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Therese von Bacheracht

( Therese von Bacheracht, geb. von Struve, verheiratete Freifrau von Lützow, Pseudonym „Therese“ )
(4.7.1804 Stuttgart – 16.9.1852 Tjilatjap, Java)
Schriftstellerin
Große Drehbahn 41 (Wohnadresse)
Büschstraße 7 (Wohnadresse)
Therese von Bacheracht, Lithographie von Josef Kriehuber, 1841, nach einem Gemälde von Friedrich von Amerling, Bild: via Wikimedia Commons, Josef Kriehuber (Maler) / gemeinfrei
Der Historiker Dirk Brietzke schreibt in seinem Portrait über Therese von Bacheracht, sie: „gehörte mit Fanny Lewald und Ida Gräfin Hahn-Hahn zu den ersten Schriftstellerinnen deutscher Sprache, die in der Zeit des Vormärz ihrer Tätigkeit mit professionellem Ausspruch und finanziellem Erfolg nachgingen.“ [1]
Geboren wurde Therese von Struve in Stuttgart als Tochter von Elisabeth Wilhelmine Sidonie Gräfin Oexle von Friedenberg (1780-1837, verheiratete von Struve und deren Mann, dem kaiserlich russischen Legationssekretär und Staatsrat Heinrich von Struve (1772-1851). 1814 zog die Familie nach Hamburg. „Bis 1949 sollte die Stadt ihr Lebensmittelpunkt bleiben. Die Herkunft aus einflussreicher und wohlhabender Familie ermöglichte ihr eine privilegierte Ausbildung, die sie zunächst nach Weimar, wo sie die Bekanntschaft Goethes machte, dann nach St. Petersburg an ein Mädchenpensionat für Angehörige des Hochadels führte.“ [2]
Wie in so vielen adligen Familien üblich musste Therese von Struve eine Konvenienzehe eingehen, also eine Zwangsehe. Da war sie 21 Jahre alt und der Auserwählte war der reiche kaiserlich-russische Staatsrat, Legationssekretär und Generalkonsul Robert von Bacheracht. (1798-1884) .
Therese von Bacheracht verkehrte in Hamburgs Geldadel: „Zugehörigkeit zu Adel und Diplomatie öffnete ihr alle Möglichkeiten, sich auf dem gesellschaftlichen Parkett zu bewegen: So bei Carl und Marianne Godeffroy, wo Zusammenkünfte an der Tagesordnung waren. Zu den anwesenden Gästen solcher Treffen zählten neben Mitgliedern der Familie Godefrroy die Jenischs, Baron von Voght, Thereses Eltern, Syndicus Amsinck und andere Honorationen. (…) Vorwiegend waren es Männer, die der Staatrathin Bacheracht ‚zu Füßen lagen‘. Die Damen waren zurückhaltender in ihren Sympathiebekundungen“ [3] und es gab auch so manchen Klatsch hinter vorgehaltener Hand. So schrieb Marianne Godeffroy – vielleicht auch mit ein wenig Neid - ihrem Mann: „Ein gewisser Doctor M. ‚ist (..), seit der Comödie auch ziemlich viel mit der Bacheracht beschäftigt, die diesen Winter sich von allen Damen entfernt hält, unverschämt mit den Herren coquettirt u immer die schönsten Toiletten macht. Caroline sagte mir neulich von ihr: Es ist auch gar kein Auskommen mehr mit der Frau seitdem sie von Russland zurück ist.‘“ [4]
Therese von Bacheracht hatte einen Ausweg aus ihrer unglücklichen Zwangsehe gefunden und sich nach dem frühen Tod ihres Sohnes, der im Alter von drei Jahren starb, der Schriftstellerei und einem Geliebten zugewandt. So lernte sie 1841 den ebenfalls verheirateten Schriftsteller Karl Gutzkow kennen. Die beiden verliebten sich ineinander und gingen eine leidenschaftliche Liebesbeziehung ein, die erst 1848 endete. Karl Gutzkow soll es gewesen sein, der Therese ermunterte, sich schriftstellerisch zu betätigen. „Zunächst als Feuilletonistin für Pariser Zeitungen tätig, trat sie mit einer Übersetzung von Henriette von Paalzows dreibändigem Roma ‚St. Roche‘ ins Französische hervor, bevor sie unter dem Pseudonym ‚Therese‘ in den Jahren von 1841 bis 1849 in rascher Folge