Namens-/Sachregister

Frauenbios

Deutscher Staatsbürgerinnen-Verband e.V.

Neue Rabenstraße 31 (heute: Siegfried-Wedells-Platz 2) (ehemals)
1960 gründete die Hamburger Frauengruppe der Europa-Union den „Deutschen Staatsbürgerinnen-Verband e.V. Landesgruppe Hamburg“. Heute gibt es die Landesgruppe Hamburg nicht mehr.
Der Deutsche Staatsbürgerinnen-Verband als Bundesverband mit mehreren Regionalgruppen existiert auch heute noch. Er ist der Nachfolger des „Allgemeinen Deutschen Frauenvereins“, dem ältesten Frauenverband Deutschlands (gegr. 1865), der sich 1933 selbst auflöste. Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus nahm der Verband 1947 seine Arbeit wieder auf. 1949 wurde er in 'Deutscher Staatsbürgerinnen-Verband e. V' zurück benannt.
Der Deutsche Staatsbürgerinnen-Verband, Landesgruppe Hamburg war Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Hamburger Frauenorganisationen (ahf). Heute (2019) gibt es die Hamburg Gruppe des Staatsbürgerinnen-Verbandes nicht mehr. In seiner Selbstdarstellung im Mitgliederverzeichnis der ahf aus dem Jahr 1979 heißt es: „Er pflegt den gesamtdeutschen und europäischen Gedanken sowie internationale Beziehungen. (…) Um mitwirken und seine Rechte und Pflichten ausüben zu können, muß man informiert und unterrichtet sein – reden, diskutieren und argumentieren können. Hier vor allem will unser Verband etwas bieten. Dazu dürfen Frauen zunächst ruhig einmal unter sich sein, wenn sie es wollen. Diese Arbeit hat viele Mitglieder veranlaßt, in politischen Parteien aktiv zu werden.“
Auf der Website des Bundesverbandes des Deutschen Staatsbürgerinnen-Verbands heißt es: „Luise Otto-Peters hat im Jahr 1865 durch die Gründung unseres Verbandes die Frauenbewegung gebündelt und angeführt - ihr und zahlreichen weiteren starken Frauen früherer Generationen verdanken wir Meilensteine der Gleichstellung. Darauf sind wir stolz. Mit Ehrfurcht treten wir dieses Erbe an und stellen uns den Herausforderungen der modernen Gleichstellungspolitik. Wir sind uns einig: Unser Alter verpflichtet uns zu historischer Aufklärung über die Geschichte der Frauenrechtsbewegung und die Schwerpunkte unserer Gründerin - Bildung und Teilhabe am Arbeitsmarkt für Mädchen und Frauen - haben uns dazu bewegt, uns zu einem Netzwerk zu entwickeln, das heimische Frauen und Frauen internationaler Herkunft dabei unterstützt, beruflich und gesellschaftlich Fuß zu fassen. Gemeinsam sind wir stark.
Gegründet 1865 als 'Allgemeiner Deutscher Frauenverein' (AdF). Wir sind überparteilich, unabhängig und überkonfessionell. Wir sind der älteste Frauenverband Deutschlands und tragen einen Namen, der nun mehr als einhundert Jahre alt ist. Mit unserem historischen Hintergrund sind wir aktuell wie nie: wir verstehen uns als Wertegemeinschaft, die auf Respekt, Achtung und Gemeinschaftssinn aufgebaut ist. Staatsbürgerin-Sein bedeutet für uns die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung und die aktive Gestaltung des Umfelds, in dem wir leben. Mit unserem Arbeitsschwerpunkt Zuwanderung befassen wir uns mit den Bedürfnissen und Belangen von Frauen internationaler Herkunft. Egal, ob mit oder ohne deutscher Staatsangehörigkeit: bei uns finden Sie ein Zuhause – als deutsche Staatsbürgerin." www.staatsbuergerinnen.org
 

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Datenbank Hamburger Frauenbiografien

Frauen, die in Hamburg Spuren hinterlassen haben
(Datenbank Stand: September 2019) Frauen stellen mindestens die Hälfte der Menschheit. Wenn es aber um Erinnerungen geht, sind es immer noch in der Mehrzahl Männer, die die Spitzenplätze einnehmen.

Hammonia

Hamburger Frauenbiografien-Datenbank

Erklärung zur Datenbank

Stand September 2019: 1123 Kurzprofile von Frauen und 389 sonstige Einträge z. B. Vereine, Aktionen, Zusammenschlüsse und Überblicksdarstellungen zu Themen der Frauenbewegungen.

Zuletzt eingetragene Namen
Januar 2019 Erika Woisin, Christine Färber, Aracy Moebius de Carvalho, Charlotte Tauterat, Caroline Umlauff, Elvira Unglaube, Schwestern-Verein der Hamburgischen Staatskrankenanstalten, Clara Goldschmidt, Elsa Hopf, Dora Wenneker-Iven
Februar 2019 Demoiselle Conradi, Christine Reinhard, Erna Martens
März 2019 Klara Laser, Frieda Cordes, Johanne Günther, Eliza Wille
April 2019 Liselotte Strelow, Ruth Held
Mai 2019 Sozialverband VdK, Mädchentreff Schanzenviertel, Deutscher Frauenbund für alkoholfreie Kultur, Vera Jürs, Johanna Renate Wöhlke
Juni 2019 pro familia, Celly de Rheidt
Juli 2019 Rosa Bartl
September 2019 Mabel Wulff

Die Zahlen allein für Hamburg sind ernüchternd: ca. 2526 Straßennamen sind nach Männern benannt, gegenüber 420, die nach Frauen benannt wurden. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Anzahl der Denkmäler und Erinnerungstafeln. Auch bei Ehrungen und Auszeichnungen wird oft an IHN und nur wenig an SIE gedacht.

