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Für die Umsetzung kombinierter Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel gibt es viele Wege. Besonders wirkungsvoll und flächensparend ist die integrierte Planung. Dabei bietet die Stadt Hamburg viel Unterstützung.

Auf dem Bild sind 2 Männer und eine Frau im Gespräch in heller Büroumgebung. Teamwork: Um ein clever kombiniertes Projekt zu planen und umzusetzen, sollten Privateigentümerinnen oder Privateigentümer und Wohnungswirtschaft das große Beratungsangebot nutzen.

Beratung und Förderung

Wer ein kombiniertes Projekt plant, steht erst einmal vor einer Menge Fragen. Antworten geben in Hamburg diverse Anlaufstellen. Privatpersonen, Bauende/Bauverantwortliche, Unternehmen und Baufachleute erhalten beispielsweise hier kostenlose Beratung:

Die Fülle an beratenden Initiativen zeigt: Es ist notwendig und es lohnt sich für einzelne Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer ebenso wie für die Wohnungswirtschaft, die Kombinationsvarianten zu kennen und umzusetzen. Das Zusammenwirken vieler, auch kleiner Maßnahmen ergibt immense positive Effekte für das Klima: Zur Klimaanpassung tragen sie durch weniger versiegelte Flächen, das Freihalten von bisher unbebauten Gebieten sowie Erhalt und Entwicklung von „Grün“ im Stadtbild zur Verbesserung des Lokalklimas und zur Gesundheitsförderung bei. Für den Klimaschutz bieten Energieversorgungslösungen auf Quartiersebene spürbare Synergieeffekte und Vorteile gegenüber Einzellösungen. Es empfiehlt sich ab einer bestimmten Dichte und Anzahl an Wärmeabnehmern der Bau eines Wärmenetzes. Diese sind sind dann kostengünstiger und für die Zukunft besser geeignet, um den Einsatz erneuerbarer Energien auszubauen.

Das Bild zeigt den Regenspielplatz "Biberland". Spielwelt mit Biber: In der Grünverbindung Nordheide/Ostheide in Neugraben-Fischbek entstand 2013 der erste Regenspielplatz „Biberland” Hamburgs.

Für zukünftige Generationen

Die einzelnen Maßnahmen sind gesamtgesellschaftlich relevant, damit die heutige Generation den nachfolgenden Menschen eine lebenswerte Umwelt und nachhaltige Bausubstanz hinterlässt. Außerdem leisten sie einen Beitrag, um die Klimaziele Deutschlands und der Europäischen Union zu erreichen. Davon profitieren nicht nur die künftigen Generationen, sondern auch heute bereits lebende Menschen. In Hamburg arbeiten mittlerweile Spezialistinnen und Spezialisten wie Klimaschutzmanagerinnen und Manager und Klimaschutzexpertinnen und Klimaschutzexperten in allen Bezirken und in den verschiedenen Ämtern der BUKEA und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) an diesen Themen. Zum Einstieg empfehlen sich die Internet-Informationen auf www.hamburg.de/energiewende und www.hamburg.de/hamburg-ist-gruen. Um kombinierte Maßnahmen in Bebauungsplänen zu sichern, kann inzwischen auf eine Reihe von Standard- und Musterfestsetzungen zurückgegriffen werden. Auch über städtebauliche Verträge und Grundstücksausschreibungen lassen sich Vorhaben mit Trägern vereinbaren, die auf Empfehlungen aus Gutachten zu Klimaanpassung und Energieversorgung basieren.

Hamburg fördert bereits Mehrfachnutzungen

Über die Hamburger Gründachförderung der Investitions- und Förderbank (IFB) Hamburg:

  • Dachbegrünung
  • Fassadenbegrünung
  • Extensivbegrünungen in Kombination 
  • mit solarer Energiegewinnung 

Über das Programm erneuerbare Wärme der IFB Hamburg:

  • Oberflächennahe Geothermie 
  • Große Wärmespeicher
  • Mehrfachnutzung von Flächen zur Nutzung von erneuerbarer Wärme und flächensparende Lösungen zur Nutzung von erneuerbarer Wärme (mindestens 100.000 Euro an Investitionskosten notwendig)
  • Informationen im Internet auf ifbhh.de/foerderprogramme
Das Bild zeigt ein Spielgerät auf einem Spielplatz mit einem Biber. Spielwelt mit Biber: Überschüssiges Wasser nach Starkregenfällen und von umliegenden Dachflächen wird als Spielelement genutzt.