Romane, Novellen und Reisebeschreibungen veröffentlichte. In Form und Diktion überwiegend einem in Pathos und Erhabenheit schwelgenden literarischen Zeitgeschmack verpflichtet und in Milieuschilderungen weitgehend der eigenen Erfahrungswelt verhaftet, fand sie doch mitunter – so etwa in dem Roman ‚Heinrich Burkart‘ (1846) und in ‚Eine Reise nach Wien‘ (1848) – zu einer zeitkritischen Orientierung, indem sie soziale und politische Missstände sowie insbesondere die Benachteiligung der Frau aufgriff,“ [5] so Dirk Brietzke. Davon waren aber einige schriftstellernden Zeitgenossinnen nicht überzeugt. „Annette von Droste-Hülshoff schrieb 1845 erbost an eine Freundin, Thereses #Falkenberg‘ sei zwar mit Feinheit geschrieben, aber worum es gehe, das sei ‚Liebe – hündische, entwürdigende Liebe! – Ein Frauenzimmer sollte sich schämen, ihr Geschlecht so elend schwach dazustellen.‘ Dennoch ordnete die Droste 1846 in einer Rangliste ihr bekannter Schriftstellerinnen Therese weit oben an. Auch Fanny Lewald urteilte harsch über Thereses Romane. Sie sah die Begabung der Freundin auf dem Gebiet der Reiseerzählung, aber auch nur da, wo Therese sich aus der Abhängigkeit Gutzkows befreite,“ [6] so die Germanistin und Historikerin Renate Sternagel.
Karl Gutzkow ließ seine Geliebte auch Artikel in seiner Zeitschrift „Telegraph für Deutschland“ veröffentlichen und Therese von Bacheracht rezensierte seine Werke und führte ihn in die „höhere Gesellschaft“ ein. Das Paar pflegte also nicht nur eine Liebesbeziehung miteinander, sondern es entstand zwischen ihnen auch eine Win-Win-Situation.
„1847 gab Therese von Bacheracht unter dem Titel ‚Briefe an eine Freundin‘ die Briefe Wilhelm von Humboldts an Charlotte Diede heraus. Am 10. August 1848 wurde eine von Karl Töpfer dramatisierte Fassung ihres Romans ‚Heinrich Burkart‘ im Hamburger Thalia-Theater aufgeführt.“ [7]
In Hamburg kam man schnell dahinter, wer sich unter dem Pseudonym „Therese“ verbarg. Dazu schreibt Renate Sternagel: „Bereits bevor ihr erstes Werk erschien, gab es (…) Gerüchte, die sich rasch bestätigten: Es sei eine Dame aus der Hamburger Gesellschaft, hieß es, die mit den geistigen und wirtschaftlichen Größen der Stadt in persönlichem Verkehr stehe. Ihre elegante Erscheinung, wenn sie sich zu Pferd oder im Wagen durch die Stadt bewegte, war den Hamburgern wohlvertraut. (…). ‚Die Hamburger wussten nicht recht, was sie zu der Erscheinung sagen sollten‘, bemerkte ein Kritiker. ‚Auch wenn es früher Schriftstellerinnen in Hamburg gegeben hatte, so war es doch neu, dass sich gerade eine ‚solche Dame‘ mit der Literatur abgab. Man hätte dergleichen nicht erwartet von der jugendlich lebhaften genialen Frau mit den sprechenden Zügen und den langen schwarzen Seidenwimpern.‘ (…)
Es ist erstaunlich, was sie alles gelesen haben will, wenn sie abends müde von anstrengenden Besichtigungen in Rom oder Neapel ins Hotel kam. Das reichte von Goethe über Madame de Stael, Börne, Balzac, Mirabeau (…). Therese liebte Bücher und war immer auf dem neuesten Stand. An einer Stelle heißt es: ‚Könnte man doch mit allen Büchern der Welt die bleierne Zeit scheuchen, wie wollte ich schleppen helfen.‘“ [8]
