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Francesca Cuzzoni

(2.04.1696 Parma - 19.06.1778 Bologna)
Sopranistin
Gänsemarkt 66-69
Sie wurde die „goldene Leier“ genannt, ihre Stimme reichte bis zum dreigestrichenen C. Nach dem Debüt in ihrer Heimatstadt Parma und großen Erfolgen in Bologna und Venedig wurde sie 1722 nach London engagiert. Als sie nicht rechtzeitig erschien, schickte ihr der Impresario John Heidegger den zweiten Cembalisten Pier Giuseppe Sandoni entgegen. Francesca Cuzzoni kam als Madame Sandoni in London an. Sie war das Glanzlicht des King’s Theatre am Haymarket und sang in verschiedenen Uraufführungen von Händelopern, bis 1726 eine zweite große Primadonna, Faustina Bordoni, engagiert wurde. Es kam zu erbitterten Auseinandersetzungen, die in Handgreiflichkeiten auf offener Bühne eskalierten, worauf die anwesende Kronprinzessin Karoline entrüstet das Theater verließ. Schließlich musste Francesca Cuzzoni London verlassen. In Italien schloss sie sich der Truppe Angelo Mingottis an. Mit ihr kam sie 1740 zuerst nach Hamburg. Später geriet sie wie manche ihrer Sänger- und Schauspielerkolleginnen in finanzielle Not, sei es, dass die Gagen, von denen auch die aufwendige Garderobe bestritten werden musste, fürs Alter nicht ausreichten, sei es, dass sie von den Frauen oder ihren Liebhabern oder Ehemännern verschwendet worden waren. Bei ihrem letzten Konzert in London 1750 entschuldigte sich die Sängerin, dass nur „die äußerste Notwendigkeit“ sie bewogen habe, nochmals aufzutreten. Francesca Cuzzoni beschloss ihr Leben im Arbeitshaus in Bologna, wo sie als Knopfmacherin ihr Brot verdient hatte.
Text: Brita Reimers
 

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