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Rosa Schapire

(9.9.1874 Brody – 1.2.1954 London)
Kunsthistorikerin und Übersetzerin, Sammlerin expressionistischer Kunst. Förderin des Malers Karl Schmidt-Rottluff
Osterbekstraße 43 (Wohnadresse)
Namensgeberin für Rosa-Schapire-Weg, Bergedorf, seit 1989
Rosa Schapire, Maler: Walter Gramatté (gemeinfrei), via Wikimedia Commons
Rosa Schapire wurde als viertes von fünf Kindern einer angesehenen jüdischen Familie in Ostgalizien geboren. Sie studierte als eine der ersten Frauen Kunstgeschichte. Da es damals noch sehr ungewöhnlich war, dass Frauen studierten, erfuhr sie immer wieder Repressalien und Missachtung. So war dann auch das Thema ihrer ersten nachweisbaren Veröffentlichung als Studentin nicht zufällig gewählt. Der Titel: „Ein Wort zur Frauenemanzipation“ (1897). „Wortgewaltig plädiert sie für freie Berufswahl und gerechte Bezahlung, will die Kindererziehung dem Staat übertragen und fordert die Gemeinschaftsküche. Radikal räumt sie auf mit allen verklärenden Hausfrau- und Mutter-Allüren, wohl wissend, dass die selbstverantwortlich lebende Frau nicht nur frei, sondern auch einsam sein wird. (…) ‚Selbstständigkeit im Urteil‘ ist für Schapire die Qualität der emanzipierten Frau und Partnerin. In der bürgerlichen Gesellschaft sieht sie die Frauenfrage zur Damenfrage verkommen. Deshalb gibt es im kapitalistischen Staat keine Lösung, allein die sozialistische Partei ermöglicht eine freiheitliche Gesellschaft, ‚in der der Mensch den Beruf, nicht aber der Beruf den Menschen hat‘.“ [1]
Rosa Schapire verdiente sich ihr Studium mit Übersetzungen und Sprachunterricht und promovierte in Heidelberg. Sie wurde passives Mitglied der Künstlergruppe die „Brücke“, die 1905 von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl gegründet worden war. „Ihre sozialutopische Haltung teilt sie mit Karl Schmidt-Rottluff und den meisten Künstlern der Brücke (…).“ [2]
Auch Emil Nolde gehörte der Gruppe an. Rosa Schapire hielt den Einführungsvortrag bei der ersten in Schleswig-Holstein veranstalteten Nolde-Ausstellung in Hadersleben vom 16. bis 23.2.1908. Nolde war begeistert von Rosa Schapire und ihrer Art, seine Kunst zu interpretieren. Allerdings kam es zwischen den beiden bald zu einer Entfremdung, was zeitgleich mit Noldes Austritt aus der „Brücke“ geschah. „Der überempfindliche Nolde verlangte in gleichem Maße die Wertschätzung seiner Kunst wie auch seiner Person und nahm es übel, wenn hier ein Missverhältnis entstand. Als 1910 in der Galerie Commeter neben Nolde auch Arbeiten von Schmidt-Rottluff gezeigt wurden, entbrannte ein Streit um die Verteilung der Ausstellungsräume, bei dem sich Schapire für Schmidt-Rottluff eingesetzt hatte. Nolde sah in diesem Verhalten ‚Machenschaften‘ und ‚(schleichendes) Unterminierungswerk‘, sodass Ada Nolde am 18. Januar 1910 an Schiefler schrieb: ‚Schapire ist für uns erledigt.‘ Hinzu kam später Noldes antisemitische Haltung, die, auf Rosa Schapire bezogen, 1934 in seinem Erinnerungsband Jahre der Kämpfe nachzulesen ist: ‚In der Kunst war es meine erste bewusste Begegnung mit einem Menschen, anderer Art als ich es war. (…) Juden haben viel Intelligenz und Geistigkeit, doch wenig Seele und wenig Schöpfergabe. (…) Juden sind andere Menschen als wir es sind.‘“ [3]
