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Frauenbios

Lola Stein

( Lola Stein (Pseudonym für Lola Stern oder Viola Mené; Familiennname: Rosenbaum) )
(13.3.1885 Hamburg – 4.3.1959 London)
(Unterhaltungs-)Schriftstellerin; Trivialromane
Wohn- und Wirkungsstätte nicht zu ermitteln
Hamburg-Wandsbek (Sitz des Verlages, der zwischen 1950 und 1960 ihre Romane herausbrachte)
Lola Stein entstammte einer jüdischen Familie mit Namen Rosenbaum. Ein 1906 begonnenes Studium an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität brach sie ab. Nach ihrer Heirat im Jahre 1910 veröffentlichte sie bis Mitte der 1930er Jahre eine große Zahl von viel gelesenen Unterhaltungsromanen, die häufig zuerst als Fortsetzungsromane in Zeitungen des deutschen Sprachraums erschienen.
1939 emigrierte die schwerkranke Autorin mit ihrer Schwester nach Großbritannien. Als einziges ihrer Werke in englischer Sprache erschien dort 1946 der aus dem deutschen Manuskript übersetzte Roman „People like you and me“, in dem die Autorin ihre Erfahrungen in der Zeit des Nationalsozialismus verarbeitete. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte Lola Stein nicht mehr an ihre früheren Erfolge anknüpfen; der größte Teil ihrer Werke erschien nunmehr nur noch in Form von Heftromanen.
Werke
  • Arsinoë. Paria, Dresden 1907 (unter dem Namen Viola Mené)
  • Der Sohn des Großkaufmannes, Berlin 1912
  • Das vierte Gebot, Regensburg 1916
  • Sei wahr, Berlin 1917
  • Für dein Glück, Berlin 1918
  • Der Triumph des Lebens, Berlin 1918
  • Der gute Kamerad, Berlin 1918
  • Es ist eine alte Geschichte ..., Leipzig [u. a.] 1919
  • Die Fürstin Tscherbatoff und andere Erzählungen, Breslau [u. a.] 1919
  • Die Geißel der Menschheit, Breslau [u. a.] 1919
  • Das Gewissen Amerikas, Regensburg 1919
  • Die Marquise von Trouvilliers, Berlin [u. a.] 1919
  • Richard Sengers Schuld, Breslau [u. a.] 1919
  • Rosemaries Liebe, Leipzig 1919
  • Seine Braut, Leipzig 1919
  • Das Spiel mit dem Tode, Berlin 1919
  • Stolz und Liebe, Leipzig 1919
  • Sünden?, Dresden 1919
  • Die Vestalin, Berlin 1919
  • Erika, Dresden 1920
  • Lenz und Liebe, Leipzig [u. a.] 1920
  • Lotti, Leipzig 1920
  • Des Meisters Gefährtin, Berlin 1920
  • Die Millionen des Hauses Korf, Siegmar-Chemnitz 1920
  • Die Modenschau, Leipzig [u. a.] 1920
  • Frühlings-Sonate, Berlin 1921
  • Die Sünde der Gedanken, Berlin 1921
  • Gebrüder Westenwald, Berlin 1922
  • Andreas Herbrechts Ehen, Dresden 1923
  • Rottrauts Gelöbnis, Leipzig [u. a.] 1923
  • Die schwarze Kugel, Leipzig [u. a] 1923
  • Weiße Rosen, Berlin 1923
  • Die dunkle Stunde, Berlin 1924
  • Die Stimme des Herzens, Berlin 1924
  • Und hätte der Liebe nicht ..., Berlin 1924
  • Der Film zerriß, Berlin 1925
  • Die Flucht vor der Liebe, Dresden 1925
  • Die Amati-Geige, Berlin 1927
  • Der Fächer, Berlin 1927
  • Die Mutter, Leipzig 1927
  • Die Scheidungsprobe, Leipzig 1927
  • Das Spiel unter der Maske, Berlin 1928
  • Tumult der Herzen, Berlin 1928
  • Herz in Flammen, Dresden 1929
  • Herzen im Kreis, Riga 1929
  • Josephas Töchter, Leipzig 1930
  • Torben soll die Firma retten, Hellerau 1931
  • Ehe ohne Raum, Hellerau 1932
  • Im Hörselberg, Hellerau 1932
  • Rätsel um Gwendolin, Niedersedlitz 1932
  • Das Recht auf Glück, Hellerau 1932
  • Tanz ums Leben, Niedersedlitz 1932
  • Der Geigerkönig, Berlin 1933
  • Hochzeitsreise ohne ihn, Niedersedlitz 1933
  • Ich gebe ihn frei!, Berlin 1933
  • Prima Ballerina, Niedersedlitz 1933
  • Versicherungssumme: Eine Million, Niedersedlitz 1933
  • Weil ich dich liebe, Berlin 1933
  • Freie Bahn für Edith Gerloff, Niedersedlitz 1934
  • Im goldenen Käfig, Berlin 1934
  • Das ist alles sehr verdächtig, Niedersedlitz 1934
  • Schöne Frau, was nun?, Berlin 1934
  • Treu auch im Unglück, Berlin 1934
  • Alles liegt in Wiebkes Händen, Niedersedlitz 1935
  • People like you and me, London 1946
  • Die große Lüge, Schwabach 1950
  • Ruf des Blutes, Papenburg/Ems 1952
  • Schicksal zwischen dir und mir, Lichtenfels (Ofr.) 1953
  • Mutterherz im Schicksalssturm, Hamburg
    • 1 (1955)
    • 2 (1955)
  • Irmelins große Lüge, München 1956
  • Über alles die Pflicht, Hamburg
    • 1 (1956)
    • 2 (1956)
  • Frauen um Peter, Hamburg 1957
  • Verhängnis über uns, Hamburg-Wandsbek 1958
  • Villa Genia und ihre Gäste, Hamburg-Wandsbek 1958
  • Das Schicksal hat entschieden, Hamburg
    • 1 (1959)
    • 2 (1959)
  • Dem Herzen ewig nah, Hamburg-Wandsbek 1960

