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Newsletter - Dezember 2022 Neuigkeiten aus dem Bezirksamt Wandsbek

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"Frohe Festtage!"

Sie finden hier einen Newsletter mit Neuigkeiten aus dem Bezirksamt Wandsbek.

Neuigkeiten aus dem Bezirksamt Wandsbek

Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff Thomas Ritzenhoff Bezirksamtsleiter

Liebe Wandsbekerinnen und Wandsbeker, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Leserinnen und Leser,

ein weiteres Jahr geht zu Ende und während ich 2021 schon eine Vielzahl von Projekten und Herausforderungen benannte, so hat sich 2022 zum Ziel genommen, diese noch zu übertreffen. Die allgegenwärtigen Themen kennen Sie aus den Nachrichten. Inwiefern ein Bezirksamt zur Bewältigung dieser unmittelbar beitragen kann, kann sicherlich diskutiert werden. Allerdings verfügen wir in Wandsbek glücklicherweise über eine Vielzahl von engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung und zudem über interessierte Bürgerinnen und Bürger, welche sich mit viel Engagement den Herausforderungen stellen.

Mit Stolz schaue ich beispielsweise auf den Eichtalpark, welcher sich mit einem sehr zentralen Thema unserer Zeit auseinandersetzt: dem Klimawandel. Dieser Wandsbeker Park wird bis 2024 zu einem Vorbild werden, welches auch über die Grenzen Wandsbeks wirkt und aufzeigen kann, welche Art Park sich in einem veränderten Klima bewähren wird.

Die zahlreichen Bauvorhaben im Bezirk sprechen ebenso für seine Dynamik und eine hochfunktionale und zugehörige Verwaltung. Hier sind viele Planungen vorangeschritten. Das bekannteste Projekt kann ich mit etwas Mühe von meinem Dienstzimmer aus sehen: Wandsbek 85. Aber es gibt auch eine Vielzahl ganz kleiner Vorhaben, die genauso zur Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger beitragen: vom Spielplatz bis zum Haus der Jugend, vom Wandsbeker Gehölz bis zur Flaniermeile in Volksdorf.

Dabei finde ich es großartig, dass der Dialog zwischen Wandsbekerinnen und Wandsbekern auf der einen Seite und der Verwaltung auf der anderen so fruchtbar und konstruktiv verläuft. In Zeiten von Pandemie, Krieg und sozialen Krisen ist das bemerkenswert und mehr als ein guter Hoffnungsschimmer. Dieses Zusammenwirken kann und soll dabei ganz unterschiedliche Formen annehmen: mal ist es die Beteiligung der Jugendlichen und Kinder bei der Gestaltung ihres Hauses der Jugend, mal ist es ein Treibhaus der Ideen mit Blick auf den Klimawandel, mal der überwältigende Rücklauf an Fragebögen zu Verkehrsversuchen wie der Flaniermeile Volksdorf.

Die politischen Entwicklungen gehen natürlich nicht an uns vorbei und wir wissen, dass 2023 wieder mehr auf das Bezirksamt zukommen wird, als eigentlich leistbar ist. In dem Falle gilt vielleicht die alte Fußballweisheit, dass Einstellung wichtiger als Aufstellung ist. Auch wenn nicht jede Leistung mit der richtigen personellen Fülle hinterlegt ist, so werden wir hier in der bewährten Weise verfahren und unser Bestes geben.

Bitte achten Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Wandsbekerinnen und Wandsbeker, auch auf Ihre Gesundheit! Ihnen allen wünsche ich ein gesundes Jahr 2023 und hoffe, dass es weniger von Sorgen als von Optimismus gekennzeichnet ist. Der Lyriker Matthias Claudius, der spitzfindigste, aber auch vielleicht berühmteste Wandsbeker, verband eine Art Romanze“ mit Wandsbek.

Zu einer solchen möchte ich Sie auch in 2023 ermuntern: erfreuen wir uns an den schönen Seiten unseres Bezirks und lassen Sie uns gut zu Wandsbek und auch zu uns sein.

Ihr

Thomas Ritzenhoff, Bezirksamtsleiter

Newsletter


Bürgersprechstunden

Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff wird seine regelmäßigen Bürgersprechstunden auch im Jahr 2023 fortsetzen. Einmal monatlich haben alle Wandsbekerinnen und Wandsbeker die Gelegenheit, ihre Anliegen persönlich und ohne Voranmeldung mit ihm zu besprechen.

