Bezirk Wandsbek

Torhaus am Eichtalpark Sanierung abgeschlossen

Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff gibt Einblicke in das sanierte Gebäude und die zukünftige Nutzung

Sanierung des Torhauses im Eichtalpark abgeschlossen – Bezirksamt Wandsbek

Das Bezirksamt Wandsbek öffnete heute erstmals die Türen des sanierten Torhauses am Eichtalpark. Das Gebäude am Zugang zur Grünanlage im Wandsbeker Kerngebiet soll zukünftig für die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Wandsbek als Veranstaltungsort und kultureller Treffpunkt zur Verfügung stehen.

Wandsbeks Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff: „Das sanierte Torhaus bietet nun die Möglichkeit, den Eichtalpark durch wohnortnahe kulturelle Veranstaltungen zu beleben. Wir hoffen nun, dass wir hierfür einen verlässlichen Nutzer als Partner gewinnen können. Die Belebung des Torhauses soll ein erster Schritt sein, die wichtige Grünanlage an der Wandse weiter aufzuwerten und für die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils attraktiver zu machen.“

Für insgesamt rund 250.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2020 der Hamburgischen Bürgerschaft sowie aus Mitteln der Behörde für Umwelt und Energie wurde das unter Denkmalschutz stehende Torhaus unter enger Begleitung des Denkmalschutzamtes saniert. Das ehemals als öffentliche Toilette genutzte Torhaus blieb in seiner äußeren Erscheinungsform erhalten. Die Baumaßnahmen umfassten unter anderem die Erneuerung des Daches, die Sanierung des Mauerwerks sowie der historischen Türen und Fenster. Zudem erhielt das Gebäude eine neue Heizungsanlage. Die Elektro- und Sanitäreinrichtung wurde komplett erneuert. Ziel der Umbauten im Gebäudeinneren war, Raum für gewünschte neue Nutzungen bereitzustellen, zugleich aber möglichst viel der historischen Substanz zu bewahren, um die Zeitspuren ablesbar zu halten. So ist die ehemalige Raumteilung erkennbar geblieben. Durch die zusätzliche Verglasung der dem Toilettenhäuschen unmittelbar vorgelagerten westlichen Hälfte der Arkade konnte eine Erweiterung der nutzbaren Fläche auf insgesamt zirka 55 Quadratmeter erreicht werden.

Zur Historie des Gebäudes:

Das Torhaus wurde 1926/1927 am Hauptzugang des Eichtalparks an der Ahrensburger Straße errichtet und dient der gestalterischen Inszenierung des Parkeingangs zum damals neu geschaffenen Wandsbeker „Stadtpark“. Die 27 Meter lange und auf der Straßenseite mit Arkadenbögen geschmückte Toranlage wird seitlich von zwei Sandstein-Sphingen flankiert. Diese werden bereits auf das Jahr 1775 datiert und stammen ursprünglich vom sogenannten „Gottorper Palais“. Über die gestalterische Inszenierung des Parkeingangs hinaus fungierte das Torhaus viele Jahrzehnte als Personalraum und öffentliches Toilettenhäuschen. Dessen Betrieb wurde ab dem 1. Oktober 1997 eingestellt. Durch jahrelangen Leerstand verfiel das Gebäude und wies einen hohen Sanierungsbedarf auf.