Behörde für Kultur und Medien

Nominierungsverfahren Allgemeines zur UNESCO-Bewerbung

Nominierungsverfahren UNESCO

Für eine UNESCO-Bewerbung gelten klare Regelungen und Fristen:

  • Der Nominierungsantrag erfolgt nach dem vorgeschrieben Verfahren der UNESCO.
  • Bei der Entscheidung über die Aufnahme in die Welterbeliste werden die übergreifenden Kriterien des außergewöhnlichen universellen Wertes, der Authentizität (historische Echtheit) und der Integrität (Unversehrtheit) angewendet, in Verbindung mit einem oder mehreren der insgesamt zehn UNESCO-Kriterien, von denen die ersten sechs insbesondere für kulturelle Stätten und Kulturlandschaften einschlägig sind
  • Offizieller Antragsteller ist die Bundesrepublik Deutschland (nicht die Freie und Hansestadt Hamburg).
  • Erster Verfahrensschritt ist die Aufnahme einer potentiellen Welterbestätte in die nationale Anmeldeliste („Tentativliste“).
  • Es wird dabei unterschieden in Einzelbewerbungen eines Staates und transnationale serielle Bewerbungen mehrerer Staaten.
  • In Deutschland erfolgt die Aufnahme aufgrund der föderal organisierten Zuständigkeit für die Kultur durch die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK), d. h., dass die KMK entscheidet, welche Stätten in die Tentativliste aufgenommen und in welchem Jahr die Bewerbungen dafür bei der UNESCO vorgelegt werden.
  • Die zeitliche Reihenfolge gilt allerdings nur für die Einzelbewerbungen Deutschlands und für transnationale serielle Bewerbungen unter deutscher Federführung. Übernimmt ein anderer Staat die Federführung, kann die Bewerbung unabhängig von der Reihenfolge der deutschen Tentativliste erfolgen.
  • Erstmals hat die KMK für die Auswahl der neuen Tentativliste einen internationalen Expertenbeirat eingesetzt, der im Laufe des Jahres 2013 die vorliegenden Meldungen der Bundesländer evaluiert hat.

    Am 12. und 13. Juni hat die KMK über die Aufnahme der Stätten in die neue Tentativliste und über das Jahr ihrer Nominierung entschieden. Demnach ist der jüdische Friedhof Altona Königstraße für eine Nominierung zum 1. Februar 2017 vorgesehen.

Ansprechpartnerin:

Dr. Agnes Seemann
agnes.seemann@kb.hamburg.de