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Frauenbios

Charitas Bischoff

( Charitas Bischoff, geb. Dietrich )
(7.3.1848 Siebenlehn/Sachsen – 24.2.1925 Blankenese)
Schriftstellerin
An der Alster 24a (Wohnadresse, bei dem Fabrikanten Heinrich Adolph Meyer)
Namensgeberin für: Charitas-Bischoff-Treppe
Bestattet auf dem Blankeneser Friedhof, Sülldorfer Kirchenweg 151, Grabsteinmuseum
Tochter der Botanikerin und Forschungsreisenden Amalie Dietrich. Erlebte in ihrer Kindheit viel Strenge. Während ihre Eltern auf Forschungsreisen gingen, blieb Charitas bei Verwandten oder auch Fremden. Sie litt unsäglich unter der Trennung von ihrer Mutter, der die häufigen Trennungen ebenso schwer fielen. Kehrten die Eltern nach Hause zurück, musste Charitas beim Präparieren von Pflanzen und Insekten helfen. Dazu schreibt Caritas Bischoff in ihren Lebenserinnerungen: „Wenn ich mein Leben mit dem Leben anderer Kinder verglich, so sah ich schon früh, daß ich andere Pflichten, aber auch andere Freuden und Genüsse hatte als meine Gefährtinnen. Äußerlich und innerlich war ein großer Unterschied, Fast alle waren besser gekleidet als ich. Wenn die anderen die Schule und die Schularbeiten hinter sich hatten, so waren sie frei (…) und konnten nach Herzenslust herumspielen. Sie brauchten nicht wie ich, zu anderen Leuten, sie durften Kinder mit in ihr Heim bringen, sie bekamen gelegentlich kleine Geldgeschenke, die sie in Lakritzen oder Süßholz anlegten. Bei mir kam das nicht vor. Kinder durfte ich nur mit nach Hause bringen, wenn wir alle Gefäße voller Pflanzen hatten und viele Hände brauchten, die das Gesammelte in Papier legten. Zu dieser eigentümlichen Art ‚Kindergesellschaft‘ drängten sich meine Gefährtinnen, obgleich sie still sitzen und stundenlang unter der strengen Aufsicht des Vaters arbeiten mußten. Die Bewirtung fiel nur mager aus, denn sie bekamen nach der Arbeit eine Sirupsbremme von der Mutter. Was lockte sie? Vielleicht das Außergewöhnliche, was ihnen durch die Eltern und die ganze Umgebung geboten wurde, vielleicht aber auch mehr das Erzähltalent des Vaters. Um die Kinder willig zu machen, erzählte der Vater an solchen Tagen Märchen aus dem Tier- und Pflanzenleben, und er erzählte so spannend, so lebendig, daß wir jede Störung wie einen häßlichen Mißton empfanden, und doch musste dann und wann neues Arbeitsmaterial und Anweisungen gegeben werden. Wie gern hörte ich es, und wie stolz war ich, wenn die Kinder beim Nachhausegehen zu mir sagten: ‚O du, aber die Vater kann scheen derzählen!‘“ [1]
Der Vater stellte höchste Ansprüche an das Können seiner Tochter und wenn sie ihm nicht gut genug arbeitete, wurde er zornig: „Wie lange saß ich da oft an einer einzigen Pflanze. Ich beschwerte die einzelnen Zweige mit rechteckigen Eisenstücken, bis ich der ganzen Pflanze die Form gab, die sie im frischen Zustand hatte. Wenn sie am nächsten Tage aus der ersten Presse kamen und sie trugen Spuren oberflächlichen Einlegens, so nahm der Vater die betreffende Pflanze, riß sie mitten durch und warf sie mir zornig vor die Füße. ‚Untersteh dich und bring mir solche schlampige Arbeit unter die Augen‘, rief er entrüstet. O, wie ich unter seinen Worten zitterte, was für Angst ich hatte, wie ich mich nach solchem Zornausbruch bemühte, die Pflanzen gut einzulegen! Diese Strenge ließ keine Vertraulichkeit meinerseits aufkommen. Ich konnte ihn bewundern, ich konnte stolz auf ihn sein, aber ich konnte mich nicht unbefangen hingeben. Meine kindlichen Angelegenheiten waren seiner Beachtung nicht wichtig genug. Ich wagte mich ihm gegenüber gar nicht damit hervor.“ [2]
Mit ihrer Mutter Amalie Dietrich ging Charitas oft zum Pflanzensammeln und Insektenfangen in die Natur: „Den wohltuenden Gegensatz zu den Stunden stiller Arbeit bildeten die botanischen Wanderungen mit der Mutter. Meine Ausrüstung war ebenso vollständig wie die ihrige. Ich hatte eine Botanikerkapsel, ein Schmetterlingsnetz, ein Käferglas mit Spiritus und eine Schachtel mit durchlöchertem Deckel für Raupen. So ausgerüstet wanderte ich an der Seite der Mutter weit herum im sächsischen Lande. Wie reich und glücklich fühlte ich mich an solchen Tagen! Mir war zumute, als würde mir durch die Mutter die ganze Welt mit ihren Schätzen und Freuden erschlossen. Daß auch sie herb und streng sein konnte, das vergaß ich an solchen Tagen, da entfaltete sie eine Fülle reichen, sonnigen Innenlebens. Sie ging auf alles ein, was mich beschäftigte, sie ermunterte mich zum Singen, sie lobte mein tapferes Wandern, sie rezitierte lange Balladen, die sich der Stimmung der Gegend einfügten, sie hatte Bewunderung für Wolkenbildung und den feurigen Sonnenuntergang. Mit wie vielerlei Menschen kamen wir zusammen, und mit allen wußte die Mutter den rechten Ton zu treffen. Mir prägte sie ein, mich von niemand und vor nichts zu fürchten. Wo sich nur Gelegenheit bot, sollte ich hilfreich zufassen.“ [3]
