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Newsletter zum Sommer 2020 Neuigkeiten aus dem Bezirksamt Wandsbek

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Neuigkeiten aus dem Bezirksamt - Bezirksamt Wandsbek

Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff Thomas Ritzenhoff Bezirksamtsleiter

Liebe Wandsbekerinnen und Wandsbeker,            
liebe Leserinnen und Leser,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Sommer ist nun auch in Wandsbek angekommen und beschert uns zumeist sonnige Tage und warmes Wetter. Dies stellt für viele von uns vermutlich eine willkommene Abwechslung zu den turbulenten und ungewohnten letzten Wochen und Monaten dar. Und obwohl die derzeitige Situation möglicherweise nicht die gewohnte oder geplante Sommererholung zulässt, sollten wir alle die kommende Zeit als Möglichkeit der Entspannung nutzen.

Auch das Bezirksamt Wandsbek wurde durch das Corona-Virus und die daraus entstandenen Umstände vor zahlreiche Herausforderungen gestellt. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben große Leistungen vollbracht, damit die Funktionsfähigkeit des Bezirksamtes erhalten bleibt. Daher möchte ich Ihnen allen an dieser Stelle herzlich für Ihren Einsatz für Wandsbek danken.

Trotz aller Widrigkeiten konnten wir zahlreiche Projekte bearbeiten und weiter vorantreiben. Beispielsweise wurde die Notwendigkeit einer fortschreitenden Digitalisierung – vor allem im Bereich der öffentlichen Verwaltung – vor dem Hintergrund der Corona-Krise besonders deutlich. Daher wurden zahlreiche mobile Arbeitsplätze geschaffen, ein Livestream für das Verfolgen der Bezirksversammlungssitzungen eingerichtet, viele Dienste für Bürgerinnen und Bürger auf digitale Formate umgestellt. Kurz gesagt: Wir haben weitreichende Anstrengungen unternommen, um wesentliche Fortschritte im Hinblick auf die Digitalisierung zu erreichen und können einen regelrechten Innovationsschub verzeichnen.

Auch die Bürgerschaftswahl im Februar 2020 hat uns im Bezirksamt über eine sehr lange Zeit beschäftigt und hat zu einigen Veränderungen in der Bezirksversammlung geführt. Darüber hinaus haben wir die Gelegenheit bekommen, uns mit dem neuen Revierförster in Volksdorf zu unterhalten, um ihn und sein Arbeitsgebiet vorzustellen. Zu diesen und weiteren Themen möchten wir Ihnen in diesem Newsletter berichten.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen unseres Newsletters und Ihnen und Ihren Familien alles Gute für das restliche Jahr 2020. Genießen Sie die Sommerzeit und bleiben Sie gesund!

Ihr

Thomas Ritzenhoff, Bezirksamtsleiter

Newsletter


Sprechstunden für Bürgerinnen und Bürger

Der Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff hält jeweils zwei Mal jährlich in den Regionen Wandsbek Kern, Rahlstedt, Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne, Alstertal und Walddörfer Bürgersprechstunden ab. Die genauen Termine und Orte werden recht­zeitig unter www.hamburg.de/wandsbek/bezirksamtsleitung/  veröffentlicht.

Corona-bedingt fielen die Bürgersprechstunden im März und April aus. Ersatzweise fand eine telefonische Bürgersprechstunde im Mai statt, eine weitere wird am 14. Juli 2020 folgen.

Zusätzlich bieten auch die Regionalbeauftragten des Bezirksamtes regelmäßig Sprechstunden an. Die Regionalbeauftragten stehen als direkte Ansprechpersonen für die Bürgerinnen und Bürger, Einrichtungen und Institutionen im Bezirksamt Wandsbek zur Verfügung. Natürlich kommen die Regionalbeauftragten auch persönlich regelmäßig in die Regionen und widmen sich den Anliegen vor Ort.

Bei den Wandsbeker Regionalbeauftragten gab es Veränderungen: Seit Januar ist Raissa Heimann die Regionalbeauftragte für die Walddörfer. Die Regionalbeauftragte für Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne Cornelia Jacobi scheidet aus, eine Nachfolge steht noch nicht fest. Die Kontaktdaten der Regionalbeauftragten für eine Terminvereinbarung sind online verfügbar unter www.hamburg.de/wandsbek/regionalbeauftragte/.

