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Frauenbios

Frauenperspektiven e.V.

Normannenweg 2 als Untermieterin beim damaligen Frauentechnikzentrum (FTZ) (ehemals), Charlottenstraße 26 (heute)
Frauenperspektiven e. V. wurde in Zeiten der Neuen Frauenbewegung gegründet. In seiner Selbstdarstellung heißt es: „Der Verein Frauenperspektiven e.V. wurde 1989 von engagierten Frauen gegründet. Gemeinsam haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die selbstverständliche Verankerung frauengerechter Angebote in der Suchthilfe zu fördern und Beratungs- und Behandlungsangebote zu schaffen, in denen alle Belange, Themen und Erfahrungen von Frauen und Mädchen ernst genommen werden.

Leitbild


Unterstützung und Begleitung auf dem Weg in ein suchtmittelfreies, selbstbestimmtes Leben und bei der Entwicklung neuer Zukunftsperspektiven.
Beratung und Behandlung für Frauen und Mädchen
Wir unterstützen Frauen und Mädchen, die wegen ihres Konsums von Suchtmitteln (Alkohol, Medikamenten, Cannabis, legal highs, Meths, Heroin, Kokain u.a.) oder aufgrund von problematischer Internetnutzung die Kontrolle über ihr Leben teilweise oder ganz verloren haben und eine Beratung oder Behandlung/Therapie wünschen.
Dabei gehen wir davon aus, dass Frauen/Mädchen Suchtmittel einnehmen, weil
• sie hoffen sich zu entspannen,
• sie immer wiederkehrenden Stress abbauen wollen,
• ihr persönliches Umfeld dies tut und das auch von ihnen erwartet,
• die Anforderungen an ein modernes Mädchen-/Frauenbild Suchtmittel attraktiv erscheinen lassen,
• Schul-, Uni-, Berufs- und Versorgungs-/ Pflegeanforderungen nur mit Alkohol oder anderen Suchtmitteln aushaltbar sind oder
• sie unangenehme und stark belastende Gefühle nicht mehr wahrnehmen möchten.
In der Regel versuchen Frauen und Mädchen mit dem Konsum von Suchtmitteln ihre Befindlichkeit aktuell und kurzfristig zu verbessern, Schmerzhaftes zu lindern oder unter Suchtmitteleinfluss Gefühle zu erleben, die sie sonst nur schwer oder gar nicht erleben können.
In dem Sinne fassen wir den Konsum von Suchtmitteln als Bewältigungsstrategie in Bezug auf Anforderungen und Stressoren im Leben von Frauen und Mädchen und wenden unseren Blick auf das, was zu bewältigt ist. Wir respektieren die unterschiedlichen Hintergründe für einen Suchtmittelkonsum oder für ein süchtiges Verhalten. Wir berücksichtigen die Wechselwirkungen zwischen der Individualität der Frauen und Mädchen, der Wahl ihrer Lebensform, ihrem Alter, ihrer Rolle als Frau oder Mädchen in der Gesellschaft und ihrem persönlichen Umfeld und ihrer sozioökonomischen Lebenssituation.
Wir arbeiten auf der Grundlage eines respektvollen und sensiblen Umgangs mit kulturspezifischen Werten, Normen, Lebensvorstellungen und Handlungsweisen, die ihren Ursprung im Herkunftsland der Frauen oder ihrer Familien und ihrem persönlichen Umfeld haben.
Wir ermöglichen Frauen und Mädchen mit verschiedenen Behinderungen den Zugang zur Beratung und Behandlung. Diese schließen sowohl physische, psychische als auch intellektuelle Beeinträchtigungen mit ein.
Wir unterstützen Frauen und Mädchen dabei, wieder mehr Kontrolle über ihr Leben zu gewinnen und begleiten sie auf ihrem Weg in eine Zukunft, in der sie sich wohlfühlen und die ihnen sinnstiftende Tätigkeiten ermöglicht.
Übergeordnetes Ziel ist eine Zukunft, in der sie eigene Ressourcen leben und an den gesellschaftlich vorhandenen Ressourcen teilhaben können, indem sie eine gesunde Beziehung zwischen Über- und Unterforderung, Selbst- und Fremdbestimmung, Selbst- und Fremdachtung, Selbst- und Fremdfürsorge, Anspannung und Entspannung, Objekt- und Subjektorientierung entwickeln können.
Dies bezieht sich insbesondere auf
• die Wertschätzung der eigenen weiblichen Ressourcen, wie Gefühle, Bedürfnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten (Entlastung des Körpers als Selbst-Präsentationsmedium)
• die ökonomische/materielle Existenzsicherung (entsprechend der persönlichen Qualifikation und Fähigkeiten)
• die soziale Einbindung (versorgen und versorgt werden) in Familie und/oder Freundeskreis
• die Betätigung in Kultur-, Sport-, Religions- oder Politikgruppen o.a. (Zeit für eigene Bedürfnisse, Interessen und Sinnstiftung)
Wir fördern die Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten und -fähigkeiten der Frauen und achten auf die gegenseitige Bestärkung der professionellen Hilfe und der Selbsthilfekräfte.
Dabei informieren wir über die Grenzen und Möglichkeiten der professionellen Hilfe und fördern die Transparenz, Durchschaubarkeit und Kontrolle des Beratungs- bzw. Behandlungsprozesses. (…)“ www.frauenperspektiven.de/frauenperspektiven/verein
1993 gründete sich Kajal/Frauenperspektiven e. V. Suchtprävention und Beratung für Mädchen, Fortbildung und Beratung für Fachkräfte der Hamburger Jugendhilfe/Jugendarbeit in der Haubachstraße 78.
In seiner Selbstdarstellung heißt es: „Was hat ein Kajalstift mit Mädchen, Drogen und Suchtmitteln zu tun? Bei Kajal/Frauenperspektiven e. V. geht es um eine ganz spezielle ‚Schminke‘: Wenn Mädchen zu Suchtmitteln greifen oder ein chaotisches Essverhalten entwickeln, geht es oft darum, sich attraktiver zu fühlen oder sich das Leben schöner zu schminken, als es in der Realität ist.“ www.kajal.de
 

