Wasserball in Hamburg Von Kondition, Kraft und einer guten Technik

Wasserball ist zwar eine harte Sportart, schwere Verletzungen sind jedoch selten. Ausschlaggebend sind Kraft, Kondition und eine gute Technik. Auch in Hamburg wird mancherorts um den Ball geschwommen.

Wasserball

Wasserball Hamburg

Wasserball in Hamburg

Auch wenn es viele Vereine gibt, in Deutschland ist Wasserball eher eine Randsportart. Große internationale Erfolge sind bisher ausgeblieben und selbst unter den Nationalspielern gibt es kaum Profis. In Hamburg gibt es sechs Vereine für Wasserball, der ETV Hamburg spielt in der Frauen- Bundesliga. Weitere Informationen über Wasserball in Hamburg erhalten Sie beim Hamburger Schwimmverband.

Geschichte

Vieles spricht dafür, dass sich Wasserball aus einer Art "Wasser-Rugby" entwickelte, welches in England Mitte des 19. Jahrhunderts beliebt war und in Flüssen und Seen gespielt wurde. Im Jahre 1870 beschloss der Londoner Schwimmverband, dieses Spiel als Vorprogramm von Schwimmwettkämpfen zu veranstalten, um mehr Zuschauer anzulocken. Hierfür wurden die ersten Regeln für Spiele in Hallenbädern festgeschrieben.

Mit dem heutigen Wasserball hatte das Spiel damals noch wenig zu tun. Tore gab es keine, als Treffer galt, wenn ein Spieler den Ball am Beckenende mit beiden Händen ablegte (ähnlich dem "touch-down" beim American Football). Üblicherweise wurde der Ball im Schwimmanzug verstaut und die Spieler versuchten durchs trübe Wasser bis ans Ziel zu tauchen. Meist arteten die Begegnungen in wüste Ringkämpfe unter Wasser aus, die nicht selten damit endeten, dass einer der Akteure bewusstlos an die Oberfläche trieb.

Das blieb so, bis der Londoner John Trugde einen damals unbekannten Schwimmstil nach Europa brachte, eine Art Kraulschwimmen, das er sich von Indios abgeschaut hatte. Als schottische Spieler den "Trugdeon"-Stil übernahmen, änderte sich der Charakter des Spiels. Plötzlich waren Schnelligkeit beim Schwimmen, Taktik und exakte Pässe erfolgreich. Die darauf zugeschnittenen "Schottischen Regeln" nahmen endgültig Abschied von der Rugby-Variante.

1884 trafen sich britische und schottische Schwimmclubs und legten gemeinsame Regeln fest. Eine Neuerung war die Einführung von Torpfosten, was die Attraktivität des Spiels nochmals wesentlich erhöhte. 

Offizielle Wettbewerbe

Wasserball ist die älteste olympische Mannschaftssportart. Bereits 1900 wurde ein Wettbewerb der Männer durchgeführt, seit 2000 ist Wasserball auch bei den Frauen olympisch. Weltmeisterschaften gibt es seit 1973 (Männer) bzw. seit 1986 (Frauen) als Programmpunkt der Schwimm-Weltmeisterschaften.

Die wichtigsten Regeln

Es gibt einen Torhüter und sechs Feldspieler. Während des Ball-Abspielens ist es verboten, auf dem Beckenboden zu stehen. Der Ball darf mit jedem Körperteil berührt werden, aber - von den Feldspielern - immer nur mit einer der beiden Hände oder Arme. Das Behindern (Halten, Tauchen und Zurückziehen) eines gegnerischen Spielers, der nicht im Ballbesitz ist, wird als Foul geahndet. Ein Spiel besteht aus 4 × 8 Minuten effektiver Spielzeit.

Kräfteraubend, hart aber nicht brutal

Wasserball verlangt enorm viel Kondition. Nationalspieler schwimmen die 100 m Kraul meist deutlich unter einer Minute. Gute Torleute können kraft ihrer Beinarbeit für kurze Zeit so weit aus dem Wasser kommen, dass die Badehose über der Wasseroberfläche ist.

Wasserball gilt zu Unrecht als brutale Sportart. Die Spieler tragen eine reißfeste Badehose und eine Badekappe mit Ohrenschützern aus Plastik, die unter dem Kinn festgebunden wird, viele Spieler außerdem noch einen Tiefschutz. Ernsthafte Verletzungen sind selten, weil Tritte vom Wasser abgebremst werden. Blaue Flecken und Kratzer sind jedoch an der Tagesordnung.

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