Die Sprechstunden finden in der Regel von 16 bis 18 Uhr vor den Sitzungen des jeweiligen Regionalausschusses statt. Auch die Regionalbeauftragten des Bezirksamtes bieten regelmäßig Sprechstunden an. Zusätzlich werden 2023 telefonische Bürgersprechstunden unter der Telefonnummer 040 42881-3000 angeboten.

Die Termine und Änderungen werden auf www.hamburg.de/wandsbek/bezirksamtsleitung und per Pressemitteilung veröffentlicht.

Die Vor-Ort-Termine in den Regionen sind vorbehaltlich der Entwicklung des Infektionsgeschehens. Alternativ könnten die Termine auch als telefonische Bürgersprechstunde wahrgenommen werden.

Neubesetzungen und Abschiede im Bezirksamt

Auch im zweiten Halbjahr des Jahres 2022 haben sich einige personelle Veränderungen bei uns im Bezirksamt ergeben.

Seit dem 1. September 2022 ist Claudia Petschallies die neue Pressesprecherin des Bezirksamtes Wandsbek. Sie tritt damit die Nachfolge von Jacob Löwenstrom an.
Ebenfalls seit September hat Ralf Spreckelsen die Funktion als Leitung der Geschäftsstelle der Bezirksamtsleitung inne. Er ist als persönlicher Referent der Bezirksamtsleitung in koordinierender Funktion an den Schnittstellen nach innen und außen tätig.

Darüber hinaus hat Ute Bertram die kommissarische Fachamtsleitung des Einwohnerwesens übernommen und ist damit die Nachfolgerin von Martin Wagner.

Im Rahmen der Wahl der Schwerbehindertenvertretung wurde Constanze Vranken zur Vertrauensperson der Schwerbehinderten gewählt. Als stellvertretende Mitglieder wurden Silja Heide-Timm und Dominik Zilian gewählt und stehen als Ansprechpersonen zur Verfügung.

Des Weiteren heißen wir ein bekanntes Gesicht bei uns im Bezirksamt willkommen: Christian Kower ist zurück und hat seinen Dienst als Dezernent des Dezernats Bürgerservice wieder angetreten. Wir bedanken uns bei Katja Manhart, Raissa Kayzer sowie Kathrin Guhl für ihren Einsatz. Sie haben die Leitung des Dezernats in den vergangenen Monaten kommissarisch übernommen.

Den Kolleginnen und Kollegen, die das Bezirksamt verlassen, wünschen wir weiterhin alles Gute, viel privaten und beruflichen Erfolg und natürlich eine gute Gesundheit! Vielen Dank für Ihren Einsatz für das Bezirksamt und den Bezirk Wandsbek.

Den neuen Kolleginnen und Kollegen wünschen wir ein gutes Händchen, viel Freude an und Erfolg bei der Arbeit und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

Umsetzung des 25-Punkte-Plans im Bezirksamt Wandsbek        

Mit einem 25-Punkte-Plan hat der Senat über die Planungen im Hinblick auf Energieeinsparmaßnahmen für die Hamburger Verwaltung informiert. Zahlreiche dieser Maßnahmen finden auch bei uns im Bezirksamt Umsetzung. So wird unter anderem die Raumtemperatur auf 19 Grad Celsius festgelegt, Wasserboiler und -durchlauferhitzer werden ausgeschaltet und damit auf Warmwasser verzichtet. Weiterhin erfolgt eine sukzessive Umstellung auf LED-Beleuchtung.

Bei uns im Bezirksamt Wandsbek wurde außerdem ein Pilotprojekt gestartet: Durch den Austausch der Heizthermostate in der Schloßstraße 60 gehen wir einen wesentlichen Schritt in Richtung der Energiereduzierung. Die neuen Thermostate machen das Energiesparpotenzial von ungeplanten Abwesenheiten oder unregelmäßig genutzten Räumen in der Heizperiode nutzbar, da sie diese Räume erkennen und die Heizkörper selbständig runterregeln. Hier können dann mit geringem Aufwand bis zu 20 Prozent an Energie eingespart werden.

Das Bezirksamt hat gezeigt, dass wir die letzten Jahre mit der Unterstützung aller gut durch diese Zeiten gekommen sind. Mit diesem gemeinschaftlichen Verständnis und Engagement haben wir eine gute Basis und werden auch die kommenden Herausforderungen gemeinsam meistern.

