt werden Räume ungleichmäßig erwärmt, manche Heizkörper werden nicht warm, andere sind überversorgt, Ventile pfeifen und die Umwälzpumpen verbrauchen mehr Strom. Einbau von druckunabhängigen und voreinstellbaren Thermostatventile sowie der Einbau von Strangdifferenzdruckreglern schaffen leicht eine erste Abhilfe. Das Angebot reicht von den üblichen, per Hand zu regulierenden Thermostaten bis hin zu selbstlernenden Thermostaten mit automatischer Steuerung.

Monitoring zur weiteren Optimierung

Anspruch und Wirklichkeit der Energieverbräuche stimmen allerdings nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen nicht immer überein. Ursachen dafür gibt es einige: die modernen Anlagen werden nicht richtig genutzt, die Planung oder Bauausführung waren fehlerhaft, der Betrieb ist nicht am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet, Defekte werden gar nicht oder erst mit der nächsten Heizkostenabrechnung erkannt. Ein Gutachten der BUE zur Erfolgskontrolle der Heizungsförderung ergab, dass rund 80 Prozent der sanierten Heizungsanlagen im Bestand nicht funktionsgerecht betrieben werden und das erwünschte Einsparpotential nicht erreichen. Schon kleine Korrekturen können große Erfolge erzielen. Wie z.B. eine technisch versierte Erläuterung und Einführung in die Bedienung der neuen Heizungsanlage. Wird die Anlage richtig bedient kann der Energieverbrauch um bis zu 15 Prozent gesenkt werden. Künftig sollen insbesondere technisch anspruchsvolle Anlagen und Nahwärmenetze durch ein Anlagenmonitoring kontinuierlich überwacht und optimiert werden. Denn mit einem Monitoring können Mängel an der Anlage schnell erkannt und dann behoben werden. Damit sind nach verschiedenen Untersuchungen Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent möglich.

*Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (Hg.): Grundlegende Empfehlungen für Sanierung und Erneuerung von Heizungsanlagen, 1/2019

 

 

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