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2020 - Die Tollkirsche

Tollkirsche
16.12.2019

Themen-Newsletter "Giftpflanzen" und "Giftpflanze des Jahres".

Herausgeber: Botanischer Sondergarten Wandsbek (Hamburg)

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Die 16. Giftpflanze des Jahres steht fest

Zum 16. Mal gibt der Botanische Sondergarten Wandsbek das Ergebnis der Wahl zur „Giftpflanze des Jahres“ bekannt. Im Gegensatz zu anderen Nominierungen im Bereich „Natur des Jahres“ kann jedermann Kandidaten vorschlagen und sich an der Abstimmung beteiligen.

Am 15. Dezember 2019 endete die 200tägige Abstimmung. Die Wahlbeteiligung mit 2.365 Stimmen lag in diesem Jahr im Durchschnitt.

Wahlergebnis:

sehr stark giftig +++
Staude

sehr stark giftig +++
Zimmer- / Kübelpflanze

​​​​​​​kaum giftig (+)
giftige Nahrungspflanze

​​​​giftig +
Ein- und zweijährige Pflanzen

giftig +
Gehölz

Ziel der Aktion war und ist, dass sich Menschen kritisch mit dem Thema »Giftpflanzen« auseinandersetzen, Fragen stellen und sie ggf. auf die giftige Wirkung einiger Pflanzen aufmerksam gemacht werden. Pflanzen mit giftigen Inhaltsstoffen haben keinen Makel, daher sollten sie grundsätzlich nicht aus den Gärten und der Natur entfernt werden.

Über die Giftpflanze des Jahres 2020:

Die Giftpflanze des Jahres 2020 ist ein Nachtschattengewächs und ist sehr stark giftig +++. Der Gattungsname stammt von der Schicksalsgöttin Atropos. Bei dieser Pflanze stellt sich wieder die spannende Frage: Woran kann man eigentlich eine Giftpflanze erkennen? Antwort: Es gibt keine verbindlichen Eigenschaften, die alle Giftpflanzen haben. Die meisten haben einen bitteren Geschmack, die Tollkirsche nicht! Auch wenn man sich von einem Laien die Pflanze beschreiben lässt, hört man Pflanzeneigenschaften, die auf Sträucher oder Bäume zutreffen. Jedoch nicht auf die Tollkirsche, die als Staude (nicht verholzende mehrjährige Pflanze) anzutreffen ist. Die ersten - gut sichtbaren - Vergiftungserscheinungen sind geweitete Pupillen und die Lichtempfindlichkeit der Person. Dies brachte der Pflanze auch den Artnamen belladonna - schöne Frau - ein. Früher galten Frauen mit großen Augen und geweiteten Pupillen als besonders attraktiv. Diese Eigenschaft wird für Augentropfen zur Untersuchung beim Augenarzt noch heute eingesetzt.

Die Pflanze wird etwa 50 bis 150 cm hoch, an gut gedüngten Standorten auch bis 200 cm. Sie hat dunkelviolette Blüten, die Früchte sind schwarz glänzend. Es gibt auch eine Variante mit hellgelben Blüten und mattgelben Früchten (Atropa belladonna var. lutea). 

Unter www.hamburg.de/giftpflanze-des-jahres finden Sie weitere Informationen.

Es geht weiter

Die Aktion „Giftpflanze des Jahres“ geht weiter. Bis zum 20. Mai 2020 können Sie Kandidatenvorschläge für die Wahl der Giftpflanze des Jahres 2021 machen.

Aus diesen Vorschlägen wird je eine giftige Nahrungspflanze, eine Staude, ein Gehölz und eine Kübel-/Zimmerpflanze sowie eine ein-/zweijährige Pflanze zur Wahl gestellt. Die Wahl der „Giftpflanze des Jahres“ 2021 beginnt am 1. Juni 2020 und endet am 15. Dezember 2020.

Wählen Sie hier Ihre Kandidaten aus.

Kontakt

Botanischer Sondergarten Wandsbek
Giftpflanze des Jahres
Walddörferstraße 273
22047 Hamburg

Telefon: +49 40 693 97 34 (mit Anrufbeantworter)
E-Mail: giftpflanze@wandsbek.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/giftpflanze-des-jahres

Instagram: @Sondergarten
Twitter: @Sondergarten
YouTube: Botanischer Sondergarten

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