Saseler Markt – vom Parkplatz zu einem Platz mit Aufenthaltsqualität

Der Saseler Markt wurde jahrelang vordergründig als Parkplatzfläche genutzt. Dabei markiert er das historische Zentrum Sasels und viele Bürgerinnen und Bürger wünschten sich mehr Aufenthaltsqualität.

Nach einer zugegebenermaßen langen Planungsphase konnten in diesem Jahr auf dem Saseler Markt zwei Bauabschnitte fertiggestellt und freigegeben werden. Der erste Bauabschnitt vor der Geschäftszeile wurde bereits im Juni 2022 eingeweiht. Seit November ist auch der zweite Bauabschnitt mit der Platzfläche fertiggestellt und zum Parken sowie für den Wochenmarkt freigegeben. Zukünftig soll nur noch auf der westlichen Hälfte des Platzes geparkt werden, die östliche Hälfte wird zur dauerhaft autofreien Aufenthaltsfläche. Der gesamte Saseler Markt erhält dadurch einen neuen Charakter. Die Aufenthaltsfläche ist mit Staudenbeeten mit Sitzelementen eingefasst und zur Hauptverkehrsstraße durch eine Klinkermauer abgegrenzt. In den Staudenbeeten wachsen mittlerweile insektenfreundliche Stauden und Gräser. Außerdem entstehen 87 Parkstände, 81 Fahrradbügel, sechs Abstellmöglichkeiten für Lastenräder sowie eine StadtRAD-Station für 16 Leihräder.
Im dritten Bauabschnitt werden der westliche Bereich der Promenade, die Straße Saseler Markt zwischen Dweerblöcken und Kunaustraße sowie die Kunaustraße westlich der Post neugestaltet. Die Gesamtmaßnahme wird voraussichtlich im Frühjahr 2023 fertiggestellt sein.

Neue Regionalbeauftragte für Rahlstedt und die Walddörfer    

Morlin Schmerfeld, Regionalbeauftragte für Rahlstedt und die Walddörfer Morlin Schmerfeld, Regionalbeauftragte für Rahlstedt und die Walddörfer

Für die Regionen Rahlstedt und die Walddörfer steht seit Oktober 2022 Morlin Schmerfeld als neue Regionalbeauftragte und damit als Ansprechpartnerin den Bürgerinnen und Bürger, Einrichtungen und Institutionen in Wandsbek zur Verfügung. Sie tritt die offizielle Nachfolge für Raissa Kayzer an, die bis April die Regionalbeauftragte für die Walddörfer war. Die stellvertretende Betreuung der Region Walddörfer wurde vorübergehend von Steven Sven Leonhard übernommen.

Frau Schmerfeld ist seit 2020 als Juristin für die Freie und Hansestadt Hamburg tätig. Sie war zuvor schon einmal im Wandsbeker Rechtsamt tätig, hat dann Zwischenstopps in der Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke und in der Senatskanzlei sowie im Hanse-Office in Brüssel eingelegt, um anschließend den Bezirk mit neuen Einblicken und Erfahrungen weiter voranzubringen.

Flaniermeile Volksdorf - Durchführung und Evaluation

Flaniermeile Volksdorf - Tische und Stühle laden zum Verweilen ein Flaniermeile Volksdorf - Tische und Stühle laden zum Verweilen ein

In der achtwöchigen Pilotphase „Flaniermeile Volksdorf“ wurde unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern getestet, wie eine Umgestaltung des Straßenraums (an Teilen der Claus-Ferck-Straße sowie der Straße Im Alten Dorfe) die Aufenthaltsqualität erhöhen und ansässige Unternehmen weiter stärken kann. Dies sollte unter anderem durch zusätzliche Begrünung, Sitzgelegenheiten, Außengastronomie, Fahrabstellmöglichkeiten, eine Sandkiste, Platz für Nutzungen/Veranstaltungen/Aktionen durch Bürgerinnen und Bürger sowie die Verfügbarkeit von MOIA in Volksdorf gewährleistet werden. Die Nachnutzung nahezu aller Elemente und Pflanzen erfolgt durch den Botanischen Sondergarten und den Bauhof Wandsbek.

