Behörde für Schule und Berufsbildung

Frauenbios

Gabriele Stock-Schmilinsky

( Gabriele Esther Augusta Stock-Schmilinsky, geb. von Bose )
(31.8.1903 Hamburg - 19.7.1984 Hamburg)
Malerin
Karl-Jacob-Straße 23 (Wohnadresse)
Am Krähenberg 34 (Wohnadresse)
Fuhlsbüttler Straße 756, Ohlsdorfer Friedhof, Grablage: P 25-4 (erhaltenswertes Grabmal)
Gabriele Stock-Schmilinsky begann 1922 mit ihrer künstlerischen Ausbildung in der Privatmalschule von Gerda Koppel, besuchte dann von 1933-1933 die Landeskunstschule am Lerchenfeld und absolvierte 1937/38 eine Werklehrerinnenausbildung. Für kurze Zeit leitete sie die Kunstschule von Gerda Koppel.
In der NS-Zeit war Gabriel Stock-Schmilinsky von 1930 bis 1938 war sie als selbstständige Malerin tätig. Zwischen 1939 und 1943 leitete sie die Kunstschule Schmilinsky, die sie 1943 wegen der Zerstörung der Wohnung durch Bomben aufgab. Ab 1943 arbeitete sie wieder als selbstständige Malerin. Ab 1934 war sie Zwangsmitglied der Reichskulturkammer. Sie trat nicht der NSDAP bei, war von 1940 an Mitglied der NSV. 1) Die NSV war mit „17 Mio. Mitgliedern (1943) nach der Dt. Arbeitsfront die größte (…)NS-Massenorganisation.(…) Ihren Anspruch auf Monopolisierung der gesamten freien und öffentlichen Wohlfahrt konnte die N. zwar nicht realisieren, doch gelang es ihr, die in der freien Wohlfahrtspflege tätigen Verbände zurückzudrängen bzw. gleichzuschalten (…). Angesichts der ihr zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel (Mitgliedsbeiträge, Spenden, staatliche Zuwendungen) war es ihr n möglich, in alle Bereiche der Wohlfahrt zu expandieren (…). Aufgrund ihrer scheinbaren Ideologieferne war die Arbeit der N. populär und die Mitgliedschaft erschien auch für diejenigen, die dem Regime eher zögernd oder kritisch gegenüberstanden, aber aus Opportunitätsgründen in eine Parteiorganisation eintreten wollten, akzeptabel.Tatsächlich war die Arbeit der N. von rasse- und erbbiologischen Selektionskriterien bestimmt (…).“(Marie- Luise Recker: NS-Volkswohlfahrt, in: Wolfgang Benz, Hermann Graml, Hermann Weiß (hrsg.): Enzyklopädie des Nationalsozialismus. 2. Aufl. , München 1998, S. 619.)
Text: Rita Bake
Quelle:
1 Staatsarchiv Hamburg 221-11, Ed 13128
 

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