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Eimsbüttel

Stadtteile Eimsbüttel und Hoheluft-West in der NS-Zeit

Bevölkerung vor 1933
Große Teile Eimsbüttels, besonders die gleichförmig bebauten Straßen im nordwestlichen Eimsbüttel, und ein Teil von Hoheluft-West waren überwiegend von Arbeiterfamilien und ärmeren Schichten bewohnt. Eimsbüttel galt als „roter“ Stadtteil, in dem etliche SPD- und KPD-Mitglieder lebten, die politisch aktiv waren und sich zudem z. B. in Arbeitersportvereinen oder in der Kulturellen Vereinigung Volksheim betätigten. Für die Arbeiterbewegung spielte die Forderung nach Teilhabe an Bildung eine zentrale Rolle und auch das Interesse an reformpädagogischen Ideen war groß. Im kinderreichen Eimsbüttel gab es viele Schulen, darunter zwei, die reformpädagogische Konzepte umsetzten. Dies waren die im April 1919 eingerichtete Versuchsschule in der Telemannstraße und die 1920 errichtete Aufbauschule in der Hohen Weide, in der begabte Kinder nach der achten Volksschulklasse in sechs Jahren Abitur machen konnten. Die Nationalsozialisten beendeten diese fortschrittliche Schulpolitik. Etliche (ehemalige) Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, beispielsweise von der Telemannschule, engagierten sich später im Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

Es gibt viele Zeugnisse ehemaliger Arbeiterkinder, die die katastrophalen Wohn- und Lebensverhältnisse ihrer proletarischen Familien in Eimsbüttel und die häufigen Umzüge im Stadtteil schildern. Dennoch schafften sie später nicht selten einen sozialen Aufstieg.

In Eimsbüttel gab es auch eher großbürgerliche Enklaven, bebaut mit prächtigen Etagenhäusern mit großen Wohnungen oder mit Stadthäusern und Reihenvillen. Beispiele hierfür sind ein Teil der Schäferkampsallee oder die Ottersbekallee , Am Weiher und Eichenstraße um den Eimsbütteler Park herum.

Antisemitismus vor 1933
Eimsbüttel war nicht allein Hochburg der Arbeiterbewegung, es gab im Stadtteil auch eine lange Tradition des Antisemitismus. Schon 1798 ließ der Gastwirt des Eimsbütteler Ausflugslokals „Heußhof“ in den Zeitungen bekanntmachen, jüdische Gäste seien unerwünscht. „Unfähig, das Vorurteil zu berichtigen, sehe ich mich genötigt anzuzeigen, daß ich für die Jüdische Nation keine Wirtschaft halte“, hieß es damals.

In den 1920er Jahren formierte sich eine antisemitische Gruppierung unter dem Namen „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei“, die in Eimsbüttel ungefähr 100 Köpfe zählte. Am 18. Oktober 1922 wurde die Partei in Hamburg verboten (vor dem reichsweiten Verbot ein Jahr später), aber 1925 gründete Hitler die Partei neu. In Eimsbüttel gelang es ihr, den Stadtteil zu einer ihrer Hochburgen zu machen. 1924 kandidierte bei der Reichstagswahl am 4. Mai die Ersatzorganisation „Völkisch-Sozialer Block“ und erhielt in vielen Eimsbütteler Wahlkreisen mehr als 10 Prozent. Bei den letzten freien Reichstagswahlen im November 1932 kam die NSDAP in Eimsbüttel auf 28,0 Prozent der abgegebenen Wählerstimmen, während sie in Hamburg insgesamt bei lediglich 26,6 Prozent lag. Besonders gut schnitt die Partei in den Gebieten ab, die kleinbürgerlich geprägt waren und in denen Handwerker und kleine Gewerbetreibende lebten. In den Arbeiterquartieren hingegen war der Anteil der Kommunisten und Sozialdemokraten deutlich höher. Gleiches gilt für das heutige Hoheluft-West, das damals zu Eppendorf gehörte. Insgesamt lag der Anteil der NSDAP in Eppendorf bei 29,3 Prozent der Stimmen.

 

Überdurchschnittlich hohe Wahlergebnisse der NSDAP

in Eimsbüttel und Hoheluft-West bei der Reichstagswahl am 6. November 1932

Wahlbezirke

Wahlstelle

Stimmen

Prozent

142

Eimsb. Marktplatz 2

330

45,4

193

Bismarckstraße 30

515

43,0

151

Eimsb. Marktplatz 30

517

42,2

194

Eppendorfer Weg 139

484

39,7

144

Osterstraße 68

484

39,4

257

Mansteinstraße 10

441

36,3

(aus: Statistische Mitteilungen des hamburgischen Staates 30, 1932, S. 26ff.)

