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ÖKOPROFIT® Der Name ist Programm

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Der Name ist Programm

ÖKOPROFIT® ist ein Kooperationsprojekt zwischen Kommune, der örtlichen Wirtschaft und weiteren regionalen und überregionalen Partnern. Bundesweit wird ÖKOPROFIT bereits in über 100 Kommunen angeboten, bisher haben mehr als 4.000 Unternehmen am Beratungsprogramm teilgenommen. Damit ist ÖKOPROFIT eines der erfolgreichsten Modelle zur Wirtschaftsförderung und Umsetzung von Umweltmanagement in Deutschland.

ÖKOPROFIT Hamburg ist ein Projekt der UmweltPartnerschaft Hamburg, die Kooperation setzt sich aus folgenden Partnern zusammen:

Die Freie und Hansestadt Hamburg als Projektträger, vertreten durch

  • die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft
  • die Behörde für Wirtschaft und Innovation

Die Wirtschaft, repräsentiert durch

  • die Handelskammer Hamburg
  • die Handwerkskammer Hamburg
  • teilnehmende Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größe
  • das Beratungsunternehmen, die Ökopol GmbH Hamburg

Kooperationsvereinbarungen mit dem Landkreis Harburg (seit 2011), der Hansestadt Lübeck (seit 2017) und der Klimawerkstatt Stade e.V. (seit 2019) bieten auch Betrieben aus der Metropolregion Hamburg die Möglichkeit einer Teilnahme an ÖKOPROFIT Hamburg.

Die Kooperation zwischen Kommune und Wirtschaft im Rahmen von ÖKOPROFIT hat über das Projekt hinaus sehr positive Auswirkungen auf die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure. Die Projektträger, Kammern, Kooperationspartner und das Beratungsunternehmen bilden den projektbegleitenden Arbeitskreis. Dieses Gremium sichert die effiziente Projektkoordination und -überwachung. Außerdem bilden die Projektbeteiligten aus den zwei Behörden, den zwei Kammern und den Kooperationspartnern den Prüfungsausschuss, der die Audits am Ende des Projektes in den Betrieben durchführt.

Ökoprofit - der Name ist Programm

ÖKOPROFIT zahlt sich aus. „Ökoprofit“ steht für „ÖKOlogisches PROjekt Für Integrierte UmweltTechnik“ und zielt auf die systematische Umsetzung Kosten senkender Umweltmaßnahmen in Betrieben ab.

Damit dient ÖKOPROFIT mehreren Zielen gleichzeitig:

  • Entlastung der Umwelt durch Verringerung des Verbrauchs an Rohstoffen, Energie und Wasser sowie Reduzierung von Abfall und Emissionen
  • Förderung technologischer Innovationen
  • Heranführung an ein Umweltmanagementsystem
  • Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Kostensenkungen
  • Mitarbeiterförderung durch Information, Schulung, Motivation
  • Rechtssicherheit

Wichtiges Ziel von Ökoprofit ist es, sich am Bedarf der Unternehmen zu orientieren und Lösungen herbeizuführen, die diesem Bedarf gerecht werden. Die Förderung durch die Freie und Hansestadt Hamburg soll eine Entlastung für kleine und mittlere Unternehmen bringen, die hierdurch eine Unterstützung bei der Einführung und Umsetzung von Umweltmanagementmaßnahmen erfahren sollen.

Erfahrungsaustausch

Von zahlreichen Unternehmen wird der zwischenbetriebliche Erfahrungsaustausch als einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren für ÖKOPROFIT benannt. In zehn Workshops bearbeiten die Unternehmen umweltrelevante Themen. Angefangen bei Wasser, Energie und Beschaffung über Abfallmanagement und Arbeitssicherheit bis hin zu rechtlichen und betriebsorganisatorischen Fragen.

Zu jedem Themenkomplex erhalten die Teilnehmer praxisnahe Arbeitsmaterialien. Für die Workshops werden lokale und regionale Experten eingebunden, die aus ihrer jeweiligen betrieblichen Praxis berichten. Die Workshops werden so oft wie möglich in einem der teilnehmenden Betriebe stattfinden und beinhalteten eine kurze Betriebsbesichtigung.

Die regelmäßigen Workshops und Vor-Ort-Beratungen stellen wichtige Meilensteine im Rahmen der Durchführung von ÖKOPROFIT dar, die es gerade kleinen und mittleren Unternehmen erleichtern, das Projekt erfolgreich durchzuführen und die notwendigen Arbeitsschritte bis zur Auszeichnung als Ökoprofit Betrieb zu absolvieren.

Individuelle Vor-Ort-Beratung

In den einzelnen Betrieben finden mehrere Beratungen durch die Ökopol GmbH statt. Die Termine dienen sowohl der Erfassung der individuellen betrieblichen Situation als auch der Unterstützung der Betriebe bei der Erarbeitung der Fragestellungen im Rahmen des Projektes. Hier sind zu nennen:

  • Aufnahme der aktuellen Umweltsituation
  • Aufzeigen von Verbesserungspotentialen
  • Überprüfung der rechtlichen Anforderungen
  • Herstellung der Rechtssicherheit
  • Erstellung eines Umweltprogramms

Nach Abschluss der Datenerhebung erarbeiten die Unternehmen gemeinsam mit den Beratern betriebsspezifische Maßnahmen zur Umweltentlastung und Kostensenkung. Der Zeitpunkt für die Realisierung der Maßnahmen wird von den Betrieben selbst gewählt. Kurzfristig realisierbare Projekte werden noch während der Projektlaufzeit umgesetzt, längerfristige Maßnahmen in das Umweltprogramm aufgenommen.