Bürgerschaftswahl 2020

Im Februar standen nach monatelanger intensiver Vorbereitung die Wahlen zur Hamburgischen Bürgerschaft an. Auch bei dieser Wahl war eine gestiegene Anzahl an Briefwahlanträgen zu verzeichnen, die sich vor allem aus der Möglichkeit der Onlinebeantragung begründet. Aus den Erfahrungen der Europa- und Bezirksversammlungswahlen 2019 wurde bereits im Vorfeld Personal aufgestockt, sodass die Vielzahl an Briefwahlanträgen dennoch sehr gut zu bewältigen war. Dieser Trend machte sich in der Wahlbeteiligung bemerkbar: Im Bezirk Wandsbek stieg die Wahlbeteiligung von 57,5% im Jahr 2015 auf 62,3% in diesem Jahr. Insgesamt haben damit ca. 15.500 Wandsbekerinnen und Wandsbeker mehr ihre Stimmen abgegeben als vor fünf Jahren.

Am Wahlsonntag und Montag öffneten insbesondere viele Schulen ihre Türen, um Raum für 301 Wahllokale zu bieten. In den gemieteten Räumen im Bürogebäude Am Stadtrand wurden außerdem 145 Briefwahllokale eingerichtet.

Unser herzlicher Dank geht an insgesamt mehr als 3.500 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in den Wahlvorständen am Wahltag und bei der Auszählung der Stimmen! Darüber hinaus geht ein besonderer Dank auch an über 70 Kolleginnen und Kollegen aus dem Bezirksamt, die in unterschiedlichen Funktionen im Organisationsteam dabei waren. Ohne Sie alle ist das Gelingen eines so großen Projekts nicht möglich! 

Verabschiedung Bezirksversammlungsvorsitzender Pape

Peter Pape - Bezirksversammlung Wandsbek Peter Pape

Der langjährige Vorsitzende der Bezirksversammlung, Peter Pape, wurde im Juni feierlich verabschiedet. Er ist seit 2011 Mitglied der Bezirksversammlung und hatte von 2014 an den Vorsitz inne. Herr Pape wird weiterhin Mitglied der Bezirksversammlung bleiben. Der Nachfolger von Herrn Pape ist André Schneider, der mit großer Mehrheit gewählt wurde. Das neue Präsidium besteht nun aus Herrn Schneider als Vorsitzenden, der ebenfalls neu gewählten Katja Rosenbohm als stellvertretende Vorsitzende und Philip Buse als zweiten Stellvertreter.

Neue Bürgerschaft - neue Mitglieder der Bezirksversammlung

Durch die Bürgerschaftswahl im Februar haben sich einige Veränderungen in der Wandsbeker Bezirksversammlung ergeben. Mehrere Mitglieder haben ihr Bezirksversammlungsmandat niedergelegt und sind in die Bürgerschaft eingezogen, wodurch neue Mitglieder in die Bezirksversammlung nachgerückt sind.

Aus der SPD-Fraktion sind drei Bezirksversammlungsmitglieder in die Bürgerschaft eingezogen, sodass drei neue Mitglieder in die Bezirksversammlung eintreten. Für die Fraktion der Grünen hat es für fünf Mitglieder einen Wechsel gegeben, für die CDU-Fraktion sind zwei Mitglieder in die Bürgerschaft eingezogen und somit zwei neue Mitglieder zur Bezirksversammlung hinzugekommen. Aus der AfD-Fraktion sind zwei Bezirksversammlungsmitglieder in die Bürgerschaft eingezogen.

Wir begrüßen herzlich die neuen Mitglieder der Bezirksversammlung und wünschen den ausgeschiedenen Mitgliedern und neuen Bürgerschaftsabgeordneten alles Gute für die Zukunft.

Wandsbek dankt allen Corona-Helferinnen und Helfern!

Wie fast überall hat das Corona-Virus auch den Alltag des Bezirksamtes verändert. Zwar waren die Dienststellen dauerhaft geöffnet, der Publikumsverkehr wurde jedoch auf absolute Notfälle beschränkt. Die Dienstleistungen des Bezirksamts wurden nach Möglichkeit digital bearbeitet. Zudem wurden erweiterte Hygienekonzepte geschrieben und Abstands- und Hygienemaßnahmen umgesetzt – eine besondere Herausforderung für alle Fachbereiche!

Der Bereich Infektionsschutz des Gesundheitsamtes wuchs von etwa neun Mitarbeitenden innerhalb weniger Wochen auf über 100 Mitarbeitende auf. Die personelle Verstärkung bestand aus Abordnungen aus anderen Behörden, Neueinstellungen insbesondere von Medizinstudierenden und Mitarbeitenden des Bezirksamtes. Kurzfristig entstanden in Sitzungsräumen neue Arbeitsplätze: Telefone, Headsets und Computer wurden innerhalb kürzester Zeit herbeigeschafft und installiert. Die Aufgaben des Gesundheitsamtes in Bezug auf das Corona-Virus sind unter anderem die Anordnung, Kontrollieren und Aufhebung von Quarantänen, Nachverfolgung von Kontaktpersonen, Dokumentation von Infektionsketten und -geschehen und die Prüfung von Hygienekonzepten.