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Datenbank Hamburger Frauenbiografien

Frauen, die in Hamburg Spuren hinterlassen haben
(Datenbank Stand: November 2019) Frauen stellen mindestens die Hälfte der Menschheit. Wenn es aber um Erinnerungen geht, sind es immer noch in der Mehrzahl Männer, die die Spitzenplätze einnehmen.

Hammonia

Hamburger Frauenbiografien-Datenbank

Erklärung zur Datenbank

Stand November 2019: 1123 Kurzprofile von Frauen und 389 sonstige Einträge z. B. Vereine, Aktionen, Zusammenschlüsse und Überblicksdarstellungen zu Themen der Frauenbewegungen.

Ihre Mitarbeit ist gern gesehen

Haben Sie Anregungen, Neuigkeiten, Ergänzungen?
Sind Ihnen neue Namen begegnet, hüten Sie alte Briefe, Akten etc., dann nehmen Sie gerne Kontakt auf:
Dr. Rita Bake,
Rita.Bake@hamburg.de

Zuletzt eingetragene Namen

Januar 2019: Erika Woisin, Christine Färber, Aracy Moebius de Carvalho, Charlotte Tauterat, Caroline Umlauff, Elvira Unglaube, Schwestern-Verein der Hamburgischen Staatskrankenanstalten, Clara Goldschmidt, Elsa Hopf,
Dora Wenneker-Iven

Februar 2019: Demoiselle Conradi, Christine Reinhard, Erna Martens

März 2019: Klara Laser, Frieda Cordes, Johanne Günther, Eliza Wille

April 2019: Liselotte Strelow, Ruth Held

Mai 2019: Sozialverband VdK, Mädchentreff Schanzenviertel, Deutscher Frauenbund für alkoholfreie Kultur, Vera Jürs, Johanna Renate Wöhlke

Juni 2019: pro familia, Celly de Rheidt

Juli 2019: Rosa Bartl

September 2019: Mabel Wulff

Oktober 2019: Annelinde Töpel

November 2019: Betty Heine, geb. Goldschmidt

Die Zahlen allein für Hamburg sind ernüchternd: ca. 2526 Straßennamen sind nach Männern benannt, gegenüber 422, die nach Frauen benannt wurden. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Anzahl der Denkmäler und Erinnerungstafeln. Auch bei Ehrungen und Auszeichnungen wird oft an IHN und nur wenig an SIE gedacht.

Trotz aller Leistungen von Frauen scheint die Erinnerung an sie schneller zu verblassen, sind die Archive und Netze der Erinnerung besonders löchrig - erweist sich die Wertschätzung weiblichen Wirkens als gering. Wie oft heißt es, wenn auch Frauen geehrt werden könnten:

„Uns ist dazu keine Frau von Bedeutung bekannt!“

Ein Argument, das in Zukunft keine Chancen hat, denn es gibt jetzt diese Datenbank. Eine Bank, die ihren Anlegerinnen und Anlegern hohe Renditen verspricht, denn das Kapital ist das historische Wissen. Geschöpft aus Archivmaterialien, Lexika, Zeitungsartikeln und –notizen, aus veröffentlichten Biografien, zusammengetragen und erforscht von Einzelpersonen etc., bietet die Datenbank die beste Voraussetzung für eine hohe gesellschaftliche Wirksamkeit - im Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit. Die Früchte dieser Datenbank sollen die Bedeutung von Frauen für Hamburgs Geschichte leicht zugänglich machen und selbstverständlich in den Alltag von heute tragen.