 

Eimsbüttel nach der nationalsozialistischen Machtübernahme

Zwar errangen SPD und KPD bei den Reichstagswahlen im November 1932 in Eimsbüttel noch 51,2 Prozent der Stimmen, doch, zutiefst zerstritten, bekämpften sich die beiden Arbeiterparteien im „roten Eimsbüttel“ gegenseitig mit ähnlicher Vehemenz wie in Straßenschlachten mit der SA, die im Stadtteil mittlerweile mehrere „Sturmlokale“ unterhielt. Als im März 1933 die NSDAP auch in Hamburg die Macht übernahm, erfolgten massenweise Verhaftungen von politischen Gegnern. Von März bis Mai wurden 1750 Personen festgenommen, hunderte allein in Eimsbüttel. SA-Männer, zu Hilfspolizisten ernannt, führten gemeinsam mit der Polizei Razzien und Haussuchungen durch. Ihre Gegner internierten sie in Hamburgs erstem „wilden“ Konzentrationslager, im KZ Wittmoor, wo diese Wochen oder Monate einsaßen. Reichsweit zentral organisierte Aktionen wie der Boykott jüdischer Geschäfte am 1. April oder die Bücherverbrennung am 15. Mai 1933 am Kaiser-Friedrich-Ufer signalisierten auch in Eimsbüttel, dass Antisemitismus und Antiintellektualismus der NSDAP nicht nur Propaganda waren, sondern in die Tat umgesetzt wurden. Für die Nationalsozialisten, die sich vor 1933 Straßenschlachten mit dem Roten Frontkämpferbund geliefert hatten, war z. B. die Umgestaltung des Luruper Weg s, vormals „Klein Moskau“ genannt, von großer symbolischer Bedeutung. Wo früher die Embleme, Fahnen und Transparente von KPD, Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold und SPD dominierten, kündete nun das Hakenkreuz von der nationalsozialistischen Machtübernahme. Zudem veränderten die Nationalsozialisten durch Baumpflanzungen die Optik der Straße.

Tagtäglich drangsalierten jetzt mehrere SA-Stürme, die ihre Sturmlokale in der Nähe der Osterstraße hatten, die Eimsbütteler Bevölkerung. Aber die Zustimmung der „Volksgemeinschaft“ zum neuen Regime sollte nicht allein mit Gewalt, sondern vor allem mit Angeboten erreicht werden. So wurden in den nächsten Jahren zahlreiche Kampagnen durchgeführt, neben Sammelaktionen etwa die dringliche „Aufforderung“, Leihfahnen herauszuhängen, wenn offiziell Beflaggung angeordnet worden war, Weihnachtsfeiern für tausende Eimsbütteler Kinder (1936 für 12.000!), Lebensmittelspenden an Bedürftige im Rahmen des Winterhilfswerks und weitere Gemeinschaftsaktivitäten, die in der Bevölkerung durchaus auf Zustimmung stießen. Hinzu kamen viele Propagandaveranstaltungen, Filmvorführungen und Theaterangebote auf Freilichtbühnen; in der Bundesstraße entstanden ein großzügig ausgestattetes HJ-Heim (inzwischen abgerissen) und das Kaifu-Bad, beide mit großem Presseecho eröffnet. Während des Krieges fanden immer wieder Großveranstaltungen zur Verleihung der Mutterkreuze statt. Verbunden mit der Einsicht, dass Beförderungen bei Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst vor allem dann erfolgten, wenn die/der Betreffende der NSDAP oder zumindest einer ihrer zahlreichen Unterorganisationen angehörte, oder dass kaufmännischer Erfolg dort, wo staatliche Konzessionen oder Kontingente vonnöten waren, nur im Falle politischer Linientreue garantiert war, schufen all diese Aktionen wachsende Sympathiewerte und Zustimmung zum NS-Regime.

Neben Neugestaltungen wie der einstigen kommunistischen Hochburg Luruper Weg , erhielten ab 1938 einige Straßen neue Namen. Teilweise war dies dem Groß-Hamburg-Gesetz geschuldet, durch das einzelne Namen in der Stadt nun doppelt vorhanden waren, vor allem aber sollte die Ehrung jüdischer Namensgeber rückgängig gemacht werden. In Eimsbüttel wurden drei Straßen umbenannt: eine 1921 nach der Jüdin Anna Wohlwill benannte Straße wurde zur Felix-Dahn-Straße (sie heißt bis heute so, denn eine Wohlwillstraße existiert seit 1948 in St. Pauli); die 1898 nach Felix Mendelssohn-Bartholdy benannte Mendelssohnstraße wurde zur Schopstraße , benannt nach dem Musiker Johann Schop, geb. vor 1600 (sie heißt bis heute so, denn eine Mendelssohnstraße existiert seit 1952 in Bahrenfeld) und die Unnastraße zum Hans-Much-Weg (sie wurde 1948 in Unnastraße zurück benannt). Weitere Umbenennungen kurz vor dem Zweiten Weltkrieg wurden zwar amtlich bekannt gemacht, oft aber nicht wirklich durchgeführt, d. h., die Straßenschilder wurden nicht ausgewechselt. Laut Amtlichem Anzeiger wurden z. B. im Generalsviertel die Blücher- in Boßdorfstraße , die Wrangelstraße in Belowdamm und die Moltkestraße in Generalstabsweg umbenannt.