Im Anschluss an die Umsetzung wurde der Ursprungszustand der Straßenzüge wiederhergestellt und ein Evaluationsprozess eingeleitet. Im Zuge dessen wurden Befragungen der Nutzerinnen und Nutzer durchgeführt und Workshops mit Gewerbetreibenden sowie Einrichtungen und Initiativen aus Volksdorf abgehalten. Im Vergleich zur Grundlagenermittlung und frühzeitigen Beteiligung im Zwischenbericht (2020) konnte eine deutliche Zunahme bei der Beteiligung an der Evaluations-Befragung erzielt werden. Nicht zuletzt wurden auch die Verkehre, also Fuß-, Rad- und Autoverkehr, an vier Tagen während des Probezeitraums erhoben.

Die Vorstellung der Ergebnisse erfolgte im Rahmen einer öffentlichen Präsentationsveranstaltung im Dezember 2022. Das Meinungsbild ist insgesamt gespalten. So gibt es sowohl Befürworterinnen und Befürworter einer dauerhaften Umgestaltung zur Flaniermeile als auch Gegnerinnen und Gegner. Vielen anderen ging die Umgestaltung der Straßenzüge hingegen nicht weit genug.

Die Flaniermeile Volksdorf führte zu einem intensiven Dialog über die zukünftige Gestaltung des Volksdorfer Ortskerns, der 2023 politisch weitergeführt wird.

Sanierung Försterhaus Bramfeld – Neues kulturelles Zentrum im Herzen Bramfelds

Schlüsselübergabe Försterhaus am 1. August 2022 - Gruppenfoto mit Bezirkssenatorin Katharina Fegebank, Finanzsenator Dr. Andreas Dressel, Wandsbeks Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff und anderen Schlüsselübergabe Försterhaus Bramfeld am 1. August 2022

Das Projekt „Kulturinsel Bramfeld“ wurde seit vielen Jahren vorangetrieben und von zahlreichen Helferinnen und Helfern mit großem Engagement unterstützt.
Seit knapp 40 Jahren hat das Bramfelder Stadtteilkulturzentrum BraKuLa (Bramfelder Kulturladen e. V.) seinen festen Platz im historischen Ortskern. Mit der Instandsetzung des seit 2003 denkmalgeschützten Försterhauses von 1880 auf demselben Gelände wurde zusätzlicher Raum für die stadtteilkulturelle Kultur- und Bildungsarbeit geschaffen. Zusammen mit dem BraKuLa bildet das Försterhaus das neue Kulturzentrum „Bramfelder Kulturinsel“ im Herzen Bramfelds. Sie wird Vereinen, dem Stadtteilarchiv und für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Durch die vielfältigen Nutzungen entsteht ein Ort der Begegnung, der für Bramfeld und Umgebung einen echten Gewinn darstellt.

Mit Abschluss der Sanierung erfolgte im August die feierliche Schlüsselübergabe.

Wandsbek 85 und 86

Das Wandsbeker Zentrum wird zurzeit städtebaulich weiterentwickelt. Teil dieser Entwicklung sind unter anderem die Grundstücke zwischen der Wandsbeker Marktstraße, Wandsbeker Königstraße und der Straße Quarree (Bereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens Wandsbek 85). Für diese Flächen plant die Vorhabenträgerin eine Neuentwicklung, zu der im Oktober 2022 eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit im Rahmen einer öffentlichen Plandiskussion durchgeführt wurde.

Im Rahmen der Entwicklungen im Zentrum Wandsbeks ist auch die Marktfläche am Quarree in den Blick genommen worden. Durch eine hochbauliche Ergänzung mit einem gemischt genutzten Baukörper im östlichen Bereich der heutigen Marktfläche könnte die vorhandene           Wochenmarktnutzung sinnvoll ergänzt werden. Hierfür bietet sich eine Erdgeschosszone mit publikumsaffiner Nutzung und darüber die Ergänzung von Wohnnutzungen an. Stellplätze können in einer Tiefgarage unter dem Baukörper und der Marktfläche angeordnet werden. Eine Wochenmarktnutzung soll weiterhin gewährleistet bleiben. Zu diesen baulichen Vorstellungen wurden bereits erste Gespräche mit Marktbeschickerinnen und -beschickern und der Eigentümerin der Einzelhandelseinrichtung „Quarree“ geführt.