1908, nach einigen unruhigen Wanderjahren, die Rosa Schapire auch nach England gebracht hatten, hatte sie sich in Hamburg niedergelassen und war in den dritten Stock der Osterbekstraße 43 gezogen. Dort ließ sie 1921 zwei Räume von Schmidt-Rottluff gestalten. „Möbel und Accessoires bildeten mit den starkfarbigen Wänden und Bildern ein expressives Ensemble. Die Wände waren in stumpfem Grün gestrichen, die Möbel in Gelb, Braun und Blau. Jack Goldschmidt, Tischler und Innenarchitekt, hatte sie nach Zeichnungen Schmidt-Rottluffs gebaut: einen kastenförmigen Tisch und drei Hocker, verschiedene Kästen, einfache Schränke, einen Bücher- und Grafikschrank, ein Büchergestell und eine Heizungsverkleidung (Ofenschirm). Dazu kam eine Holztruhe von 1911. Alles wurde bemalt, auch die Kokosteppiche und Kissen.“ [4]
Rosa Schapire wurde zur großen Förderin Schmidt-Rottluffs. 1910 besaß sie bereits eine vollständige Sammlung seiner Grafik. Schmidt-Rottluff portraitierte sie mehrere Male.
1913 löste sich die „Brücke“ auf. Rosa Schapire, obwohl hauptsächlich mit Schmidt-Rottluff beschäftig, setzte sich auch für die anderen Mitglieder der „Brücke“ ein. Als Schmidt-Rottluff und andere Künstler in den Ersten Weltkrieg zogen, ergriff Rosa Schapire 1916 die Initiative zur Gründung des Deutschen Frauenbundes zur Förderung deutscher bildender Kunst. Dieser Frauenbund, zu dem auch Ida Dehmel gehörte und der in anderen deutschen Städten Zweigvereine besaß, hatte sich ein ähnliches Ziel wie die „Brücke“ gesetzt. Er wollte „Brücken zwischen Schaffenden, Genießenden und Museen“ errichten: „Die Hauptaufgabe der Organisation besteht darin, Gemälde und plastische Werke anzukaufen und sie deutschen Museen, die moderne Kunst sammeln, als Geschenk anzubieten, um Kunstwerke der Gegenwart rechtzeitig ihren Platz in jenen Stätten anzuweisen, die die edelsten Werke der Vergangenheit aufbewahren.“ [5] Mit Hilfe dieser Vereinigung erreichte Rosa Schapire, dass in der Hamburger Kunsthalle Sonderausstellungen moderner Kunst durchgeführt wurden, bei denen auch die Werke Schmidt-Rottluffs gezeigt wurden. 1917 kaufte der Frauenbund ein Bild von Schmidt-Rottluff und schenkte es der Hamburger Kunsthalle. Nach dem Ersten Weltkrieg sah Rosa Schapire, bedingt durch die neuen politischen Verhältnisse, bessere Möglichkeiten für die Durchsetzung und Anerkennung der modernen Kunst.
Wie kann sich die Nachwelt diese engagierte Frau vorstellen? Die Kunsthistorikerin Maike Bruhns beschreibt Rosa Schapire als „kleine, zierliche Frau“, die „den extravaganten Aufzug in leuchtenden Farben“ [6] liebte. Und Sabine Schulze porträtiert Rosa Schapire wie folgt: „Fräulein Dr. Rosa Schapire ist als Frau eine Ausnahmeerscheinung im expressionistischen Milieu. Weder als Muse noch als Modell tätig, hat sie keinen Platz in der erotisch aufgeladenen