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Newsletter Neuigkeiten aus dem Bezirksamt Wandsbek - Dezember 2021

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"Frohe Festtage!"

Sie finden hier einen Newsletter mit Neuigkeiten aus dem Bezirksamt Wandsbek.

Neuigkeiten aus dem Bezirksamt Wandsbek

Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff Thomas Ritzenhoff Bezirksamtsleiter

Liebe Wandsbekerinnen und Wandsbeker, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Leserinnen und Leser,
ein weiteres spannendes Jahr voller neuer Herausforderungen und Projekte neigt sich dem Ende zu. Vor dem Hintergrund der nahenden Weihnachtsfeiertage und des Jahreswechsels möchten wir in diesem Newsletter mit Ihnen gemeinsam einen Rückblick auf das wagen, was uns in diesem Jahr beschäftigt hat.
Im Bezirk haben wir zahlreiche Projekte vorantreiben können: Spielplätze wurden neugestaltet, Teiche entschlammt, Bebauungsplanverfahren erarbeitet und vorgestellt, Bauwerke saniert, Baustellen fertiggestellt und eröffnet und auch Velorouten weiter ausgebaut. Wir sind mit Bürgerinnen und Bürgern zu verschiedenen Themen in den Dialog getreten und haben gemeinsam versucht, Wege für Vorhaben zu finden, die unseren Bezirk voranbringen. Auch die Bundestagswahl im September 2021 hat uns im Bezirksamt über eine längere Zeit hinweg beschäftigt und konnte erfolgreich durchgeführt werden.
Natürlich hat es bei uns im Bezirksamt auch einige personelle Veränderungen gegeben: Die neuen Fachamtsleitungen und weiteren neuen Kolleginnen und Kollegen begrüßen wir herzlich! Auch die Seniorendelegiertenversammlung und der Bezirksseniorenbeirat wurden in diesem Jahr neu gewählt und können nun ihre Arbeit fortsetzen.
Alles in allem hat sich somit auch in diesem Jahr viel bei uns im Bezirk getan. Ich möchte diese Gelegenheit des Newsletters nutzen, Ihnen für Ihre Arbeit und die Zusammenarbeit in und für Wandsbek zu danken!
Ihnen und Ihren Familien wünsche ich ein besinnliches Weihnachtsfest, einen gelungenen Jahreswechsel und ein erfolgreiches neues Jahr 2022.
Bleiben Sie gesund!

Ihr

Thomas Ritzenhoff, Bezirksamtsleiter

Newsletter


Bürgersprechstunden

Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff wird seine regelmäßigen Bürgersprechstunden auch im Jahr 2022 fortsetzen. Einmal monatlich haben alle Wandsbekerinnen und Wandsbeker die Gelegenheit, ihre Anliegen persönlich und ohne
Voranmeldung mit ihm zu besprechen.
Die Sprechstunden finden in der Regel von 16 bis 18 Uhr vor den Sitzungen des jeweiligen Regionalausschusses statt. Auch die Regionalbeauftragten des Bezirksamtes bieten regelmäßig Sprechstunden an. Die Termine und Änderungen werden auf www.hamburg.de/wandsbek/bezirksamtsleitung und per Pressemitteilung kommuniziert.
Folgende Termine sind im Jahr 2022 in den Wandsbeker Regionen geplant:

  • 27. April 2022:
    Rahlstedt
  • 2. Juni 2022:
    Walddörfer
  • 22. Juni 2022:
    Alstertal
  • 24. August 2022:
    Wandsbek Kerngebiet
  • 29. September 2022:
    Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne
  • 2. November 2022:
    Rahlstedt
  • 8. Dezember 2022:
    Walddörfer

Die Vor-Ort-Termine in den Regionen sind vorbehaltlich der Entwicklung des Infektionsgeschehens. Alternativ könnten die Termine auch als telefonische Bürgersprechstunde wahrgenommen werden.
Zusätzlich werden 2022 sechs telefonische Bürgersprechstunden, jeweils von 15 bis 17 Uhr, unter der Telefonnummer 040 42881-3000 angeboten:

  • 26. Januar 2022
  • 23. Februar 2022
  • 31. März 2022
  • 17. Mai 2022
  • 14. September 2022
  • 23. November 2022

