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Frauenbios

Sara Susanne Pander

( Sara Susanne Pander, geb. Goldschmidt )
(29.10.1892 Hamburg – September 1978 Ost-Berlin)
Lehrerin für Gymnastik und Tanz und Heilgymnastik, Tänzerin, Verfolgte des NS-Regimes
Brahmsallee 6 (Wohnadresse)
Über Susanne Pander schreiben Dr. Inge Grolle und Christina Igla in ihrer Biografie über Susanne Panders Ehemann, dem Theaterkritiker und Schriftsteller Oswald Pander (12.5.1881 Berlin – deportiert am 16.7.1942 nach Theresienstadt, dort ermordet 19.8.1943). Für ihn liegt vor dem Haus Brahmsallee 6 ein Stolperstein. Susanne Pander wanderte in der NS-Zeit mit Tochter in die USA aus. In den 1970e zog sie nach Ost-Berlin.
Als Susanne Goldschmidt 1922 Oswald Pander heiratete, war es für Oswald Pander die zweite Ehe. In der ersten Ehe war er Vater eines Sohnes geworden. „Susanne Pander war durch die Abschlussprüfungen 1912 und 1913 an der Klosterschule St Johannis zur Lehrerin an höheren Schulen befähigt, außerdem bestand sie das Examen für Gymnastik und Tanz bei Rudolf von Laban und das Examen für Heilgymnastik im Schwedischen Institut von H. Petersen in Hamburg. Sie unterrichtete 1913–1914 an der Hamburger Volksschule, 1914–1920 an der Israelitischen Töchterschule Carolinenstraße; von 1929 bis 1933 war sie an der Blinden- und Sehschwächenschule im Hamburger Schuldienst tätig.
Ihre Eltern, der Lehrer Jonas Goldschmidt und Jenny, geb. Mendel, bewohnten in Harvestehude eine Acht-Zimmerwohnung im 3. Stock der Brahmsallee 6 mit ihren Töchtern Frida und Susanne. Zur Zeit der Hochzeit seiner Tochter Susanne lebte der Vater nicht mehr, seit 1921 war die Witwe Jenny Goldschmidt alleinige Mieterin in der Brahmsallee, seit 1925 stand Oswald Pander unter Brahmsallee 6 im Adressbuch. Am 24. Oktober 1924 wurde Miriam Renate, die einzige Tochter von Susanne und Oswald Pander, geboren. (…).
Als ständiger Redakteur des ‚Hamburger 8 Uhr Abendblatts‘ würdigte er am 17. Juni 1924 die Kunst seiner Frau in dem Artikel ‚ Tanzprobe‘. 1933 erhielt er Schreibverbot. Von da an finden sich nur noch in jüdischen Blättern Texte von ihm. Entsprechend versiegten die Einnahmen fast ganz. (…).
Auch Susanne Pander war von den nationalsozialistischen Gesetzen in Mitleidenschaft gezogen. 1933 musste sie infolge des ‚Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums‘ als Jüdin den Schuldienst verlassen. Wie die bekannte, ebenfalls jüdische Tänzerin Erika Milee war sie Schülerin des Tanztheoretikers Rudolf von Laban gewesen, der 1922 in Hamburg die ‚ Tanzbühne‘ und im nächsten Jahr die erste Labanschule gegründet hatte. In Abkehr vom klassischen Ballett entwickelte er den Tanz aus individueller Improvisation heraus als Ausdruck seelischen Erlebens. In diesem Sinn gründete Susanne Pander 1933 in ihrer Wohnung Brahmsallee 6 eine ‚Schule für Gymnastik und Tanz, Akrobatik, Pantomime und Step‘, in der sie weitgehend der Methode Labans folgte. Wie sehr ihre Auffassung von Körperarbeit und Bewegungskunst mit den expressionistischen Theorien ihres Mannes harmonierte, zeigen verschiedene Texte von ihm, vor allem sein Aufsatz ‚Bühne und Bewegung‘ in den ‚Monatsblättern des Jüdischen Kulturbundes‘ 1936.