Besonders gefragt war unter anderem der Telefonische HamburgService. Der HamburgService hat über 60 Servicerufnummern angeschlossen, unter anderem die Behördenhotline 040 115 und Kooperationspartner wie Kiel, Lübeck, LBV und Kasse.Hamburg. Seit Anfang März betreibt der Telefonische HamburgService die Corona-Hotline der Stadt Hamburg, die durchgehend an sieben Wochentagen 24 Stunden erreichbar ist. Zusätzlich sind spezielle Hotlines für Seniorinnen und Senioren sowie für Hilfen der hamburgischen Investitions- und Förderbank eingerichtet worden. Darüber hinaus ist das Fachamt Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt (mit Unterstützung aus dem gesamten Dezernat D4) mit der Umsetzung und Kontrolle der Rechtsverordnungen sowie der Bearbeitung von Fragen und Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern und Unternehmen besonders gefordert.

Ob durch zusätzliche Kinderbetreuung, Home Office, Zusatzaufgaben, Überstunden, Abstandsregelungen, Kontaktbeschränkungen, Einkaufen für Personen aus Risikogruppen, digitale Besprechungen und Telefonkonferenzen - die Änderungen im (Arbeits-)Alltag waren für jeden spürbar und oft auch eine zusätzliche Belastung. Dafür möchten wir uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen Wandsbekerinnen und Wandsbekern sehr herzlich bedanken! Ohne diese Solidarität und Vorsichtsmaßnahmen wäre die Eindämmung des Corona-Virus in Wandsbek nicht gelungen.

Internetauftritt Wandsbek

Der Internetauftritt des Bezirksamtes wird derzeit umfassend aktualisiert. Unter anderem wurde bereits die Startseite (www.hamburg.de/wandsbek) auf ein responsives Design umgestellt, das heißt dass auf diese nun bequem von mobilen Endgeräten zugegriffen werden kann. Auch das Angebot der Seiten in Leichter Sprache wurde ergänzt. Darüber hinaus wurden einige Fachamtsseiten überarbeitet, andere befinden sich noch in der Aktualisierung oder im Aufbau. Auch in den kommenden Monaten wird es auf dem Internetauftritt viel zu entdecken geben!

Neues RISE-Gebiet für Wandsbek

Anfang Juni 2020 wurde das Gebiet Tegelsbarg/Müssenredder als neues Fördergebiet im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) festgelegt. Als erste Maßnahme soll das Haus der Jugend Tegelsbarg saniert, umgebaut und erweitert werden. Außerdem wird die Aufwertung der westlichen Parkanlage vorbereitet. Die Nutzerinnen und Nutzer werden in die Planung der jeweiligen Gebiete einbezogen und am weiteren Verfahren beteiligt.

Im Zuge der RISE-Maßnahmen sollen außerdem die öffentlichen Grün- und Freiflächen sowie das Wohnumfeld attraktiver gestaltet und die soziale Infrastruktur bedarfsgerecht angepasst werden. Unter anderem soll der Norbert-Schmid-Platz attraktiver werden. Weiterhin wird empfohlen, die Schaffung einer neuen Wegeverbindung zwischen dem Siedlungsbestand und der Neubebauung Rehagen/Butterbauernstieg und eine Qualifizierung der bestehenden Wegeverbindungen im Quartier zu prüfen. Der Park und die öffentlichen Freiräume sollen aufgewertet werden.  Grün- und freiraumbezogene Angebote für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Kinder und Jugendliche werden ebenfalls betrachtet. Diese Aspekte werden im nun folgenden Integrierten Entwicklungskonzept (IEK) weiter konkretisiert und mit Maßnahmen bzw. Projekten gefüllt. Das IEK wird im nächsten Jahr unter Beteiligung und Mitwirkung der Bewohnerinnen und Bewohner und Aktiven vor Ort erstellt. Mit dem Starterprojekt – einer frühzeitigen Bürgerbeteiligung – sollen Anregungen, Ideen und Bedarfe aufgenommen werden, die im weiteren Verlauf bei der Aufwertung der Parkanlage berücksichtigt werden können. Gegebenenfalls werden auch kleinere, temporäre Maßnahmen umgesetzt. Diese Bürgerbeteiligung wird derzeit vorbereit und soll noch in diesem Jahr starten.

