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Arbeitsschutz Zeitarbeit

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Arbeitsschutz für Zeitarbeiterinnen und Zeitarbeiter

Zeitarbeit

In den letzten Jahren ist die Zahl der Zeitarbeitsfirmen und die Anzahl der dort Beschäftigten stark gestiegen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit gab es in Hamburg im Jahr 2011 etwa 600 Betriebe mit circa 33.000 Beschäftigten.

Der Bereich Zeitarbeit weist gegenüber anderen Branchen einige Besonderheiten auf, die hier im Hinblick auf die Einhaltung arbeitsschutzrechtlicher Vorgaben beleuchtet werden sollen. Dies betrifft insbesondere die Genehmigung von Sonntagsarbeit, die Dokumentation zur Gefährdungsbeurteilung, die arbeitsplatzspezifische Unterweisung am Tätigkeitsort, die Anforderungen an Disponenten sowie die Einbindung von Betriebsärzten und Sicherheitsfachkräften in die betriebliche Praxis.

Dokumentation zur Gefährdungsbeurteilung
Der Arbeitgeber ist in der Gestaltung der Dokumentation an keine Form gebunden. Die Dokumentation zur Gefährdungsbeurteilung eines Verleihers kann zum Beispiel auf die nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) vereinbarten schriftlichen Abreden mit dem Entleiher verweisen. Dennoch verbleiben beim Verleiher:

  • Angaben zur Arbeitsschutzorganisation, einschließlich Auswahl, Einsatz und Berichterstattung von qualifizierten Disponenten, Sicherheitsfachkräften und Betriebsärzten,
  • vorbereitende Schulung der Mitarbeiter,
  • Bedarfsermittlung, Angebot und Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen,
  • Ausrüstung mit persönlicher Schutzausrüstung (PSA),
  • Unterweisung im Gebrauch von PSA und Arbeitsgeräten,
  • gegebenenfalls Beschaffung von Arbeitsgeräten,
  • Berücksichtigung psychischer Belastungsfaktoren wie wechselnde Arbeitsbedingungen in der Gefährdungsbeurteilung
  • Vergewissern, dass beim Entleiher eine Dokumentation zur Gefährdungsbeurteilung existiert.

Sicherheitstechnische Unterweisung am Tätigkeitsort
Für die Einweisung am Tätigkeitsort ist der Entleiher verantwortlich.

Anforderungen an Disponenten
Disponenten für die Vermittlung im gewerblich-technischen Bereich müssen technisch oder handwerklich vorgebildet sein. Die Auswahl der Disponenten sollte daher nicht ausschließlich von der kaufmännischen Qualifikation bestimmt sein.
Einbindung von Betriebsärzten und Sicherheitsfachkräften
Das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) gilt in vollem Umfang auch für Betriebe der Arbeitnehmerüberlassung. Die in den Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 2 festgelegten Mindesteinsatzzeiten für Betriebsärzte sollten zu einem hohen Anteil für die Beratung von Arbeitnehmern beim Einsatz an wechselnden Arbeitsplätzen und zur Abstimmung mit Betriebsärzten der Entleiher verwendet werden. Zur Aufgabe eines Betriebsarztes gehört auch die Begehung von Arbeitsstätten. Die Sicherheitsfachkräfte dürfen sich nicht nur auf vorbereitende Unterweisungen beschränken, sondern müssen auch die konkreten Einsatzbedingungen beurteilen.

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