Zentraler Koordinierungsstab Fl?chtlinge

Erfahrungsaustausch Treffen der Fl?chtlingskoordinatoren von Barcelona und Hamburg

Heute kamen Fl?chtlingskoordinator Anselm Sprandel und sein spanischer Kollege Ignasi Calb?, Fl?chtlingskoordinator von Barcelona, mit Prof. Nora Markard, Leiterin der Refugee Law Clinic, und der Politikwissenschaftlerin Prof. Gesine Schwan zu einem Erfahrungsaustausch in den R?umen der Universit?t Hamburg zusammen.

Treffen der Fl?chtlingskoordinatoren von Barcelona und Hamburg

28.09.2018 - In dem Gespr?ch wurde ?ber die derzeitige Fl?chtlingssituation gesprochen und anhand dem Beispiel von Barcelona die Frage gestellt, ob die europ?ische Migrationspolitik solidarischer gestaltet werden kann ? besonders in den von Gefl?chteten bevorzugten Gro?st?dten.

Anselm Sprandel: ?Barcelona hat in den letzten Monaten?erlebt, was Hamburg bereits im Herbst 2015 widerfahren ist ? der massive Zuzug von Fl?chtlingen und die damit verbundenen Schwierigkeiten. Die Hansestadt hat die Fl?chtlingskrise von damals gut ?berwunden. Dies ist auch dem gro?en Engagement der Hamburgerinnen und Hamburger zu verdanken. Allerdings hat sich die Lage nur entspannt, es kommen monatlich noch rund 300 Gefl?chtete in die Stadt. Im Interesse beider Metropolen hat daher eine europ?ische L?sung weiterhin oberste Priorit?t.?

Hintergrund: In den letzten 7 Monaten sind rund 74% mehr Fl?chtlinge nach Barcelona gekommen als im vorigen Jahr. Bis Ende Juli haben sich bei den ?rtlichen Beh?rden ca. 12.600 Personen gemeldet, davon sind ca. 4.500 Personen grunds?tzlich asylberechtigt. 2.500 Personen kamen ?ber das Mittelmeer (178% mehr als das Jahr zuvor), die restlichen Menschen sind allerdings - meist per Flugzeug - aus lateinamerikanischen L?ndern gekommen. Bei den Menschen die ?ber das Mittelmeer gefl?chtet sind, gehen die Beh?rden von Barcelona davon aus, dass 60% nach Deutschland und anderen nordeurop?ischen L?ndern weiterreisen. Zum Vergleich: Hamburg hat von Januar bis Juli rund 2.700 Personen aufgenommen.

Prof. Nora Markard lud Ignasi Calb?, Prof. Gesine Schwan und Dr. Dirk Gebhardt von der Universit?t Pompeu Fabra in Barcelona im Anschluss an das Gespr?ch zur Podiumsdiskussion ?Hamburg ? Stadt der Zuflucht?? im H?rsaal ?Rechtshaus? der Universit?t ein.