 

Die NSDAP etablierte sich in Eimsbüttel wie in anderen Hamburger Stadtteilen auch. Ihre Massenorganisationen eröffneten Zweigstellen, die Partei selbst bildete 22 Ortsgruppen, die nach einer Umstrukturierung des Parteiapparats auf 14 reduziert wurden. Im September 1938 betrug die Zahl der NSDAP-Mitglieder bzw. -Anwärter in Eimsbüttel ca. 14.500 Personen, überwiegend Männer. Wie überall existierten als unterste Ebene die Hausgruppen, die 15 Haushaltungen umfassten; 40–60 Hausgruppen bildeten einen Block mit einem Blockleiter an der Spitze, vier bis acht Blocks eine Zelle mit einem Zellenleiter und über diesen der Ortsgruppenleiter, der wiederum dem Kreisleiter unterstand. Die Hamburger Kreisleiter verantworteten sich gegenüber dem Gauleiter und Reichsstatthalter Karl Kaufmann. Jede Hierarchieebene kontrollierte Wohnbevölkerung und Parteimitglieder gleichermaßen, schritt bei Konflikten ein oder meldete Vorkommnisse, Gerüchte oder Verdächtiges an die höhere Ebene bzw. direkt an die Gestapo.

Bis 1937 amtierten in Eimsbüttel-Nord Wilhelm Tegeler und in Eimsbüttel-Süd Johannes Lange. Als diese Kreise aufgelöst und mit Harvestehude-Rotherbaum zum Kreis 2 zusammengelegt wurden, folgte ihnen Walter Gloy bis zu den schweren Luftangriffen auf Hamburg im Juli/August 1943. Für den vergrößerten Kreis war erneut Johannes Lange zuständig, zu dessen Aufgaben es u. a. gehörte, politische Beurteilungen zu schreiben, die etwa bei Beförderungen, Einstellungen oder auch bei KZ-Entlassungen von Bedeutung sein konnten.

An den Kreisleiter wandten sich 1933 folglich auch viele Ehefrauen von inhaftierten KPD- und SPD-Mitgliedern, um deren Entlassung zu bewirken. Wieder in Freiheit, schloss sich ein Teil der Regimegegner Widerstandsgruppen an. Doch gelang es der Gestapo, die meisten dieser Gruppen bis 1936/37 zu zerschlagen. Ihre Mitglieder wurden in Massenprozessen wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ angeklagt. Sie waren dann im Ende 1933 eingerichteten KZ Fuhlsbüttel inhaftiert, das das im Herbst 1933 geschlossene KZ Wittmoor abgelöst hatte. Nach den Gerichtsprozessen wurden sie in Zuchthäuser oder die berüchtigten Emslandlager überstellt. Aufgrund der vielen Verhaftungen und der Zerschlagung der Infrastruktur der Widerständler, aber auch der Etablierung des NS-Regimes, ruhte 1937/38 der Widerstand weitgehend. Erst in den 1940er Jahren entstanden neue Gruppen, meist gegründet von inzwischen entlassenen Widerständlern, vor allem um Franz Jacob, Bernhard Bästlein und Robert Absagen herum, denen sich – wie in Eimsbüttel – vereinzelt auch „Mischlinge“ oder in Mischehen verheiratete jüdische Mitglieder anschlossen. Einen Fokus ihrer Aktivitäten bildete die Seifenhandlung von Magda Thürey, der „Waschbär“, in der Eimsbütteler Emilienstraße . Die Gestapo nahm auch diese Aktivitäten in den Blick, wobei sich insbesondere Kriminalsekretär Henry Helms hervortat, der in der Tornquiststraße wohnte. Als Gestapobeamter ließ er nicht nur die Widerstandsgruppen mit angeworbenen Spitzeln infiltrieren und folterte Festgenommene persönlich, sondern ging auch jeder An­schuldigung nach, die Eimsbütteler Blockleiter, Ortsgruppenleiter oder die Frauen­schaftsleiterin an ihn herantrugen, und machte in seiner Freizeit auf der Straße, in Geschäften oder bei Luftalarm im Bunker Jagd auf „Defaitisten“ oder „Wehrkraftzersetzer“.