Neue Fachamtsleitungen im Bezirksamt

Im zweiten Halbjahr 2021 begrüßen wir gleich mehrere neue Fachamtsleitungen im Bezirksamt Wandsbek: Bereits seit März hat Frau Sibille Schmelke die Leitung für das Fachamt Grundsicherung und Soziales übernommen. Frau Lena Voß ist seit Juli 2021 die Fachamtsleitung für den Internen Service. Frau Dr. Annegret Eckhart-Ringel ist seit September unsere neue Gesundheitsamtsleitung. Frau Aneka Sendzik hat ebenfalls seit September die Fachamtsleitung für den Personalservice übernommen. Herzlich willkommen bei uns im Bezirksamt Wandsbek!
An dieser Stelle möchten wir uns bei den beiden vorherigen Stelleninhaberinnen Frau Dr. Ishorst-Witte und Frau Doering-Kroll sowie Frau Krumbiegel (als kommissarische Leitung) für ihre Arbeit und Leistungen bedanken. Wir wünschen ihnen persönlich sowie beruflich viel Erfolg und alles Gute!

Wechsel im Dezernat Bürgerservice

Zum Januar 2022 verabschieden wir uns von Herrn Kower, unserem derzeitigen Dezernenten für Bürgerservice. Christian Kower arbeitet seit 2001 im Bezirksamt Wandsbek. Seit Juni 2011 leitet er das Dezernat Bürgerservice. Zudem war er bis zuletzt Regionalbeauftragter der Region Kerngebiet Wandsbek. Herr Kower wechselt in das Projekt „Neuorganisation Kundenzentren in Hamburg“.
Lieber Herr Kower, vielen Dank für Ihren jahrelangen, unermüdlichen Einsatz für unseren Bezirk und das Bezirksamt Wandsbek! Wir wünschen Ihnen beruflich und privat weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

Neuer Bezirksseniorenbeirat

Wie auch in den anderen Hamburger Bezirken wurde dieses Jahr der Bezirksseniorenbeirat in Wandsbek neu gewählt. Als Vorsitzender des Bezirksseniorenbeirats wurde erneut Helmut Hurtz gewählt, welcher Wandsbek künftig auch im Landes-Seniorenbeirat vertreten wird. Die neue Amtsperiode der Wandsbeker Seniorenvertretung wird bis 2025 andauern und den thematischen Schwerpunkt vor allem auf die Themen Pflege und Gesundheit, offene Seniorenarbeit in den Stadtquartieren, Mobilität im Alter und Verkehr, Digitalisierung sowie Integration von Seniorinnen und Senioren mit Migrationshintergrund legen.
Grundsätzlich finden die monatlichen Sitzungen des Bezirksseniorenbeirats öffentlich statt, um Interessierten die Gelegenheit zu geben, Fragen, Kritik oder Anregungen an den Bezirks-Seniorenbeirat zu richten. Durch die Pandemie werden Interessierte vorerst jedoch nur digital per ZOOM-Videokonferenz an den Sitzungen teilnehmen können. Diese finden voraussichtlich ab Januar an jedem zweiten Dienstag im Monat um 10 Uhr statt. Um die Zugangsdaten für die Videokonferenz zu erhalten, werden Interessierte gebeten, vorab eine E-Mail an BSBWandsbek@t-online.de zu schicken, um sich für die Sitzungen anzumelden. Helmut Hurtz hofft jedoch, dass Interessierte so bald wie möglich die Gelegenheit bekommen, persönlich an den Sitzungen teilnehmen zu können und wirbt in diesem Zusammenhang unter den Seniorinnen und Senioren dafür, von der Corona-Impfung und insbesondere der dritten „Booster“-Impfung Gebrauch zu machen.

Wandsbek Broschüre in Leichter Sprache

Titelbild der Broschüre mit Informationen zum Bezirk Wandsbek in Leichter Sprache