Susanne Pander trat mit ihren Schülerinnen im Rahmen des ‚Jüdischen Kulturbundes‘ öffentlich auf, erstmals am 6. und 8. November 1937 im Gabriel Riesser Saal des Tempels in der Oberstraße. Zum Klavierspiel von Senta Lissauer bot die Gruppe junger Tänzerinnen einen Querschnitt durch ihr schulisches Programm. Ihre zweite Choreographie, ‚Biblische Gestalten im Tanz‘ führte Susanne Pander am 10. April und am 8. Mai 1938 auf der Bühne des jüdischen Gemeinschaftshauses in der Hartungstraße auf, ebenfalls mit Klavierbegleitung von Senta Lissauer. Tanzend wurde die Geschichte des persischen Königs Ahasver und seiner jüdischen Frau Esther erzählt, die durch kluge List ihr Volk vor der Vernichtung bewahrte. Die tänzerische Gestaltung der biblischen Geschichte erklärte sie im Programmheft: ‚Diese Gestalten tanzen wir – nicht in der erdrückenden Größe ihrer geschichtlichen Bedeutung, auch nicht in der spielerischen Verkleinerung einer pantomimischen Nachahmung. So, wie viele dieser biblischen Gestalten uns zu dauernden Vorbildern – Sinnbildern des zeitlosen Lebens geworden sind, so wollen wir sie auch im Tanz auffassen.‘ Der ethische Gehalt dieser Tanzpädagogik bestand in der Stärkung von Körper und Geist und von Widerstandsfähigkeit gegen die immer bedrohlicher werdenden Härten des Lebens.
Eine geistige Heimat fanden Oswald und Susanne Pander im Jüdischen Kulturbund, Susanne auch als Mitwirkende bei der ‚Jüdischen Künstlergruppe‘. Beide lebten ganz in der Kunst und für die Kunst. Damit verbanden sich hohe ethische Ansprüche Das Theater betrachteten sie als bewegte Kunstform, die von vielseitig ausgebildeten Schauspielern gestaltet wurde. (…). Dem Ehepaar Pander bedeutete das Theater eine Kultstätte. Als Freigeister wollten sie sich nicht konfessionell binden. Oswald vollzog keine offizielle Änderung seiner Religionszugehörigkeit. Auch wenn er sich als Jude verstand, wurde er nicht zur Kultussteuer herangezogen. Mitglied der Jüdischen Gemeinde mit einer eigenen Kultussteuerkarte war nur seine Frau.
Wie erlebte die Familie Pander die demütigenden Restriktionen und das ‚Schicksalsjahr‘ 1938? Jedenfalls konnten sie die Augen nicht vor der Realität verschließen. Es gelang, die 14-jährige Miriam am 12. Januar 1939 mit auf einen Kindertransport nach Liverpool/England zu schicken. Susanne ließ sich von Miriams Gastfamilie als Haushaltshilfe anfordern. Weil ihr Permit auf wenige Wochen befristet war, bat sie wiederholt um Beschleunigung ihres Falls. Die sechs Seiten lange Liste von Haushaltsgegenständen, getrennt nach gebrauchten und neuen, seit 1933 angeschafften Objekten musste vorliegen. Zu den ‚neuen‘, für die eine ‚Dego-Abgabe‘ fällig war, gehörte zum Beispiel die Reparatur einer alten Schreibmaschine. Dafür mussten 15 Reichsmark Degosteuer entrichtet werden. Susanne gab an, den Großteil des Hausrats verpackt in der Wohnung zu lassen. Ihr Mann werde alles mitbringen, wenn er nachreise.
Dem schien nichts Unüberwindliches im Wege zu stehen. Allerdings besaß Oswald Pander kein Geld mehr, um die erforderlichen Steuern und Abgaben aufzubringen. Die Auswanderung von Frau und Tochter hatte das gemeinsame Vermögen verschlungen. Er begann, das Mobiliar und seine Bücher zu verkaufen. Außerdem erwartete er ein Erbe, das eine Verwandte zu gleichen Teilen seiner Tochter Miriam und seiner Schwägerin Frida Goldschmidt, die 1934 nach Palästina auswandert war, zugesprochen hatte. Die Rechtslage schien Pander ganz eindeutig, aber es wurden ihm Fallstricke gelegt. Darüber versäumte er einen Termin, was ihm eine Rüge eintrug, über die er beim nächsten Vorgang stolperte. Über solchen bürokratischen Hemmnissen zog sich die Erbschaftsangelegenheit in die Länge Als Pander im Mai 1939 merkte, dass