Beamtenversorgung Hinzuverdienen

Wie viel kann ich zu meinen Versorgungsbezügen anrechnungsfrei hinzuverdienen?

Hinzuverdienen Beamtenversorgung

Fotolia_14494491 Zusatzverdienst
Ihr Einkommen

  • aus einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst,
  • aus privatwirtschaftlicher und selbständiger Tätigkeit oder
  • Erwerbsersatzeinkommen

rechnet der Fachbereich Beamtenversorgung (wir) wegen einer gesetzlichen Verpflichtung auf die Versorgung an.

Dies gilt erst, wenn die Summe aus Einkommen und Versorgung die Höchstgrenze des § 64 Abs. 2 Hamburgisches Beamtenversorgungsgesetz (HmbBeamtVG) übersteigt. Die Regelung gilt sowohl für

  • Ruhestandsbeamte,
  • Witwen und Witwer,
  • Waisen und
  • Hinterbliebene aus eingetragenen Lebenspartnerschaften.

Regelaltersgrenze

Ruhestandsbeamte, Witwen , Witwer und Hinterbliebene aus eingetragenen Lebenspartnerschaften

Nach Erreichen der Regelaltersgrenze berücksichtigen wir das im öffentlichen Dienst erzielte Einkommen. Dieses Einkommen heißt Verwendungseinkommen.

Als Höchstgrenze gelten die ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aus der Endstufe der Besoldungsgruppe, aus der sich das Ruhegehalt berechnet. Mindestens beträgt sie aber 150 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aus der Endstufe der Besoldungsgruppe A 4. Diese Höchstgrenze gilt auch für Hinterbliebene Witwen und Witwer.

Waisen

Die Höchstgrenze für Waisen beläuft sich auf 40 Prozent des oben beschriebenen Betrages.

Vor der Regelaltersgrenze

Bis zum Ablauf des Monats in dem Sie die Regelaltersgrenze erreichen gilt für Sie eine niedrigere Höchstgrenze, wenn Sie wegen Schwerbehinderung oder Dienstunfähigkeit, die nicht auf einem Dienstunfall beruht, in den Ruhestand versetzt wurden. Sie beträgt aktuell 71,75 Prozent der allgemeinen Höchstgrenze zuzüglich 450 Euro. Die Höchstgrenze beträgt mindestens 71,75 Prozent aus 150 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aus der Endstufe der Besoldungsgruppe A 4 zuzüglich 450 Euro.

Wurden Sie auf eigenen Antrag nach § 36 Abs. 1 Nr. 2 Hamburgisches Beamtengesetz (HmbBG) oder aufgrund einer besonderen Altersgrenze (z.B. Vollzugsdienste) in den Ruhestand versetzt, dann gelten bei Ihnen auch die ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aus der Endstufe der Besoldungsgruppe, aus der sich das Ruhegehalt berechnet, als Höchstgrenze, mindestens jedoch 150 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aus der Endstufe der Besoldungsgruppe A 4.

Sie behalten unabhängig von der Höhe des erzielten Einkommens mindestens einen Betrag von 20 Prozent des Versorgungsbezuges.

Ausnahme: Wenn sich das Verwendungseinkommen aus derselben oder einer höheren Besoldungsgruppe berechnen. Diese Aussage gilt auch bei vergleichbaren Vergütungsgruppen.

Einkünfte aus:

  • nichtselbständiger Arbeit einschließlich Abfindungen,
  • selbständiger Arbeit,
  • Gewerbebetrieb sowie
  • Land- und Forstwirtschaft

rechnen wir an.

Anrechnungsfrei bleiben nach § 64 Abs. 6 Satz 2 HmbBeamtVG:

  • Aufwandsentschädigungen
  • Unfallausgleich nach § 39 HmbBeamtVG
  • Jubiläumszuwendungen
  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
  • Einkünfte aus Tätigkeiten, die einer schriftstellerischen, wissenschaftlichen, künstlerischen Vortragstätigkeit entsprechen, sofern sie nicht nach Art und Umfang bei einer Beamtin oder einem Beamten zu untersagen wären

Einkünfte aus Kapitalvermögen, die der Einkommensteuer unterliegen

Wir berücksichtigen Einkünfte aus Kapitalvermögen als anrechenbares Erwerbseinkommen nur dann, wenn Sie bei Ihrer selbständigen Tätigkeit in der Kapitalgesellschaft keine oder keine angemessene Vergütung erhalten. In diesen Fällen gehen wir davon aus, dass die Kapitalerträge anstelle einer Vergütung als Einkünfte aus einer Berufstätigkeit anzusehen sind.

Folgende und damit vergleichbare Leistungen gehören zum Erwerbsersatzeinkommen:

  • Krankengeld
  • Verletztengeld
  • Versorgungskrankengeld
  • Mutterschaftsgeld
  • Übergangsgeld
  • Kurzarbeitergeld
  • Winterausfallgeld
  • Arbeitslosengeld
  • Konkursausfallgeld 

Zeigen Sie uns - dem Fachbereich Beamtenversorgung - jeden Bezug und jede Änderung von Einkünften (§ 64 HmbBeamtVG) unverzüglich an.

Bitte benachrichtigen Sie keine anderen Stellen, wie etwa den Fachbereich Beihilfe. Dies erfüllt nicht die Anzeigepflicht.

Wenn wir Ihnen höhere Versorgungsbezüge auszahlen als Ihnen wegen eines zusätzlichen Einkommens tatsächlich zustehen, erfolgen diese Zahlungen unter dem Rückforderungsvorbehalt. Sie müssen diese zu viel geleisteten Zahlungen erstatten. Sie können sich nicht auf den Wegfall der Bereicherung (§ 818 des Bürgerlichen Gesetzbuches) berufen.

Kontakt

Zentrum für Personaldienste

Besucheradresse


Normannenweg 36
20537 Hamburg

Postanschrift (außer Beihilfe)


Postfach 26 19 62
20509 Hamburg

Fax: 040 4279-31842

Tel. Web

E-Mail
Ihre Nachricht an das ZPD

Bitte wählen Sie einen Bereich aus und klicken Sie auf "E-Mail erstellen".

Muster Versorgungsmitteilung