Zum ersten Mal hat das Bezirksamt Wandsbek seine Bezirksbroschüre auch in Leichter Sprache herausgegeben! Die kostenlosen Exemplare liegen in den Kundenzentren und weiteren Dienststellen des Bezirksamtes Wandsbek aus. Wandsbeks Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff übergab am 23. August 2021 die ersten Exemplare dem Wandsbeker Inklusionsbeirat, vertreten durch die Vorsitzende Christine Schmidt, der Schriftführerin Dr. Frauke Braeschke und Christian Lührs.
Der Titel der Broschüre lautet „Informationen in Leichter Sprache – Bezirk Wandsbek“ und bietet Informationen in Leichter Sprache sowohl über den Bezirk Wandsbek als auch über bezirkliche Dienststellen und Angebote an. Weiterhin finden Leserinnen und Leser in der Broschüre wichtige Adressen und Ansprechpersonen im Bezirk und auch einen Überblick über die Bezirkspolitik, die Beiräte und Beratungsstellen sowie über Ehrenämter und Kultur in Wandsbek.
Texte in Leichter Sprache sind einfach zu verstehen. Es wird auf Fremdwörter verzichtet, Inhalte werden sinnvoll strukturiert und die Sätze sind möglichst kurz. Zielgruppe der Leichten Sprache sind alle Menschen, die im Alltag auf sprachliche Barrieren stoßen. Dies können unter anderem Menschen mit Lernschwierigkeiten sein oder auch Menschen, für die Deutsch eine Fremdsprache ist.
Die Broschüre kann unter Wandsbek: Informationen in Leichter Sprache - hamburg.de abgerufen werden.

Flaniermeile Volksdorf

Das Projekt „Flaniermeile Volksdorf“ konnte nach coronabedingter Pause in diesem Jahr wieder Fahrt aufnehmen und weiter vorangetrieben werden. Durch das Projekt soll die Attraktivität des Volksdorfer Ortskerns als ein „Flanierquartier“ erhalten und gesteigert werden. Mithilfe einer Umverteilung der Verkehrsflächen soll mehr Raum für Fußgängerinnen und Fußgänger entstehen. Neue Orte für Begegnungen und Plätze zum Sitzen sollen geschaffen werden, um die Lebens- und Aufenthaltsqualität im Volksdorfer Ortskern zu steigern. In der Durchführung des Projekts wird das Bezirksamt Wandsbek durch die Auftragnehmer TOLLERORT entwickeln & beteiligen sowie Masuch + Olbrisch Ingenieurgesellschaft für das Bauwesen mbH unterstützt.
Begonnen hat die Wiederaufnahme des Projekts mit Infoständen vor Ort sowie einer öffentlichen Präsentationsveranstaltung im August. Bei dieser Veranstaltung wurden die Ergebnisse der frühzeitigen Bürgerbeteiligung und Verkehrsanalyse präsentiert, die vor der Corona-Pause Ende 2020 erhoben wurden. Zudem wurden in dieser Veranstaltung die erarbeiteten Gestaltungsvarianten präsentiert und zu einem Workshop zur Umsetzung der Flaniermeile Volksdorf aufgerufen, der im September durchgeführt wurde. Vertreterinnen und Vertreter aus vielen verschiedenen Interessengruppen (unter anderen lokale Wirtschaft und unterschiedliche Bevölkerungs- und Nutzergruppen) konnten sich hier einbringen und konkrete Nutzungsvorstellungen entwickeln. Der mithilfe dieser Veranstaltungen entstandene Planungsstand wurde Ende September im Regionalausschuss Walddörfer präsentiert. Für 2022 steht die Durchführung des Projekts Flaniermeile Volksdorf an. Die Umsetzungsphase wird mit einer Präsentation des finalen Gestaltungs- und Umsetzungskonzepts eingeläutet werden. Ein Termin für diese Veranstaltung wird rechtzeitig bekannt gegeben. Zwischen April und Juni soll die Umgestaltung des Volksdorfer Ortskerns für acht Wochen erfahrbar und erlebbar gemacht werden. Im Anschluss daran erfolgt eine Evaluierung.
(„Achtung: Erst nach Erstellung dieses Artikels hat sich ergeben, dass der Zeitraum für die Erprobungsphase verschoben wird.“)

