Behörde für Schule und Berufsbildung

Frauenbios

Ilse Tesdorpf-Edens

(29.3.1892 Hamburg – 30.7.1966 Hamburg)
Malerin, Impressionistin
Rondeel 17 (Wohnadresse als Kind bei ihren Eltern)
Övelgönne 33 und 34 sowie 76 (Wohnadressen von 1918-1931)
Max-Brauer-Allee 88 (Wohnadresse 1931-1943)
Rödingsmarkt 70 (Wohnadresse, 1943 ausgebombt)
Wellingsbütteler Landstraße 166 (Wohnadresse von 1943-1950 bei Dr. med. Oscar Himpe nach der Ausbombung)
Wellingsbütteler Landstraße 68 (Wohn- und Wirkungsstätte ab 1950)
Garten der Frauen, Ohlsdorfer Friedhof, Fuhlsbüttler Straße 756 (Erinnerungsstein)
Ilse Tesdorpf lebte als Kind mit ihren beiden jüngeren Brüdern und ihren Eltern in einer Villa am Rondeel 17 im Hamburger Stadtteil Uhlenhorst. Der Vater war ein gutsituierter Kaufmann, die Mutter fungierte als Dame des Hauses.
Ilse Tesdorpf besuchte das Kreussler-Lyceum. Nach dem Abschluss im Alter von 19 Jahren war sie von 1912 bis 1915 Malschülerin bei dem Maler, Grafiker und Kunstpädagogen Arthur Siebelist (1870-1945). Sie malte Landschaftsbilder, Hamburger Stadtansichten, Stillleben, Menschen und unternahm u. a. Malreisen nach Dänemark, Paris, Mallorca, in die Schweiz und nach Norwegen sowie in Deutschland an die Nord- und Ostseeküste, nach Bayern und an die Elbe. Ilse Tesdorpf-Edens malte auch Hamburgs erste Oberschulrätin und Frauenrechtlerin Emmy Beckmann.
1918 heiratete sie den Maler Henning Edens (1885-1943). Nach der Heirat trat ihr künstlerisches Schaffen in den Hintergrund. Erst nach seinem Tod im Jahre 1943 nahm sie ihre künstlerische Tätigkeit wieder voll auf. Kurz nach dem Tod ihres Mannes wurde 1943 sowohl ihr privates Heim als auch ihr Atelier ausgebombt, so dass ihre bis dahin geschaffenen Werke alle verlustig gingen. Nach der Ausbombung zog sie mit ihrer Mutter zu der mit ihnen befreundeten Familie Himpe, wo Ilse Tesdorpf-Edens neben Wohnraum auch eine Ateliernutzung erhielt. Die Familien Himpe und Tesdorpf kannten sich schon länger. Beide gehörten dem Großbürgertum an; Oscar Himpe hatte vor seinem Medizinstudium eine künstlerische Ausbildung erhalten.
19050/51 ließ Ilse Tesdorpf-Edens gemeinsam mit dem mit ihr befreundeten Ehepaar Walter und Olga Reimers, die auch ihre Mäzene waren, ein Doppelhaus mit zwei Wohneinheiten an der Wellingsbütteler Landstraße 68 errichten. Ilse Tesdorpf-Edens letzter Lebenspartner war Fritz Darboven.
Ilse Tesdorpf-Edens war von 1948 bis 1955 Mitglied des 1949 von Adolf Wriggers gegründeten „Kleinen Hamburger Künstlerrings“ (KHH). Zu ihm gehörten u.a. die Maler Fritz Düsing, Albert Feser, Willi Voß, Felix Walner, Walther Reinke. Der Künstlerring stellte erstmals 1949 in der Galeria des Rauhen Hauses aus. Mitglied sollten nur „gestandene Künstler“ sein. Die politische Ausrichtung des Künstlerrings war links.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Ilse Tesdorpf-Edens auch Mitglied der GEDOK.
Ilse Tesdorpf-Edens hatten z.B. Ausstellungen in den Jahren 1938, 1939, 1941 in der Herbstausstellung Hamburger Künstler, 1950 im Völkerkundemuseum, 1951 im Hamburger Kunstverein, 1952-1955 in der Hamburger Kunsthalle, 1954 in Wittenberg (DDR), Halle/Saale, Bitterfeld, Potsdam Weißenfels, Naumburg; 1970 im Hamburger Kunsthaus. 1992 wurde in der Galerie Mewes eine Gedenkausstellung zum 100. Geburtstag von Ilse Tesdorpf-Edens gezeigt. Ihre Bilder befinden sich u.a. in der Hamburger Kunsthalle, im Altonaer Museum und in der Sammlung Hamburger Sparkasse.
Text: Rita Bake
Lit.:
Klaus Timm: Ilse Tesdorpf-Edens In: Geschichten aus Klein Borstel Bd. IV. Hamburg 2004.
 

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