Renate Sternagel geht in ihrem Aufsatz über Therese von Bacheracht auch auf die damalige Situation von Schriftstellerinnen ein und wie diese auf versuchten, auf den ihnen von Männern entgegengebrachten neidischen Argwohn zu reagieren. So schreibt sie: „Therese war bei ihrem ersten Werk dem Beispiel vieler Schriftstellerinnen gefolgt, die in ihren Vorworten bescheiden die Anspruchslosigkeit des Geschriebenen beteuerten. In einer Zeit, in der Literaturwissenschaftler mit Sorge die ‚epidemische Wirkung der Schreibsucht‘ auf Frauen beobachteten, schien es ratsam, dem Konkurrenzneid männlicher Autoren möglichst wenig Nahrung zu geben. Therese war sogar einen Schritt weiter gegangen als ihre Kolleginnen. Sie hatte für die ‚Briefe aus dem Süden‘ einen alten Freund der Familie, Friedrich von Strombeck, gebeten, als Herausgeber zu fungieren. Stromberg schrieb das Vorwort und ließ die Leser nicht im Zweifel darüber, dass er vom Inhalt dieses Werks nicht allzu viel hielt. Das unterstrich er durch zahlreiche Fußnoten im Text, in einer von denen er beispielsweise hieß, dass der Himmel über dem Mailänder Dom, auf dessen Dach Therese stand, keineswegs so tiefblau sein konnte, wie sie behauptete, da sie sonst die Alpen hätte sehen müssen, was nicht der Fall gewesen war.“ [9]
Obwohl Therese von Bacheracht gut situiert war, war es ihr wichtig, mit der Schriftstellerei Geld zu verdienen, um finanziell Unabhängigkeit zu erlangen. Dazu Renate Sternagel: „Im Abschiedsbrief an ihren Mann Robert vor ihrer Scheidung 1849 bekannte sie, Geld sei ein wichtiger Antrieb für sie gewesen, als sie 1982 zum ersten Mal an Trennung von ihm gedacht und er ihr das ausgeredet habe. Sie habe ihm zwar nachgegeben, aber ‚von dem Augenblick an sann ich auf Mittel, mir eine selbständige Existenz außerhalb der Ehe zu schaffen und …. ward Schriftstellerin!‘“ [10]
1849 wurde Thereses Ehe endlich geschieden. Noch im selben Jahr heiratete sie ihre Jugendliebe, ihren Cousin Heinrich Freiherr von Lützow, der als Oberst in der niederländischen Kolonialarmee diente. Das Paar zog nach Java und bekam eine Tochter. Vor ihrer Abreise hatte sie noch einen Brief an ihren Verleger geschrieben, in dem sie ihm erklärte, mit der Schriftstellerei aufzuhören, weil sie „einer neuen Zukunft entgegen [gehe]. Diese Zukunft schließt jedoch jede Verbindung mit der Literatur aus. Indem ich aufhöre Schriftstellerin zu sein, können Sie mich als tot betrachten.“ [11]
Glücklicherweise musste sie doch nicht mit der Schriftstellerei aufhören, denn als sie auf Java ankam, musste sie feststellen, dass ihr Ehemann doch nicht so vermögend war wie sie geglaubt hatte und dass er viele Schulden drückten. Und so konnte sie wieder schriftstellerisch tätig werden, um Geld zu verdienen. 1851 hatte Therese von Bacheracht einen Teil ihrer javanischen Tagebücher fertig. Doch ein Jahr später, als sie sich auf ihre Rückkehr nach Deutschland vorbereitete, starb sie im Alter von 48 Jahren an der Krankheit „Ruhr“.
Text zusammengestellt von Rita Bake
Quellen:
1 Dirk Brietzke: Therese von Bacheracht, In: Franklin Kopitzsch, Dirk Brietzke (Hrsg.): Hamb8urgische Biografie. Personenlexikon. Bd. 5. Göttingen 2010, S. 32.
2 Dirk Brietzke, a. a. O., S. 33.
3 Beate Borowka-Clausberg: Eine Bildbotschafterin zwischen Hamburg und St. Petersburg, in: Therese von Bacheracht. Eine Hamburgerin in St. Petersburg. 4 Essays. Hrsg. für das Heine-Haus e. V. Hamburg von Beate Borowska-Clausberg, Halle 2017.
4 Ebenda.
5 Dirk Brietzke, a. a. O., S. 33.
6 Renate Sternagel: „Aus Zufall entstanden, dem Zufall geweiht“. Über die Schriftstellerin Therese, in: , in: Therese von Bacheracht. Eine Hamburgerin in St. Petersburg. 4 Essays. Hrsg. für das Heine-Haus e. V. Hamburg von Beate Borowska-Clausberg, Halle 2017., S. 36.
7 Dirk Britzke, a. a. O., S. 33.
8 Renate Sternagel, a. a. O., S. 29f.
9 Renate Sternagel, a. a. O., S. 32.
10 Renate Sternagel, a. a.o:, S. 36.
11 Zit. nach: Renate Sternagel, a. a. O., S. 36.
 