Arbeitssituation der Wohnateliers Auch die Rolle der liebend einfühlsamen Ehefrau fällt ihr nicht zu. Sie steht den Künstlern unabhängig und aktiv gegenüber, sie interpretiert die Kunstwerke der von ihr geschätzten Maler, sucht nach Ausstellungsflächen, Käufern und Mäzenen. Berufliches Interesse verwandelt sich in Freundschaft, ihr Engagement wird durch Geschenke belohnt. Grafiken, Bilder und Schmuck werden ihr als Anerkennung für ihre Vermittlungsarbeit übergeben, bis sie 1939 eine respektable Sammlung von mehr als sechshundert Werken besitzt.“ [7].
Rosa Schapire, die über kein finanzielles Vermögen verfügte, keinen reichen Mann an ihrer Seite hatte, um sich Kunst zu kaufen, lebte allein für die Kunst und die Kunstvermittlung. „Das war den Herren Kunsthistorikern suspekt und gern spotteten sie über die Frau, die so leidenschaftlich für die neue, junge expressionistische Kunst und vor allem für Schmidt-Rottluff stritt. Aby Warburg nannte sie ‚Anregungs-Masseuse‘ und befand, sie sei ‚eigenartig grün‘, andere sahen in ihr eine ‚Kunsthetäre‘.“ [8]
Als Mitglied der Hamburgischen Sezession und als Mitglied der GEDOK war Rosa Schapire noch mit vielen anderen modernen Künstlern und Künstlerinnen bekannt und befreundet, so z. B. auch mit Anita Rée , Gretchen Wohlwill, Alma del Banco und Dorothea Maetzel-Johannsen.
Ihren Lebensunterhalt verdiente sie durch Vorträge, Museumsführungen und Kunst- und Sprachkurse an der Hamburger Volkshochschule Eine feste Anstellung hatte sie nie. Dazu Maike Bruhns: „Unabhängigkeit war ihr wichtig, aber nicht ihre freie Wahl, wie die Literatur kolportiert. Ein handschriftlicher Vermerk ihrer Freundin Agnes Holthusen informiert: ‚Rosa Schapire war an der Kunsthalle nicht angestellt, sondern freie Mitarbeiterin und bemüht, Direktor Gustav Pauli den Expressionismus nah zu bringen.‘ (…)
Als freie Kunsthistorikerin war sie auf mühevollen Broterwerb angewiesen. Neben Aufsätzen und Artikeln für Zeitschriften und Zeitungen schrieb sie laufend Buchrezensionen und besprach Avantgarde-Ausstellungen. Dreisprachig aufgewachsen mit Polnisch, Französisch und Russisch, leitete sie Sprachkurse, übernahm Übersetzungen (Balzac, Zola, Mauclair) und Herausgaben. (…) Ob sie in der NS-Zeit anonym veröffentlichte, war nicht festzustellen.“ [9]
In den 1920er- Jahren, als es in der Hamburger Gesellschaft en vogue war, kleine Gesellschaften zu geben, bei denen WissenschaftlerInnen zu bestimmten Themen sprachen, war Rosa Schapire auch dort eine gern gesehene Referentin.
Über die Zeit des Nationalsozialismus schreibt Maike Bruhns: „Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten sah sich die Kunsthistorikerin als Protagonistin der Moderne, speziell des verfemten Schmidt-Rottluff, wie auch durch ihre jüdische Abstammung gefährdet. Ausgrenzungen folgten sukzessive. Hatte Bürgermeister Krogmann zunächst verfügt, dass sie die Kunsthalle jederzeit betreten durfte, war dies auf die Dauer nicht durchzuhalten. Als Wolf Stubbe, Kustos im Kupferstichkabinett, sie bat, künftig wegen der Nazis unter den Angestellten von weiteren Besuchen der Bibliothek abzusehen, empfand sie das als Rauswurf. (…)