Als die Mutter einmal sehr lange auf Reisen war, kein Geld schickte und sich auch nicht meldete – sie lag schwer erkrankt in einem holländischen Krankenhaus –, schickte der Vater, der zu Hause geblieben war, seine Tochter zu fremden Menschen und nahm eine Hauslehrerstelle in einem anderen Ort an. Charitas lebte nun bei einem fremden Ehepaar und musste nach der Schule für dieses arbeiten. Da sie nicht gut behandelt wurde, wechselte sie die Stelle. Als ihre Mutter zurückkehrte, fand diese in ihrem Haus fremde Menschen vor. Sie kannte weder den Aufenthaltsort der Tochter noch den des Ehemannes. Nachdem sie ihre Tochter wieder gefunden hatte, kam Charitas wieder zu fremden Leuten. Die Mutter versuchte, in Hamburg Geld mit ihren Pflanzen zu verdienen. Nachdem sie dort einen neuen Arbeitgeber fand – den Kaufmann Cäsar Godeffroy gefunden hatte, und der Elfenbeinimporteur/kaufmann Heinrich Adolph Meyer, der Amalie Dietrich dem Kaufmann Godeffroy empfohlen hatte, sich bereit erklärte, gemeinsam mit seiner Ehefrau Marie die Aufsicht über die damals 15-jährige Charitas zu übernehmen, wenn Amalie Dietrich für zehn Jahre nach Australien ginge, konnte Amalie Dietrich ihre Tochter nach Hamburg nachholen. Nun lebte Charitas bei dem kinderlosen Ehepaar Meyer, das in einem hochherrschaftlichen Haus in der Straße „ An der Alster“ 24a wohnte.
Als Amalie Dietrich ihre Tochter zu den Meyers brachte und ihr mitteilte, dass sie einen Vertrag mit Cäsar Godeffroy hätte, wonach sie sich verpflichtet habe, zehn Jahre lang als Botanikerin nach Australien zu gehen, fragte Charitas ihre Mutter, ob sie mitkönne. Darauf Amalie Dietrich: „Nein, ich nehme dich nicht mit! (…) jede Reise hast du mir durch dein Jammern extra schwer gemacht! Glaubst du etwa, daß nur du leidest? Du bist ja noch zu jung, als daß du einen Begriff haben könntest von Kämpfen, die mir auferlegt sind. Ich konnte ja nicht zu Hause bleiben, und das was mich immer so niederdrückte, das war, daß ich trotz der größten Anstrengung nichts für deine Erziehung tun konnte. Das ist von nun an anders! Ich bin fest angestellt, habe eine bestimmte Einnahme, und das kommt in erster Linie jetzt dir zugute. Du hast immer den Wunsch gehabt, etwas zu lernen, ich biete dir jetzt die Möglichkeit! Leichter wäre es mir, dich mitzunehmen, richtiger ist es auf alle Fälle, daß du hier bleibst.“ [4]
Charitas, die von Kind an weder eine äußere noch eine innere Heimat hatte, wohnte nun bei den Meyers und verbrachte die Sommer mit ihnen in deren Villa „Haus Forsteck“ am Kieler Fördeufer. Später wurde sie von den Meyers zur Ausbildung nach Eisenach und Wolfenbüttel geschickt. In Wolfenbüttel arbeitete Charitas einige Jahre als Lehrerin, ging dann für zwei Jahre nach London und kehrte im Alter von 23 Jahren nach Deutschland zu den Meyers, die in der Zwischenzeit nach Kiel gezogen waren, zurück.
Charitas lernte den Kandidaten der Theologie, Christian Bischoff, kennen. Als ihre Mutter aus Australien zurückkehrte, war Charitas bereits verlobt. Die Mutter war sehr enttäuscht darüber, hatte sie sich doch vorgestellt, dass ihre Tochter ihr nun wieder beim Präparieren der Planzen und Insekten helfen würde. Charitas heiratete ihren Pastor am 8.10.1873. Das Paar zog nach Roagger in Nordschleswig und bekam drei Kinder (1874, 1876, 1886).
Aber auch in der Ehe fand Charitas keine Heimat, die ihr das Gefühl gab, sich aufgehoben und zugehörig zu fühlen. Charitas litt an Vereinsamung.
Charitas Bischoff begann erst als verheiratete Frau zu schreiben, zunächst kleine Erzählungen, die in der Kieler Zeitung veröffentlicht wurden. Durch ihre dort 1886 veröffentlichten Skizzen aus Nordschleswig wurde sie so bekannt, dass von nun an selbständige Veröffentlichungen möglich waren. Charitas Bischoff arbeitete als Schriftstellerin, Journalistin und Übersetzerin aus dem Dänischen.
In ihren Romanen kommen die „unauslöschlichen Eindrücke aus einer harten Kindheit, das Vorbild ihrer Mutter und spätere Lebenserfahrungen u. a. als Pastorengattin“ zum Ausdruck. (Lexikon der Frau, Zürich 1953/54.) Am bekanntesten wurden ihre Biographie über ihre Mutter „ Amalie Dietrich“ und ihre Autobiographie „Bilder aus meinem Leben“ (1914).
Grabstein von Charitas Bischoff auf dem Friedhof Blankenese; Foto: kulturkarte.de/schirmer
1890 zog das Ehepaar Bischoff mit seinen Kindern nach Rendsburg. Dort starb vier Jahre später Charitas’ Mann durch einen Unfall.
Charitas Bischoff begab sich wieder auf die Suche nach Heimat und reiste eine Zeitlang mit ihren Kindern durch Sachsen, die Heimat ihrer Kindheit, kehrte aber schließlich in die Großstadt Hamburg zurück, wo sie mit ihrem jüngsten Kind – das Älteste, eine Tochter hatte geheiratet, die Mittlere hatte eine Stelle in einem Landpastorat angenommen – in einem Etagenwohnhaus lebte. Aber auch dort fühlte sich Charitas Bischoff einsam und verlassen. „Es waren soviel Menschen, daß der eine sich vor dem andern wehrte, daß er sich abschloss. Man legte die eiserne Kette vor die Tür – vielleicht auch ums Herz!“ [5]
Seit 1995 gibt es im Hamburger Stadtteil Blankenese die Charitas-Bischoff-Treppe.
Text. Dr. Rita Bake
Quelle:
1 Charitas Bischoff: Bilder aus meinem Leben. Berlin 1922, Kapitel 8.
2 ebenda.
3 Ebenda.
4 Charitas Bischoff, a. a. O., Kapitel 20.
5 Charitas Bischoff, a. a. O., Kapitel 47.
 

