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Botanisches Kauderwelsch von Helge Masch

Botanisches Kauderwelsch vom 18. Dezember 2019 Lebensweise - Schmarotzer

Weihnachten, das Fest der Liebe steht vor der Tür. Geschenke, aber auch Kaffee, Tee, Gebäck, Gemüse und Obst sowie der köstliche Braten stehen auf der Einkaufsliste. Im besinnlichen Advent bei Kerzenschein füllen wir ordentlich auf, gern auch ein bisschen mehr. Wir teilen gern. Da hat der Gedanke an Schmarotzer doch keinen Platz! ODER?

DOCH! Nur allzu gern geben wir im Dezember einen Liebesbeweis unter Schmarotzern ab. Wir hängen die Zweige der Mistel dekorativ im Raum auf und küssen uns, bis alle Früchte abgezupft wurden. Jede Frucht am Zweig steht genau für einen Kuss.

Dieser Mistelzweig wuchs sein Leben lang als Schmarotzer – um genau zu sein als Halbschmarotzer. In den Blättern betreibt die Pflanze Photosynthese, der Wirtspflanze entzieht sie „nur“ Wasser und Nährsalze.

Die Kleeseide (Cuscuta) hingegen, ist ein VOLL-Schmarotzer. Sie entzieht der Wirtspflanze den zum Wachsen notwendigen Zucker. Die Kleeseide besitzt kein Chlorophyll und besteht nur aus rankenden Zweigen, Blüten und Früchten und den speziellen Saugorganen (Haustorien).

Hierzu passt: Lebensweise - Epiphyten. Dieser Begriff wird dann erklärt, wenn die Weihnachts- und Silvesterbuffets verspeist sind.

Botanisches Kauderwelsch vom 18. Dezember 2019 Lebensweise - Schmarotzer

Weihnachten, das Fest der Liebe steht vor der Tür. Geschenke, aber auch Kaffee, Tee, Gebäck, Gemüse und Obst sowie der köstliche Braten stehen auf der Einkaufsliste. Im besinnlichen Advent bei Kerzenschein füllen wir ordentlich auf, gern auch ein bisschen mehr. Wir teilen gern. Da hat der Gedanke an Schmarotzer doch keinen Platz! ODER?

DOCH! Nur allzu gern geben wir im Dezember einen Liebesbeweis unter Schmarotzern ab. Wir hängen die Zweige der Mistel dekorativ im Raum auf und küssen uns, bis alle Früchte abgezupft wurden. Jede Frucht am Zweig steht genau für einen Kuss.

Dieser Mistelzweig wuchs sein Leben lang als Schmarotzer – um genau zu sein als Halbschmarotzer. In den Blättern betreibt die Pflanze Photosynthese, der Wirtspflanze entzieht sie „nur“ Wasser und Nährsalze.

Die Kleeseide (Cuscuta) hingegen, ist ein VOLL-Schmarotzer. Sie entzieht der Wirtspflanze den zum Wachsen notwendigen Zucker. Die Kleeseide besitzt kein Chlorophyll und besteht nur aus rankenden Zweigen, Blüten und Früchten und den speziellen Saugorganen (Haustorien).

Hierzu passt: Lebensweise - Epiphyten. Dieser Begriff wird dann erklärt, wenn die Weihnachts- und Silvesterbuffets verspeist sind.

Botanisches Kauderwelsch vom 15. Januar 2020 Lebensweise - Epiphyten

Können Sie sich vorstellen, sich mit einem Epiphyten die Wohnung zu teilen? Oder hat sich ein solcher bei Ihnen schon unbemerkt und unbewusst eingeschlichen?

Wenn ja, dann wünsche ich Ihnen viel Spaß mit Ihren epiphytischen Pflanzen. Sie tragen so wunderbare Namen wie Vanda, Miltonia oder Schmetterlingsorchidee. Aber auch Vertreter der Pflanzenfamilie der Ananasgewächse, wie die Tillandsien, leben als Epiphyten. Die deutsche Bezeichnung ist Aufsitzer. Sie keimen in Astgabeln oder in der Borke Ihrer Gastgeber-Pflanzen.

Aber warum tun sie dies?

Die Epiphyten sind meist Pflanzen von nicht allzu ausgeprägter Größe. Daher nehmen sie im Kronendach der tropischen Bäume Platz, um ausreichend Licht abzubekommen. Wasser und Nährstoffe für die Photosynthese nehmen sie aus der Umgebung auf.

Epiphyten sind keine Schmarotzer.

Einige sparen sich sogar die Wurzeln, wie das bartähnliche Louisianamoos (Tillandsia usneoides). Dieses hängt ganz entspannt über den Zweigen in den Baumkronen. Bei starken Winden werden Teile abgerissen und zu anderen Zweigen verweht.

Hierzu passt: Lebensweise - terrestrisch. Dieser Begriff wird dann erklärt, wenn die Pflanzzeit beginnt.

Botanisches Kauderwelsch vom 20. Mai 2020 Lebensweise - Terrestrisch

Den Begriff „Terrestrisch“ kennen wir noch gut aus Zeiten, in denen Dächer mit Antennen zum Empfang des Radio- und Fernsehprogramms gang und gäbe waren. Demnach müssten die "Antennenbewohnenden-Pflanzen" ja quasi vom Aussterben bedroht sein. Doch davon habe ich noch nie etwas gehört.

Die Definition für terrestrisch ist: die Erde betreffend; zur Erde gehörend.

Es handelt sich also um Pflanzen, die in der Erde / dem Boden verwurzelt sind und dort Halt, Wasser und Nährstoffe finden.

Mutterboden, Muttererde oder aus verschiedenen Bestandteilen zusammengemischt als Substrat bezeichnet, ist viel mehr als das Material, das bei der Gartenarbeit Fingernägel ruiniert und die Haut der Hände dreckig macht. Es ist die Basis, nicht nur für pflanzliches und tierisches Leben, sondern auch für unser menschliches Leben. Ist der Boden durch fehlerhafte Handhabung erst einmal ruiniert, sind tierisches und pflanzliches Leben nicht mehr möglich und somit ist ein bedeutender Lebensraum zerstört.

Der Boden und seine Eigenschaften im Garten sollten auch immer ein entscheidender Faktor bei der Auswahl der Pflanzen sein. Denn nur Pflanzen, die im richten Substrat und am richtigen Standort wachsen, können zur vollen Schönheit erblühen.

Hierzu passt: Lebensweise - Aquatisch. Dieser Begriff wird erklärt, wenn wir im Spätsommer in die Seen zum Baden springen.

 


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