Weil sie nicht angestellt und willkürlich aus einem Amt zu entfernen war, konnte sie ihre Vorträge zunächst noch öffentlich fortsetzen (…). Bald konnte sie nur noch vor privaten Hörerkreisen sprechen (…). Mit der Zeit blieben die Zuhörer wegen des Risikos, denunziert zu werden, mehr und mehr aus, sodass sich Rosa Schapires Einkünfte auf weniger als die Hälfte minderten. Sie engagierte sich nun im Jüdischen Kulturbund Hamburg (…)“ [10]
1939 nutzte sie die Chance zur Emigration nach London. Ihr Hab und Gut wurde in einem Liftvan im Hamburger Hafen eingelagert. „In ihm befanden sich neben dem Hausrat Teile der Schmidt-Rottluff-Einrichtung, drei Mappen mit Grafik von Nolde, Kirchner, Heckel, Pechstein, Otto Mueller, Felixmüller, Gothein, Nesch, Kluth, Grimm und Fiedler, die Brücke-Publikationen und 500 Bücher (…).
Die deutschen Behörden raubten alles In einer groß angelegten Aktion wurde der Liftvan im September 1941 als ‚Judengut‘ von der Gestapo beschlagnahmt und aufgebrochen, sein Inhalt in einer amtlichen Auktion an der Drehbahn am 30. und 31. Oktober 1941 versteigert. Der Erlös war gering.“ [11]
Außer ihrer Schmidt-Rottluff-Sammlung und ihre Sammlung von Künstler-Postkarten hatte Rosa Schapire nichts in die Emigration mitnehmen dürfen. In London lebte sie sehr bescheiden in einem Zimmer, die Schmidt-Rottluff-Bilder gaben ihr ein Gefühl von Heimat, doch sie litt dennoch an Heimweh. Ihren kargen Lebensunterhalt verdiente sie sich mit Übersetzungen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb sie in England, wollte nicht nach Hamburg zurückkehren. Ab 1950 schrieb sie in „Eidos“ und „Connoisseur“ über wichtige Ereignisse in der gegenwärtigen deutschen Kunst und Literatur. Rosa Schapire starb am 1.2.1954 in der Londoner Tate-Gallery, in dem Museum, dem sie ihre Schmidt-Rottluff-Sammlung als Dank für die ihr in London entgegengebrachte Gastfreundschaft geschenkt hatte.
Text: Rita Bake
Quellen:
1 Sabine Schulze: Rosa. Eigenartig grün …, in: Sabine Schulze (Hrsg): Rosa, eigenartig grün. Rosa Schapire und die Expressionisten. Publikation zur Ausstellung: Rosa. Eigenartig grün im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg vom 28. August – 15. November 2009. Ostfildern 2009, S. 13.
2 Ebenda.
3 Birgit Ahrens: „…Hat selbst vorausschauend Geschichte gemacht“ – Zur Rezeption von Rosa Schapire, in: Sabine Schulze (Hrsg.), a. a. O., S. 46.
4 Maike Bruhns: Rosa Schapire: Freie Kunsthistorikerin in Hamburg – Beruf und Berufung, in: Sabine Schulze (Hrsg.), a. a. O., S. 224.
5 Rosa Schapire: Der Frauenbund zur Förderung deutscher bildender Kunst, in: Die literarische Gesellschaft 4., Hamburg 1918.
6 Maike Bruhns, a. a. O., S. 218.
7 Sabine Schulze, a. a. O., S. 11.
8 Ute Baier: Man nannte sie Anregungs-Masseuse. Hamburg rekonstruiert das Werk der jüdischen Kunsthistorikerin Rosa Schapire, in: Die Welt vom 8.9.2009.
9 Maike Bruhns, a. a. O., S. 219.
10 Maike Bruhns, a. a. O., S. 235f.
11 Maike Bruhns, a. a. O., S. 243
 

