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Frauenbios

Lygia-Therese Budnik

( Prof. Dr rer. nat. Lygia-Therese Budnik, geb. Scibor )
(17.11.1953 – 20.11.2020)
Wissenschaftliche Arbeitsgruppenleiterin
Marckmannstraße 129b, Haus 3 (Wirkungsstätte)
Bestattet auf dem Neuen Niendorfer Friedhof
Lygia-Therese Budnik war wissenschaftliche Arbeitsgruppenleiterin im Zentrum für Psychosoziale Medizin. Arbeitsbereich: Immunologie. Von 2004 bis 2013 arbeitete sie als Privatdozentin für Biochemische Endokrinologie und ab 2013 als Professorin für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin. Ihre Tätigkeitsschwerpunkte waren das analytische Fachlabor für Toxikologie und Immunologie. [1]
Sie beschäftigte sich in erster Linie mit Umweltgiften. Z. B. gab sie zusammen mit Xaver Baur 2013 das Buch „Arbeitsmedizin mit klinischer Umweltmedizin“ heraus.
Ihre Forschungen interessierte nicht nur die Fachwelt. So berichtete z. B. 2008 der Kölner Stadt- Anzeiger unter dem Titel „Container belastet Desinfektion kann krank machen“ über die von Lygia-Therese Budnik mit anderen ForscherInnen verfasste Hamburger Studie, in der es um giftige Chemikalien ging, „mit denen Millionen von Frachtcontainern weltweit in den Häfen entkeimt werden“. [2] Solche Entkeimungen „die Gesundheit der Verbraucher – obwohl sie die Bevölkerung eigentlich schützen sollen. Die Untersuchung hat gezeigt, dass sich die gefährlichen Gase teilweise auch auf den eingeführten Waren ablagern. (…) Die Rückstände der chemischen Mittel könnten unter anderem Hautallergien, Atembeschwerden und Asthmaanfälle auslösen (…). In höheren Konzentrationen könnten sie auch zu Lungenentzündungen und Lungenödemen führen. Einige der Gase gelten als krebserregend. (…) Weil der internationale Handel wächst und daher Millionen von Frachtcontainern kreuz und quer durch die Welt reisen, haben viele Länder strenge Desinfektionsregeln in ihren Häfen eingeführt. Damit wollen sie verhindern, dass bestimmte Tier- und Pflanzenarten sowie gefährliche Mikroorganismen eingeschleust werden. In der Regel werden die Container mit Gasen - auch mit Pestiziden - desinfiziert. Diese Substanzen stellen der Studie zufolge nicht nur für die Hafenarbeiter ein Gesundheitsrisiko dar, sondern auch für die Verbraucher. (…) Die Hamburger Forscher beklagten, dass es keinerlei Warnhinweise auf den Containern gebe.“ [2]
2016 veröffentlichte Lygia-Therese Budnik mit anderen den wissenschaftlichen Artikel: „Alternative Medikamente werden global“. Darin heißt es: „Mit zunehmender Globalisierung stehen den internationalen Verbrauchern zunehmend kulturelle Heilmittel aus chinesischen, ayurvedischen, arabischen und anderen Traditionen zur Verfügung, die unbekannte ‚natürliche Gesundheitsprodukte‘ (NHP) anbieten, die als alternative Medizin oder ergänzende Medizin verwendet werden. In mehreren dieser Produkte aus verschiedenen Teilen der Welt, insbesondere aus einigen Teilen Asiens und des Orients, wurde eine Kontamination mit toxischen Inhaltsstoffen wie Blei, Quecksilber, Arsen und anderen toxischen Elementen dokumentiert. Ergebnisse Wir haben diese Entwicklung in den letzten 6 Jahren verfolgt und in einer Pilotstudie n = 20 solcher Produkte (60 Analysen) von Patienten mit Vergiftungssymptomen analysiert, die alarmierend hohe Konzentrationen an Quecksilber und / oder Blei zeigten (…).82% des untersuchten NHP enthielten Bleikonzentrationen über dem EU-Grenzwert für Nahrungsergänzungsmittel. 