Behörde für Schule und Berufsbildung

Frauenbios

Agnes Gierck

( Agnes Gierck geb. Höhne )
(28.2.1886 Weimar - 12.11.1944 Hamburg)
Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, Langenhorner Hausfrau
Namensgeberin für: Agnes-Gierck-Weg
Agnes Höhne, geboren am 28.2.1886 in Weimar, besuchte in Hamburg die Volksschule bis zur Selekta und arbeitete anschließend als Hausangestellte und Plätterin. 1909 heiratete sie den Arbeiter Karl Gierck und bekam drei Kinder. In den 20er Jahren trat das Ehepaar der KPD bei. Während der Zeit des Nationalsozialismus bestand Agnes Giercks politische Arbeit für die KPD darin, Spenden für Familien von Verfolgten zu sammeln, Parteibeiträge zu kassieren und Schmiere zu stehen. Am 1.10.1934 wurde sie von der Gestapo verhaftet und im April 1935 wegen Volksverhetzung und Vorbereitung zum Hochverrat zu zwei Jahren Zuchthaus – ihr Mann, ihr Sohn und Schwiegersohn zu je anderthalb Jahren Kerker – verurteilt. Nach ihrer Entlassung nahm sie die illegale Widerstandstätigkeit wieder auf. Durch die Jahre der Verfolgung und Haft sowie den Tod beider Söhne erlebte Agnes Gierck das Kriegsende nicht mehr. Sie starb 1944 nach langer Krankheit.

Seit 1997 gibt es in Langenhorn-Nord den Agnes-Gierck-Weg.
Text: Dr. Rita Bake
 

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