Behörde für Schule und Berufsbildung

Frauenbios

Anna Andersch-Marcus

(29.5.1914 Kiel – 114.2005 Yeruham /Israel)
Malerin, Grafikerin, Kunsthandwerkerin
Kap-Horn-Weg 8 (Wohnadresse)
Künstlerische Ausbildung in Kiel und Hamburg. "1935 Studien- und Arbeitsverbot wegen polit. Tätigkeit und der jüd. Abstammung des Vaters, 20 expressive Holzschnitte wurden konfisziert und vernichtet, sie selbst vom DKüB ausgeschlossen. 1937 Heirat mit Adolf Kinau, dem Sohn des Dichters Gorch Fock. Im Mai 1938 Flucht aus Berlin. Umzug nach Dessau, bis 1941 zwei Kinder. Nach der Einberufung Kinaus siedelte sie 1939 nach Finkenwerder über, wo sie mit Arbeitsverpflichtung und polizeilichen Auflagen belegt wurde. 1945 Verbindung zur LKSchule (...). 1949 zweite Ehe mit dem Graphiker M. Andersch. 1950 Geburt des Sohnes. Über den Schwager Alfred Andersch Kontakt zur 'Gruppe 47'. Fortsetzung des Studiums der Kunstgeschichte. Beitritt zur Gedok." 1) In den 50er und 60er Jahren des 20. Jhds. gestaltete sie Bildfenster für Hamburger Kirchen, so für die Heiligengeistkirche in Hamburg Barmbek. 1969 Auswanderung nach Israel.Dort Heirat 1970 mit Shlomo Marcus.
"Vielseitige künstlerische Arbeit. Expressive Landschaftsaquarelle neben früher Konzentration auf graph. Techniken (Holzschnitte). (...) Ihre Doppelbegabung für Kunst und Technik kam bei der Entwicklung der Stiftmosaike für Applikationen auf eine Backsteinwand zum Tragen. Gestaltung einfacher Motive, Experimente mit Glasverarbeitung im Sandwichverfahren, das das konventionelle Verbindungsmittel Blei ersetzt. (...) In den 1950er Jahren Bühnenbilder für die 'Junge Bühne'. Gestaltung von Bucheinbänden für den Springer- und Rowohlt-Verlag. Ab 1954 Illustrationen für das Esso-Magazin und Werbungsentwürfe für Raffinerien. In Israel Fortsetzung der Beschäftigung mit baubezogener Kunst, Entwürfe für Glaswände und Fenster für Synagogen und Kirchen mit kirchl. Motiven in abstrakten Formen." [1]
Text: Rita Bake
Quelle:
1 Der Neue Rump. Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs. Überarb. Neuauflage des Lexikons von Ernst Rump (1912). Hrsg. von Familie Rump. Ergänzt, überarbeitet und auf den heutigen Wissensstand gebracht von Maike Bruhns. 2. Aufl. 2013, S. 13f.
 

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