Die Pressemitteilung finden Sie unter: https://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/13945826/2020-06-03-bsw-rise-gebiete/

Richtiges Verhalten in Naturschutzgebieten

Das sommerliche Wetter verleitet dazu, die Zeit im Grünen zu verbringen. Auch Naturschutzgebiete sind derzeit sehr gut besucht, in denen besondere Verhaltensregeln gelten, die dem Schutz der Tiere und Pflanzen in diesen Gebieten dienen und daher unbedingt zu beachten sind. Von wesentlicher Bedeutung ist dabei stets, auf den offiziellen Wegen zu bleiben und ausreichend Abstand zu halten – sowohl zu anderen Besucherinnen und Besuchern als auch zu den Tieren und Pflanzen.

Naturschutzgebiete stehen unter besonders strengem Schutz, da dort sehr seltene und sogar vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensraum haben. Insbesondere in Anbetracht des massiven Artensterbens der heutigen Zeit sind alle Besucherinnen und Besucher angehalten, einen Beitrag zum Erhalt dieser Arten zu leisten. Jegliche Störungen sind zu vermeiden, um die Tiere nicht zu vertreiben und ihnen ein sicheres Leben zu ermöglichen. Von Beschädigungen des Bodens, beispielsweise durch Trampelpfade oder das Anlegen von „Spielflächen“, ist abzusehen, da hierdurch seltene Pflanzen zertreten oder deren Lebensgrundlage zerstört werden, sodass sie langfristig verschwinden. Weiterhin möchten wir darauf hinweisen, dass Hunde angeleint sein müssen.

Wenn alle die Natur rücksichtsvoll genießen und bestehende Regeln beachten, kann die Lebensqualität für die Tier- und Pflanzenwelt im Ballungsraum Hamburg gefördert, geschützt und erhalten werden.

Digitalisierungsbeauftragte in Wandsbek

Seit dem 1. April 2020 sind unsere neu geschaffenen Stellen Digitalisierungsbeauftragte besetzt. Was genau Digitalisierungsbeauftragte machen und welche Bedeutung dies für unsere Arbeit in Wandsbek hat, hat die Pressestelle in einem Interview gefragt:

Wer sind die zwei Frauen hinter der Digitalisierung in Wandsbek?

Wandsbek hat sich für ein Führungs-Tandem entschieden. Martina Seeger und Julia Oertel sind die neuen Digitalisierungsbeauftragten.

Mein Name ist Martina Seeger und ich arbeite seit 1986 im Bezirksamt Wandsbek. Das Bezirksamt war  meine Stammbehörde während der Ausbildung. Ich habe mich zwar gelegentlich für andere Stellen interessiert, letztlich bin ich aber doch immer geblieben. 15 interessante Jahre habe ich im Sozialamt des Ortsamtes Bramfeld verbracht. Dort habe ich prägende  Erfahrungen im Umgang mit Publikumsverkehr und in der Leitung verschiedener Abteilungen auf der mittleren und gehobenen Führungsebene gesammelt. Seit weiteren 15 Jahren arbeite ich im Fachamt Ressourcensteuerung in den Abschnitten Organisation und zuletzt Organisationsentwicklung. Durch die Betreuung des Federführungsbereichs Jugendamt habe ich viele inner- und überbezirkliche Kontakte geknüpft. Im Laufe der Jahre habe ich etliche Projekte und Organisationsveränderungen begleitet und dabei Verständnis für die verschiedensten Sichtweisen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Umgang mit Veränderungsprozessen entwickelt. Durch meine neue Aufgabe stecke auch ich mittendrin. Ich freue mich, mit Ihnen gemeinsam und unter Berücksichtigung Ihrer Bedürfnisse die Digitalisierung in Wandsbek positiv voran zu bringen.

