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Einrichtung eines Sperrbezirkes Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut in einem Bienenstand im Bezirk Wandsbek

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Bezirke Wandsbek und Hamburg-Nord


Bienen

Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut im Bezirk Wandsbek

In einem Bienenstand in Steilshoop im Bezirk Wandsbek ist die ansteckende Bienenseuche „Amerikanische Faulbrut“ festgestellt worden. Um die befallenen Bienenstände herum wurde ein Sperrbezirk im Radius von mindestens einem Kilometer festgelegt.

Die genaue Ausdehnung dieses Sperrbezirkes entnehmen Sie bitte der nachfolgenden tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung.
Weitere Informationen können im Bezirksamt Wandsbek, Fachamt Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt unter Telefon 040 42881-2283/2284/2251 oder per E-Mail unter verbraucherschutzamt@wandsbek.hamburg.de sowie im Fachamt Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt des Bezirksamtes Hamburg-Nord, Telefon 040 428 04 – 2540 oder – 2605 erfragt werden.

Alle im Sperrbezirk ansässigen Imker werden dringend gebeten, ihren Standort den zuständigen Fachämtern Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt der Bezirksämter Wandsbek beziehungsweise Hamburg-Nord mitzuteilen und einen Termin für eine Kontrolluntersuchung mit den Amtstierärztinnen und -ärzten zu vereinbaren.

Bis zur Aufhebung des Sperrbezirkes dürfen Bienenvölker von ihrem Standort nicht entfernt werden. Desgleichen dürfen Bienenvölker und Bienen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden.

Die Bienenseuche ist für Menschen völlig ungefährlich, der Verzehr von Honig auch befallener Bienen unschädlich.


Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung zur Bekämpfung der Amerikanischen Faulbrut bei Bienen in den Bezirken Wandsbek und Hamburg-Nord

Gemäß EU-Verordnung 429/2016 sind Tierseuchen grundsätzlich zu bekämpfen. Artikel 1der delegierten Verordnung (EU) 2018/1629 ergänzt die Seuchen u.a. um die Amerikanische Faulbrut. Gemäß Artikel 1 Nr. 4 und Nr. 5 der Durchführungsverordnung (EU) 2018/1882 fällt die Amerikanische Faulbrut unter die Kategorie D + E. Artikel 170 der Verordnung (EU) 2016/429 erlaubt es nationale Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Seuchen zu ergreifen.

Aufgrund von § 24 Tiergesundheitsgesetz (TierGesG) und der §§ §§ 5b,10 Absatz 1 und 11 der Bienenseuchen-Verordnung vom 03.11.2004 (BGBL. I  S.2738) (BienSeuchV) und § 1 des Hamburgisches Ausführungsgesetz zum Tiergesundheitsgesetz (AGTierGesG) wird hiermit nach amtlicher Feststellung der Amerikanischen Faulbrut in einem Bienenstand im Stadtteil Hamburg-Steilshoop auf folgendem Gebiet des Bezirkes Wandsbek und des Bezirkes HH-Nord zum Schutz gegen die Verbreitung der Amerikanischen Faulbrut die Errichtung eines Sperrbezirks angeordnet:

Der Sperrbezirk ist wie folgt abgegrenzt:

Nördliche Begrenzung:

Edwin-Scharff-Ring, über südliche und östliche Begrenzung des Sportplatzes entlang der östlichen Begrenzung des Kleingartenverein 565-Ohlsdorf e.V. zum südlichen Wanderweg des Bramfelder Sees, Bramfelder Redder, Fabriciusstraße, Seekamp, Bramfelder Chaussee

Östliche Begrenzung:

Bramfelder Chaussee, Bramfelder Dorfplatz, Heukoppel, Ellernreihe, Hegholt, Haldesdorfer Straße

Südliche Begrenzung:

Haldesdorfer Straße, Bauernrosenweg, Fabriciusstraße, Hellbrookkamp, Heinrich-Helbing-Straße, Middendorfstraße, südlich der Grünanlage zu Langenfort, Steilshooper Straße

Westliche Begrenzung:

Steilshooper Straße, Elligersweg, Meister-Francke-Straße, Steilshooper Allee, Eichenlohweg,Gründgensstraße, Edwin-Scharff-Ring

Für den Sperrbezirk gilt folgendes:

  1. Die Besitzer von Bienenvölkern im Sperrbezirk haben ihre Bienenstände unverzüglich dem für sie zuständigen Fachamt Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt des Bezirksamtes Wandsbek oder des Bezirkes HH-Nord unter der Angabe des Standortes und der Völkerzahl anzuzeigen.
  2. Alle Bienenvölker und Bienenstände im Sperrbezirk sind unverzüglich auf bösartige Faulbrut amtstierärztlich zu untersuchen; diese Untersuchung ist frühestens zwei, spätestens neun Monate nach der Tötung der an der Seuche erkrankten Bienenvölker zu wiederholen. Der Abstand zwischen den beiden Untersuchungen muss mindestens acht Wochen betragen. Die zweite Untersuchung ist entbehrlich, wenn sich bei der Untersuchung von Futterkranzproben, die im Rahmen der ersten Untersuchung zusätzlich gezogen worden sind, keine Anhaltspunkte für bösartige Faulbrut ergeben.
  3. Bewegliche Bienenstände dürfen von ihrem Standort nicht entfernt werden.
  4. Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden.
  5. Bienenvölker oder Bienen dürfen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden.

Die Anordnung zu 4. findet keine Anwendung auf

  • Wachs, Waben, Wabenteile und Wabenabfälle, wenn sie an wachsverarbeitende Betriebe, die über die erforderliche Einrichtung zur Entseuchung des Wachses verfügen, unter der Kennzeichnung „Seuchenwachs“ abgegeben werden,
  • Honig, der nicht zur Verfütterung an Bienen bestimmt ist.

Ordnungswidrig nach § 32 Absatz 2 Nummer 4 Buchstabe a des Tiergesundheitsgesetzes vom 22.05.2013 (BGBl I S. 1324) in der geltenden Fassung in Verbindung mit § 26 Nr. 1-16 der Bienenseuchenverordnung handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig der Anzeigepflicht oder den Sperrvorschriften dieser Anordnung zuwiderhandelt. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 30 000,- Euro geahndet werden.

Bezirksamt Wandsbek und Bezirksamt Hamburg-Nord

Hamburg, den 29. Dezember 2021

 

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