Marschlandschaft Radwandern durch die Vier- und Marschlande

Auf alten Bahntrassen, an Deichen entlang und an idyllischen Fachwerkhäusern vorbei geht es durch die farbenreiche Marschenlandschaft der Vierlande. Unterwegs bietet sich die Möglichkeit, direkt beim Erzeuger einzukaufen. Aufgrund der Größe des Gebietes empfiehlt sich eine Tour mit dem Fahrrad.

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Wanderung in den Vierlanden

Gemüse- und Blumenlieferant

Die Vierlande sind der Hamburger Großlieferant für Gemüse- und Blumen und das größte zusammenhängende Anbaugebiet Deutschlands für diese Produkte. Die gute Bodenqualität im Südosten der Hansestadt bietet dafür beste Voraussetzungen. In der Vergangenheit brachte dies den Bauern der Region Wohlstand, was an den teils schmuckvoll verzierten Häusern auf den Höfen und an den Kirchen der Dörfer zu sehen ist. Typisch für die Vierlande sind auch die reetgedeckten Dächer. Entstanden sind die Vierlande im 13. Jahrhundert, als die Gose-Elbe und die Dove-Elbe durch Abdeichung vom Elbstrom getrennt wurden. So entstanden Ochsenwerder, Reitbrook, Neuengamme und Kirchwerder. Im Laufe der Zeit wurde das früher oft überschwemmte Land trockengelegt. 

Hamburger Dreistromland

Das Gebiet ist durchzogen von drei Flüssen und ist daher auch bekannt als Hamburger Dreistromland. Die Dove-Elbe, die Gose-Elbe und die Bille, allesamt Seitenarme der Elbe, dienten früher als Transportwege der Waren nach Hamburg. Zudem führt eine ehemalige Bahntrasse durch die Vierlande. Wo früher Züge unterwegs waren, befindet sich heute ein schöner Radweg, der unter anderem durch das Naturschutzgebiet Kirchwerder Wiesen führt. In Ochsenwerder lockt im Sommer der Hohendeicher See, auch Oortkatensee genannt, der sich ganz im Süden der Vierlande befindet. Weiter nördlich bei Allermöhe liegt der See Hinterm Horn. Beide eignen sich an heißen Tagen gut für eine Abkühlung oder zum gemütlichen Verweilen.

Die Möglichkeiten, die Gegend zu erkunden, sind schier unendlich. Aufgrund der Weitläufigkeit empfiehlt es sich, dabei das Fahrrad zu nehmen. So kann man Naturschutzgebiete wie "Die Reit" in Reitbrook, den Kiebitzbrack in Kirchwerder oder den Borghorster Brack in Altengamme und damit den Lebensraum seltener Tiere und Pflanzen entdecken.

Wandertipp
(4 Std. mit dem Fahrrad / ca. 40 km)
Von der S-Bahnstation Mittlerer Landweg geht es ein paar hundert Meter nach Süden. Hat man die Autobahn unterquert, steuert man direkt auf die Dove-Elbe zu. Am nördlichen Ufer entlang geht es bis zu einer Brücke, die hinüber nach Tatenberg führt (1, siehe pdf-Datei am Ende der Seite). Dort folgt man dem südlichen Ufer der Dove-Elbe bis zur Spitze und schließlich geht es nach links, entlang der Norderelbe. Nach einigen Kilometern passiert man den Hohendeicher See (2) und nach weiteren knapp sieben Kilometern biegt man nach links in den Kirchwerder Landweg ein.

An der nächsten Kreuzung geht es gleich wieder nach rechts und kommt auf den Kirchwerder Marschbahndamm. Nach einiger Zeit überquert man den Kirchenheerweg und landet in Riepenburg. Dort lohnt es sich, die Riepenburger Mühle anzuschauen, wo Korn wie in alten Zeiten gemahlen wird. Weiter geht es von Riepenburg in Richtung Norden, bis man auf einen kleinen Teich trifft. Dort teilt sich die Straße und man wählt den Weg nach links auf den Kirchwerder Hausdeich. Am Südufer der Gose-Elbe entlang passiert man wieder den Kirchwerder Landweg (4) und biegt hinter Seefeld nach links in Richtung Fünfhausen ab.

Herum um den Sandbrack, einen kleinen See, geht es im Ortszentrum nach rechts und man befindet sich nun auf einer alten Bahntrasse (5). Nach etwa vier Kilometern, bei der Kirche St. Pankratius, biegt man nach rechts ab und am Ende des Weges wieder nach rechts. Überquert man schließlich die Gose-Elbe, durchfährt man das Naturschutzgebiet "Die Reit" (6). Nun geht es noch über die Dove-Elbe auf den Allermöher Deich und bald ist man am Ausgangspunkt angelangt.

Kürzere Strecke: Bei Punkt (4) rechts auf den Kirchwerder Landweg abbiegen und die Gose-Elbe überqueren. Dem Lauf westlich folgen, bis ein Weg rechts in nördlicher Richtung zum Bahnhof Nettelnburg führt.

Anfahrt in die Vier- und Marschlande

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der S-Bahnlinie S21 bis Haltestelle Mittlerer Landweg oder Nettelnburg.

Mit dem PKW:
Parkmöglichkeiten gibt es an den S-Bahnstationen Mittlerer Landweg und Nettelnburg oder an der Autobahnausfahrt Allermöhe.

Weitere Infos über die Vier- und Marschlande und eine Übersichtskarte gibt es in der Broschüre Wandern durch die Vierlande (pdf-Datei, 719kb)

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Karte

Radwandern durch die Vier- und Marschlande
Auf alten Bahntrassen, an Deichen entlang und an idyllischen Fachwerkhäusern vorbei geht es durch die farbenreiche Marschenlandschaft der Vierlande. Unterwegs bietet sich die Möglichkeit, direkt beim Erzeuger einzukaufen. Aufgrund der Größe des Gebietes empfiehlt sich eine Tour mit dem Fahrrad.
https://www.hamburg.de/image/4346710/1x1/150/150/96c319ddf80975ac1256327ac05f536a/hc/dove-elbe.jpg
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