Jüdisches Leben in Eimsbüttel

Die Juden in Hamburg hatten mit der Hamburger Verfassung von 1860 ihre rechtliche und politische Gleichstellung erreicht. Damit war die Voraussetzung für einen sozialen Aufstieg gegeben. Traditionelles Wohngebiet der Juden war die Hamburger Alt- und Neustadt, aber nach Aufhebung der Torsperre konnten Juden auch in die neuen Stadterweiterungsgebiete ziehen. Sie bevorzugten das Gebiet vor dem Dammtor, und in Rotherbaum und Harvestehude entstand ein neues jüdisch geprägtes Viertel. Die westlich angrenzenden heutigen Stadtteile Eppendorf, Hoheluft-West, Hoheluft-Ost und Eimsbüttel entfalteten große Anziehungskraft auf jüdische Hamburger, so dass sich zwei aufeinander folgende Wanderungsbewegungen in der Stadt feststellen lassen, die sich überlagerten. 1925 lebten in Eimsbüttel nach Angaben der amtlichen Statistik 1.334 Jüdinnen und Juden, 1,03 Prozent der Bevölkerung. Für Hoheluft existieren keine gesonderten Zahlen. In Eppendorf war der jüdische Anteil an der Gesamtbevölkerung höher als in Eimsbüttel, er betrug 3,54 Prozent. Genauere Angaben finden sich erst wieder in den Volkszählungsdaten vom Mai 1939. In den 14 Jahren seit 1925 hatte sich allerdings Entscheidendes verändert: die Zugehörigkeit zur jüdischen Minderheit wurde nun rassisch definiert („Juden“ und „Mischlinge 1. und 2. Grades“). Fast alle Jüdinnen und Juden, die sich der Verfolgung durch Emigration und Flucht hatten entziehen können, hatten die Stadt bereits verlassen, und aus den ländlichen Gebieten waren Juden in die Großstadt gezogen, wo sie sich unter Glaubensgenossen sicherer wähnten. 1939 lebten nach der NS-Definition in Eimsbüttel 1.455 Juden, d. h. 799 „Juden“, 391 „Mischlinge 1. Grades“ und 265 „Mischlinge 2. Grades“. Das entsprach 1,2 Prozent der Bevölkerung. In Hoheluft war der Anteil der als „Juden“ definierten Gruppe etwas höher. In einer Auflistung der Hamburger Ortsteile mit mehr als 100 „Juden“ und „Mischlingen“ finden die Ortsteile 118 „Otto Blöcker“, 119 „Falkenburg“ und 120 „Gneisenau“ Erwähnung. Der Anteil der gezählten Juden (nach NS-Definition) betrug hier zwischen 2,0 und 2,8 Prozent. In absoluten Zahlen waren das 552 „Juden“, 164 „Mischlinge 1. Grades“ und 103 „Mischlinge 2. Grades“. Die Zahlen für den Ortsteil 121 „Flandern“ sind nicht aufgelistet, da hier der Anteil der jüdischen Bevölkerung wohl niedriger war. Übrigens war „Falkenburg“ der Name eines SA-Sturmlokals, vor dem der Hitlerjunge Otto Blöcker im Februar 1933 tödlich verletzt worden war.

Die jüdische Infrastruktur im Grindel befand sich gerade noch in fußläufiger Entfernung, aber auch in Eimsbüttel selbst entstanden Einrichtungen für Jüdinnen und Juden, insbesondere zwischen Schäferkampsallee und Isebek. Nicht allen war die Nähe zur Synagoge wichtig, denn nicht alle führten ein religiöses Leben. Religiös lebende jüdische Familien, die zur Schicht der Kaufleute und Angestellten gehörten, wohnten bevorzugt im Gebiet zwischen Eimsbütteler Chaussee , Schäferkampsallee , Bismarckstraße und Schlump. In Eimsbüttel-Nord hingegen lebten viele Menschen, die sich nicht oder nicht mehr zur jüdischen Religion bekannten und sich nicht primär religiös definierten. Sie hatten sich assimiliert, hatten sich taufen lassen oder waren atheistisch, waren vielleicht „Mischehen“ eingegangen oder fanden ihre Identität eher in der Arbeiterbewegung als in der Jüdischen Gemeinde.

