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Ingeborg Eggert-Sander

( Ingeborg Eggert-Sander, geb. Ruge )
(22.6.1922 Kiel - 12.4.2005 Seevetal)
Journalistin, aktiv in Frauenverbänden
Garten der Frauen, Ohlsdorfer Friedhof, Fuhlsbüttler Straße 756 (Erinnerungsstein)
Bebelallee 10, Hamburger Bibliothek für Frauenfragen (Wirkungsstätte)
vergrößernIngeborg Eggert-Sander, Foto: privatIngeborg Eggert, älteste Tochter des Oberleutnants zur See und Vizeadmirals Friedrich Ruge und seiner Frau Ruth geb. Greeff, wuchs mit vier Geschwistern auf. Ihre erste Auslandsreise führte sie 1937 mit ihrem Vater sechs Wochen nach England. 1940 machte sie Abitur, heiratete im Zweiten Weltkrieg, bekam zwei Kinder, ließ sich bald scheiden und arbeitete als Fremdsprachensekretärin. Von 1949 bis 1952 war sie Mitarbeiterin des „Naval Historical Team“ in Bremerhaven, in dem ehemalige hochrangige deutsche Marineoffiziere Kriegserfahrungen aufarbeiteten. In diesen Jahren schrieb sie erste Fachartikel im Bereich Seefahrt und arbeitete an den Büchern ihres Vaters mit, der auch international Anerkennung als Militärhistoriker gefunden hatte. 1953 dann die zweite Ehe. Ingeborg Eggert bekam zwei weitere Kinder und war nun überwiegend die Ernährerin der Familie. 1954 trat sie dem Deutsch-.Amerikanischen Frauenclub in Bremerhaven bei, dessen Vorstandsmitglied sie ab 1956 wurde. Im selben Jahr gründete sie für die Amerikaner im Land Bremen die Zeitschrift „Your German Companion“, deren alleinverantwortliche Redakteurin sie wurde. Sie schrieb zahlreiche Artikel über Schifffahrt und Wirtschaft. 1957 erfolgte eine erneute Scheidung. Nun war sie alleinerziehende Mutter von vier Kindern.
vergrößernIngeborg Eggert-Sander, Foto: privatAb 1965 lebte Ingeborg Eggert in Hamburg und wurde dort als Journalistin, Redakteurin und Lektorin tätig. Zwölf Jahre war sie bei der Zeitschrift „Yacht“ für die Schlussredaktion zuständig – anfangs als einzige Redakteurin in einem spezialisierten Männerteam. Auch in Hamburg übte sie überwiegend Vorstandsfunktion im Deutsch-Amerikanischen Frauenclub aus. 1974 unternahm sie mit ihrem Vater, den ersten Inspekteur der Bundesmarine und späteren Professor an der Universität Tübingen, eine mehrwöchige Amerikareise. Von 1975 bis 1979 war sie Vorstandsmitglied im Dachverband der Deutsch-Amerikanischen Clubs und zuständig für Norddeutschland und Berlin, ab 1983 Delegierte im Landesfrauenrat Hamburg und seit 1985 Vorsitzende des Kuratoriums der Hamburger Bibliothek für Frauenfragen und Vorstandsmitglied des Hamburger Verbandes für Fraueninteressen. Ingeborg Eggert machte sich durch ihren unermüdlichen und kenntnisreichen Einsatz für den Auf- und Ausbau der „Hamburger Bibliothek für Frauenfragen“ des Landesfrauenrates verdient und erhielt 1989 den Zitronenjette Preis des Landesfrauenrates. 1984 ging sie ihre vierte Ehe ein. Mit Helmut Sander war sie bis zu seinem Tod glücklich verheiratet. Am Ende ihres Lebens war Ingeborg Eggert, die auch Gründungsmitglied des Vereins Garten der Frauen war, Jörg Hillmann beim Verfassen einer Biographie über ihren Vater behilflich. Sie selbst schrieb darin ein persönliches Kapitel über ihren Vater.
Text: Dr. Rita Bake
 

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