Bundestagswahl 2021

Im September 2021 fand nach monatelanger Vorbereitungszeit die Bundestagswahl statt. Die Corona-Pandemie hat bei dieser Wahl zu einigen neuen Herausforderungen geführt, die es zu bewältigen galt. So hatte sie Auswirkungen auf die Akquise der Wahllokale, die Gewinnung der Wahlhelfenden, die Organisation der Wahldienststellen oder auch auf die Einrichtung des Auszählzentrums für die Briefwahl. Vor dem Hintergrund der Pandemie rechneten die Verantwortlichen mit einer hohen Anzahl an Briefwählenden – eine Erwartung, die sich bestätigt hat: Rund 131.000 Briefwahlanträge aus den Regionen Wandsbek, Bramfeld, Alstertal, Walddörfer und Rahlstedt haben das Bezirksamt erreicht und wurden von den Kolleginnen und Kollegen bearbeitet. Die Auszählung der Wahlbriefe erfolgte in den Räumlichkeiten des Bezirksamtes durch die 144 ehrenamtlichen Briefwahlvorstände. Wer nicht per Brief wählen wollte, hatte in einem der insgesamt 297 Wahllokale am Wahlsonntag die Möglichkeit, die Erst- und Zweitstimme vor Ort abzugeben.
Wir möchten den rund 3.100 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die als Wahlvorstände in den Wahllokalen und im Auszählzentrum tätig waren, herzlich für ihren Einsatz danken. Unser besonderer Dank gilt außerdem den mehr als 50 Kolleginnen und Kollegen des Bezirksamtes, die in verschiedenen Funktionen im Organisationsteam unterstützt haben. Sie alle haben dazu beigetragen, dass das große Projekt Bundestagswahl 2021 so erfolgreich gelingen konnte!

Wahlurnen - "Tonnenparade" im Wandsbeker Auszählzentrum
Abgebildet ist die sogenannte Tonnenparade. Einige Wochen vor der Wahl werden die eingehenden Wahlbriefe in die verschiedenen Urnen zur Auszählung einsortiert.

RISE Steilshoop

Im Jahre 2007 wurde die Großsiedlung Steilshoop ein Fördergebiet im Rahmen der Senatsinitiative „Lebenswerte Stadt Hamburg“. Anschließend wurde Steilshoop in das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) aufgenommen, zunächst von 2008 bis 2014. Nach einer ersten Phase der Kontaktaufnahme und Vertrauensbildung gab es zwei Verlängerungszeiträume von 2015 bis 2017 und zuletzt von 2018 bis 2021. Ziel ist die Aufwertung des Stadtteils als attraktiver, innenstadtnaher Wohnort mit einem positiven Image. Darunter fällt auch die Ausstattung mit einer bedarfsgerechten Sozial-, Kultur- und Bildungsinfrastruktur. Zu den konkreten Schlüsselprojekten in der RISE-Förderlaufzeit zählen diverse Verbesserungen des Wohnumfelds in den Wohnringen und auf öffentlichen Flächen und Spielplätzen sowie die Umgestaltung des zentralen Bereiches um das Einkaufszentrum und der Mittelachse. Auch der Neubau des Quartierszentrums auf dem neuen Campus Steilshoop sowie die Aufwertung des Naherholungsgebietes am Bramfelder See sind Teil der Projekte. Daneben entstanden für die Bewohnerinnen und Bewohner und die ansässigen Einrichtungen Möglichkeiten der Beteiligungen durch den Stadtteilbeirat und den Finanzkreis. Hier wurde intensiv über die Themen, die Steilshoop betreffen diskutiert, beispielsweise der geplante Wohnungsneubau Steilshoop-Nord.
Bis zum Sommer dieses Jahres war vorgesehen, die Förderung über RISE zum 31. Dezember 2021 zu beenden. Veranlasst durch die neue Entwicklung im Einkaufszentrum strebt das Bezirksamt Wandsbek seitdem an, den vom Stadtteil lange geforderten Erneuerungsprozess im Zentrum von Steilshoop zu fördern. Die Steilshooper Mitte soll nun wieder zu einem attraktiven und identitätsstiftenden Ort werden, welcher nicht nur zum Einkaufen, sondern auch zum Arbeiten, Leben und Wohnen einlädt. Die zuständige Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen ist bereit, für diesen Prozess weitere RISE-Gelder in einem verkleinerten Fördergebiet Steilshoop-Zentrum zur Verfügung zu stellen. Parallel wurde überprüft, ob im Steilshooper Zentrum ein Sanierungsgebiet eingerichtet werden kann. Dies hat den Vorteil, dass der Erneuerungsprozess stärker im Sinne des Allgemeinwohls gesteuert werden kann.
Die Entscheidung über das Sanierungsgebiet und ein neues RISE-Förderprogramm steht kurz bevor. Nach einem Senatsbeschluss über die Einrichtung eines Sanierungsgebietes soll im kommenden Jahr im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung ein neues Team für die Gebietsentwicklung und Sanierungsträgerschaft gefunden werden. Gleichzeitig erfolgt in den nächsten Jahren die Vorbereitung der Siedlungserweiterung nach Norden mit ergänzendem Wohnungsbau wie auch der Anschluss an das Netz der Hamburger U-Bahn der Linie U5.