Von der nichtjüdischen Mehrheit wurden die Jüdinnen und Juden in den Stadtteilen wahrgenommen, und alte Eimsbüttelerinnen und Eimsbütteler erinnern sich bis heute an jüdische Geschäfte, z. B. an Henry Montag oder das Kaufhaus Bucky in der Eimsbütteler Chaussee , und jüdische Ärzte genossen in der Bevölkerung hohes Ansehen. Es gab jüdische Einrichtungen, von denen besonders die Jüdischen Wohnstifte hervorzuheben sind (s. dort). Anfang der 1940er Jahre wurden sieben ehemals in jüdischem Besitz befindliche Gebäude zu „Judenhäusern“ erklärt. Zum 1. April 1942 wurden auf Anordnung der Gestapo alle Hamburger Jüdinnen und Juden, die zum Tragen des „Judensterns“ verpflichtet waren (etwa 2350), in insgesamt 16 ehemalige Wohnstifte, in Heime des Jüdischen Religionsverbandes und die ihm gehörenden Mietgrundstücke umgesiedelt. Die Häuser mussten mit einem „Judenstern“ gekennzeichnet sein. Zunächst wies man die jüdischen Ehepartner in ein „Judenhaus“ ein. Ab Ende 1942, Anfang 1943 traf der Umzugsbefehl auch in „nicht privilegierter Mischehe“ Lebende. Nach Abschluss der ersten großen Transporte von Hamburg nach Lodz, Minsk und Riga zwischen Oktober und Dezember 1941 fungierten die „Judenhäuser“ als Sammelstätten für die noch folgenden kleineren Transporte. In den Häusern wurden die Menschen unter unwürdigen Bedingungen zusammengepfercht, so dass sich persönliche Spannungen und Konflikte kaum vermeiden ließen. Durch kleine Umbauten, wie z. B. die Installierung zusätzlicher Öfen und Herde, wurde versucht, die Wohnsituation etwas zu entspannen. Das betraf zumindest die ehemaligen Wohnstifte. Ein Haus in Eimsbüttel galt als „Judenhaus“, obwohl es nicht groß und in Privatbesitz war. Das private Wohnhaus Kippingstraße 12 gehörte dem Major a. D. Friedrich Wilhelm Solmitz, der hier mit seiner Ehefrau Louise Solmitz, geb. Stephan, und seiner 1920 geborenen Tochter Gisela wohnte. Das Ehepaar Solmitz lebte in „privilegierter Mischehe“. Friedrich Wilhelm Solmitz war „Rassejude“ nach NS-Definition, gehörte aber nicht der Jüdischen Gemeinde an, sondern war wie seine Frau evangelisch. Anfang 1940 überschrieb er das Haus auf Louise Solmitz. Trotzdem musste die Hamburger Bezirksstelle der Reichsvereinigung der Juden auf Behördenanweisung ab Ende 1942 oder 1943 Juden in das Haus einweisen, da der Haushaltsvorstand jüdisch war. Nicht die Eigentumsverhältnisse waren das entscheidende Kriterium, sondern der Status des Haushaltsvorstands. Der Druck auf die Reichsvereinigung stieg im Laufe des Krieges stetig weiter, da Wohnraum für ausgebombte „Volksgenossen“ dringend benötigt wurde und Juden dazu ihre Wohnungen räumen mussten.

In Hoheluft-West existierte kein „Judenhaus“.

Die Opfer des NS-Regimes, für die Stolpersteine in Eimsbüttel und Hoheluft-West verlegt worden sind, stammten aus allen sozialen Schichten und Milieus. Die größte Gruppe bildeten die „rassisch“ Verfolgten, also diejenigen, die wegen ihrer Abstammung als Jüdinnen oder Juden eingestuft wurden, ungeachtet ihrer eigenen Definition. Polnische Jüdinnen und Juden wurden 1938 im Rahmen der „Polenaktion“ nach Zbsazyn abgeschoben und überlebten die Folgen dieser Abschiebung in vielen Fällen nicht, da der Abschiebeort im 1939 von deutschen Truppen überrannten Kriegsgebiet lag. Die in Eimsbüttel wohnenden Jüdinnen und Juden wurden mit den erwähnten Transporten in Gettos oder Vernichtungslager deportiert und ermordet. Einzelne Juden, die „straffällig“ geworden und inhaftiert waren, wurden aus den Haftanstalten nach Auschwitz deportiert. Häufig gelang es vor allem der jüngeren Generation auszuwandern; in Großbritannien, Skandinavien, Palästina, China, Südamerika oder den USA überlebten sie und bauten sich ein neues Leben auf. Nicht alle diese Auswanderungsgeschichten können als glücklich bezeichnet werden, im Allgemeinen überschattete das Trauma der Vertreibung, der Entwurzelung und des Verlustes der Familie das weitere Leben.

Die Eltern bzw. Großeltern blieben oft aus Alters- oder anderen Gründen zurück, wurden deportiert und ermordet.

Stolpersteine erinnern auch an Menschen, die zur Arbeiterbewegung gehörten, als KPD-, SPD-Mitglieder oder Angehörige kleinerer linker Gruppen in den Widerstand gingen und diesen mit dem Leben bezahlten.

