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Wandsbek Markt mit dem ZOB und der Sichtachse in die Hamburger Innenstadt, Hintergrundbild
 Unkraut

Nachhaltige Unkrautbekämpfung

Wer kennt es nicht – egal wo, wann und wie, Unkraut findet immer einen Weg zu wachsen und verbreitet sich schneller als die Polizei erlaubt. Folgendes kann getan werden, um das rasante Wachstum nachhaltig zu unterbinden.

„Unkraut“ an sich gibt es nur in geplanten Gärten,

in denen Wert auf Ästhetik gelegt wird, nicht aber in der Natur, da jede Pflanze eine bestimmte Funktion einnimmt, z.B. als Lebensraum, oder Nahrungsgrundlage. Chemische Unkrautvernichtungsmittel sollten daher vermieden werden, diese können Gesundheitsschädlich für Menschen sein, mehr Pflanzen als gewollt zerstören und somit das Nahrungsangebot für Insekten und Vögel minimieren.

Ursachen:

Im Gegensatz zu den meisten Pflanzen sind Unkräuter relativ anspruchslos und wachsen auch unter kargen Voraussetzungen. Hinzu kommt, dass sie sich über Wurzeln, oder Ableger sehr schnell vermehren.

Wann Unkraut ein Problem werden kann:

  • Es ist oft unästhetisch
  • Es konkurriert mit anderen Pflanzen um Wasser, Licht, Nährstoffe und Platz
  • Es kann sich um Neophyten (=durch den Menschen „eingeschleppte“ Pflanzen) handeln, welche sich invasiv ausbreiten

Vorbeugung:

  • Unkrautvlies unter die Erdschicht legen
  • Bio-Stroh oder Mulch auslegen
  • Sortenreines Saatgut verwenden
  • Boden bedeckende Pflanzen anlegen

Verwendung von Unkraut:

  • Brennnesselsuppe oder Brennnesseltee
  • Giersch-Limonade oder Pesto aus Giersch
  • Löwenzahnhonig, Löwenzahnsalat, oder Löwenzahnpesto
  • Sauerampfersuppe

Bekämpfung:

I. Abflammen

Vorteile:

  • Effektiv und schnell auf Freiflächen
  • Umweltschonend und ungiftig
  • Komfortable Bedienung ohne mühsames Knien   

Nachteile:

  • Umliegende Pflanzen  können geschädigt werden
  • Unkraut kann wieder austreiben, da die Wurzeln nicht zerstört werden
  • Relativ kostenintensiv
  • Schlechte CO2-Bilanz

II. Jäten von Hand

Vorteile:

  • Kostengünstig
  • Unkompliziert
  • Ungiftig
  • Umwelt-, Tier- und Klimafreundlich    

Nachteile:

  • Keimfähige Pflanzenreste können im Boden verbleiben
  • Zeitaufwendig
  • Ungesunde Körperhaltung

III. Stiegern

(d.h. die Metallplatte des Stiegers dicht unter der trockenen Erdoberfläche hin und her bewegen, sodass die Wurzeln des Unkrauts durchtrennt werden und oberirdische Pflanzenteile in der Sonne vertrocknen)

Vorteile:

  • Unkraut vertrocknet im Beet
  • Erde bleibt im Beet
  • Komposthaufen wird nicht mit Saat der Unkräuter „verunreinigt"
  • Gesunde Körperhaltung möglich
  • Hohlräume im Boden werden zerstört, sodass das Wasser statt zu verdunsten den Wurzeln zur Verfügung
  • steht
  • Bewässerung der Pflanzen im Beet    

Nachteile:

  • Funktioniert nicht bei Wurzelunkräutern, diese treiben aus der Wurzel wieder aus
  • Funktioniert nicht bei Flächen, die mit Rindenmulch bedeckt sind

FÖJ-Jahrgang 2020 / 2021 - [SO]

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