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Datenbank Hamburger Frauenbiografien

Frauen, die in Hamburg Spuren hinterlassen haben
(Datenbank Stand: September 2019) Frauen stellen mindestens die Hälfte der Menschheit. Wenn es aber um Erinnerungen geht, sind es immer noch in der Mehrzahl Männer, die die Spitzenplätze einnehmen.

Hammonia

Hamburger Frauenbiografien-Datenbank

Erklärung zur Datenbank

Stand September 2019: 1123 Kurzprofile von Frauen und 389 sonstige Einträge z. B. Vereine, Aktionen, Zusammenschlüsse und Überblicksdarstellungen zu Themen der Frauenbewegungen.

Zuletzt eingetragene Namen
Januar 2019 Erika Woisin, Christine Färber, Aracy Moebius de Carvalho, Charlotte Tauterat, Caroline Umlauff, Elvira Unglaube, Schwestern-Verein der Hamburgischen Staatskrankenanstalten, Clara Goldschmidt, Elsa Hopf, Dora Wenneker-Iven
Februar 2019 Demoiselle Conradi, Christine Reinhard, Erna Martens
März 2019 Klara Laser, Frieda Cordes, Johanne Günther, Eliza Wille
April 2019 Liselotte Strelow, Ruth Held
Mai 2019 Sozialverband VdK, Mädchentreff Schanzenviertel, Deutscher Frauenbund für alkoholfreie Kultur, Vera Jürs, Johanna Renate Wöhlke
Juni 2019 pro familia, Celly de Rheidt
Juli 2019 Rosa Bartl
September 2019 Mabel Wulff

Die Zahlen allein für Hamburg sind ernüchternd: ca. 2526 Straßennamen sind nach Männern benannt, gegenüber 420, die nach Frauen benannt wurden. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Anzahl der Denkmäler und Erinnerungstafeln. Auch bei Ehrungen und Auszeichnungen wird oft an IHN und nur wenig an SIE gedacht.

Trotz aller Leistungen von Frauen scheint die Erinnerung an sie schneller zu verblassen, sind die Archive und Netze der Erinnerung besonders löchrig - erweist sich die Wertschätzung weiblichen Wirkens als gering. Wie oft heißt es, wenn auch Frauen geehrt werden könnten:

„Uns ist dazu keine Frau von Bedeutung bekannt!“

Ein Argument, das in Zukunft keine Chancen hat, denn es gibt jetzt diese Datenbank. Eine Bank, die ihren Anlegerinnen und Anlegern hohe Renditen verspricht, denn das Kapital ist das historische Wissen. Geschöpft aus Archivmaterialien, Lexika, Zeitungsartikeln und –notizen, aus veröffentlichten Biografien, zusammengetragen und erforscht von Einzelpersonen etc., bietet die Datenbank die beste Voraussetzung für eine hohe gesellschaftliche Wirksamkeit - im Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit. Die Früchte dieser Datenbank sollen die Bedeutung von Frauen für Hamburgs Geschichte leicht zugänglich machen und selbstverständlich in den Alltag von heute tragen.

Was erwartet Sie?

Im Mittelpunkt stehen verstorbene Frauen, die in Hamburg gewirkt und/oder gewohnt und die Spuren hinterlassen haben. Das können Autorinnen, Schauspielerinnen, Wohltäterinnen, Kneipenwirtinnen, Politikerinnen, Wissenschaftlerinnen, bildende Künstlerinnen, Sängerinnen, Unternehmerinnen, Ärztinnen, Sozialarbeiterinnen, Juristinnen, Journalistinnen, Widerstandkämpferinnen gegen und Opfer des NS-Regime etc. sein – aber auch Täterinnen.

Wir stellen keineswegs nur „prominente“ Frauen oder hehre Vorbilder vor – sondern auch das Wirken und Leben der „kleinen Frau“ auf der Straße, die oft im Stillen gearbeitet hat, für die Familie, die Stadt, die Partei, die Kunst, für sich.

Darüber hinaus präsentieren wir Ihnen auch Orte, Einrichtungen, Vereine und Themen, die für Frauen von historischer Bedeutung waren und sind.

An dieser Datenbank wird kontinuierlich gearbeitet. Es werden laufend neue Namen und Rechercheergebnisse eingestellt.

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Gründerin des Gartens der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof

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Ein Teil der Frauenbiografien sind mit freundlicher Genehmigung von verschiedenen Autorinnen und Autoren verfasst worden. Die Namen der Autorinnen und Autoren finden Sie jeweils am Ende ihrer Beiträge. Es gibt auch eine Rubrik: Autorinnen und Autoren, in der Sie deren biografische Angaben finden.

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