Noch mehr Wassersport Hier trifft Drachenkopf auf Wasserski

Wassersport in Hamburg hat viele Gesichter – und manchmal die Augen eines Drachen. Wir stellen Ihnen vier ausgewählte Sportarten vor, vom Kanufahren in den Alsterkanälen bis zu Wasserski in Hamburg-Harburg.

Weitere Wassersportarten Panorama

Wassersport Hamburg

A wie Alster-Kanu

Der älteste Kanuverein Deutschlands kommt aus Hamburg: der 1905 gegründete Alster-Canoe-Club; die deutsche Bezeichnung „Kanu" war damals noch nicht etabliert. Hamburger Kaufleute hatten die ersten Exemplare neuer Boote aus Nordamerika mitgebracht. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Kajaks mit geschlossenem Deck und Sitzluke und den offenen Kanadiern. Kajaks werden mit mit Doppel- und Kanadier mit Stechpaddel bewegt.

"Alster-Kanu" ist übrigens auch die Bezeichnung für einen eigenen Bootstyp (Kanadier) für vier Paddler, schön ausgestattet mit Teppichen, Rückenlehnen und Kissen und somit ideal für ein Picknick auf dem Wasser. Tatsächlich geht es zumindest im Sommer den meisten Hamburger Kanuten weniger um Sport und Fitness als um ein Freizeit-Highlight und den ganz anderen Blickwinkel auf die Stadt: durch verwunschene Kanäle vorbei an alten Bäumen, Schrebergärten, Gartenlauben und Prachtvillen. Unbedingt mal probieren! Kanus für zwei bis sechs Personen gibt’s bei diversen Anbietern.

Lust auf Kanu-Sport im Verein? Auf der Website des Hamburger Kanu-Verbands e.V. finden Sie viel Wissenswertes sowie eine Übersicht über das Angebot der Vereine: Kanu-Polo, Kanu-Wildwasser, Kanu-Marathon, etc.

D wie Drachenboot

Größere Paddelteams steigen gern ins Drachenboot. Diese besonders lange offene Bootsform stammt aus China und ist als stilisierter chinesischer Drache gestaltet. Immer dabei: ein Trommler, der den Takt vorgibt, und ein Steuermann, dazu bis zu 20 Paddler. In Deutschland wurde der Drachenboot-Sport seit den 90er Jahren populär; es gibt – auch in Hamburg – Drachenbootmannschaften in Kanuvereinen sowie eigene Drachenboot-Vereine. Zum Beispiel Lady Dragon, 1989 das erste deutsche Damendrachenbootteam überhaupt.

1989 fand in Hamburg anlässlich des 800. Hafengeburtstags das zweite Drachenboot-Rennen Deutschlands statt: eine Regatta mit 75 Teams aus fünf Kontinenten. Im Jahr darauf wurde, ebenfalls in der Hansestadt, der Deutsche Drachenbootverband gegründet. Große Drachenbootregatten garantieren Stimmung wie auf dem Dom. Einen Rückblick auf die letzten Regatten auf der Binnenalster zeigt unsere Bildergalerie. Außerdem können Sie 2012 auch Ihr eigenes Drachenboot-Team anmelden. Dafür oder um das Teamerlebnis „Drachenboot" überhaupt einmal kennenzulernen, brauchen Sie keinen Verein. Boote zum Mieten gibt’s beispielsweise beim Drachenbootzentrum Hamburg.

K wie Katamaran

Besondere Kennzeichen: zwei Rümpfe und kein Kiel. Diese Konstruktion, angeblich von den Polynesiern entwickelt, die zwei Kanus zu einem Doppelkanu verbanden, sorgt für besonders viel Tempo. Und so kennen Katamaransegler auch nur zwei Geschwindigkeiten: schnell und zu schnell. Dazu schäumt das Wasser, der Wind treibt einem Tränen in die Augen, die Sonne brennt – ein Erlebnis! Einen Kat aufriggen (Mast setzen) und sicher beherrschen, kreuzen, wenden, halsen (mit dem Heck durch den Wind drehen) und das Boot wieder aufrichten – all das lernen Sie zum Beispiel bei Windsurfing-Hamburg. Können Sie schon? Dann leihen Sie sich (mit VDWS Grundschein) doch mal einen Katamaran für eine Fahrt auf der Alster, bei Bodo's Bootssteg (Harvestehuder Weg 1b ) oder im Bootshaus Silwar.

W wie Wasserski

Die „steifen“ Hanseaten auf Wasserskiern? Na klar! Am Neuländer See in Hamburg-Harburg können Sie in einer großen Wasserskianlage (von März bis Oktober geöffnet) alle möglichen Fahrmanöver ausprobieren, auch Monoski, Trickski, Sprungski und Wakeboarding. Ein spezieller Anfängerkurs im Wasserski ist nicht nötig, lassen Sie es sich einfach mal in der Wasserskianlage zeigen. Über dieselbe Website buchbar: Wasserski-„Rides“ vom Boot gezogen auf der Elbe. Im Yachthafen Oortkaten am rechten Elbufer geht es los, die Wasserskistrecke liegt zwischen Bullenhausen und Hoopte.

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