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wesentlich aktualisiert: Zwangsarbeiterinnen für Valvo Radioröhrenfabrik und der Hamburger Batterie-Fabrik Otto Gross, Käthe Strutz

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Mai 2021: Rosa Zinner

Juni 2021: Barbara Ossenkopp, Helga Schulz, Antonie Brandeis, Helga Mauersberger, Clara Stern

Juli 2021: Hildegard Cohen, Ingeborg Babatz, Ingeborg Danielsen, Inge Wulff, Eleonore Rudolph, Marianne Tidick

August 2021: Esther Bejarano, Gerda Zorn, Sara Susanne Pander, Christa Mulack, Jutta Rall-Niu, Antonia Hilke

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Die Zahlen allein für Hamburg sind ernüchternd: 2695 Verkehrsflächen sind nach Männern und Jungen (8) benannt (darin enthalten: Roman-, Märchen- und Sagengestalten (72), frei gewählte männliche Vornamen (12) sowie nach Familien benannte Straßen (176). Letztere wurden zu den Männerstraßennamen zugezählt, weil hier in erster Linie die männlichen Familienangehörigen gemeint sind, die in vielen Fällen mit Namen genannt werden bzw. ihre Berufe aufgezählt werden).
Nur 446 Straßen sind nach Frauen und Mädchen (8) benannt (darin enthalten: Roman,- Märchen- und Sagengestalten (36), frei gewählte weibliche Vornamen (18) sowie nach Frauen und Männern benannte Straßen (46). Bei Letzteren handelt es sich in erster Linie um nachträglich nach Frauen mitbenannte Straßen, die ehemals nur nach den Nachnamen von bedeutenden männlichen Familienangehörigen benannt worden waren) (Stand: August 2021).

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Anzahl der Denkmäler und Erinnerungstafeln. Auch bei Ehrungen und Auszeichnungen wird oft an IHN und nur wenig an SIE gedacht.

Trotz aller Leistungen von Frauen scheint die Erinnerung an sie schneller zu verblassen, sind die Archive und Netze der Erinnerung besonders löchrig - erweist sich die Wertschätzung weiblichen Wirkens als gering. Wie oft heißt es, wenn auch Frauen geehrt werden könnten:

„Uns ist dazu keine Frau von Bedeutung bekannt!“

Ein Argument, das in Zukunft keine Chancen hat, denn es gibt jetzt diese Datenbank. Eine Bank, die ihren Anlegerinnen und Anlegern hohe Renditen verspricht, denn das Kapital ist das historische Wissen. Geschöpft aus Archivmaterialien, Lexika, Zeitungsartikeln und –notizen, aus veröffentlichten Biografien, zusammengetragen und erforscht von Einzelpersonen etc., bietet die Datenbank die beste Voraussetzung für eine hohe gesellschaftliche Wirksamkeit - im Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit. Die Früchte dieser Datenbank sollen die Bedeutung von Frauen für Hamburgs Geschichte leicht zugänglich machen und selbstverständlich in den Alltag von heute tragen.

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