Wärmerückgewinnung Warme Häuser statt warmer Elbe

Hamburger Unternehmen investieren zunehmend in Anlagen, mit deren Hilfe sie Abwärme sinvoll weiternutzen.

Warme Häuser statt warmer Elbe

Viele gute Beispiele

Sasol Wax ist der weltweit führende Spezialist für natürliche und synthetische Paraffine. Bei deren Herstellung wird jede Menge Abwärme frei, die bisher ungenutzt in die Umgebung gelangt. Das ändert sich gerade. Das Unternehmen wird die im Kühlprozess entstehende Wärme künftig in die Betriebsabläufe zurückführen. Möglich wird dies mit Hilfe von Plattenwärmetauschern zur Wärmerückgewinnung. Der erwartete Einspareffekt lässt sich sehen: 46 Prozent weniger Dampfverbrauch, 867 Tonnen weniger Kohlendioxid-Emission und gut 62.000 Euro weniger für Betriebsmittel pro Jahr.

Unternehmen wie die Sasol Wax GmbH oder der Kupferhersteller Aurubis AG machen vor, wie Wärmewende in Hamburg geht: Während Sasol Wax seine Abwärme für eigene Prozesse nutzt, beheizt die Energie aus der Kupferhütte inzwischen die gesamte östliche HafenCity. Wärme, die viele Jahre ungenutzt verpuffte und zum Teil aufwändig gekühlt werden musste. Hamburg unterstützt derartige Investitionen finanziell über das Förderprogramm Unternehmen für Ressourcenschutz (UfR). Es werden jedoch keineswegs nur Großprojekte gefördert. Das Programm richtet sich auch an kleine und mittlere Unternehmen, die unter Klimaaspekten modernisieren oder ungenutzte Wärme in den Energiekreislauf zurück bringen wollen. Das können auch energieintensive Handwerksbetriebe wie Bäckereien, Textilreinigungen oder Fleischereien sein, die nicht nur die eigene Betriebsstätte mit der Abwärme ihrer Geräte heizen, sondern auch noch die benachbarten Gebäude. „Schon kleine Nahwärmenetze können effizienter sein als die Beheizung eines einzelnen Gebäudes“, sagt Dr. Günter Tamm, von der Hamburgischen Investitions- und Förderbank / UfR. Jedes Projekt wird individuell bewertet und nach Möglichkeit gefördert. Die Förderung wird als Festbetrag gewährt und richtet sich nach dem jährlichen Einspareffekt von Kohlendioxid-Ausstoß, Material und Wasser.

Mit Modernisierung Geld sparen

Für die KROENERT GmbH & Co KG etwa bedeutete der Zuschuss eine kürzere Amortisationszeit der Investitionskosten: Die Modernisierung einer vorhandenen Lackieranlage und der Druckluftanlage mit Wärmerückgewinnung sowie die Installation einer Strahlungsheizung konnten dadurch zwei Jahre früher positiv verbucht werden. Auch der Einspareffekt ist sehenswert: 70 Prozent weniger Heizenergie, 65 Prozent weniger Strom allein durch die Modernisierung der Lackieranlage. Oder zusammenfassend in Zahlen: 21.800 Euro weniger Betriebskosten, 73 Tonnen weniger Kohlendioxid-Ausstoß und acht Tonnen weniger Abfall pro Jahr.

Insgesamt haben Hamburger Unternehmen über das UfR-Förderprogramm seit 2001 rund 470 Millionen Euro in effizienzsteigernde Projekte investiert. Sie haben dafür 45,6 Millionen Euro Zuschüsse erhalten. Dadurch werden Jahr für Jahr 351.300 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen vermieden und 34.000 Tonnen Material sowie fast 889.000 Kubikmeter Wasser eingespart.

Alle genannten Investitionen werden von der UmweltPartnerschaft als freiwillige Umweltschutzleistung anerkannt und berechtigen zum Führen des grünen Logos.

 

 

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