Aus Eimsbüttel und Hoheluft-West sind 24 männliche Opfer der Homosexuellen-Verfolgung bekannt. Diese stammten, bevor sie aufgrund ihrer Homosexualität ins gesellschaftliche Abseits gerieten, aus Elternhäusern mit überwiegend guten wirtschaftlichen Verhältnissen. Viele von ihnen lebten ihre Homosexualität als verheiratete Männer mehr oder weniger im Verborgenen aus. Viele wurden erst aufgrund der Tätigkeit des Strichjungen und Erpressers Theodor Gehring bei der Kriminalpolizei und Gestapo bekannt. Dieser war in Hoheluft-West in der Gneisenaustraße aufgewachsen und suchte in den 1930er Jahren seine Freier in den Grünanlagen bei der Christuskirche und am Isebekkanal. Manche Männer nahmen sich aufgrund des Verfolgungsdrucks das Leben. Als Besonderheit ist der Doppelselbstmord einer Mutter mit ihrem homosexuellen Sohn in der Sillemstraße aktenkundig. Namentlich bekannte Opfer der ohnehin unter anderen Begründungen durchgeführten Verfolgungsmaßnahmen gegenüber lesbischen Frauen sind bisher nicht aufgetaucht. In Eimsbüttel wohnte jedoch die in diesem Opferkreis berüchtigte Juristin der Fürsorgebehörde, Käthe Petersen, die als Sammelvormund für ca. 1450 Frauen fungierte, darunter auch Lesben. Sie tat sich durch besondere Härte hervor und war an Sterilisationsbeschlüssen beteiligt. Sie hat als Vormund ihr Aufenthaltsbestimmungsrecht nicht wahrgenommen, als es um die Verlegung ihrer Mündel in die Tötungsanstalten ging.

Einige Stolpersteine erinnern auch an eher unpolitische Menschen, die sich als Einzelne den Forderungen eines verbrecherischen Regimes entgegenstellten und ermordet wurden. Andere wurden für Menschen aus sozial prekären Verhältnissen gesetzt, die stigmatisiert, ausgegrenzt und inhaftiert wurden und in manchen Fällen in der so genannten Euthanasie-Aktion ebenso wie psychisch Kranke oder körperlich Behinderte ermordet wurden.

Text von Susanne Lohmeyer entnommen ihrem Buch: Stolpersteine in Hamburg-Eimsbüttel und Hamburg-Hoheluft-West. Biographische Spurensuche. Herausgegeben von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden. 2 Bde. Hamburg 2012.

Quellen:
Sielke Salomon, „Eine städtebauliche Wiedergutmachung“; Beate Meyer, „Goldfasane und „Nazissen“; Sybille Baumbach u. a., „Wo Wurzeln waren …“; Wegweiser zu ehemaligen jüdischen Stätten in Hamburg, Heft 2, S. 23ff., S. 52ff; Eimsbüttel und Hoheluft-West; Hoheluft-Geschichte(n) eines Hamburger Stadtteils; Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg; Auf den Spuren jüdischer Geschichte, S. 22; Irmgard Stein, Jüdische Baudenkmäler in Hamburg, S. 115ff.; Peter Offenborn, Jüdische Jugend in Hamburg; Ina Lorenz, Die Juden in Hamburg zur Zeit der Weimarer Republik; Weitere Ergebnisse der Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 17. Mai 1939; Statistische Mitteilungen über den hambur­gischen Staat, Nr. 30, Die Reichstagswahl am 6. November 1932 im Wahlkreis Nr. 34 (Hamburg), S. 26ff.; HAB IV 1940, S. 33ff.
 

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Datenbank online Die Dabeigewesenen

Von Hamburger NS-Täter/innen, Profiteuren, Denunziant/innen, Mitläufer/innen und Zuschauer/innen ... Eine Hamburg Topografie.

Die Dabeigewesenen

Aufsätze

Erklärung zur Datenbank

Stand Februar 2019: 716 Kurzprofile und 276 sonstige Einträge.

Diese Datenbank ist ein Projekt in Fortsetzung (work in progress). Eine Vollständigkeit ist niemals zu erreichen. Sie startet online im Februar 2016 mit rund 520 Profilen und mehr als 200 weiteren Einträgen, wird laufend ergänzt und erweitert werden. Wissenschaftliche Institute, Gedenkstätten, Universitäten und zum Thema forschende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können gern ihre erarbeiteten Profile in diese Datenbank stellen lassen.

Quellenangaben, die sich auf Webseiten beziehen, sind die zum Zeitpunkt der Recherche gefundenen. Sollten Sie veraltete Links oder Aktualisierungen bzw. Verschiebungen der Inhalte feststellen, freuen wir uns über Hinweise.