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(Datenbank Stand: Juli 2021) Frauen stellen mindestens die Hälfte der Menschheit. Wenn es aber um Erinnerungen geht, sind es immer noch in der Mehrzahl Männer, die die Spitzenplätze einnehmen.

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Hamburger Frauenbiografien-Datenbank

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Stand Juli 2021: 1251 Kurzprofile von Frauen und 434 sonstige Einträge z. B. Vereine, Aktionen, Zusammenschlüsse und Überblicksdarstellungen zu Themen der Frauenbewegungen.

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Zuletzt eingetragene Namen

Januar 2021: Katherina Hanen, Ingeborg Hecht

Februar 2021: Anita Horz

März 2021: Gertrud Bing, Ilse Hirschbiegel, Hilde David, Aenne Bohne-Lucko, Hildegard Stromberger, Angela Bernhardt, Emilie Rücker, Adele Will, Dora und Claudine Staack, Andrea Karsten,
wesentlich aktualisiert: Zwangsarbeiterinnen für Valvo Radioröhrenfabrik und der Hamburger Batterie-Fabrik Otto Gross, Käthe Strutz

April 2021: Adeline Gräfin von Schimmelmann
wesentliche aktualisiert: Anna Andersch-Marcus; Tatiana Ahlers-Hestermann; Marie Anne Lippert; Marienkrankenhaus; Annemarie Marks-Rocke; Katharina Mayberg; Erna Mayer; Ottilie Metzger-Lattermann; Else Mögelin; Molckenbuhr'sche Stiftung für alte weibliche Dienstboten; Erna Mros; Nanny-Jonas Stift; Martha Naujoks; Anna Maria Pyrker; Charlotte Ida Popert; Adele Reiche; Minna Rist; Martha Rauert; Vierländerin Brunnen; Rosemarie Sacke; Sophie Albrecht, Ida Eberhardt

Mai 2021: Rosa Zinner

Juni 2021: Barbara Ossenkopp, Helga Schulz, Antonie Brandeis, Helga Mauersberger, Clara Stern

Juli 2021: Hildegard Cohen, Ingeborg Babatz, Ingeborg Danielsen, Inge Wulff, Eleonore Rudolph, Marianne Tidick

Was erwartet Sie in der Frauenbiografie-Datenbank?