sich die Schlinge zuzuziehen begann, bat er Freunde und Bekannte um Gutachten über seine Person. Bereitwillig wurde ihm ‚die unbedingte bürgerliche Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit‘ (Ivo Hauptmann) bestätigt; er sei als ‚ehrenhafter, zuverlässiger Mensch und angesehener Mitarbeiter an großen Tageszeitungen‘ bekannt (Direktor Raphael Israel Plaut). (…). Alle Befragten stimmten darin überein, dass sie Oswald Pander wichtige Einsichten und Anregungen verdankten. Solcherlei Urteile verfehlten allerdings ihre Wirkung auf nationalsozialistische Behörden, die rigoros nach Schema arbeiteten.
Am 23. August 1939 lag die Unbedenklichkeitsbescheinigung für Oswald Pander vom Finanzamt zum Zwecke der Auswanderung vor, sie wurde am 25. August durch die Devisenstelle bestätigt mit Eintragung in die Passliste des Steuerfahndungsamts, Permit nach England war da, es fehlte nur noch das aus der Erbschaft fällige Geld, als am 1. September der Krieg begann und die Ausreise für unbestimmte Zeit verzögerte. (…)
Im Herbst/Winter 1941 fanden Großdeportationen aus Hamburg statt. Oswald Pander musste sich dem ersten nach Theresienstadt bestimmten Transport VI/1 vom 15./16. Juli 1942 anschließen. (…)
Die mit Tochter Miriam in New York lebende Susanne Pander erfuhr durch das Rote Kreuz vom Tod ihres Mannes. Sie übte in den USA weiter ihren Beruf als Tanzpädagogin und Heilgymnastin aus. Miriam Pander war ebenfalls Tänzerin. In den 1970er-Jahren fühlte sie sich krank und unbefriedigt und kehrte nach Deutschland zurück. In der Vorstellung, das sozialistische System der DDR werde ihren Idealen von fortschrittlicher Kunst besser entsprechen, zog sie mit ihrer Tochter nach Berlin-Ost und arbeitete dort. Sie wollte in der Nähe ihres Stiefbruders Karl Pander sein, der im ebenfalls in der DDR gelegenen Kuhlenfeld bei Boitzenburg lebte. (…).“
Textausszüge von: Inge Grolle/Christina Igla aus der Biografie über Oswald Pander unter: www.stolpersteine-hamburg.de
Quellen:
1; StaH: 314_15 Oberfinanzpräsident _ FVG 3213, _ FVG 6013; 332-5 Personenstandsunterlagen _ 8677/361/1922 (Heiratsurkunde Pander), _9077/1692/1892 (Geburtsurkunde Susanne Pander), _10579/26/1905 (Sterbeurkunde Kasel (Carl) Pander), _ 10842/63/1905 (1. Eheschließung Pander) 332-8 Meldewesen-"Toten-und Verzogenenkartei" Film Nr. 7402, Nr. 6701 Hausmeldekartei 351-11 Amt für Wiedergutmachung _ 5268 (Pander, Oswald Hermann), _14797 (Pander, Susanne), _32468 (Pander, Carl Ludwig); 731-8 Zeitungsauschnittsammlung _ A765 Pander, Karl; http://tracingthepast.org/minority-census (Volkszählung 17.5.1939) (eingesehen am 1.2.2016); http://agora.sub.uni-hamburg.de/subhh-adress/digbib/start Hamburger Adressbuch – online – eingesehen am 1.2.2016; www.deutsche-digitale-bibliothek.de (eingesehen am 28.1.2016); www.bremea.suub.uni-bremen.de (eingesehen am 28.1.2016); E-Mail von Lisa Marshall vom 17.1.2016; Monatshefte des Jüdischen Kulturbundes, Mikrofilm in Institut für die Geschichte der Deutschen Juden, Signatur: X/1625:1936/38; Anz/Stark,(Hrsg.), Expressionismus, S. 612f.; Anz, Literatur; Der Querschnitt, IX. Jahrgang Heft 9 Ende September 1931, Berlin. S.636f.; Pander, Revolution, (1918) Nr. 5, S. 147f.; Ders.: Kunst, in: Der Sturmreiter 2. Jg. (1920) H.1, Oktober, S. 26–27; Ders.: Roman, in: Die Flöte. 3. Jg. (1920/21), S. 241–244, Starke, Führer, S. 69–74.
Zur Nummerierung häufig genutzter Quellen siehe Link "Recherche und Quellen" unter www.stolpersteine-hamburg.de
 

