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Bezirksversammlung Wandsbek Feierliche Einweihung der Kurt-Oldenburg-Straße in der Jenfelder Au

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Feierliche Einweihung der Kurt-Oldenburg-Straße in der Jenfelder Au – Bezirksversammlung Wandsbek

Auf Anregung des Bündnisses für ein Hamburger Deserteursdenkmal, das sich für ein Gedenken an die Hamburger Wehrmachtsdeserteure und andere Opfer der NS-Justiz einsetzt, hat die Bezirksversammlung Wandsbek in 2012 die Benennung von Straßen im Neubaugebiet Jenfelder Au nach einigen Opfern aus diesem Personenkreis beschlossen.

Nachdem nun die Kurt-Oldenburg-Straße im neu erschlossenen Quartier „Jenfelder Au“ beschildert werden konnte, veranstaltet das Bündnis am Donnerstag, dem 8. September 2016 um 14 Uhr am westlichen Ende (Gehwegverbindung Kurt-Oldenburg-Straße zur Wilsonstraße) deren Einweihung mittels einer kleinen Feierstunde, an der auch der damalige Gefährte Oldenburgs, der inzwischen 94-jährige Ludwig Baumann, teilnimmt. Beide versuchten als 22-Jährige aus dem besetzten französischen Bordeaux mit Hilfe der Resistance zu fliehen, wurden aufgegriffen und von einem deutschen Marinegericht 1942 zum Tode verurteilt. Trotz der späteren Begnadigung wurden die beiden Männer zu einem so genannten „Bewährungseinsatz“  an die russische Front geschickt, von dem Oldenburg nicht mehr zurückkehrte.

Peter Pape, Vorsitzender der Bezirksversammlung: „Erst in neuerer Zeit werden Deserteure  nach Aufhebung der damaligen Todesurteile der NS-Militärjustiz durch den Deutschen Bundestag nicht mehr als feige Kriminelle wahrgenommen. Ich freue mich, dass in der Folge unserer Gedenkveranstaltung vom 27. Januar 2012 auf dem ehemaligen Schießplatz Höltigbaum in Rahlstedt, die den dort durch Erschießungskommandos der Wehrmacht hingerichteten über 300 jungen Menschen gewidmet war, nun eine bleibende Erinnerung für eines der Opfer der NS-Militärjustiz geschaffen werden konnte. Zwei weitere Straßenbenennungen für Deserteure werden im Zuge der weiteren Erschließung der Jenfelder Au noch folgen.“

 


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