Trotz aller Leistungen von Frauen scheint die Erinnerung an sie schneller zu verblassen, sind die Archive und Netze der Erinnerung besonders löchrig - erweist sich die Wertschätzung weiblichen Wirkens als gering. Wie oft heißt es, wenn auch Frauen geehrt werden könnten:

„Uns ist dazu keine Frau von Bedeutung bekannt!“

Ein Argument, das in Zukunft keine Chancen hat, denn es gibt jetzt diese Datenbank. Eine Bank, die ihren Anlegerinnen und Anlegern hohe Renditen verspricht, denn das Kapital ist das historische Wissen. Geschöpft aus Archivmaterialien, Lexika, Zeitungsartikeln und –notizen, aus veröffentlichten Biografien, zusammengetragen und erforscht von Einzelpersonen etc., bietet die Datenbank die beste Voraussetzung für eine hohe gesellschaftliche Wirksamkeit - im Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit. Die Früchte dieser Datenbank sollen die Bedeutung von Frauen für Hamburgs Geschichte leicht zugänglich machen und selbstverständlich in den Alltag von heute tragen.

Was erwartet Sie?

Im Mittelpunkt stehen verstorbene Frauen, die in Hamburg gewirkt und/oder gewohnt und die Spuren hinterlassen haben. Das können Autorinnen, Schauspielerinnen, Wohltäterinnen, Kneipenwirtinnen, Politikerinnen, Wissenschaftlerinnen, bildende Künstlerinnen, Sängerinnen, Unternehmerinnen, Ärztinnen, Sozialarbeiterinnen, Juristinnen, Journalistinnen, Widerstandkämpferinnen gegen und Opfer des NS-Regime etc. sein – aber auch Täterinnen.

Wir stellen keineswegs nur „prominente“ Frauen oder hehre Vorbilder vor – sondern auch das Wirken und Leben der „kleinen Frau“ auf der Straße, die oft im Stillen gearbeitet hat, für die Familie, die Stadt, die Partei, die Kunst, für sich.

Darüber hinaus präsentieren wir Ihnen auch Orte, Einrichtungen, Vereine und Themen, die für Frauen von historischer Bedeutung waren und sind.

An dieser Datenbank wird kontinuierlich gearbeitet. Es werden laufend neue Namen und Rechercheergebnisse eingestellt.

Wie nutzen Sie die Datenbank?

  • Sie kennen den Namen einer Frau – und möchten mehr wissen?
    Dann geben Sie den Namen ein. Sie finden: Wohn- bzw. Wirkungsstätte und mehr oder weniger ausführlich biografische Daten, ggf. mit Hinweisen auf weitere Veröffentlichungen, Webseiten.
  • Sie möchten wissen, wer in einer bestimmten Straße oder einem bestimmten Stadtteil/Bezirk gewohnt hat? Dann geben Sie den Straßennamen ein oder wählen einen Stadtteil oder Bezirk aus.
  • Sie interessieren sich für bestimmte Themen, Berufsgruppen, Orte/Gebäude, Vereine oder Institutionen, die im Zusammenhang mit Frauen eine Rolle spielen? Dann nutzen Sie das Schlagwortregister, die freie Suche oder das Namens-/Sachregister.

Die einzelnen Frauen sind in der Regel mit einer Adresse verzeichnet – für ihre Wohnung bzw. ihren Wirkungsort. Mehrere Umzüge und Ortswechsel können in der Regel nicht recherchiert werden.

Achtung: Die Namen und Verläufe von Straßen haben sich oft verändert. Wer wissen möchte, wo bestimmte Hausnummern heute zu finden sind, muss alte Stadtpläne oder u. U. Grundbucheintragungen einsehen. Es gibt beim Statistikamt Nord einen alte Kartei der so genannten "Hausnummerhistorien", in der sich alte und neue Hausnummern gegenüberstehen. Bei Umnummerierungen von Hausnummern aber auch bei Umbenennungen von Straßennamen kann hier eine raschere Auskunft möglich sein, als über den Vergleich von alten und neuen Lageplänen (freundliche Auskunft von Jörg-Olaf Thießen Staatsarchiv Hamburg). Wer dann noch nicht weiter kommt, sollte sich an das Staatsarchiv wenden. Viele Stadtpläne sind bereits online einsehbar.

Ihre Mitarbeit ist gern gesehen

Haben Sie Anregungen, Neuigkeiten, Ergänzungen?
Sind Ihnen neue Namen begegnet, hüten Sie alte Briefe, Akten etc., dann nehmen Sie gerne Kontakt auf:
Dr. Rita Bake,
Rita.Bake@hamburg.de

Verantwortlich für die Datenbank:

Dr. Rita Bake
stellvertretende Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg a. D.
Gründerin des Gartens der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Die Datenbank wurde von ihr zusammengestellt und wird laufend von ihr ergänzt und erweitert.
Ein Teil der Frauenbiografien sind mit freundlicher Genehmigung von verschiedenen Autorinnen und Autoren verfasst worden. Die Namen der Autorinnen und Autoren finden Sie jeweils am Ende ihrer Beiträge. Es gibt auch eine Rubrik: Autorinnen und Autoren, in der Sie deren biografische Angaben finden.

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Dr. Rita Bake
rita.bake@hamburg.de

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