Mein Name ist Julia Oertel und ich bin ganz neu in der Welt der Bezirksverwaltung. Bereits während meines Studiums habe ich mich mit einem eigenen kleinen Laden zur Unterstützung von Jung-Designerinnen und Jung-Designern im Einrichtungsbereich selbständig gemacht. Von dort aus ging es weiter in den Coworking Space betahaus Hamburg, das ich als Geschäftsführerin durch stürmische Zeiten begleitet habe. Das betahaus Hamburg als Coworking Space vermietet Arbeitsplätze für Existenzgründer, vernetzt sie untereinander und bietet auf den eigenen Veranstaltungsflächen Kunden, wie unter anderem seit 2018 das ZAF, die Möglichkeit, Erfahrungen mit den neuen Arbeitswelten zu sammeln. In meiner Funktion war ich sowohl für die Zahlen als auch die Entwicklung der Organisation und Strategie verantwortlich. Besonders spannend waren für mich die Erfahrungen als Führungskraft mit einem Team, das nicht an einem Ort und an sehr unterschiedlichen Themen arbeitet. In dieser Rolle führte ich insbesondere mit agilen Methoden und verstand mich als Coach und Begleiterin meiner Mitarbeitenden. Auf den Arbeitgeber FHH bin ich zufällig durch das ZAF gestoßen, als dieses sich mit dem denkRaum, im betahaus als eigenen Workshop-Raum einmietete. Als ich dann zwischen Weihnachten und Neujahr 2019 die Stelle der Digitalisierungsbeauftragten der Bezirksämter gesehen habe, kam dies genau zum richtigen Zeitpunkt und ich habe mich sofort beworben. Ich freue mich, nun in der Bezirksverwaltung zu arbeiten, die Vielfalt der Verwaltung zu erleben und diese auf ihrem Weg der Digitalisierung zu unterstützen.

Was machen eigentlich die Digitalisierungsbeauftragten? Und wer sind diese RSx?

Ganz platt gesagt sind wir dafür verantwortlich, die Digitalstrategie der Bezirksämter in unserem Bezirksamt Wandsbek umzusetzen. Die Digitalstrategie wurde 2019 unter Beteiligung von über 200 Mitarbeitenden erarbeitet, die sich aus allen Bezirksämtern, fachamts- und hierarchieübergreifend engagierten. Diesen Kolleginnen und Kollegen gilt unser besonderer Dank!

Von daher stellt auch die Strategie mit ihrer Vision Gemeinsam.Menschlich.Digital die Menschen – also die Mitarbeitenden und Bürgerinnen und Bürger – in den Mittelpunkt. Diesen Anspruch auch mit Leben zu füllen, ist unsere Aufgabe. Zusammen mit Ihnen wollen wir Maßnahmen entwickeln und begleiten, wo digitale Techniken unser aller Arbeitsalltag erleichtern können. Wir, insbesondere Martina, wissen um den Frust, den Ihnen insbesondere neue Fachverfahren in der Vergangenheit beschert haben. Und mit dem Onlinezugangsgesetzes (OZG) kommen bis 2022 noch weitere Herausforderungen auf uns zu. Gerade durch unseren überbezirklichen Zusammenschluss wollen wir eine bestmögliche Umsetzung im Bezirksamt erreichen und dabei das tägliche Leben der Bezirksverwaltung an die Fachbehörden und OZG-Verantwortlichen übermitteln.

Aber dieser Aspekt ist nur die eine Seite der Medaille. Ebenso wichtig – und vor allem für uns als Digitalisierungsbeauftragte im Fokus – ist der Kulturwandel, auch oft als digitale Transformation bezeichnet. Viele von uns haben in der Corona-Zeit erlebt, dass der Laptop allein nicht reicht, sondern dass Führungskräfte Wege finden müssen, wie sie ihre Mitarbeitenden auf Distanz, verteilt an mehreren Orten, führen. Und wir mussten Wege finden, wie wir weiterhin mit unseren Kolleginnen und Kollegen im Austausch bleiben, wenn der zufällige Plausch am Türrahmen entfällt. Daneben bedarf es einer Kultur die zum hierarchieübergreifenden Austauschen und Arbeiten einlädt. Eine Kultur, in der wir wissen, dass wir durch unsere Erfolge, aber noch viel mehr durch unsere Fehler gemeinsam lernen.

RSx ist der Arbeitstitel für alle Digitalisierungsbeauftragten der Bezirksämter. Mit dem kleinen x haben wir versucht, in allen sieben Bezirksämtern zumindest in der Bezeichnung der Abteilung eine Gemeinsamkeit zu finden. Die Aufgabenzuschnitte und Abteilungszugehörigkeiten sind in jedem Bezirksamt nach wie vor unterschiedlich. Die überbezirkliche Zusammenarbeit der Digitalisierungsbeauftragten dient dem Erfahrungsaustausch und der gemeinsame Umsetzung von Vorhaben.

Und zu guter Letzt! Was wir nicht können: Technikfragen beantworten und Laptops austauschen zum Beispiel. Das machen weiterhin die Ihnen bekannten Expertinnen und Experten.

Was bedeutet das für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?