Die individuellen Beratungen sollen zusätzlich für die folgenden Punkte genutzt werden:

  • Verbesserung der betrieblichen Aufbau- und Ablauforganisation
  • Integration der Ökoprofitinhalte in bestehende Managementsysteme
  • Vorbereitung auf die Ökoprofit-Prüfung
  • Verbesserung der Kommunikation/Motivation der Mitarbeitenden

Praxisorientierte Arbeitsmaterialien

Alle teilnehmenden Unternehmen erhalten zur Dokumentation der durchgeführten Maßnahmen umfassende und leicht verständliche Arbeitsmaterialien. Mit Hilfe von Einführungstexten, anschaulichen Beispielen, Vordrucken und Arbeitsblättern können die Unternehmen:

  • Daten erfassen und fortschreiben
  • Aufbau- und Ablauforganisation verbessern
  • Wissen mehren und weitergeben
  • Kennzahlen bilden
  • Umweltleistung verbessern

Die Vorgabe dieser praxisorientierten Arbeitsmaterialien ist für viele ÖKOPROFIT Teilnehmer von besonderer Bedeutung, da sie eine tatsächliche Arbeitshilfe und -erleichterung darstellen.

Öffentliche Auszeichnung

Nach Überprüfung durch eine unabhängige Kommission der Freien und Hansestadt Hamburg werden die ÖKOPROFIT Betriebe im Rahmen einer öffentlichkeitswirksamen Abschlussveranstaltungen als „ÖKOPROFIT Betriebe“ ausgezeichnet.

Eine ÖKOPROFIT Broschüre dokumentiert die Ergebnisse und gibt interessierten Unternehmen und Kommunen die Möglichkeit mit den Projektpartnern direkten Kontakt aufzunehmen. Wegen des qualitativ hohen Standards der ÖKOPROFIT Struktur erfüllen die als ÖKOPROFIT-Betrieb ausgezeichneten Unternehmen neben den nach EMAS und ISO 14.001 zertifizierten Betrieben die Vergaberichtlinien der UmweltPartnerschaft Hamburg. Erfolgreiche Ökoprofit-Betriebe sind somit auf Wunsch und Antrag auch Mitglied in der UmweltPartnerschaft Hamburg.

Die Idee von ÖKOPROFIT basiert auf der schrittweisen Einführung von Umweltmanagement-Modulen. Es werden drei Stufen unterschieden. Nach der erfolgreichen Absolvierung eines einjährigen „Einsteigerprogramms“ haben die Unternehmen die Möglichkeit im Rahmen des „ÖKOPROFIT Clubs“ ihre Aktivitäten zu vertiefen und auf Wunsch eine Validierung bzw. Zertifizierung nach europäischer (EMAS) oder internationaler Norm (ISO) zu erreichen. Die im Rahmen von Ökoprofit erarbeiteten Fragestellungen besitzen auch im Rahmen der Zertifizierung nach EMAS Gültigkeit.

Der ÖKOPROFIT-Club ermöglicht den Betrieben des Einsteigerprogramms die Fortsetzung des Erfahrungsaustausches sowie die Umsetzung und Ausweitung ihrer Umweltaktivitäten. Damit bietet sich die Möglichkeit auch mittelfristig Umweltaktivitäten im Unternehmen zu etablieren.

Große Einsparpotentiale bei geringen Teilnahmegebühren

Das erste Einsteigerprogramm ÖKOPROFIT Hamburg startete 2000, seitdem haben 388 Betriebe an ÖKOPROFIT Hamburg teilgenommen (Einsteigerprogramme 1 – 30). Insgesamt wurde in den Betrieben im Umweltbereich ein Einsparpotential von über 6 Mio. Euro pro Jahr festgestellt. Dies entspricht einem Investitionsvolumen in Höhe von ca. 10 Mio. Euro, wenn alle geplanten Maßnahmen durchgeführt werden (60 % dieser Maßnahmen amortisieren sich spätestens innerhalb von drei Jahren). Mit den Investitionen sind insbesondere Energieeinsparungen sowie die Reduzierung der Abfälle und des Wasserverbrauchs verbunden.

ÖKOPROFIT wird von der Behörde für Umwelt und Energie sowie der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation gefördert. Die Teilnahmegebühren für kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) sind abhängig von der Betriebsgröße: 

Die Teilnahmegebühren für KMUs betragen konkret:

Für Betriebe mit unter 30 Mitarbeiter (MA)                 1.000 €

Für Betriebe mit 31 bis 50 MA                                     1.500 €

Für Betriebe mit 51 bis 100 MA                                   2.500 €

Für Betriebe mit 101 bis 250 MA                                 3.500 €

Für Betriebe mit über 250 MA                                      5.000 €

Rechnen Sie also mit einer schnellen Amortisation Ihrer Kosten.

Bei Interesse an ÖKOPROFIT Hamburg und weiteren Fragen zum Einsteigerprogramm wenden Sie sich bitte an uns als Beratungsunternehmen: 

Ökopol GmbH
oekoprofit@oekopol.de
Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg,
Tel: 040-391002-0
Fax: 040-391002-33

Kontakt

Lars Stegmann

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft
Neuenfelder Straße 19
21109 Hamburg
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