Die Zahlen allein für Hamburg sind ernüchternd: 2694 Verkehrsflächen sind nach Männern und Jungen (8) benannt (darin enthalten: Roman-, Märchen- und Sagengestalten (72), frei gewählte männliche Vornamen (12) sowie nach Familien benannte Straßen (176). Letztere wurden zu den Männerstraßennamen zugezählt, weil hier in erster Linie die männlichen Familienangehörigen gemeint sind, die in vielen Fällen mit Namen genannt werden bzw. ihre Berufe aufgezählt werden).
Nur 442 Straßen sind nach Frauen und Mädchen (8) benannt (darin enthalten: Roman,- Märchen- und Sagengestalten (36), frei gewählte weibliche Vornamen (18) sowie nach Frauen und Männern benannte Straßen (46). Bei Letzteren handelt es sich in erster Linie um nachträglich nach Frauen mitbenannte Straßen, die ehemals nur nach den Nachnamen von bedeutenden männlichen Familienangehörigen benannt worden waren) (Stand: Mai 2021).

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Anzahl der Denkmäler und Erinnerungstafeln. Auch bei Ehrungen und Auszeichnungen wird oft an IHN und nur wenig an SIE gedacht.

Trotz aller Leistungen von Frauen scheint die Erinnerung an sie schneller zu verblassen, sind die Archive und Netze der Erinnerung besonders löchrig - erweist sich die Wertschätzung weiblichen Wirkens als gering. Wie oft heißt es, wenn auch Frauen geehrt werden könnten:

„Uns ist dazu keine Frau von Bedeutung bekannt!“

Ein Argument, das in Zukunft keine Chancen hat, denn es gibt jetzt diese Datenbank. Eine Bank, die ihren Anlegerinnen und Anlegern hohe Renditen verspricht, denn das Kapital ist das historische Wissen. Geschöpft aus Archivmaterialien, Lexika, Zeitungsartikeln und –notizen, aus veröffentlichten Biografien, zusammengetragen und erforscht von Einzelpersonen etc., bietet die Datenbank die beste Voraussetzung für eine hohe gesellschaftliche Wirksamkeit - im Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit. Die Früchte dieser Datenbank sollen die Bedeutung von Frauen für Hamburgs Geschichte leicht zugänglich machen und selbstverständlich in den Alltag von heute tragen.

Im Mittelpunkt stehen verstorbene Frauen, die in Hamburg gewirkt und/oder gewohnt und die Spuren hinterlassen haben. Das können Autorinnen, Schauspielerinnen, Wohltäterinnen, Kneipenwirtinnen, Politikerinnen, Wissenschaftlerinnen, bildende Künstlerinnen, Sängerinnen, Unternehmerinnen, Ärztinnen, Sozialarbeiterinnen, Juristinnen, Journalistinnen, Widerstandkämpferinnen gegen und Opfer des NS-Regime etc. sein – aber auch Täterinnen.

Wir stellen keineswegs nur „prominente“ Frauen oder hehre Vorbilder vor – sondern auch das Wirken und Leben der „kleinen Frau“ auf der Straße, die oft im Stillen gearbeitet hat, für die Familie, die Stadt, die Partei, die Kunst, für sich.

Darüber hinaus präsentieren wir Ihnen auch Orte, Einrichtungen, Vereine und Themen, die für Frauen von historischer Bedeutung waren und sind.

An dieser Datenbank wird kontinuierlich gearbeitet. Es werden laufend neue Namen und Rechercheergebnisse eingestellt.

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Verantwortlich für die Datenbank:

Dr. Rita Bake
stellvertretende Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg a. D.
Gründerin des Gartens der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Die Datenbank wurde von ihr zusammengestellt und wird laufend von ihr ergänzt und erweitert.
Diverse Frauenbiografien sind von verschiedenen Autorinnen und Autoren verfasst worden. Die Namen der Autorinnen und Autoren finden Sie jeweils am Ende ihrer Beiträge. Es gibt auch eine Rubrik: Autorinnen und Autoren, in der Sie deren biografische Angaben finden.

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