Im ersten Schritt beginnen wir mit einer Bestandsaufnahme. Gerade läuft dazu eine Umfrage, welche Ihre Erfahrungen während der Corona-Zeit erfragt. Wir wollen darüber hinaus alle Fachämter besuchen und hören, wo genau der Schuh drückt und dabei auch nach Wünschen und Vorstellungen fragen. Aus unseren Gesprächen erarbeiten wir dann einen Fahrplan, wo und wie wir anfangen können. Bei dem Wie haben wir immer die unterschiedlichen Ebenen der Digitalisierung im Blick: die Prozesse und Strukturen sowie die Kultur. Kleinere Vorhaben – wie zum Beispiel die Fortsetzung und den Ausbau unseres Formates „Wandsbek will´s wissen“ – gehen wir parallel dazu direkt an.

Digitale Ausstellung

In Zeiten von Kontaktbeschränkungen, Home Office und zunehmender Digitalisierung möchte das Bezirksamt Wandsbek seine monatlich wechselnden Ausstellungen auch digital für ein breiteres Publikum zugänglich machen. Im April und Mai fanden die Ausstellungen ausschließlich digital auf dem Internetauftritt www.hamburg.de/wandsbek statt und wurden gut „besucht“. Aufgrund der positiven Resonanz möchten wir Wandsbeker Künstlerinnen und Künstlern weiterhin die Möglichkeit anbieten, neben ihrer physischen Ausstellung auf der Ausstellungsfläche, ihre jeweilige Ausstellung parallel auch digital auf der Wandsbeker Internetseite auszustellen. Schauen Sie gerne auf www.hamburg.de/wandsbek vorbei, um die aktuellsten Ausstellungen mitzuerleben!

Entschlammung Greifenbergpark

Von Mitte Januar bis Mitte Februar 2020 wurden fast 1.000 Kubikmeter Schlamm aus dem Greifenberg-Teich, der sogenannten Lehmkuhle, gebaggert. Die Entnahme von Schlamm und Unrat aus dem Teich war notwendig, um das Gewässer für Flora und Fauna ökologisch zu verbessern sowie für die Parkbesucherinnen und Parkbesucher aufzuwerten.

An der Nordostseite des Gewässers gibt es jetzt zudem zwei neue Sitzbänke mit Blick auf den Greifenberg-Teich. Die Zugänglichkeit der Uferbereiche im Süden und Westen wurde aus Gründen des Naturschutzes erschwert, um hier ungestörte Bereiche für die Tier- und Pflanzenwelt zu schaffen. Trotz der Lage inmitten dichter Wohnbebauung dient die Lehmkuhle als Lebensraum für selten gewordene Arten, wie die Gelbe Schwertlilie, die Stockente, die Graugans und das Blässhuhn.

Letter of Intent unterschrieben für den Verwaltungsneubau

Der Bau des neuen Büro- und Verwaltungsgebäudes auf der Wandsbeker Zollinsel wurde im vergangenen halben Jahr maßgeblich vorangetrieben. Der Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff und die Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH, Martin Görge und Jan Zunke, unterzeichneten im Beisein des damals noch für die Bezirke zuständigen Senators Dr. Andreas Dressel den Letter of Intent, mittels dessen die beidseitige Absicht erklärt wird, den Verwaltungsneubau zu realisieren.

Im Vorfeld der Umsetzung des Projektes wird ein hochbaulicher Realisierungswettbewerb mit freiraumplanerischem Anteil durchgeführt. Im Rahmen dessen wurden sowohl ein Preisrichtervorgespräch als auch ein Rückfragenkolloquium bereits durchgeführt.

Die Flächen, auf denen der Neubau geplant ist, befinden sich in städtischem Eigentum und sind bislang durch die Nutzung als Parkraum geprägt. Der Verwaltungsneubau soll als bürgerfreundliches, energetisch verbessertes und barrierefreies Gebäude eine moderne Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger des Bezirks, insbesondere für die Kundinnen und Kunden der Fachämter Eingliederungshilfe und Grundsicherung und Soziales darstellen. Die Leitung des Projektes Verwaltungsneubau hat Marcel Mohr übernommen.

Personalien

Zum 30. Juni 2020 hat uns der langjährige Dezernent für Steuerung und Service Frank Schwippert verlassen und nimmt ab dem 1. Juli 2020 seine neuen Aufgaben im Zentrum für Personaldienste wahr.

Frank Schwippert, Dezernent für Steuerung und Service sowie stellvertretender Bezirksamtsleiter von Wandsbek Frank Schwippert, Dezernent für Steuerung und Service

Nach mehr als 10 Jahren als Dezernent für Steuerung und Service sowie als stellvertretender Bezirksamtsleiter wollen wir an dieser Stelle gern ein paar Highlights aufzählen:

Frank Schwippert startete im April 2010 im Bezirksamt Wandsbek als Nachfolger von Heike Heuer unter der Leitung von Cornelia Schroeder-Piller.