Vor etlichen Jahren hat die Landesszentrale für politische Bildung Hamburg die Stolperstein-Datenbank www.stolpersteine-hamburg.de ermöglicht und gibt seit rund zehn Jahren gemeinsam mit dem Institut für die Geschichte der Deutschen Juden unter der Projektleitung von Dr. Beate Meyer und Dr. Rita Bake von der Landeszentrale für politische Bildung die Publikationsreihe „Stolpersteine in Hamburg, biografische Spurensuche“ heraus. Mit dieser Datenbank „Die Dabeigewesenen“ möchte die Landeszentrale für politische Bildung nun den Blick auf diejenigen lenken, die das NS-System stützten und mitmachten. Denn:

Eine Gesellschaft, die sich eine offene und freie Zukunft wünscht,
muss [...] über eine Kultur verfügen, die nicht auf dem Verdrängen
und Vergessen der Vergangenheit beruht.“ (Mario Erdheim Psychoanalytiker) 1)

Diese aktuell immer noch so wichtige Aussage bildet den inhaltlichen Ausgangspunkt dieser Datenbank. Sie enthält eine Sammlung mit Kurzprofilen über Menschen, die auf unterschiedlichste Weise an den NS-Gewaltverbrechen in Hamburg Anteil hatten, z.B. als Karrierist/innen, Profiteur/innen, Befehlsempfänger/innen, Denunziant/innen, Mitläufer/innen und Täter/innen. Aber auch sogenannte Verstrickte, die z. B. nach durchlittener Gestapo-Folter zum Spitzel wurden. Unter all diesen Dabeigewesenen gab es auch Menschen, die in keiner NS-Organisation Mitglied waren, die aber staatliche Aufträge - zum Beispiel als Künstler oder Architekt - annahmen und so von dem NS-System profitierten, im Gegensatz zu denen, die sich diesem System nicht andienten, deshalb in die Emigration gingen oder in Kauf nahmen, keine Karriere mehr zu machen bzw. kaum noch finanzielle Einnahmen zu haben.
Ebenso wurden solche Personen aufgenommen, die zum Beispiel vor und während der NS-Zeit den Idealen des Heimatschutzes und der Technik-Kritik anhingen und das NS-Regime dadurch unterstützten, indem sie staatliche Aufträge annahmen, die diesen Idealen entsprachen, da das NS-System solche Strömungen für seine Ideologie vereinnahmte.

Für die Datenbank „Die Dabeigewesenen“ wurden alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens wie Medizin, Justiz, Bildung und Forschung, Verwaltung, Kirche, Fürsorge und Wohlfahrt, Literatur, Theater und Kunst, Wirtschaft, Sport, Polizei und parteipolitische Organisationen berücksichtigt.

„denn wir können (…) das ganze Phänomen des Mitmachens und des Ermöglichens, das ja in der NS-Zeit eine genauso große Rolle gespielt hat, wie die Bereitschaft, selbst aktiver Täter vor Ort zu sein - das alles können wir nur verstehen, wenn wir die verschiedenen Facetten der Täterschaft noch viel genauer betrachten, als das bisher geschehen ist." 2)

In vielen Profilen wird der weitverbreitete Enthusiasmus vieler Deutscher für den Nationalsozialismus, gegenüber „seiner Wirtschafts- und Sozialpolitik, seine Architektur, seine Weltanschauung" 3) etc. deutlich. Und es zeigt sich, dass Menschen das NS-System stützten, indem sie z. B., ohne darüber nachzudenken und ohne zu hinterfragen, bereitwillig moralische und soziale Normen des NS-Staats übernahmen.

Mit Schaffung der „Ausgrenzungsgesellschaft“ war es für die „Mehrheitsgesellschaft“ möglich, u. a. NS-Rassentheorien praktisch umzusetzen.

Diese Erkenntnis ist angesichts heutiger aktueller gesellschafts-politischer Entwicklungen von Bedeutung. In einem Interview zum Thema Fremdenfeindlichkeit bemerkte der Antisemitismusforscher Prof. Dr. Wolfgang Benz auf die Frage, ob aus der Geschichte zu lernen sei. „Wir könnten schon. Wir könnten zum Beispiel lernen, dass der Fremde nicht schuld ist an dem Hass, der ihm widerfährt. Es scheint tatsächlich schwierig zu vermitteln zu sein, dass das Opfer nicht dafür verantwortlich ist, dass es totgeschlagen oder misshandelt wird. Juden werden nicht verfolgt, weil an ihnen etwas ist, was sie zu Opfern macht, sondern weil die Mehrheitsgesellschaft Opfer braucht, und zwar zur eigenen Identitätsstiftung. Zuwanderer, Fremde, Andersgläubige werden ausgegrenzt. Das stärkt das Selbstgefühl der Mehrheit.“ 4)