Was erwartet Sie?

Im Mittelpunkt stehen verstorbene Frauen, die in Hamburg gewirkt und/oder gewohnt und die Spuren hinterlassen haben. Das können Autorinnen, Schauspielerinnen, Wohltäterinnen, Kneipenwirtinnen, Politikerinnen, Wissenschaftlerinnen, bildende Künstlerinnen, Sängerinnen, Unternehmerinnen, Ärztinnen, Sozialarbeiterinnen, Juristinnen, Journalistinnen, Widerstandkämpferinnen gegen und Opfer des NS-Regime etc. sein – aber auch Täterinnen.

Wir stellen keineswegs nur „prominente“ Frauen oder hehre Vorbilder vor – sondern auch das Wirken und Leben der „kleinen Frau“ auf der Straße, die oft im Stillen gearbeitet hat, für die Familie, die Stadt, die Partei, die Kunst, für sich.

Darüber hinaus präsentieren wir Ihnen auch Orte, Einrichtungen, Vereine und Themen, die für Frauen von historischer Bedeutung waren und sind.

An dieser Datenbank wird kontinuierlich gearbeitet. Es werden laufend neue Namen und Rechercheergebnisse eingestellt.

Wie nutzen Sie die Datenbank?

  • Sie kennen den Namen einer Frau – und möchten mehr wissen?
    Dann geben Sie den Namen ein. Sie finden: Wohn- bzw. Wirkungsstätte und mehr oder weniger ausführlich biografische Daten, ggf. mit Hinweisen auf weitere Veröffentlichungen, Webseiten.
  • Sie möchten wissen, wer in einer bestimmten Straße oder einem bestimmten Stadtteil/Bezirk gewohnt hat? Dann geben Sie den Straßennamen ein oder wählen einen Stadtteil oder Bezirk aus.
  • Sie interessieren sich für bestimmte Themen, Berufsgruppen, Orte/Gebäude, Vereine oder Institutionen, die im Zusammenhang mit Frauen eine Rolle spielen? Dann nutzen Sie das Schlagwortregister, die freie Suche oder das Namens-/Sachregister.

Die einzelnen Frauen sind in der Regel mit einer Adresse verzeichnet – für ihre Wohnung bzw. ihren Wirkungsort. Mehrere Umzüge und Ortswechsel können in der Regel nicht recherchiert werden.

Achtung: Die Namen und Verläufe von Straßen haben sich oft verändert. Wer wissen möchte, wo bestimmte Hausnummern heute zu finden sind, muss alte Stadtpläne oder u. U. Grundbucheintragungen einsehen. Es gibt beim Statistikamt Nord einen alte Kartei der so genannten "Hausnummerhistorien", in der sich alte und neue Hausnummern gegenüberstehen. Bei Umnummerierungen von Hausnummern aber auch bei Umbenennungen von Straßennamen kann hier eine raschere Auskunft möglich sein, als über den Vergleich von alten und neuen Lageplänen (freundliche Auskunft von Jörg-Olaf Thießen Staatsarchiv Hamburg). Wer dann noch nicht weiter kommt, sollte sich an das Staatsarchiv wenden. Viele Stadtpläne sind bereits online einsehbar.

Verantwortlich für die Datenbank:

Dr. Rita Bake
stellvertretende Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg a. D.
Gründerin des Gartens der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Die Datenbank wurde von ihr zusammengestellt und wird laufend von ihr ergänzt und erweitert.
Ein Teil der Frauenbiografien sind mit freundlicher Genehmigung von verschiedenen Autorinnen und Autoren verfasst worden. Die Namen der Autorinnen und Autoren finden Sie jeweils am Ende ihrer Beiträge. Es gibt auch eine Rubrik: Autorinnen und Autoren, in der Sie deren biografische Angaben finden.

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Ansprechpartnerin Kontakt

Haben Sie Anregungen, Neuigkeiten, Ergänzungen? Sind Ihnen neue Namen begegnet, hüten Sie alte Briefe, Akten etc., dann nehmen Sie gern Kontakt auf:
Dr. Rita Bake
rita.bake@hamburg.de

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Dr. Rita Bake
rita.bake@hamburg.de

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