62% der Proben überschritten die Grenzwerte für Quecksilber. Erhöhte Blei- und Quecksilberwerte im Blut bei Patienten sowie klinische Vergiftungssymptome bestätigen die kausale Annahme einer oder mehrerer Vergiftungen. (…). Für NHP gibt es Hinweise auf ein ausgeprägtes toxikologisches Risiko mit alarmierend geringem Bewusstsein für eine mögliche Vergiftung, die in den betroffenen Fällen potenziell lebensrettende Diagnoseschritte verhindert In vielen Fällen teilen Patienten die Ereignisse nicht ihren Ärzten oder der örtlichen Gesundheitsbehörde mit, (…). Es ist daher dringend erforderlich, das Bewusstsein zu schärfen und geeignetere Überwachungssysteme (z. B. nationale Überwachung von Vergiftungen) und Kontrollpraktiken zum Schutz der Öffentlichkeit zu initiieren.“ [3]
2018 veröffentlichte Lygia-Therese Budnik mit anderen „Immunologische Metheoden zur Diagnose IgE-vermittelter Allergien. Gesundheitsrisiken im internationalen Container- und Schüttguttransport durch flüchtige toxische Verbindungen.“ Und 2019 hieß eine Veröffentlichung: „Immunologische Methoden zur Diagnose und und Überwachung von IgE-vermittelten Allergien durch industrielle Sensibilisierungsmittel (IMExAllergy)“. Im Abstrakt dazu heißt es:
„IIndustrielle Sensibilisierungsmittel (Allergene) in Lebens- und Arbeitsumgebungen spielen eine wichtige Rolle bei der Auslösung von allergischen Erkrankungen des Typs 1, einschließlich Asthma und allergischer Rhinitis Eine erfolgreiche Behandlung allergischer Erkrankungen erfordert die Identifizierung ihrer spezifischen Ursachen (d. h die Identifizierung des Erregers (der Erreger) und des Kontaktwegs zum Allergen: in der Luft oder auf der Haut), um eine weitere Exposition zu vermeiden. Die Identifizierung der Sensibilisierung durch eine empfindliche und validierte Messung des spezifischen IgE ist ein wichtiger Schritt in der Diagnose. Auf dem Markt ist jedoch nur eine begrenzte Anzahl von Umwelt- und Berufsallergenen für die Verwendung in sIgE-Tests verfügbar. Dementsprechend sind häufig spezifische interne Tests durch einzelne Diagnose- und Laborzentren erforderlich. In verschiedenen Diagnosezentren werden verschiedene immunologische Tests durchgeführt, die häufig zu erheblich unterschiedlichen Ergebnissen führen, was hauptsächlich auf das Fehlen einer standardisierten Allergenpräparation und standardisierter Verfahren sowie auf eine unzureichende Qualitätskontrolle zurückzuführen ist. (…),Die Anforderungen an die vollständige Transparenz des Inhalts von Allergenpräparaten mit Einzelheiten zur Normung und Qualitätskontrolle werden unterstrichen. Die Entwicklung von Standardarbeitsanweisungen für interne sIgE-Assays sowie die klinische Validierung, die zentralisierte Qualitätskontrolle und Audits werden hervorgehoben. Es besteht auch ein Bedarf an spezialisierten Labors, um einen kundenspezifischen Service für die Entwicklung von Tests zur Messung mutmaßlicher neuartiger Berufsallergene bereitzustellen, die nicht im Handel erhältlich sind.“ [4]
 