Die planerischen Zielsetzungen sind mit dem geltenden Planrecht nicht zu realisieren. Durch die Aufstellung eines Bebauungsplans sollen die entsprechenden planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen und die Umsetzung einer standortadäquaten Entwicklung sichergestellt werden. Hierzu wurde im November 2022 ein Bebauungsplanverfahren mit der Bezeichnung Wandsbek 86 (Marktfläche Quarree) eingeleitet. Eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit (öffentliche Plandiskussion) ist für Ende Januar 2023 geplant.

Neugestaltung des Spielplatzes Jenfelder Moorpark

Der Spielplatz am Rundweg des Jenfelder Moorparks war in einem schlechten Zustand und eine Erneuerung dringend notwendig. Für seine Neukonzeption wurde bereits 2018 mit umfangreicher Bürgerbeteiligung ein Masterplan entwickelt. Auf dieser Basis wurde ab 2019 unter Einbeziehung von Eltern sowie interessierten Anwohnerinnen und Anwohnern eine umfangreiche und intensive Kinder- und Jugendbeteiligung durchgeführt. Die Ergebnisse sind maßgeblich in die Planungen eingeflossen.

Die Gestaltung des Spielplatzes orientiert sich an der historischen Nutzung des Moorparks als Torfabbaufläche, das übergeordnete Thema war also „Das Leben im Moor“. Die Vielfalt des Moores mit Gräben, der ‚Moorbahn‘, Holzstegen, aufgehäuften Torfbergen und vieles mehr wurde aufgegriffen. In Anlehnung an diese Elemente wurden fantasievolle Spielbereiche entwickelt, die in dieser Form etwas Besonderes sind. Neben Rollenspielen darf hier in Zukunft natürlich auch einfach nur geklettert, balanciert, gesprungen und gehüpft werden.

Für größere Kinder gibt es einen Kletterbagger und einen Rutschenturm, der über Förderbänder erklommen werden kann. Kleinkinder können im Hühnerstall-Häuschen Moorhühner finden, buddeln und rutschen. Die Mooreisenbahn mit echten Gleisen lädt zu Rollenspielen ein. Außerdem gibt es einen Naturerlebnispfad, Tampenschaukeln und noch einiges mehr zu entdecken.

Die Umgestaltung des Jenfelder Moorparks wurde als Projekt der Integrierten Stadtteilentwicklung (RISE) des neuen RISE-Fördergebietes Jenfeld Zentrum realisiert. Der neugestaltete Spielplatz wurde im August 2022 mit einem Familienfest feierlich eingeweiht.

Erneuerung weiterer Spielplätze

Hügel mit Treppe und Spielgplatzgeräten

Im Jahr 2022 wurden darüber hinaus einige weitere Spielplätze im Bezirk Wandsbek saniert, erneuert und aufgewertet, darunter zum Beispiel die Kinderspielplätze Borchertring, Hempenkamp und Gropiusring.

Auch im nächsten Jahr sind die Neugestaltung und Erweiterung einiger Wandsbeker Spielplätze geplant. So soll beispielsweise der im südlichen Teil des Eilbeker Jacobiparks gelegene Spielplatz grundlegend umgestaltet und in seiner Fläche wie auch in den Spielangeboten aufgewertet und erweitert werden. Im Sommer 2023 werden Landschaftsbauarbeiten ausgeschrieben und mit dem Ausbau im Herbst/Winter 2023 begonnen.

Auch der Spielplatz Walddörfer Straße soll neugestaltet werden. Mit dem Bau des großen Spielplatzes zwischen der Walddörfer Straße und dem Friedrich-Ebert-Damm im Stadtteil Tonndorf mit einem hohen Anteil an inklusivem Spiel- und Freizeitangebot für alle Altersgruppen soll im Frühjahr 2023 begonnen werden. Es wird einen Rutschenhügel, eine Kletterarena, Trampolin, Karussell einen Kletterparcours, sowie für die Kleinen einen Sandspielbereich geben. Alle Flächen sind stufenlos erreichbar und der Rutschenhügel besteht aus einem Kunststoffbelag, sodass die Flächen auch für Kinder mit Behinderung erreichbar sind.

Eichtal-Klima-Park

Eichtalpark - Unterstand mit Sitzgelegenheiten

Der Eichtalpark soll bis Ende 2024 durch eine Vielzahl von Maßnahmen an die Auswirkungen des prognostizierten Klimawandels angepasst werden. Vor allem die trocken-heißen Sommer der vergangenen Jahre setzen dem Eichtalpark, seinen namensgebenden Eichen und auch anderen Pflanzen und Gewässern immer mehr zu.