Weblinks
www.ajr.org.uk/journalpdf/1959_april.pdf
 

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Datenbank Hamburger Frauenbiografien

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Frauen, die in Hamburg Spuren hinterlassen haben
(Datenbank Stand: Juli 2021) Frauen stellen mindestens die Hälfte der Menschheit. Wenn es aber um Erinnerungen geht, sind es immer noch in der Mehrzahl Männer, die die Spitzenplätze einnehmen.

Hammonia

Hamburger Frauenbiografien-Datenbank

Erklärung zur Datenbank

Stand Juli 2021: 1251 Kurzprofile von Frauen und 434 sonstige Einträge z. B. Vereine, Aktionen, Zusammenschlüsse und Überblicksdarstellungen zu Themen der Frauenbewegungen.

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Ihre Mitarbeit ist gern gesehen

Haben Sie Anregungen, Neuigkeiten, Ergänzungen?
Sind Ihnen neue Namen begegnet, hüten Sie alte Briefe, Akten etc., dann nehmen Sie gerne Kontakt auf:
Dr. Rita Bake,
Rita.Bake@hamburg.de

Zuletzt eingetragene Namen

Januar 2021: Katherina Hanen, Ingeborg Hecht

Februar 2021: Anita Horz

März 2021: Gertrud Bing, Ilse Hirschbiegel, Hilde David, Aenne Bohne-Lucko, Hildegard Stromberger, Angela Bernhardt, Emilie Rücker, Adele Will, Dora und Claudine Staack, Andrea Karsten,
wesentlich aktualisiert: Zwangsarbeiterinnen für Valvo Radioröhrenfabrik und der Hamburger Batterie-Fabrik Otto Gross, Käthe Strutz

April 2021: Adeline Gräfin von Schimmelmann
wesentliche aktualisiert: Anna Andersch-Marcus; Tatiana Ahlers-Hestermann; Marie Anne Lippert; Marienkrankenhaus; Annemarie Marks-Rocke; Katharina Mayberg; Erna Mayer; Ottilie Metzger-Lattermann; Else Mögelin; Molckenbuhr'sche Stiftung für alte weibliche Dienstboten; Erna Mros; Nanny-Jonas Stift; Martha Naujoks; Anna Maria Pyrker; Charlotte Ida Popert; Adele Reiche; Minna Rist; Martha Rauert; Vierländerin Brunnen; Rosemarie Sacke; Sophie Albrecht, Ida Eberhardt

Mai 2021: Rosa Zinner

Juni 2021: Barbara Ossenkopp, Helga Schulz, Antonie Brandeis, Helga Mauersberger, Clara Stern

Juli 2021: Hildegard Cohen, Ingeborg Babatz, Ingeborg Danielsen, Inge Wulff, Eleonore Rudolph, Marianne Tidick

Was erwartet Sie in der Frauenbiografie-Datenbank?

Die Zahlen allein für Hamburg sind ernüchternd: 2694 Verkehrsflächen sind nach Männern und Jungen (8) benannt (darin enthalten: Roman-, Märchen- und Sagengestalten (72), frei gewählte männliche Vornamen (12) sowie nach Familien benannte Straßen (176). Letztere wurden zu den Männerstraßennamen zugezählt, weil hier in erster Linie die männlichen Familienangehörigen gemeint sind, die in vielen Fällen mit Namen genannt werden bzw. ihre Berufe aufgezählt werden).
Nur 442 Straßen sind nach Frauen und Mädchen (8) benannt (darin enthalten: Roman,- Märchen- und Sagengestalten (36), frei gewählte weibliche Vornamen (18) sowie nach Frauen und Männern benannte Straßen (46). Bei Letzteren handelt es sich in erster Linie um nachträglich nach Frauen mitbenannte Straßen, die ehemals nur nach den Nachnamen von bedeutenden männlichen Familienangehörigen benannt worden waren) (Stand: Mai 2021).

