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Stadtplanung Änderung des Bebauungsplans Rahlstedt 78 / Volksdorf 25

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Lage des Bebauungsplangebiets Rahlstedt 78 / Volksdorf 25 Lage des Bebauungsplangebiets Rahlstedt 78 / Volksdorf 25

Änderung des Bebauungsplans Rahlstedt 78 / Volksdorf 25

Plangebiet und Anlass

Der Bebauungsplan Rahlstedt 78 / Volksdorf 25 aus dem Jahr 1982 soll geändert werden. Er umfasst die Wohngebiete südlich des Volksdorfer Waldes, westlich des Skaldenwegs, nördlich des Nordlandwegs und östlich der Straßen Deepenhorn und Linckestraße.

Anlass für die Änderung sind Bauvorhaben der letzten Jahre, die der ursprünglichen Intention des Bebauungsplans Rahlstedt 78 / Volksdorf 25 zuwider laufen. Der Bebauungsplan wurde 1982 mit dem Ziel aufgestellt, den gewachsenen Charakter als Einfamilienhausgebiet zu erhalten. Der Bebauungsplan beschränkte sich dabei nicht nur auf die Festsetzung des Bestands, sondern ermöglichte in Teilbereichen auch weitere städtebaulich geordnete Bebauungen, teilweise auch in zweiter Reihe. Gleichzeitig wurde zur Sicherung der überwiegend vorherrschenden Baustruktur festgesetzt, dass nur eine offene Bauweise in Form von Einzel- und/oder Doppelhäusern mit insgesamt maximal zwei Wohnungen pro Gebäude zulässig ist. Den damaligen Plangebern stand dabei der umgangssprachliche Begriff von Einzel- und Doppelhäusern vor Augen, der insbesondere eine eher kleinteilige Bebauungsstruktur unterstellt.

Der Begriff des ‚Einzelhauses‘ hat sich zwischenzeitig durch die Rechtsprechungen weiterentwickelt beziehungsweise konkretisiert, dabei wurden die Begriffe ‚Haus‘ und ‚Gebäude’ unterschieden und sind nicht gleichbedeutend. Dadurch müssen zum Beispiel im Geltungsbereich bei Einhaltung der sonstigen Vorschriften fallweise auch mehrere aneinander gebaute Gebäude als „Einzelhaus“ genehmigt werden, welches in der Summe mehr Wohneinheiten enthalten kann, als die für einzelne Gebäude zulässig wären. Dies führt teilweise zu maßstabssprengenden und an die vorhandene und planerisch gewollte Einfamilienhausstruktur nicht angepassten Bauvorhaben.

Planungsziel

Durch die Änderung des Bebauungsplans Rahlstedt 78/ Volksdorf 25 sollen die im Bebauungsplan in den allgemeinen und reinen Wohngebieten festgesetzten Grundflächenzahlen (GRZ) für den gesamten Bebauungsplan oder für Teilbereiche aufgehoben und durch die Festsetzung einer maximal zulässigen Grundfläche (GR) der baulichen Anlagen ersetzt werden. Durch die Festsetzung einer am Bestand orientierten maximalen Grundfläche soll die vorhandene Einfamilienhausstruktur mit ihrer städtebaulich prägenden, kleinteiligen Gebäudekubatur vor einer städtebaulich bedenklichen Überformung durch maßstabsprengende, großformatige Bebauungen geschützt werden.

Im Planverfahren wird außerdem geprüft, ob einzelne weitere Festsetzungen geändert oder getroffen werden müssen. Eine Änderung der Festsetzung zur Bauweise, Baugrenzen und der höchstzulässigen Anzahl an Wohnungen je Gebäude ist nicht vorgesehen.

Erfolgte Verfahrensschritte

  • 10. September 2020 Zustimmung der Bezirksversammlung Wandsbek zur Feststellung
  • 8. September 2020 Zustimmung des Planungsausschusses Wandsbek zur Feststellung
  • 26. Februar bis 9. April 2020: Öffentliche Auslegung
  • 28. Januar 2019: Öffentliche Plandiskussion (ÖPD)
  • 10. Januar 2019: Aufstellungsbeschluss
  • 13 Dezember 2018: Beschluss der Bezirksversammlung zur Einleitung eines Änderungsverfahrens (Drs. 20-6828)


Ansprechpartner/in

Achim Kosok, Tel. 040 42881-3069
Anika Schütt, Tel. 040 42881-3457

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