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Zum Wohle der Fische Sauerstoffanreicherungsanlage Isebekkanal

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Im Isebekkanal traten in der Vergangenheit wiederholt Sauerstoffdefizite auf, die in der Folge auch zu Fischsterben geführt haben. Um den Sauerstoffgehalt im Gewässer zu verbessern, hatte die Umweltbehörde 1989 eine Sauerstoffanreicherungsanlage installiert. Nach 21 Betriebsjahren wurde die Anlage im Juni 2011 in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Eimsbüttel und dem Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer erneuert.

Sauerstoffanreicherungsanlage Isebekkanal

Sauerstoffanreicherungsanlage Isebekkanal

Der Isebekkanal - im Innenstadtbereich Hamburgs gelegen - entstand im 19. Jahrhundert durch die Kanalisierung des Baches „Isebek“. In dessen ursprünglich ländlichem Umfeld kam es zu einer stetigen Verdichtung und Ausbildung städtischer Strukturen. Zur Entwässerung und Abwasserbeseitigung wurde dort Ende des 19. Jahrhunderts eine Mischkanalisation gebaut. Aufgrund der beschränkten Kapazität solcher Systeme bei Starkregenereignissen sind die Siele mit Notüberläufen ausgestattet, die bei Überlastung das Mischwasser direkt in die Gewässer – hier den Isebekkanal – ableiten. Diese Einträge waren über Jahrzehnte die Ursache für die zeitweise sehr schlechte Qualität des Gewässers.

Um diesem Missstand dauerhaft zu begegnen, sind umfangreiche Umbauten und Erweiterungen am Hamburger Sielsystem durchgeführt worden. Dennoch kann auch in Zukunft nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass bei extremen Wetterlagen Mischwasser aus den Sielen in den Isebekkanal überläuft. Um den Sauerstoffgehalt im Gewässer zu verbessern und damit die Gefahr von Fischsterben und Geruchsbelästigungen zu verringern, hat die Umweltbehörde 1989 auf zwei Kilometer Gewässerlänge eine Sauerstoffanreicherungsanlage installiert.

Wie die Betriebsmessungen der letzten Jahre zeigen, ist die Maßnahme nach wie vor notwendig, da im Sommer zeitweilig große Gewässerabschnitte Sauerstoffdefizite mit Gehalten zwischen zwei und vier Milligramm Sauerstoff pro Liter Wasser aufweisen.

Da die Anlage nach 21 Betriebsjahren nur noch bedingt funktionsfähig war, wurde das gesamte Sauerstoffeintragsystem mit etwa 4.800 Metern Begasungsschläuchen und etwa 6000 Metern Zuleitungen im Juni 2011 erneuert.

Langfristig sollen für den Isebekkanal die Ziele der EG-Wasserrahmenrichtlinie erreicht werden. Dies bedeutet das Erreichen eines guten ökologischen Potentials und eines guten chemischen Zustandes. Dazu sind Maßnahmen wie eine weitere Verringerung der Mischwasserüberläufe oder die Verbesserung des Wasseraustausches notwendig. Mittelfristig soll es möglich sein, auf den Betrieb der Sauerstoffanreicherungsanlage zu verzichten.

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