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Frauen, die in Hamburg Spuren hinterlassen haben
(Datenbank Stand: August 2021) Frauen stellen mindestens die Hälfte der Menschheit. Wenn es aber um Erinnerungen geht, sind es immer noch in der Mehrzahl Männer, die die Spitzenplätze einnehmen.

Hammonia

Hamburger Frauenbiografien-Datenbank

Erklärung zur Datenbank

Stand August 2021: 1257 Kurzprofile von Frauen und 434 sonstige Einträge z. B. Vereine, Aktionen, Zusammenschlüsse und Überblicksdarstellungen zu Themen der Frauenbewegungen.

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Dr. Rita Bake,
Rita.Bake@hamburg.de

Zuletzt eingetragene Namen

Januar 2021: Katherina Hanen, Ingeborg Hecht

Februar 2021: Anita Horz

März 2021: Gertrud Bing, Ilse Hirschbiegel, Hilde David, Aenne Bohne-Lucko, Hildegard Stromberger, Angela Bernhardt, Emilie Rücker, Adele Will, Dora und Claudine Staack, Andrea Karsten,
wesentlich aktualisiert: Zwangsarbeiterinnen für Valvo Radioröhrenfabrik und der Hamburger Batterie-Fabrik Otto Gross, Käthe Strutz

April 2021: Adeline Gräfin von Schimmelmann
wesentliche aktualisiert: Anna Andersch-Marcus; Tatiana Ahlers-Hestermann; Marie Anne Lippert; Marienkrankenhaus; Annemarie Marks-Rocke; Katharina Mayberg; Erna Mayer; Ottilie Metzger-Lattermann; Else Mögelin; Molckenbuhr'sche Stiftung für alte weibliche Dienstboten; Erna Mros; Nanny-Jonas Stift; Martha Naujoks; Anna Maria Pyrker; Charlotte Ida Popert; Adele Reiche; Minna Rist; Martha Rauert; Vierländerin Brunnen; Rosemarie Sacke; Sophie Albrecht, Ida Eberhardt

Mai 2021: Rosa Zinner

Juni 2021: Barbara Ossenkopp, Helga Schulz, Antonie Brandeis, Helga Mauersberger, Clara Stern

Juli 2021: Hildegard Cohen, Ingeborg Babatz, Ingeborg Danielsen, Inge Wulff, Eleonore Rudolph, Marianne Tidick

August 2021: Esther Bejarano, Gerda Zorn, Sara Susanne Pander, Christa Mulack, Jutta Rall-Niu, Antonia Hilke

Was erwartet Sie in der Frauenbiografie-Datenbank?

Die Zahlen allein für Hamburg sind ernüchternd: 2695 Verkehrsflächen sind nach Männern und Jungen (8) benannt (darin enthalten: Roman-, Märchen- und Sagengestalten (72), frei gewählte männliche Vornamen (12) sowie nach Familien benannte Straßen (176). Letztere wurden zu den Männerstraßennamen zugezählt, weil hier in erster Linie die männlichen Familienangehörigen gemeint sind, die in vielen Fällen mit Namen genannt werden bzw. ihre Berufe aufgezählt werden).
Nur 446 Straßen sind nach Frauen und Mädchen (8) benannt (darin enthalten: Roman,- Märchen- und Sagengestalten (36), frei gewählte weibliche Vornamen (18) sowie nach Frauen und Männern benannte Straßen (46). Bei Letzteren handelt es sich in erster Linie um nachträglich nach Frauen mitbenannte Straßen, die ehemals nur nach den Nachnamen von bedeutenden männlichen Familienangehörigen benannt worden waren) (Stand: August 2021).

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Anzahl der Denkmäler und Erinnerungstafeln. Auch bei Ehrungen und Auszeichnungen wird oft an IHN und nur wenig an SIE gedacht.

Trotz aller Leistungen von Frauen scheint die Erinnerung an sie schneller zu verblassen, sind die Archive und Netze der Erinnerung besonders löchrig - erweist sich die Wertschätzung weiblichen Wirkens als gering. Wie oft heißt es, wenn auch Frauen geehrt werden könnten:

„Uns ist dazu keine Frau von Bedeutung bekannt!“

Ein Argument, das in Zukunft keine Chancen hat, denn es gibt jetzt diese Datenbank. Eine Bank, die ihren Anlegerinnen und Anlegern hohe Renditen verspricht, denn das Kapital ist das historische Wissen. Geschöpft aus Archivmaterialien, Lexika, Zeitungsartikeln und –notizen, aus veröffentlichten Biografien, zusammengetragen und erforscht von Einzelpersonen etc., bietet die Datenbank die beste Voraussetzung für eine hohe gesellschaftliche Wirksamkeit - im Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit. Die Früchte dieser Datenbank sollen die Bedeutung von Frauen für Hamburgs Geschichte leicht zugänglich machen und selbstverständlich in den Alltag von heute tragen.