50. Tag der Städtebauförderung

In diesem Jahr feierte die Städtebauförderung ihr 50-jähriges Jubiläum. Passend zu diesem Anlass wurde der südliche Teil des neuen Grünzuges im RISE-Fördergebiet Rahlstedt-Ost von Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff und Wilfried Wendel, dem Vorstand der SAGA-Unternehmensgruppe, im September eingeweiht.
Die Städtebauförderung ist eine bundesweite Aktion mit dem Ziel, Lebens- und Wohnräume attraktiver und nachhaltiger zu gestalten. Gleichzeitig soll die Bürgerbeteiligung gestärkt und Erfolge der Städtebauförderung sichtbarer gemacht werden.
Hierzu zählt auch die Neugestaltung des südlichen Teils des Grünzuges, der mithilfe finanzieller Mittel der SAGA als Eigentümer, des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) und Mitteln des Hamburger Klimaplans finanziert wurde. Bereits im Dezember 2017 legte der Senat das Quartier Rahlstedt-Ost als neues RISE-Fördergebiet fest. Die fachliche Zuständigkeit im Bezirksamt liegt im Fachamt Sozialraummanagement.
Rund 1,5 Mio. Euro flossen in die Neugestaltung des Grünzugs. Mit der Maßnahme wurden unter anderem Spielplätze, der Quartiersplatz und weitere Aufenthaltsorte für alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie Blühwiesen und der Gemeinschaftsgarten Heegen geschaffen. Dadurch ist sowohl für die Menschen – insbesondere Familien – als auch für Insekten eine attraktive und reizvolle Umgebung entstanden.
Das Quartier Rahlstedt-Ost ist vor allem bei kleineren Familien und Alleinerziehenden beliebt. Viele der heutigen Bewohnerinnen und Bewohner sind im Quartier groß geworden und fühlen sich eng mit der Siedlung verbunden. Die Umgestaltung ist ein wichtiger Schritt, um das Wohnumfeld noch attraktiver zu gestalten. Nicht nur wir als Bezirksamt sind stolz auf die Fertigstellung dieses tollen Projektes. Auch den Bewohnerinnen und Bewohnern liegt der neu gestaltete Grünzug sehr am Herzen. Diese konnten bereits vorab im April 2018 ihre Wünsche äußern und sich an dem Projekt beteiligen. Auch der Stadtteilbeirat Rahlstedt-Ost begleitete die Umsetzung und brachte Ideen und Vorschläge ein. Und tatsächlich konnten viele Wünsche verwirklicht werden. Vor diesem Hintergrund ist es umso erfreulicher, dass 2021 diese bedeutsame bauliche Maßnahme des Gesamtprojekts im RISE-Fördergebiet Rahlstedt-Ost eingeweiht werden konnte.

Interview mit einer Wandsbeker Elternschule

Die Tätigkeiten im Bezirksamt sind unglaublich vielfältig. So gehören zum Fachamt Sozialraummanagement auch die Wandsbeker Elternschulen. In einem Interview haben wir die Elternschulen Steilshoop und Hohenhorst gefragt, was es mit dieser etwas anderen Art von Schule auf sich hat:

Was genau ist eine Elternschule? Müssen hier Eltern wirklich noch mal die Schulbank drücken?

Elternschulen sind  Einrichtungen der Elternbildung und Familienförderung. Es gibt vier Elternschulen in Wandsbek: In Hohenhorst, Jenfeld, Farmsen-Berne und in Steilshoop. Mit einem Klassenzimmer hat es gänzlich wenig zu tun und bei uns gibt es auch keinen erhobenen Zeigefinger. Unser Ziel ist, junge Familien auf das Zusammenleben mit ihren Kindern vorzubereiten als auch Mütter und Väter in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken. Wir möchten rechtzeitig Hilfestellung anbieten, damit die Wahrnehmung ihrer Rolle als Erziehende gut gelingen und der Familienalltag auch Spaß machen kann.
Mit Wertschätzung und Empathie begleiten wir niedrigschwellig Familien in ihrem Alltag, beraten, unterstützen, informieren, geben Anregungen und bieten einen Ort der Begegnung. Mit unserem spannenden Angebot erreichen wir viele mehrfachbelastete Familien und Familien mit Migrationserfahrungen. Unsere Einrichtungen sind im Stadtteil bekannt und wir arbeiten eng vernetzt mit anderen Institutionen. Viele Familien erfahren von uns durch Mund-zu-Mund-Propaganda.

