Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge

Flüchtlinge Im Januar wurden Plätze in Hallen und Baumärkten abgebaut und der Rückbau von Erstaufnahmen forciert

Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF) zieht Monatsbilanz

In Hamburg wurden im vergangenen Monat 794 Flüchtlinge in das bundesweite Verteilungsnetz aufgenommen, davon verblieben 489 Schutzsuchende in der Hansestadt, 309 Frauen, Männer und Kinder mussten dabei untergebracht werden. Insgesamt leben derzeit rund 32.500 Personen in Erstaufnahmen und Folgeunterkünften. Drei Erstaufnahmen stehen kurz vor der Schließung. Rund 1200 Menschen leben dabei noch in Hallen und ehemaligen Baumärkten.

Pressemitteilung ZKF Hamburg

Die Alte Fabrik am Wiesendamm wird in den kommenden Tagen wieder an das Museum für Arbeit übergeben. Ein Jahr lang haben dort in dem zweigeschossigen Gebäude besonders schutzbedürftige Frauen mit ihren kleinen Kindern gelebt, darunter viele Säuglinge. Sie wohnen jetzt in der Unterkunft Kaltenkirchner Platz, ebenfalls in besonderen Schutzräumen. Das Museum hatte sich Anfang 2016 bereit erklärt, Flüchtlinge für ein Jahr aufzunehmen. Der ZKF hat das denkmalgeschützte Gebäude nach dem Auszug der Bewohnerinnen wieder hergerichtet.

Begonnen hat im Januar auch der Abbau der Plätze in der Halle Neuland II in Harburg. Die meisten Bewohnerinnen und Bewohner sind bereits in andere Unterkünfte verlegt worden. Viele von ihnen wohnen nun in der Harburger Folgeunterkunft „Am Röhricht“ in Neugraben-Fischbek. Dort wird auch ein Integrationsprojekt, das vom Hamburger Konservatorium finanziert wird, die Trommelgruppe „Unschlagbar“, die sich bisher in der Erstaufnahme Neuland II regelmäßig getroffen hat, weiter üben können.

Aktuelle Kapazitäten der Erstaufnahmen und Folgeunterkünfte

Insgesamt sind in Hamburg noch 32 Erstaufnahmen in Betrieb, wobei drei davon (Oktaviostraße, Museum für Arbeit, Neuland II)  kurz vor der Schließung bzw. Übergabe stehen. In den Erstaufnahmen lebten im Januar (Stichtag: 31.1.2017) noch 8.153 Menschen. Rund 1200 Personen wohnen dabei noch in ehemaligen Baumärkten und Hallen. In den 117 Folgeunterkünften lebten zum Stichtag fast 24.400 Personen.  Die Zahl der Überresidenten, also jener Personen, die länger als ein halbe Jahr in einer Erstaufnahme leben, obwohl sie einen Anspruch auf eine Folgeunterkunft haben, liegt bei 6.046 Personen, Ende Dezember 2016 waren es noch rund 6.300 und Ende Juni rund 10.000.

Monatliche Entwicklung der Flüchtlingszahlen

In Hamburg wurden im vergangenen Monat 794 Flüchtlinge in das bundesweite Verteilungsnetz aufgenommen 305 Personen wurden nach dem Königsteiner Schlüssel in andere Bundesländer verteilt. Von den 489 Hamburg zugewiesenen Personen machten 309 einen Unterbringungsbedarf geltend. Die monatliche Entwicklung und das Vorjahresergebnis sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Monat 2017
Schutzsuchende
(mit Zuweisungs-
entscheidung)

davon Hamburg
zugewiesen

darunter mit Unterbringungs-
bedarf

Januar

794

489

309

Vorjahreszeitraum

3.890*

2.334

2.022

*nachträglich berichtigt

Rückfragen der Medien
Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF)
Kerstin Graupner | Pressesprecherin
Telefon: (040) 428 63-2655 | kerstin.graupner@zkf.hamburg.de