Umgekehrt führt der Klimawandel zu Wetterextremen wie den immer häufigeren Starkregenereignissen mit der Gefahr von Hochwasser, auch an kleinen Flüssen wie der Wandse.

Bis Ende 2024 realisiert das Fachamt Management des öffentlichen Raumes des Bezirksamtes im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern eine Vielzahl von Maßnahmen, welche beispielhaft die Anpassung des zirka 10 Hektar großen Parks an die Auswirkungen des prognostizierten    Klimawandels aufzeigen sollen. Unter anderem soll der Umlaufgraben der Wandse renaturiert, die Teiche entschlammt und die Wehranlage umgebaut, ein „Klimahain“ mit angepassten Klima-Baumarten, ein informativer „Klimapfad“ und eine Klimastation angelegt werden.
Drei Wetterdaten-Messstationen des Deutschen Wetterdienstes sind bereits im und am Park aufgestellt und sammeln fortlaufend über die Projektlaufzeit die lokalen Klimadaten.
An einer „Klimastation“ wird über den Klimawandel allgemein und die gesammelten örtlichen Daten informiert. Während der öffentlichen Auftaktveranstaltung im Oktober 2022 konnten Bürgerinnen und Bürger sich über das Projekt informieren und erste Anregungen einbringen. Im Laufe der Jahre 2023 und 2024 finden insgesamt drei Klimaparkwochen statt – mit vielen Aktionen und Programm rund um die Themen Klimaschutz und -anpassung. Darüber hinaus soll gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern ein temporärer Ort für Austausch, Begegnungen und Aktionen entwickelt werden. Ein Vorschlag ist  das „Treibhaus der Ideen“: Ein Gewächshaus, das von Interessierten und Institutionen für Klima- Aktivitäten gestaltet und genutzt werden kann.

Bei einem Auftakttreffen im Januar 2023 wird ein Konzept für die Klimawochen und für ein Gewächshaus entwickelt. Dieses „Treibhaus der Ideen“ soll ein Begegnungsort und ein Symbol für den Klimawandel und das Gesamtprojekt werden. Im Frühjahr wird eine europaweite Ausschreibung durchgeführt, um ein Planungsteam für die Umgestaltung des Eichtalparks zu finden. Im Sommer wird dann im Rahmen einer Klimawoche in Workshops eine weitere Bürgerbeteiligung durchgeführt.

Das Projekt umfasst insgesamt 3,7 Millionen Euro und wird zu 90 Prozent aus Mitteln des Bundesprogramms „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. 10 Prozent werden aus Mitteln der Freien und Hansestadt Hamburg beigesteuert. Das gesamte Vorhaben soll Vorbildcharakter über Wandsbek und Hamburg hinaus bekommen.

Sanierung und Erweiterung des Hauses der Jugend Tegelsbarg  

Durch Sanierung und Erweiterung soll das Haus der Jugend Tegelsbarg in den kommenden Monaten runderneuert werden. In der gleichnamigen Großsiedlung legten dafür die ehemalige Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Dr. Dorothee Stapelfeldt, und Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff im September gemeinsam den Grundstein.

Das Haus der Jugend Tegelsbarg wurde Anfang der 1980er Jahre errichtet. Der seit 2018 geplante Umbau des Bestandsgebäudes und die Erweiterung durch einen Neubau sind notwendig, um auf die gestiegenen Bedarfe im Quartier zu reagieren. Künftig sollen auch Angebote für ältere Jugendliche und Jungerwachsene ermöglicht werden.

Die Sanierung und Erweiterung ist ein zentrales Projekt im Fördergebiet Tegelsbarg/Müssenredder des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE). Im ersten Bauabschnitt entsteht derzeit ein Erweiterungsbau mit neuen Räumlichkeiten. Die Fertigstellung soll bis zum Sommer 2023 erfolgen. Finanziert werden diese Maßnahmen neben RISE-Fördermitteln aus Mitteln des „Investitionspaktes Soziale Integration im Quartier“, der Hamburgischen Bürgerschaft, des Quartiersfonds bezirkliche Stadtteilarbeit der Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke sowie des Bezirksamtes. Der zweite Bauabschnitt wird den Umbau und die Sanierung des Bestandsgebäudes sowie der Außenanlagen umfassen und durch RISE-Mittel in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro ermöglicht.