Mit der Datenbank soll eine Hamburg Topographie der „Dabeigewesenen“ entstehen, um somit konkrete Orte des NS-Geschehens sichtbar zu machen. Deshalb werden auch nur diejenigen Dabeigewesenen aufgenommen, die zwischen 1933 und 1945 in Hamburg mit seinen Grenzen nach 1937 gelebt/gearbeitet haben. Neben Personenprofilen sind auch Adressen von NSDAP-Organisationen und -Einrichtungen zu finden. Darüber hinaus gibt es für einzelne Stadtteile Einträge, die die NS-Aktivitäten im Stadtteil beschreiben. In der Datenbank kann nach Namen, Straßen, Bezirken und Stadtteilen gesucht werden, damit also auch nach den Wohnadressen und/oder Adressen der Arbeitsstätten (soweit recherchierbar). Durch Hinzuziehen der Stolpersteindatenbank (hier sind die Adressen der NS-Opfer aufgenommen, für die bisher Stolpersteine verlegt wurden) und der virtuellen Hamburg-Stadt-Karte (sie verzeichnet die Zwangsarbeiterlager und Firmen, die Zwangsarbeiter beschäftigt haben) wird eindringlich deutlich, wie dicht benachbart Opfer und Dabeigewesene in Hamburg gelebt und gewirkt haben. Mit diesen Informationen ist es immer schwerer, die altbekannte Entschuldigung aufrecht zu erhalten; wir haben doch nichts davon gewusst.

In den vorgestellten Profilen liegt der Fokus auf Handlungen und Einstellungen zum NS-Regime. Privates wird nur erwähnt, wenn es für die Haltung zum NS-Regime von Relevanz ist. Recherchegrundlage für diese Datenbank waren bereits vorhandene wissenschaftliche Veröffentlichungen (z. B. von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und dem Institut für Zeitgeschichte), Biographien, Sammelbände und Dissertationen zu Hamburg im Nationalsozialismus, aber auch in diversen Fällen Entnazifizierungsakten und andere Akten und Dokumente, die im Staatsarchiv Hamburg zur Verfügung stehen. Für die Adressenrecherchen wurden die digitalisierten Hamburger Adressbücher von 1933 bis 1943 der Staats- und Universitätsbibliothek genutzt. Trotz größter Sorgfalt beim Zusammentragen der Daten, ist es dennoch möglich, dass Schreibweisen von Namen variieren und Lebensdaten fehlerhaft sind. In den Profilen und den Beschreibungen der Funktionen sowie des „Wirkens“ des Dabeigewesenen konnte nicht komplett auf das NS-Vokabular – der Sprache der Täter – verzichtet werden, dennoch wurde versucht, diesen Anteil gering zu halten und neutralere Umschreibungen zu finden.
Die meisten der aufgeführten Personen wurden schnell nach Kriegsende durch die Entnazifizierungsstellen als entlastet eingestuft, sie mussten sich selten vor Gericht verantworten oder sie wurden aufgrund von Verjährung ihrer Taten nicht juristisch verurteilt. So stellt Can Bozyakali in seiner Dissertation z. B. zum Sondergericht am Hanseatischen Oberlandesgericht fest, dass auch in Hamburg bis Anfang der 1950er Jahre 63% aller Justizjuristen, die am Sondergericht tätig gewesen waren, wieder in den Justiz-Dienst eingestellt wurden. „[…] anhand dieser Werte [kann] von einer ‚Renazifizierung‘ gesprochen werden.“ 5)

Dr. Rita Bake, Dr. Brigitta Huhnke, Katharina Tenti (Stand: Anfang 2016)

1) Mario Erdheim: „I hab manchmal furchtbare Träume … Man vergißts Gott sei Dank immer glei...“ (Herr Karl), in: Meinrad Ziegler, Waltraut Kannonier-Finster: Österreichisches Gedächtnis. Über Erinnern und Vergessen der NS-Vergangenheit. Wien 1993.
2) Wolfram Wette: Deutschlandfunk-Interview am 20.11.2014, anlässlich seines neuen Buches: „Ehre, wem Ehre gebührt. Täter, Widerständler und Retter - 1933-1945“, Bremen 2015.
3) Raphael Gross: Anständig geblieben. Frankfurt a. M.  2010, S. 17.
4) Wolfgang Benz: „Ich bin schon froh, wenn es nicht schlimmer wird". Der Historiker Wolfgang Benz über die lange Geschichte der Fremdenfeindlichkeit in Deutschland – und was neu ist an den Pegida-Märschen. Interview: Markus Flohr und Gunter Hofmann, in ZEIT online vom 21. Dezember 2015. www.zeit.de/zeit-geschichte/2015/04/wolfgang-benz-pegida-antisemitismus-fremdenfeindlichkeit
5) Can Bozyakali: Das Sondergericht am Hanseatischen Oberlandesgericht: Eine Untersuchung der NS-Sondergerichte unter besonderer Berücksichtigung der Anwendung der Verordnung gegen Volksschädlinge, Frankfurt/ Main 2005, S. 235.

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