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Frauen, die in Hamburg Spuren hinterlassen haben
(Datenbank Stand: August 2021) Frauen stellen mindestens die Hälfte der Menschheit. Wenn es aber um Erinnerungen geht, sind es immer noch in der Mehrzahl Männer, die die Spitzenplätze einnehmen.

Hammonia

Hamburger Frauenbiografien-Datenbank

Erklärung zur Datenbank

Stand August 2021: 1257 Kurzprofile von Frauen und 434 sonstige Einträge z. B. Vereine, Aktionen, Zusammenschlüsse und Überblicksdarstellungen zu Themen der Frauenbewegungen.

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Zuletzt eingetragene Namen

Januar 2021: Katherina Hanen, Ingeborg Hecht

Februar 2021: Anita Horz

März 2021: Gertrud Bing, Ilse Hirschbiegel, Hilde David, Aenne Bohne-Lucko, Hildegard Stromberger, Angela Bernhardt, Emilie Rücker, Adele Will, Dora und Claudine Staack, Andrea Karsten,
wesentlich aktualisiert: Zwangsarbeiterinnen für Valvo Radioröhrenfabrik und der Hamburger Batterie-Fabrik Otto Gross, Käthe Strutz

April 2021: Adeline Gräfin von Schimmelmann
wesentliche aktualisiert: Anna Andersch-Marcus; Tatiana Ahlers-Hestermann; Marie Anne Lippert; Marienkrankenhaus; Annemarie Marks-Rocke; Katharina Mayberg; Erna Mayer; Ottilie Metzger-Lattermann; Else Mögelin; Molckenbuhr'sche Stiftung für alte weibliche Dienstboten; Erna Mros; Nanny-Jonas Stift; Martha Naujoks; Anna Maria Pyrker; Charlotte Ida Popert; Adele Reiche; Minna Rist; Martha Rauert; Vierländerin Brunnen; Rosemarie Sacke; Sophie Albrecht, Ida Eberhardt

Mai 2021: Rosa Zinner

Juni 2021: Barbara Ossenkopp, Helga Schulz, Antonie Brandeis, Helga Mauersberger, Clara Stern

Juli 2021: Hildegard Cohen, Ingeborg Babatz, Ingeborg Danielsen, Inge Wulff, Eleonore Rudolph, Marianne Tidick

August 2021: Esther Bejarano, Gerda Zorn, Sara Susanne Pander, Christa Mulack, Jutta Rall-Niu, Antonia Hilke

Was erwartet Sie in der Frauenbiografie-Datenbank?

Die Zahlen allein für Hamburg sind ernüchternd: 2695 Verkehrsflächen sind nach Männern und Jungen (8) benannt (darin enthalten: Roman-, Märchen- und Sagengestalten (72), frei gewählte männliche Vornamen (12) sowie nach Familien benannte Straßen (176). Letztere wurden zu den Männerstraßennamen zugezählt, weil hier in erster Linie die männlichen Familienangehörigen gemeint sind, die in vielen Fällen mit Namen genannt werden bzw. ihre Berufe aufgezählt werden).
Nur 446 Straßen sind nach Frauen und Mädchen (8) benannt (darin enthalten: Roman,- Märchen- und Sagengestalten (36), frei gewählte weibliche Vornamen (18) sowie nach Frauen und Männern benannte Straßen (46). Bei Letzteren handelt es sich in erster Linie um nachträglich nach Frauen mitbenannte Straßen, die ehemals nur nach den Nachnamen von bedeutenden männlichen Familienangehörigen benannt worden waren) (Stand: August 2021).

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Anzahl der Denkmäler und Erinnerungstafeln. Auch bei Ehrungen und Auszeichnungen wird oft an IHN und nur wenig an SIE gedacht.