Stadtentwicklungsfonds Lebendige Quartiere

Aus dem neu eingerichteten „Stadtentwicklungsfonds Lebendige Quartiere“ fließen seit 2021 die ersten Mittel: vor allem in Quartieren mit einer hohen Einwohnerdichte investiert Hamburg in die soziale Infrastruktur und die Wohnumfelder mit dem Ziel der Verbesserung der
Wohn- und Lebensqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Mit dem ersten Projektaufruf wurden für Wandsbek 23 Projekte in die Förderung aufgenommen. Im Rahmen eines zweiten Projektaufrufes für den „Stadtentwicklungsfonds Lebendige Quartiere“ wurden 21 weitere Projekte mit einem Fördervolumen in Höhe von rund 12,3 Millionen Euro ausgewählt.

Für den Bezirk Wandsbek ist damit die Anzahl der Förderprojekte von sechs auf jetzt elf Projekte mit einem Gesamtvolumen von 6.315.152 Euro gestiegen. Neben der Ertüchtigung des Hauses am See in Hohenhorst durch eine zeitgemäße Lüftungsanlage kann nun auch das Haus der Jugend Bramfeld instandgesetzt und modernisiert werden. In den weiteren Projekten werden SAGA-eigene Außenanlagen in den Stadtteilen Rahlstedt, Bramfeld und Jenfeld mit Beteiligung und Aktivierung der Anwohnerinnen und Anwohner vor Ort erneuert, umgestaltet und aufgewertet werden. Alle Maßnahmen sollen bis Ende 2025 abgeschlossen sein.

Bundesprogramm Sanierung kommunaler Einrichtungen

Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ zielt darauf ab, überjährige investive Projekte von Kommunen mit besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung und mit hoher Qualität im Hinblick auf ihre energetischen Wirkungen und Anpassungsleistungen an den Klimawandel zu fördern.

In Farmsen konnte die Sanierung des Sportplatzes Berner Heerweg erfolgreich abgeschlossen werden; der Platz wurde im November feierlich übergeben. Seitdem finden regelmäßig Punktspiele und Trainingseinheiten statt.

Die drei weiteren Farmsener Projekte im Rahmen des Bundesprogramms Sanierung kommunaler Einrichtungen schreiten weiter voran. Bei den drei Projekten handelt es sich um den Neubau des Vereins- und Stadtteilhauses des Farmsener TV, den Ausbau und die Sanierung der Umkleiden des Lehrschwimmbeckens am Bramfelder Weg sowie den Neubau des Lehrschwimmbeckens im Berufsförderungswerk auf dem benachbarten Grundstück.
Im Sommer 2022 haben der Ausbau und die Sanierung der Umkleiden des Lehrschwimmbeckens begonnen und stehen nun zum Jahreswechsel kurz vor dem Abschluss. Der Schwimmbetrieb kann im Januar 2023 wieder aufgenommen werden. Viele Schwimmkurse werden dann wieder angeboten und neue gestartet. Besonders hervorzuheben ist, dass nun endlich auch Rollstuhlfahrende in das Becken können und es neue Abstellflächen für Rollatoren und Kinderwagen gibt.
Das Vereinshaus des Farmsener TV soll 2023 abgerissen und mit dem Neubau begonnen werden.
Der Neubau des Lehrschwimmbeckens am Hermelinweg nimmt konkrete Formen an, ein Entwurf für die Umsetzung liegt vor und zahlreiche Vorplanungen sind abgeschlossen. Ab Baubeginn wird die Bauzeit etwa zwei Jahre betragen. Die Halle wird blickdicht und barrierefrei und somit für bunte Nutzergruppen ein echter Gewinn.

Bei der Erweiterung des Sportforums vom Walddörfer SV standen im Jahr 2022 vor allem planerische und administrative Vorarbeiten im Vordergrund. 2023 sollen die Arbeiten weitergehen, damit das Sportforum rechtzeitig zum 100-jährigen Vereinsjubiläum saniert und ausgebaut ist. Der SC Eilbek hat im Jahr 2022 fleißig den Neubau seines Vereins- und Stadtteiltreffs geplant und gemeinsam mit Architektinnen und Architekten und Verwaltung erste planerische Schritte unternommen, um 2025 in einen zweckmäßigen Neubau ziehen zu können.

Impressum

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