Unser vielseitiges Kursprogramm wird von circa 20-30 unterschiedlich qualifizierten Kursleiterinnen und Kursleitern verschiedener Nation wie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Psychologinnen und Psychologen, Pflegekräfte für Kinder und Erzieherinnen und Erziehern durchgeführt. Viele von ihnen haben neben ihrer Ausbildung noch zahlreiche Zusatzqualifikationen.

Können Sie uns einige Beispiele für Angebote nennen?

Bei uns gibt es offene und feste Angebote, Themenabende und Einzelveranstaltungen. Hierzu gehören Eltern-Kind-Treffs, Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse, Hebammen- und Elternsprechstunden, Starke Eltern – starke Kinder-Kurse, Themen rund um Erziehung, Babymassage, Vätergruppen, Frühstücks- und Kochtreffs sowie Familienausflüge und vieles mehr.

An wen richten sich diese Angebote?

Eine Elternschule ist ein Ort für Mütter, Väter, werdende Eltern, Großeltern, Pflegeeltern und für alle, die Erziehungsverantwortung tragen. Aber auch Fachkräfte besuchen gern unsere Themenabende

Wo können sich Eltern darüber informieren?

Zweimal jährlich erscheint das gedruckte Programm. Es liegt unter anderem bei Bezirksämtern, Arztpraxen, Kitas und Schulen aus. Online findet man unsere Programme unter www.hamburg.de/elternschulen-wandsbek. Zusätzlich erstellen wir Flyer und Plakate, werben über die lokale Presse.

Wie ist es Ihnen als Elternschule in Corona-Zeiten ergangen?

Wie wir ja wissen, waren die Familien plötzlich ohne Kita und Schule isoliert und durch Homeschooling und Homeoffice ausgesprochen belastet. Durch Corona haben wir die offenen Angebote zu kleinen festen Gruppen umgewandelt, ausschließlich alles mit Anmeldung. Viele Angebote waren durch die Schutzmaßnahmen nicht mehr umsetzbar, zum Beispiel Koch- und Backangebote, Mamafit-, Sing-und Musikkurse oder Geburtsvorbereitung.

Leider haben wir auch Familien aus dem Stadtteil verloren, eben die, die nicht so gut organisiert sind und eine offene Struktur dringend brauchen. Zu Zeiten des Lockdowns haben wir viele Beratungsgespräche vor Ort und telefonisch geführt. Wir haben die Familien einzeln eingeladen, damit sie Abwechslung haben und aus den oftmals beengten Wohnungen heraus kommen können.
Aber auch einige Kursleiterinnen und Kursleiter standen vor der Herausforderung der eigenen Kinderbetreuung in Corona-Zeiten.

Was wünschen Sie sich für das Jahr 2022?

Gesundheit, einen entspannten Um- gang miteinander und wieder ein volles Haus mit Spaß und Lebendigkeit in größeren Gruppen sowie wieder anregende Veranstaltungen für unsere Familien.

Weniger Verwaltungsaufgaben und Zeit für die eigentliche Arbeit mit den Familien, da Selbsttests, Impfnachweise, Nachverfolgung und die Einhaltung der Hygienemaßnahmen zu einem zusätzlichen Verwaltungsaufwand führen.

Vielen Dank!