Spätestens im Frühjahr 2011 wurde es dann aufregend. Da eine Neuwahl der Bürgerschaft anstand, hatte Herr Schwippert als Bezirkswahlleiter seine erste Wahl in Verantwortung durchzuführen und hat damit sicherlich eine der aufwändigsten und spannendsten Wahlen der Hamburger Wahlgeschichte erleben und mitgestalten dürfen. Eine Wahl, die ihm immer präsent bleiben wird und auf die er immer wieder Bezug nehmen sollte.

Ein Ergebnis dieser Wahl war dann auch der sich ergebende Wechsel in seinem direkten Umfeld, denn mit Thomas Ritzenhoff wurde ein neuer Bezirksamtsleiter gewählt. Dies bedeutete in der Übergangsphase eine Phase der Vertretung in der Amtsleitung und natürlich Unterstützung bei der Einarbeitung der neuen Amtsleitung.

Personell sollte diese Konstellation in der Bezirksamtsleitung dann bis zum Sommer 2020 Bestand haben. Neben sechs weiteren Wahlen in den Jahren 2013, 2014, 2015, 2017, 2019 und 2020 gab es auch insgesamt 13 Bürgerbegehren zu begleiten. Einige der Themen der Bürgerbegehren spiegeln auch maßgebliche Entwicklungen im Bezirk wider, die Herr Schwippert in seiner Zeit mit bewegt hat: unter anderem die Schließung des Kundenzentrums in den Walddörfern und des Sozialen Dienstleistungszentrums in Bramfeld, Entwicklungen rund um die Thematik des Wohnungsbaus sowie planerische Entwicklungen in Steilshoop und Rahlstedt. Nicht fehlen durfte natürlich auch eines der großen Themen des letzten Jahrzehnts: die Debatten um die Unterbringung und Integration der Flüchtlinge in Hamburg und unserem Bezirk, die nicht nur Bürgerbegehren auslösten sondern für uns als Bezirksamt z.B. zahlreiche Informationsveranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger bedeuteten.

Neben diesen Themen hat Herr Schwippert viele größere und kleinere Themen und Entwicklungen begleitet. Hervorzuheben sind hier sicherlich Projekte, wie z.B. die Einführung des neuen Haushaltswesens, die ASD-Personalbemessung oder der geplante Verwaltungsneubau auf der Wandsbeker Zollinsel. Aber auch im Tagesgeschäft hat es wichtige Entwicklungen gegeben, z.B. die Verbesserung der Aufstellung des Regionalen Katastrophendienststabs mit einigen größeren und kleineren Übungen und zwei zu bewältigenden Bombenfunden, die er als Stabsleiter begleitet hat.

Nicht unerwähnt bleiben sollten auch längere Vertretungszeiten der Bezirksamtsleitung und des D3-Dezernenten. Zudem war Herr Schwippert stets bei Abwesenheiten von Fachamtsleitungen seines Dezernats immer eng dran an den betroffenen Bereichen und hat hier die Vertretenden auch „von oben“ unterstützt. Ebenso wie er sich für die Wandsbeker Interessen auch gegenüber den Fachbehörden immer im Sinne des Hauses „geschlagen“ hat.

Lieber Herr Schwippert, lieber Frank, wir wünschen Ihnen/Dir alles Gute für die Zukunft! Vielen Dank für Ihre/Deine Leistungen und das Herzblut, dass Sie/Du in unser Bezirksamt investiert hast!

Neuer Förster in Volksdorf

„Schutz, Erhalt und Weiterentwicklung“: Das sind die Ziele unseres neuen Revierförsters in Volksdorf. Seit dem 01.05.2020 ist er im Amt. Wer er eigentlich ist, was ein Förster macht und wann ein Wald ein guter Wald ist, hat die Pressestelle in einem Interview gefragt:

Revierförster Alexander Knöttgen vor dem Forsthaus Volksdorf Alexander Knöttgen

Wer ist der neue Revierförster in Volksdorf?

Ich heiße Alexander Knöttgen und bin 30 Jahre alt. Geboren und aufgewachsen bin ich in Itzehoe und Büsum im schönen Schleswig-Holstein. Dort machte ich dann zuerst eine Ausbildung als Dachdecker und besuchte anschließend die Meisterschule in Lübeck. Mit 24 Jahren startete ich dann in einen neuen Lebensabschnitt und begann ein Bachelor-Studium der Forstwirtschaft in Göttingen. Danach absolvierte ich meinen Vorbereitungsdienst im Harz und wurde anschließend Revierförster in Hildesheim.