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Anzahl der Denkmäler und Erinnerungstafeln. Auch bei Ehrungen und Auszeichnungen wird oft an IHN und nur wenig an SIE gedacht.

Trotz aller Leistungen von Frauen scheint die Erinnerung an sie schneller zu verblassen, sind die Archive und Netze der Erinnerung besonders löchrig - erweist sich die Wertschätzung weiblichen Wirkens als gering. Wie oft heißt es, wenn auch Frauen geehrt werden könnten:

„Uns ist dazu keine Frau von Bedeutung bekannt!“

Ein Argument, das in Zukunft keine Chancen hat, denn es gibt jetzt diese Datenbank. Eine Bank, die ihren Anlegerinnen und Anlegern hohe Renditen verspricht, denn das Kapital ist das historische Wissen. Geschöpft aus Archivmaterialien, Lexika, Zeitungsartikeln und –notizen, aus veröffentlichten Biografien, zusammengetragen und erforscht von Einzelpersonen etc., bietet die Datenbank die beste Voraussetzung für eine hohe gesellschaftliche Wirksamkeit - im Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit. Die Früchte dieser Datenbank sollen die Bedeutung von Frauen für Hamburgs Geschichte leicht zugänglich machen und selbstverständlich in den Alltag von heute tragen.

Im Mittelpunkt stehen verstorbene Frauen, die in Hamburg gewirkt und/oder gewohnt und die Spuren hinterlassen haben. Das können Autorinnen, Schauspielerinnen, Wohltäterinnen, Kneipenwirtinnen, Politikerinnen, Wissenschaftlerinnen, bildende Künstlerinnen, Sängerinnen, Unternehmerinnen, Ärztinnen, Sozialarbeiterinnen, Juristinnen, Journalistinnen, Widerstandkämpferinnen gegen und Opfer des NS-Regime etc. sein – aber auch Täterinnen.

Wir stellen keineswegs nur „prominente“ Frauen oder hehre Vorbilder vor – sondern auch das Wirken und Leben der „kleinen Frau“ auf der Straße, die oft im Stillen gearbeitet hat, für die Familie, die Stadt, die Partei, die Kunst, für sich.

Darüber hinaus präsentieren wir Ihnen auch Orte, Einrichtungen, Vereine und Themen, die für Frauen von historischer Bedeutung waren und sind.

An dieser Datenbank wird kontinuierlich gearbeitet. Es werden laufend neue Namen und Rechercheergebnisse eingestellt.

Wie nutzen Sie die Datenbank?

  • Sie kennen den Namen einer Frau – und möchten mehr wissen?
    Dann geben Sie den Namen ein. Sie finden: Wohn- bzw. Wirkungsstätte und mehr oder weniger ausführlich biografische Daten, ggf. mit Hinweisen auf weitere Veröffentlichungen, Webseiten.
  • Sie möchten wissen, wer in einer bestimmten Straße oder einem bestimmten Stadtteil/Bezirk gewohnt hat? Dann geben Sie den Straßennamen ein oder wählen einen Stadtteil oder Bezirk aus.
  • Sie interessieren sich für bestimmte Themen, Berufsgruppen, Orte/Gebäude, Vereine oder Institutionen, die im Zusammenhang mit Frauen eine Rolle spielen? Dann nutzen Sie das Schlagwortregister, die freie Suche oder das Namens-/Sachregister.

Die einzelnen Frauen sind in der Regel mit einer Adresse verzeichnet – für ihre Wohnung bzw. ihren Wirkungsort. Mehrere Umzüge und Ortswechsel können in der Regel nicht recherchiert werden.

Achtung: Die Namen und Verläufe von Straßen haben sich oft verändert. Wer wissen möchte, wo bestimmte Hausnummern heute zu finden sind, muss alte Stadtpläne oder u. U. Grundbucheintragungen einsehen. Es gibt beim Statistikamt Nord einen alte Kartei der so genannten "Hausnummerhistorien", in der sich alte und neue Hausnummern gegenüberstehen. Bei Umnummerierungen von Hausnummern aber auch bei Umbenennungen von Straßennamen kann hier eine raschere Auskunft möglich sein, als über den Vergleich von alten und neuen Lageplänen (freundliche Auskunft von Jörg-Olaf Thießen Staatsarchiv Hamburg). Wer dann noch nicht weiter kommt, sollte sich an das Staatsarchiv wenden. Viele Stadtpläne sind bereits online einsehbar.

Verantwortlich für die Datenbank:

Dr. Rita Bake
stellvertretende Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg a. D.
Gründerin des Gartens der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Die Datenbank wurde von ihr zusammengestellt und wird laufend von ihr ergänzt und erweitert.
Diverse Frauenbiografien sind von verschiedenen Autorinnen und Autoren verfasst worden. Die Namen der Autorinnen und Autoren finden Sie jeweils am Ende ihrer Beiträge. Es gibt auch eine Rubrik: Autorinnen und Autoren, in der Sie deren biografische Angaben finden.

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