2. Platz im Stadtradeln

Wie auch in den letzten Jahren fand dieses Jahr in Hamburg wieder das Stadtradeln statt. Das Stadtradeln ist eine Kampagne des Netzwerks Klimabündnis mit dem Ziel, innerhalb eines festgelegten Zeitraums sowohl als Einzelperson als auch als Gruppe so viele Kilometer wie möglich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dies soll die individuellen, aber auch kommunalen CO2 Emissionen senken. Neben dem Klimaschutz soll durch das Stadtradeln auch der lokale Radverkehr mit Aktionen gefördert werden. Das Stadtradeln jährte sich dieses Jahr zum 14. Mal und konnte  deutschlandweit 1.400 teilnehmende Kommunen mit insgesamt circa 550.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern verzeichnen. In Hamburg fand das Stadtradeln vom 1. bis zum 21. September statt und konnte in diesem Jahr so viele Rekorde brechen wie noch nie. So nahmen mit 11.747 Teilnehmenden und 736 Teams so viele Personen und Teams wie nie am Hamburger Stadtradeln teil und auch die erfahrene Kilometeranzahl von 2.176.986 Kilometern stellt einen noch nie dagewesenen Rekord für Hamburg da. Auch das Bezirksamt Wandsbek hat in diesem Jahr wieder am Hamburger Stadtradeln teilgenommen und dabei gut abgeschnitten. Aus dem Bezirksamt nahmen 147 Kolleginnen und Kollegen teil, welche zusammen 26.521 Kilometer radelten, das sind fast 4.000 mehr als im letzten Jahr. Dadurch konnten 3.899 Kilogramm an CO2 Emissionen eingespart werden. Dieses positive Ergebnis bescherte dem Team des Bezirksamts Wandsbek den 10. Platz im Gesamtranking und den 2. Platz unter den Behörden.

Fischaufstiegsanlagen

Fischaufstiegsanlage am Mühlenteich

Schleusen und Wehrbauwerke an Gewässern stellen oftmals ein unüberwindliches Hindernis für Fische und aquatische Lebewesen dar. Fischaufstiegsanlagen stellen die ökologische Durchgängigkeit der Fließgewässer wieder her und dienen damit der Umsetzung von Zielen der EG-Wasserrahmenrichtlinie und des Wasserhaushaltsgesetzes. Es gibt verschiedene naturnahe oder technische Bauformen, die unter anderen abhängig von den örtlich vorhandenen Platzverhältnissen zum Einsatz kommen. Darüber hinaus wird jede Fischaufstiegsanlage nach hydraulischen Anforderungen und anhand der Größen ausgewählter Fischarten bemessen. Derzeit befinden sich einige Fischaufstiegsanlagen im Bezirk Wandsbek in der Bauphase:

An der Poppenbütteler Schleuse im Verlauf der Alster wird im Auftrag des Bezirksamtes Wandsbek eine Fischaufstiegsanlage durch den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) hergestellt. Nachdem die Vorarbeiten und die Erneuerung der Wehranlage im Oktober abgeschlossen wurden, haben in der nun dritten Bauphase die Bauarbeiten für die Fischaufstiegsanlage begonnen. Diese wird als naturnah gestaltetes Raugerinne mit Beckenstruktur in das östlich des Poppenbütteler Schleusenteichs vorhandene Umgehungsgerinne integriert. Jedes einzelne Becken ist in Fließrichtung begrenzt durch einen Querriegel aus unterschiedlich hohen Natursteinen, die den Übergang in das folgende Becken darstellen und je nach Wasserführung der Alster unterschiedlich hoch überströmt werden. In 15 Stufen aus Natursteinen wird die Höhendifferenz zwischen Schleusenteich und der abwärts fließenden Alster abgebaut. Bei höheren Abflüssen in der Alster werden die Wehrklappen automatisch abgesenkt, damit sich im Fischaufstieg keine zu starken Strömungen einstellen. Die Bauarbeiten sollen im Winter 2021/2022 abgeschlossen sein.

Auch am Mühlenteich an der Mühlenstraße wird die Durchgängigkeit der Wandse für Fische durch das Bezirksamt Wandsbek hergestellt. Der Fischaufstieg wird in einem in das Wehr einbindenden Stahlbetontrog, als sogenannter Schlitzpass, ausgeführt. Der Höhenunterschied zum Mühlenteich wird hier durch zwölf Trennwände mit benachbarten senkrechten Schlitzen überwunden. Die Trennwände werden leicht durchströmt und bieten Lebensraum für aquatische Kleinlebewesen. Die auf der Südwestseite der Mühlenstraße an die Böschung angrenzende Anlage ermöglicht bachaufwärts strebenden Fischen den Einstieg aus der Mitte des Gewässers. Den Mühlenteich erreichen die Fische nach Durchwanderung des Schlitzpasses über einen Stahltrog, der in das Wehr am Ende des Teiches eingebunden ist. Unterhalb der Fischaufstiegsanlage werden die ökologischen Strukturen an der Wandse durch Totholzeinbau und strömungslenkende Einbauten verbessert. Die Maßnahme am Mühlenteich wurde im Dezember 2021 abgeschlossen.

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