Trotz aller Leistungen von Frauen scheint die Erinnerung an sie schneller zu verblassen, sind die Archive und Netze der Erinnerung besonders löchrig - erweist sich die Wertschätzung weiblichen Wirkens als gering. Wie oft heißt es, wenn auch Frauen geehrt werden könnten:

„Uns ist dazu keine Frau von Bedeutung bekannt!“

Ein Argument, das in Zukunft keine Chancen hat, denn es gibt jetzt diese Datenbank. Eine Bank, die ihren Anlegerinnen und Anlegern hohe Renditen verspricht, denn das Kapital ist das historische Wissen. Geschöpft aus Archivmaterialien, Lexika, Zeitungsartikeln und –notizen, aus veröffentlichten Biografien, zusammengetragen und erforscht von Einzelpersonen etc., bietet die Datenbank die beste Voraussetzung für eine hohe gesellschaftliche Wirksamkeit - im Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit. Die Früchte dieser Datenbank sollen die Bedeutung von Frauen für Hamburgs Geschichte leicht zugänglich machen und selbstverständlich in den Alltag von heute tragen.

Im Mittelpunkt stehen verstorbene Frauen, die in Hamburg gewirkt und/oder gewohnt und die Spuren hinterlassen haben. Das können Autorinnen, Schauspielerinnen, Wohltäterinnen, Kneipenwirtinnen, Politikerinnen, Wissenschaftlerinnen, bildende Künstlerinnen, Sängerinnen, Unternehmerinnen, Ärztinnen, Sozialarbeiterinnen, Juristinnen, Journalistinnen, Widerstandkämpferinnen gegen und Opfer des NS-Regime etc. sein – aber auch Täterinnen.

Wir stellen keineswegs nur „prominente“ Frauen oder hehre Vorbilder vor – sondern auch das Wirken und Leben der „kleinen Frau“ auf der Straße, die oft im Stillen gearbeitet hat, für die Familie, die Stadt, die Partei, die Kunst, für sich.

Darüber hinaus präsentieren wir Ihnen auch Orte, Einrichtungen, Vereine und Themen, die für Frauen von historischer Bedeutung waren und sind.

An dieser Datenbank wird kontinuierlich gearbeitet. Es werden laufend neue Namen und Rechercheergebnisse eingestellt.

Wie nutzen Sie die Datenbank?

  • Sie kennen den Namen einer Frau – und möchten mehr wissen?
    Dann geben Sie den Namen ein. Sie finden: Wohn- bzw. Wirkungsstätte und mehr oder weniger ausführlich biografische Daten, ggf. mit Hinweisen auf weitere Veröffentlichungen, Webseiten.
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  • Sie interessieren sich für bestimmte Themen, Berufsgruppen, Orte/Gebäude, Vereine oder Institutionen, die im Zusammenhang mit Frauen eine Rolle spielen? Dann nutzen Sie das Schlagwortregister, die freie Suche oder das Namens-/Sachregister.

Die einzelnen Frauen sind in der Regel mit einer Adresse verzeichnet – für ihre Wohnung bzw. ihren Wirkungsort. Mehrere Umzüge und Ortswechsel können in der Regel nicht recherchiert werden.

Achtung: Die Namen und Verläufe von Straßen haben sich oft verändert. Wer wissen möchte, wo bestimmte Hausnummern heute zu finden sind, muss alte Stadtpläne oder u. U. Grundbucheintragungen einsehen. Es gibt beim Statistikamt Nord einen alte Kartei der so genannten "Hausnummerhistorien", in der sich alte und neue Hausnummern gegenüberstehen. Bei Umnummerierungen von Hausnummern aber auch bei Umbenennungen von Straßennamen kann hier eine raschere Auskunft möglich sein, als über den Vergleich von alten und neuen Lageplänen (freundliche Auskunft von Jörg-Olaf Thießen Staatsarchiv Hamburg). Wer dann noch nicht weiter kommt, sollte sich an das Staatsarchiv wenden. Viele Stadtpläne sind bereits online einsehbar.

Verantwortlich für die Datenbank:

Dr. Rita Bake
stellvertretende Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg a. D.
Gründerin des Gartens der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Die Datenbank wurde von ihr zusammengestellt und wird laufend von ihr ergänzt und erweitert.
Diverse Frauenbiografien sind von verschiedenen Autorinnen und Autoren verfasst worden. Die Namen der Autorinnen und Autoren finden Sie jeweils am Ende ihrer Beiträge. Es gibt auch eine Rubrik: Autorinnen und Autoren, in der Sie deren biografische Angaben finden.

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