​​​​​​​Die Kostenfrage 

Mit der Realisierung von Kombinationen gehen zumeist zunächst einmal Mehrkosten für Installation und eventuell Pflege einher. Doch dieser zusätzliche finanzielle Aufwand ist lohnenswert. Die Maßnahmen kommen langfristig der Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung zugute und vermeiden Kosten zur Bewältigung von Schäden aufgrund der Folgen des Klimawandels an Gebäuden und Infrastruktur. So erhöht beispielsweise Gebäudebegrünung die Langlebigkeit von Materialien, weil sie die Wirkung der Sonneneinstrahlung verringert. Gleichzeitig verbessert sich das Raumklima im Gebäude. Regenwasserrückhaltung auf Dächern senkt die überflutungsbedingten Schäden bei Starkregenereignissen. Auch die Energiekosten lassen sich durch den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien so langfristig senken.

Um den Anreiz zu erhöhen, derlei Maßnahmen umzusetzen, bestehen diverse Förderprogramme. Nicht zu unterschätzen ist auch die öffentliche Reputation, die ein solches Engagement erzielt. Die positive Aufmerksamkeit für das Projekt steigert erfahrungsgemäß dessen Wert.

Besseres lokales Klima

Bei Neubau oder Erneuerung bedeuten Maßnahmenkombinationen mit Begrünung und einer natürlichen Regenwasserbewirtschaftung meistens keine höheren Investitionskosten. Sie schützen vor Schäden und dienen der Risikoreduktion gegenüber aktuellen und anstehenden klimatischen Ereignissen. Häufig sind sie sogar günstiger als die übliche Vorgehensweise mit Versiegelung von Flächen. Denn sie können „huckepack“ mit anderen, ohnehin durchgeführten Baumaßnahmen umgesetzt werden.

Je früher Maßnahmen kombiniert geplant werden, desto günstiger werden ihre Umsetzung und ihr Betrieb. Die vielen vorgestellten Kombinationsvarianten zeigen, wie Synergien entstehen, die die Leistung der Klimaschutzmaßnahmen erhöhen, das lokale Klima verbessern und den Folgen des Klimawandels entgegenwirken. 

Förderangebote für Beispiele aus dem „Wegweiser“

Förderangebote für Beispiele aus dem „Wegweiser“

 Ein Icon eines Eisspeichers in Blau.

Eisspeicher und Freiraumnutzung

Eisspeicher sind in Hamburg über die Förderrichtlinie Erneuerbare Wärme der IFB im Fördermodul Wärmespeicher förderfähig, wenn 

  • das Speichervolumen wenigstens 4 m³ beträgt und
  • der Speicher in Verbindung mit einer aus diesem Programm geförderten Anlage oder einem aus diesem Programm förderfähigen Wärmeverteilnetz errichtet wird

Eisspeicher sind in Hamburg über die Förderrichtlinie Erneuerbare Wärme der IFB im Fördermodul Wärmespeicher förderfähig, wenn 

  • das Speichervolumen wenigstens 4 m³ beträgt und
  • der Speicher in Verbindung mit einer aus diesem Programm geförderten Anlage oder einem aus diesem Programm förderfähigen Wärmeverteilnetz errichtet wird

 Ein Icon mit Erdkollektoren in Braun.

Energiegrünfläche

Für die Nutzung der Erdwärme durch Erdsonden und Erdkollektoren gibt es verschiedene Förderprogramme.

  • In Kombination mit Wärmepumpe und Wärmenetz: Förderung von Großwärmepumpen und Quartierskonzepten – Kredit und Tilgungszuschuss (KfW-Programm Nr. 271 Erneuerbare Energien Premium) 
  • IFB Förderung Erneuerbare Wärme: Investitionskosten für Erdsonden (bis 400 Meter Tiefe) und Erdkollektoren: mit Zuschuss in Höhe von 15 Prozent der notwendigen Investitionskosten)

Für die Nutzung der Erdwärme durch Erdsonden und Erdkollektoren gibt es verschiedene Förderprogramme.

  • In Kombination mit Wärmepumpe und Wärmenetz: Förderung von Großwärmepumpen und Quartierskonzepten – Kredit und Tilgungszuschuss (KfW-Programm Nr. 271 Erneuerbare Energien Premium) 
  • IFB Förderung Erneuerbare Wärme: Investitionskosten für Erdsonden (bis 400 Meter Tiefe) und Erdkollektoren: mit Zuschuss in Höhe von 15 Prozent der notwendigen Investitionskosten)

 Icon eines Solargründaches

Solargründach

Zuschuss im Rahmen der Gründachförderung der IFB Hamburg für:

  • Extensivbegrünungen in Kombination mit solarer Energiegewinnung (100 Prozent der Mehrkosten für die Befestigung der Anlage bis max. 10,00 Euro/m2 Bruttokollektorfläche/-modulfläche)

Zuschuss im Rahmen der Gründachförderung der IFB Hamburg für:

  • Extensivbegrünungen in Kombination mit solarer Energiegewinnung (100 Prozent der Mehrkosten für die Befestigung der Anlage bis max. 10,00 Euro/m2 Bruttokollektorfläche/-modulfläche)

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