Im Mittelpunkt stehen verstorbene Frauen, die in Hamburg gewirkt und/oder gewohnt und die Spuren hinterlassen haben. Das können Autorinnen, Schauspielerinnen, Wohltäterinnen, Kneipenwirtinnen, Politikerinnen, Wissenschaftlerinnen, bildende Künstlerinnen, Sängerinnen, Unternehmerinnen, Ärztinnen, Sozialarbeiterinnen, Juristinnen, Journalistinnen, Widerstandkämpferinnen gegen und Opfer des NS-Regime etc. sein – aber auch Täterinnen.

Wir stellen keineswegs nur „prominente“ Frauen oder hehre Vorbilder vor – sondern auch das Wirken und Leben der „kleinen Frau“ auf der Straße, die oft im Stillen gearbeitet hat, für die Familie, die Stadt, die Partei, die Kunst, für sich.

Darüber hinaus präsentieren wir Ihnen auch Orte, Einrichtungen, Vereine und Themen, die für Frauen von historischer Bedeutung waren und sind.

An dieser Datenbank wird kontinuierlich gearbeitet. Es werden laufend neue Namen und Rechercheergebnisse eingestellt.

Wie nutzen Sie die Datenbank?

  • Sie kennen den Namen einer Frau – und möchten mehr wissen?
    Dann geben Sie den Namen ein. Sie finden: Wohn- bzw. Wirkungsstätte und mehr oder weniger ausführlich biografische Daten, ggf. mit Hinweisen auf weitere Veröffentlichungen, Webseiten.
  • Sie möchten wissen, wer in einer bestimmten Straße oder einem bestimmten Stadtteil/Bezirk gewohnt hat? Dann geben Sie den Straßennamen ein oder wählen einen Stadtteil oder Bezirk aus.
  • Sie interessieren sich für bestimmte Themen, Berufsgruppen, Orte/Gebäude, Vereine oder Institutionen, die im Zusammenhang mit Frauen eine Rolle spielen? Dann nutzen Sie das Schlagwortregister, die freie Suche oder das Namens-/Sachregister.

Die einzelnen Frauen sind in der Regel mit einer Adresse verzeichnet – für ihre Wohnung bzw. ihren Wirkungsort. Mehrere Umzüge und Ortswechsel können in der Regel nicht recherchiert werden.

Achtung: Die Namen und Verläufe von Straßen haben sich oft verändert. Wer wissen möchte, wo bestimmte Hausnummern heute zu finden sind, muss alte Stadtpläne oder u. U. Grundbucheintragungen einsehen. Es gibt beim Statistikamt Nord einen alte Kartei der so genannten "Hausnummerhistorien", in der sich alte und neue Hausnummern gegenüberstehen. Bei Umnummerierungen von Hausnummern aber auch bei Umbenennungen von Straßennamen kann hier eine raschere Auskunft möglich sein, als über den Vergleich von alten und neuen Lageplänen (freundliche Auskunft von Jörg-Olaf Thießen Staatsarchiv Hamburg). Wer dann noch nicht weiter kommt, sollte sich an das Staatsarchiv wenden. Viele Stadtpläne sind bereits online einsehbar.

Verantwortlich für die Datenbank:

Dr. Rita Bake
stellvertretende Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg a. D.
Gründerin des Gartens der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Die Datenbank wurde von ihr zusammengestellt und wird laufend von ihr ergänzt und erweitert.
Diverse Frauenbiografien sind von verschiedenen Autorinnen und Autoren verfasst worden. Die Namen der Autorinnen und Autoren finden Sie jeweils am Ende ihrer Beiträge. Es gibt auch eine Rubrik: Autorinnen und Autoren, in der Sie deren biografische Angaben finden.

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