Offiziell bin ich seit dem 1. Mai 2020 als Revierförster in Volksdorf tätig. Zurückgekehrt nach Norddeutschland bin ich, da ganz besonders die hamburgischen Walddörfer meine Wunsch- und Wahlheimat sind. 

Was macht ein hamburgischer Förster?

Vorrangig und allgemein: Schutz, Erhalt und die dem Klimawandel und den Standorten angepasste Weiterentwicklung der Wälder. Dazu gehört unter anderem die Überwachung der Einhaltung des Bundes- und hamburgischen Landeswaldgesetzes, ebenso wie Kontrollen im Wald, Naturschutzdienst, die Umsetzung der waldbaulichen Vorgaben und die Verbesserung des Waldgefüges.

Als Förster ist man aber auch Dienstleister für Bürgerinnen und Bürger: Ich beantworte Anfragen und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger, organisiere und gebe Motorsägenkurse, veranstalte Waldführungen für Schulen und Kitas, nehme an politischen Gremien und an öffentlichen Planungen in und am Walde teil. Zum Aufgabengebiet einer Försterei gehört der ökologisch verträgliche Forstschutz, das heißt der Schutz vor Käfern, Pilzen und Klimaereignissen. Die Bereitstellung von volkswirtschaftlich hochwertigem Wertholz bis hin zu Brennholz sowie die Veräußerung von forstlichen Erzeugnissen (Weihnachtsbäume und sonstige weiter verarbeitete Holzprodukte) gehören ebenfalls zu meinem Aufgabenspektrum.

Da ich als Förster in Volksdorf nicht alleine tätig bin, manage ich den Einsatz des forstlichen Fachpersonals (Forstwirtschaftsmeister, Waldpädagoge, Forstwirte) sowie aller vorhandenen Forstmaschinen (Forstspezialschlepper, Hubsteiger etc.).

Letztlich gehört auch die hoheitliche Jagd auf den Eigentumsflächen der Freien und Hansestadt Hamburg zu meinem Aufgabengebiet.

Was ist die Revierförsterei Volksdorf?

Die Revierförsterei Volksdorf umfasst 89 Waldparzellen. Insgesamt gehören 650 Hektar reine Holzbodenfläche, 468 Hektar zusätzlicher Flächen in Naturschutzgebieten, die durch die Försterei gemeinsam mit dem Naturschutzamt betreut werden, zu meinem Revier. Dazu zählen die bekannteren Revierteile wie der Volksdorfer Wald, das Naturschutzgebiet Hainesch Iland, der Berner Wald, Wehlbrook, Hegen, der Wald in Wulfsdorf und das Naturschutzgebiet Höltigbaum.

Der Volksdorfer Wald ist dabei das größte zusammenhängende Waldgebiet mit circa 100 Hektar. Die Försterei Volksdorf ist eine der ältesten Waldflächen in Hamburg, sie hat in den 1980er Jahren erheblich durch Neuwaldbildung an Flächen gewonnen.

Mit rund 90 Prozent ist ein sehr hoher Laubholzanteil vertreten. Das Gebiet ist eines der am meisten besuchten Reviere.

Besonders freut mich, dass wir höchst wertvolle und erhaltungswürdige Altholzinseln in unserem Gebiet haben. Diese dienen als Lebensraum für viele zum Teil seltene und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Was ist ein guter Wald?

Ganz allgemein ist der Wald eine Lebensgemeinschaft aus Pflanzen und Tieren, in der die Bäume die oberste Schicht bilden. Ein guter Wald zeichnet sich durch eine vitale und plastische Struktur- und Artenvielfalt aus. Hier in Hamburg dient der Wald dem Menschen vorrangig als Erholungsraum.

Weitere Waldfunktionen sind der Naturschutz, der Bodenschutz, der Erosionsschutz, der Lärm- und Immissionsschutz sowie die CO²- und Wasserspeicherung. Der Wald der Zukunft muss in der Lage sein, extreme klimatische Veränderungen zu ertragen.

Er ist stufig aufgebaut, auf ihm stocken unterschiedliche Baumarten in allen Altersklassen. Der Wald bietet Lebensraum, Schutz und Nahrung für verschiedenste Tierarten.

Abschließend möchte ich hervorheben, dass die Waldflächen in der Försterei Volksdorf genau diese Kriterien, die an einen guten Wald gestellt werden, erfüllen. Es ist ein Genuss den Wald zu durchstreifen und ich lade Sie herzlich dazu ein, diese zauberhafte Atmosphäre genauso zu erleben. Wir sollten unseren Wald stets mit viel Bedacht achten.

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